Löbtau
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Löbtau |
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| Koordinaten | 51° 2′ 34″ N, 13° 41′ 53″ O51.042713.697919444444112Koordinaten: 51° 2′ 34″ N, 13° 41′ 53″ O |
| Höhe | 112 m ü. NN |
| Fläche | 2,34 km² |
| Einwohner | 19.230 (31. Dez. 2012) |
| Bevölkerungsdichte | 8218 Einwohner/km² |
| Eingemeindung | 1. Jan. 1903 |
| Postleitzahl | 01159 |
| Vorwahl | 0351 |
| Website | www.dresden.de |
| Ortsamtsbereich | Cotta |
| Verkehrsanbindung | |
| Bundesstraße | |
| Straßenbahn | 2, 6, 7, 12 |
| Bus | 61, 62, 63, 85, 90, A, 333 |
Löbtau ist heute ein Stadtteil von Dresden und gehört zum Dresdner Ortsamtsbereich Cotta. Er grenzt an die Stadtteile Friedrichstadt, Cotta, Gorbitz, Naußlitz, Dölzschen, Plauen und Südvorstadt.
Die zeitweise größte selbstständige Landgemeinde Sachsens, bereits 1068 und damit 138 Jahre vor Dresden erstmals urkundlich erwähnt, wurde als Vorstadt 1903 nach Dresden eingemeindet.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Erste Erwähnung hat Löbtau im Jahr 1068 als „Liubituwa“ („liebliche Aue“) gefunden, als der deutsche König Heinrich IV. zwei Hufen aus seinem Besitz an das Hochstift Meißen vergab. Löbtau ist damit eine der ältesten urkundlich erwähnten Siedlungen im Elbtal. Seine Geschichte reicht aber wahrscheinlich bis in die Zeit der Sorben zurück.
Der Ort unterstand dem Domstift Meißen, wurde aber im Zuge der Reformation an das Kurfürstentum Sachsen übergeben.
Im 19. Jahrhundert griff das Wachstum der benachbarten Stadt Dresden auf die Vororte über; zählte Löbtau im Jahre 1834 nur 163 Einwohner, vervielfachte sich die Bevölkerungszahl in den nächsten Jahrzehnten – Löbtau wurde zur größten Landgemeinde Sachsens. Im Jahre 1875 wurde der Neue Annenfriedhof angelegt, 1881 erhielt Löbtau Pferdebahnanschluss nach Dresden, 1900 wurde die Strecke elektrifiziert. Im Ort gab es entlang des Weißeritzmühlgrabens mehrere Mühlwerke.
Anfang des 20. Jahrhunderts war Löbtau eine Fabrik- und Arbeitervorstadt, zum großen Teil mit geschlossener Bebauung. Am 1. Januar 1903[1] wurde es mit etwa 39.000 Einwohnern nach Dresden eingemeindet.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Löbtau 1944 und 1945 beschädigt, als die Bahnanlagen (Bahnhof Dresden-Friedrichstadt und Wilsdruffer Vorstadt/Kohlenbahnhof) angegriffen wurden; einige Straßenzüge wurden teilweise zerstört. Nach der Zerstörung der Dresdner Innenstadt am 13./14. Februar 1945 wurde das weitgehend intakte Löbtau mit der Kesselsdorfer Straße zum wichtigsten Geschäftszentrum im Westen der Stadt. Während der DDR-Zeit verfiel die Bausubstanz jedoch zusehends. Manche Bereiche wurden nicht wiederaufgebaut und dem Verfall preisgegeben. Erst nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990 wurden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt.
Löbtau heute [Bearbeiten]
Heute zählt der Stadtteil etwa 17.000 Einwohner und ist von der sozialen Zusammensetzung her sehr gemischt besiedelt, trotz seiner zunehmenden Attraktivität gilt er als einfache bis mittlere Wohnlage. Die zahlreichen Seitenstraßen mit vielen Grünflächen locken Familien und ältere Menschen; wegen der Uninähe und der vielen Altbauten wird die Gegend zunehmend auch für Studenten attraktiv. Löbtau gilt weitenteils als ruhiger und grüner als das Dresdner Kneipenviertel, die Äußere Neustadt. Im Jahr 1993 wurde der Fußballverein Löbtauer Kickers 93 e. V. gegründet, dessen Spielstätte sich an der Williamstraße (direkt an der Kesselsdorfer Straße) befindet.
Verkehr [Bearbeiten]
Löbtau ist durch die Straßenbahnlinien 2, 6, 7 und 12 sowie die Buslinien 61, 62, 63, 85 und 90 der Dresdner Verkehrsbetriebe mit dem Dresdner Stadtzentrum und anderen Stadtteilen verbunden; außerdem verkehren Regiobusse des Regionalverkehrs Dresden in Richtung Freital (Linie A) und Kesselsdorf - Wilsdruff - Mohorn (Linie 333). Unweit befinden sich zudem die S-Bahnhöfe Dresden-Plauen und Freiberger Straße (seit 2004) sowie der nur von Regionalbahnen bediente Bahnhof Dresden-Friedrichstadt.
Industrie [Bearbeiten]
Söhne und Töchter [Bearbeiten]
- Hans Gabriel Jentzsch (1862–1930), Grafiker, Illustrator und Karikaturist
- Johannes Hübschmann (1867–1930), Jurist, Politiker und von 1917 bis 1930 Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz
- Karl Ernst Hänsel (1868–1947), Radierer und Maler
- Fritz Reuter (1896–1963), Komponist, Musikwissenschaftler und Pädagoge
- Elfriede Lohse-Wächtler (1899–1940), Malerin
Siehe auch [Bearbeiten]
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Erlweinwohnkomplex in Löbtau
Literatur [Bearbeiten]
- Fr. Ed. Falland: Geschichte des Ortes Löbtau. Löbtau 1896 (Digitalisat)
- Cornelius Gurlitt: Löbtau. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 24. Heft: Amtshauptmannschaft Dresden-Altstadt (Land). C. C. Meinhold, Dresden 1904, S. 79.
Weblinks [Bearbeiten]
- Dresdner Stadtteile: Löbtau
- Dresden-Löbtau
- Statistik auf www.dresden.de: Löbtau-Nord (PDF; 364 kB), Löbtau-Süd (PDF; 362 kB)
- Löbtau im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
Einzelnachweise [Bearbeiten]
Stadtteile in Ortsamtsbereichen
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