Lübbecke

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Lübbecke (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Lübbecke
Lübbecke
Deutschlandkarte, Position der Stadt Lübbecke hervorgehoben
52.3080555555568.6230555555556104Koordinaten: 52° 18′ N, 8° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Minden-Lübbecke
Höhe: 104 m ü. NHN
Fläche: 65,04 km²
Einwohner: 25.467 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 392 Einwohner je km²
Postleitzahl: 32312
Vorwahlen: 05741, 05743
Kfz-Kennzeichen: MI
Gemeindeschlüssel: 05 7 70 020
Stadtgliederung: 8 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kreishausstraße 2–4
32312 Lübbecke
Webpräsenz: www.luebbecke.de
Bürgermeister: Eckhard Witte (CDU)
Lage der Stadt Lübbecke im Kreis Minden-Lübbecke
Minden Hüllhorst Espelkamp Bad Oeynhausen Lübbecke Rahden Petershagen Preußisch Oldendorf Porta Westfalica Hille Stemwede Nordrhein-Westfalen Niedersachsen Niedersachsen Kreis Herford Kreis Lippe Niedersachsen NiedersachsenKarte
Über dieses Bild

Lübbecke Zum Anhören bitte klicken! [ˈlʏbɛkə]a a (niederdeutsch: Lübke) ist eine Stadt im Nordosten Nordrhein-Westfalens. Die am Nordhang des Wiehengebirges gelegene ehemalige Kreisstadt mit rund 26.000 Einwohnern gehört zum ostwestfälischen Kreis Minden-Lübbecke (Regierungsbezirk Detmold). Lübbecke wurde erstmals 775 als hlidbek schriftlich erwähnt und besitzt seit 1279 die Stadtrechte.

Geographie[Bearbeiten]

Topographie des Stadtgebietes
Bodennutzung
Das Wiehengebirge bei Lübbecke

Lage[Bearbeiten]

Lübbecke liegt im Nordosten Nordrhein-Westfalens, im Norden Ostwestfalen-Lippes, im Südwesten des Kreises Minden-Lübbecke. Die Stadt liegt im Westen der kulturhistorischen Region des Mindener Landes. Naturräumlich zählt ein Großteil des Stadtgebietes zur Norddeutschen Tiefebene. Nur die südlichen Gebiete der Stadt liegen am Nordhang des Mittelgebirges Wiehengebirge, dessen Kamm im Süden weitestgehend die Grenze der Stadt markiert. Hier am Gebirgsrand liegt die Kernstadt. Die restlichen Gebiete sind eher dörflich geprägt. Die nördliche Stadtgrenze verläuft im Zuge des Mittellandkanals. Im Nordosten der Stadt liegt das Große Torfmoor, das allgemein als das größte Moor Westfalens gilt. Zwischen den feuchten Niederungen südlich des Mittellandkanals, dem Urstromtal der eiszeitlichen Weser, und den Höhenlagen des Wiehengebirges liegt am Gebirgsfuß ein schmaler Saum fruchtbarer Lößböden mit der Bezeichnung Lübbecker Lößland. Nördlich davon liegt, zum Teil recht trennscharf vom Lößland, die nicht so fruchtbare, teilweise sandige bzw. moorige Rahden-Diepenauer Geest. In der Geest liegen lediglich die Ortschaften Stockhausen und Alswede sowie ein Teil des Lübbecker Industriegebietes.

Die höchsten Berge Lübbeckes sind der Heidbrink (320 m), der Wurzelbrink (319 m) und der Kniebrink (315 m). Der Kernstadt am nächsten liegen der Reineberg (276 m), der Heidkopf (273 m) sowie der Meesenkopf (226 m). Die Berge im Süden der Stadt Lübbecke sind die höchsten des gesamten Wiehengebirges. Im Norden erreicht das Gebiet nur noch eine Höhe von rund 50 m. Der tiefste Punkt liegt auf rund 48 m.

Gewässer[Bearbeiten]

Hier im Nordwesten zwischen dem Hollwinkeler Holz und dem Blasheimer Busch grenzt das Stadtgebiet auf rund 1 km an die Große Aue und macht Lübbecke somit zu einem unmittelbaren Anrainer dieses Flusses.

