Löffelstör

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Löffelstör
Ein Löffelstör (Polyodon spathula)

Ein Löffelstör (Polyodon spathula)

Systematik
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Knorpelganoiden (Chondrostei)
Ordnung: Störartige (Acipenseriformes)
Familie: Löffelstöre (Polyodontidae)
Gattung: Löffelstöre
Art: Löffelstör
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Polyodon
Lacépède 1797
Wissenschaftlicher Name der Art
Polyodon spathula
(Walbaum 1792)
Berliner Sonderbriefmarke von 1977

Der Löffelstör (Polyodon spathula) ist die einzige Art der monotypischen Gattung Polyodon. Die Familie der Löffelstöre (Polyodontidae) wird dem Schwestertaxon Störe (Acipenseridae) gegenübergestellt und umfasst neben der Gattung Polyodon nur eine weitere monotypische Gattung. Sein Aussehen weicht recht stark von dem der Echten Störe ab, weshalb er auch ursprünglich für eine Art Süßwasserhai gehalten wurde. Er wird 1,5 bis über 2 Meter groß.

Die Gattung Polyodon ist seit der Oberkreide bekannt und wurde lange Zeit nur fossil beschrieben. Larven von Polyodon spathula wurden jedoch erst 1932 am Ufer des Mississippi entdeckt und besitzen keinen Stirnfortsatz. Interessant ist, dass sie noch kleine Zähne besitzen, die die erwachsenen Exemplare nicht mehr haben.

Aussehen[Bearbeiten]

Die Stirnpartie ist zu einem mächtigen Fortsatz ausgezogen. Dieses abgeplattete, biegsame Gebilde erreicht etwa ein Drittel der Gesamtlänge des Fisches. Die völlig unbeschuppte Haut kann mit einzelnen kleinen Knochenkörnchen bedeckt sein, nur am oberen Lappen der unsymmetrischen (heterozerken) Schwanzflosse finden sich einige Ganoidschuppen.

Ernährung[Bearbeiten]

Der Löffelstör ernährt sich von kleinen Krebsen und Plankton, die er mit vergrößerten Kiemenfortsätzen aus tiefem Wasser seiht.

Vorkommen[Bearbeiten]

Der bis zu 1,80 Meter lange Löffelstör war früher über die Stromgebiete des Mississippi River weit verbreitet. Staudämme, Verunreinigung der Gewässer und Raubfischerei haben ihn bis an den Rand der Ausrottung gebracht, nicht zuletzt deshalb, weil das Fleisch und der Rogen des Löffelstöres als sehr delikat gelten. In den letzten Jahrzehnten wurden verschiedene Projekte in Angriff genommen, Löffelstöre kommerziell in Teichanlagen zu züchten.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Löffelstör – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien