Lötbrücke
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Eine Lötbrücke ist ein Verbindungselement aus leitendem und lötfähigem Material zur leitenden Verbindung zwischen zwei oder mehr Anschlusspunkten auf einer Leiterplatte.
Die Lötbrücken werden verwendet, um Ebenen für durchkontaktierte Leiterplatten einzusparen oder um bestimmte Voreinstellungen für Schaltungen zu bilden. Mit Lötbrücken können auch Schwierigkeiten bei der Leiterplattenentflechtung überwunden werden.
Auf einigen Leiterplatten bilden Lötbrücken Masse- und Spannungsleitungen und können zugleich als Lötstützpunkte für Stützkondensatoren dienen.
Lötbrücken haben gegenüber Drähten den Vorteil einer festen Form und sie können wie gewöhnliche Bauelemente ohne zusätzliche Nacharbeit verwendet werden. Eine Alternative zu Lötbrücken ist zum Beispiel die Wickelverbindung. Eine andere Alternative sind „Null-Ohm-Widerstände“, die Abmessungen und Anschlüsse wie normale Widerstände haben und sich wie diese bestücken und verarbeiten lassen.
Wenn Lötbrücken zur Einstellung von Funktionen verwendet werden, können stattdessen auch Miniaturschalter oder Jumper eingesetzt werden.
[Bearbeiten] Darstellung
In Schaltbildern werden die Lötbrücken nicht dargestellt, aber im Verdrahtungsplan, auf Bestückungsplänen und in Stücklisten.
[Bearbeiten] Lötbrücke als Fehlererscheinung
Unter demselben Namen versteht man auch eine Fehlererscheinung auf Leiterplatten, die Lotbrücke. Wenn beim Verlöten unbeabsichtigt durch zuviel Lot oder beispielsweise krumm gebogene Bauelementanschlussdrähte und deren Lotbenetzung ein Kontakt zu einer benachbarten Leiterbahn oder einem Lötpad entsteht, ist das nichts Anderes als ein elektrischer Kurzschluss. Diesen gilt es durch sauberes Arbeiten beim Löten zu vermeiden und im Falle des Fehlereintritts möglichst schnell zu finden und zu reparieren. Glücklicherweise lässt sich diese Art von Fehler auch bei SMD-Technik noch gut (von Hand) beheben und führt daher selten zu erhöhtem Ausschuss in der Produktion.