Da die Wasserscheide des Wiehengebirges die südliche Stadtgrenze bildet, wird fast das gesamte Stadtgebiet nach Norden entwässert. Lediglich der wenige Gebiete marginalen Umfangs am Südhang des Wurzelbrinkes entwässert nach Süden. Allgemein fließen die kurzen Gebirgsbäche, die zum Teil erst am Fuße des Gebirges entspringen, und so nach wenigen Kilometern oder „hundert Metern“ bereits das Tiefland erreichen, nach Norden, um dann in die Flöthe oder einen anderen größerem Fließgewässer bereits jenseits der Stadtgrenze zu münden. So fließt zum Beispiel die Ronceva vom „Lübbecker Berg“ kommend, durch die Kernstadt (ist hier größtenteils verrohrt) und über die Flöthe, die Große Aue der Weser zu. An der Weser hat die Stadt jedoch keinen Anteil und einzig die Große Aue, als Fließgewässer von regionaler Bedeutung, streift die Stadt nur im äußersten Westen. Gefördertes „Gebirgsquellwasser“ hat noch immer eine große Bedeutung für die Bierherstellung in Lübbecke.

Die Stadt Lübbecke ist arm an natürlichen stehenden Gewässern. Sowohl Kanal als auch die Seen und Teiche im Moor sind von Menschenhand geschaffen. Die größten Gewässer sind der Mittellandkanal selbst mit etwa 50 ha Wasserfläche auf Lübbecker Gebiet sowie ein namenloser See im Moorgebiet, der eine zusammenhängende Wasserfläche von rund 9 ha aufweist. Alle anderen Gewässer sind kleiner als 1 ha. Insgesamt bestehen 1,5 Prozent der Stadtfläche (98,2nbsp;ha) aus Wasserflächen.

Geologie und Ressourcen[Bearbeiten]

Geothermische Karte von Lübbecke

Geologisch wird die Oberfläche hauptsächlich von quartären Lockergesteinen (Sand, Kies, Löß, Geschiebemergel überwiegend des Pleistozän) bestimmt. Im Wiehengebirge treten auch Gesteine des Jura zum Beispiel Sandsteine zutage.

Weite Bereiche der Stadt Lübbecke, wie hier nördlich von Stockhausen, sind ausgewiesene Naturschutzgebiete.

Eine gewisse Bedeutung hat, wie in der Vergangenheit, die Gewinnung von Kalkstein zur Verwendung als Schotter für den Haus- und Straßenbau. Im Wiehengebirge, südlich von Nettelstedt existiert ein großer im Betrieb befindlicher Steinbruch, in dem der Fels gebrochen und zerkleinert wird. Zahllose kleine Steinbrüche im Wiehengebirge zeugen noch heute davon, dass dieses bergmännische Gewerbe eine lange Tradition in Lübbecke hat. Es scheint, dass vor Jahrhunderten auch nach Erzen (vgl. Mindener Revier im Wiehengebirge) geschürft wurde; bei Horst Höhe gibt es einen alten Stollen. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde im Großen Torfmoor der fossile Brennstoff Torf, überwiegend für die Verwendung im Hausbrand, gestochen. Alte Transportanlagen (Loren) waren dort bis vor einigen Jahren noch vorhanden. Aufgrund der Erschöpfung der Lagerstätten und aus Gründen des Naturschutzes wurde die Förderung aber eingestellt.

Trotz großen natürlichen Gefälles kann die Wasserkraft als Energieträger heute nicht eingesetzt werden, da aufgrund des geringen Einzugsbereiches der Gebirgsbäche diese nur wenig Wasser führen. In der Vergangenheit wurden mehrere Wassermühlen im Stadtgebiet betrieben. Am Fuße des Wurzelbrinks im Ortsteil Eilhausen ist noch heute ein Wasser-Mühlrad zu besichtigen. Die Nutzung der natürlichen Ressource Windkraft hat in letzter Zeit einen signifikanten Zuwachs erlangt. Windmühlen, u.a. in Eilhausen zeigen, dass dieser Energieträger von Alters her genutzt wurde. Begünstigt wird die Nutzung des Windes durch die Lage in der Norddeutschen Tiefebene.

Lübbecke eignet sich fast durchweg gut bis sehr gut zur Nutzung von geothermischen Wärmequellen mittels Erdwärmesonde und Wärmegewinnung durch Wärmepumpe (vgl. dazu die nebenstehende Karte).[2]

Ausdehnung und Nutzung des Stadtgebietes[Bearbeiten]

Der Lübbecker Norden ist, wie hier östlich von Alswede, kaum besiedelt und vorwiegend agrarisch geprägt
Mit einem Anteil von Moor, Heide und Unland von 3,3nbsp;Prozent liegt Lübbecke deutlich über dem Durchschnitt des Kreises Minden-Lübbecke (0,7nbsp;Prozent)
Der Bergwald des Lübbecker Wiehengebirges, hier am Westhang des Wurzelbrinks

Die Stadt hat eine Gesamtfläche von 65 km². Das Stadtgebiet hat eine maximale West-Ost-Ausdehnung von 13 km, die maximale Nord-Süd-Ausdehnung beträgt rund 9 km.

Das Gebiet der Stadt wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt und ist dementsprechend ländlich geprägt. Im Wesentlichen ist nur das Wiehengebirge bewaldet. Eine Übersicht über die Flächennutzung gibt folgende Tabelle:[3]

Fläche
nach Nutzungsart
Landwirt-
schaftsfläche
Wald-
fläche
Siedlungs-
und Verkehrsfläche
Wasser-
fläche
sonstige
Nutzung
Fläche in ha 3.408 1.316 1.441 98 241
Anteil an Gesamtfläche 52,4 % 22,2 % 20,2 % 1,5 % 3,7 %

Am dichtesten besiedelt ist das fruchtbare Gebirgsvorland, das sogenannte Lübbecker Lößland, hier liegen fast alle Ortschaften. Die durchschnittliche Einwohnerdichte liegt hier zwischen 600 und 1000 Einw./km². Die Niederungen südlich des Kanals sind, abgesehen vom Lübbecker Industriegebiet, sehr dünn besiedelt. Unbewohnt sind das Wiehengebirge selbst sowie das Große Torfmoor. Der am dichtesten besiedelte Stadtteil ist die Lübbecker Kernstadt: Mit rund 800 Einw. pro km² ist die Einwohnerdichte doppelt so hoch wie in der Gesamtstadt. Mit im Schnitt 250 Bewohnern pro km² sind die anderen Stadtteile zusammen hingegen vergleichsweise dünn besiedelt.

Der Flächenanteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche ist geringer als im Kreisdurchschnitt (66 %), liegt aber leicht über dem Landesdurchschnitt (49,7 %). Das Lübbecker Lössland ist sehr fruchtbar. Die Ackerzahl liegt hier bei 75. Entsprechend wird dieser gute Boden, sofern die vielen Siedlungen hier Raum lassen, überwiegend ackerbaulich genutzt. Der Anbau von Getreide aller Art sowie von Hackfrüchten bringt hier gute Erträge. Auch vereinzelte Obstplantagen sind ebenfalls vorhanden. Als Sonderkulturen sind der Anbau von Spargel und Erdbeeren im nördlichen Stadtgebiet erwähnenswert. Weiden sind hier nur sporadisch bisweilen in der Nähe des Bergwaldes oder in den wenigen Bachauen vorhanden. Allgemein Richtung Norden, besonders aber Richtung Nordosten zum Torfmoor hin, nimmt der Anteil an Grünland im Zuge der schlechter und nasser werdenden Böden kontinuierlich zu. Ostwärts des Industriegebietes nehmen Wiesen und Weiden fast die gesamte Fläche ein. Stellenweise gedeiht allenfalls noch der genügsame Grünmais durch intensive Dungzufuhr. Innerhalb des Naturschutzgebietes Torfmoor, jedoch noch außerhalb des eigentlichen Moores, erfolgt eine aus ökologischen Gründen beinahe nur extensive weidewirtschaftliche Nutzung, vor allem durch Schafe.

Das Wiehengebirge ist zum größten Teil mit Wald bedeckt. Die geschlossene Waldfläche Lübbeckes ist zum allergrößten Teil der Bergwald des Wiehengebirges, der oberhalb 100 bis 135 m beginnt und auch die höchsten Gipfel umfasst. Dieser besteht zu einem großen Teil aus Fichtenwald, große Teile, besonders im Bereich südlich der Kernstadt sind ursprüngliche Buchen-Mischwälder. Im Tiefland gibt es, obwohl im Lübbecker Land jenseits der Stadtgrenzen große Waldgebiete existieren, nur sehr kleine Haine, die zusammen knapp 1 km² umfassen. U.a. sind dies der Stockhauser Busch, kleine Wälder im Bereich des Jachthafens und die Birkenwälder im Großen Torfmoor. Hart an der Grenze des Stadtgebietes im Nordwesten bei Alswede auf Preußisch Oldendorfer Hoheitsgebiet liegt das rund 44 ha große Hollwinkeler Holz. Ein Teil des Moores ist mit geschlossenen Birkenbeständen bewachsen. Der relative Waldanteil ist fast doppelt so hoch wie im Kreisdurchschnitt (11,2 %).

Der relativ große Anteil an sonstiger Fläche ergibt sich durch das Große Torfmoor. Moore, Heide und Unland bedecken rund 3,3nbsp;Prozent des Stadtgebietes.[4]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Lübbecke ist gänzlich von Gemeinden des Kreises Minden-Lübbecke umgeben. Im Norden liegt jenseits des Mittellandkanals die Stadt Espelkamp. Die gemeinsame Grenze ist rund 10 km lang. Im Osten liegt die Gemeinde Hille. Südlich der Stadt auf der anderen Seite des Wiehengebirges liegt die Gemeinde Hüllhorst. Der Kamm des Gebirges bildet auf rund 10,5 km Länge die südliche Stadtgrenze. Im Westen grenzt Lübbecke an die Stadt Preußisch Oldendorf. Hier bilden der Ostrand des Hollwinkeler Holzes und auf 1 km Länge die Große Aue eine natürliche Grenze.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Stadtteile

Nach §3 der Hauptsatzung[5] gliedert sich das Gebiet der Stadt Lübbecke in folgende Ortschaften (Einwohnerzahlen der Ortschaften zum 31. Dezember 2007,[6] für Gesamt-Lübbecke von 2009):

Ortsteil Einwohner Anteil Fläche Einwohnerdichte
Alswede 1.387 5,4 % 2,95 km² 470 Einw./km²
Blasheim 1.473 5,7 % 6,46 km² 228 Einw./km²
Eilhausen 764 3.0 % 3,59 km² 213 Einw./km²
Gehlenbeck 3.310 12,8 % 11,13 km² 297 Einw./km²
Kernstadt 15.934 61,6 % 17.81 km² 895 Einw./km²
Nettelstedt 2.782 10,7 % 8,49 km² 328 Einw./km²
Obermehnen 1.360 5,3 % 9,26 km² 147 Einw./km²
Stockhausen 798 3,1 % 5,36 km² 149 Einw./km²
Stadt Lübbecke 25.885 100 % 65,05 km² 398 Einw./km²

Keine Ortschaft im Sinne der Hauptsatzung ist die Lübbecker Kernstadt, die das nicht zu den Ortschaften gehörende Gebiet einnimmt und knapp 16.000 Einwohner hat. Somit wohnen knapp 62 % der Bewohner in der Kernstadt Lübbeckes. Für jede der Ortschaften wird vom Rat der Stadt ein Ortsvorsteher gewählt. Die Ortschaften sowie die Kernstadt werden im Sprachgebrauch meist als Stadtteile bezeichnet. Die Bezeichnung „Stadtteile“ ist aber nicht nur im Sinne der Hauptsatzung unkorrekt sondern auch irreführend, da es sich überwiegend um isolierte, dörfliche Siedlungen handelt, die zum Teil mehrere Kilometer von der Bebauung der Kernstadt, weite Felder und Fluren umgebend, entfernt liegen und teilweise ihren bäuerlichen Charakter bewahren konnten. Eine Ausnahme bilden Gehlenbeck und Eilhausen, deren Bebauung mittlerweile übergangslos an die der Kernstadt anschließt, wodurch sie ihren eigenen dörflichen Charakter verloren haben und jetzt ein Wohnviertel Lübbeckes bilden. Die meisten Ortschaften und die Kernstadt umfassen jeweils außer den eigentlichen Siedlungskernen, mehr oder weniger große Anteile am Wiehengebirge und den siedlungsarmen Fluren im Zuge des Mittellandkanals. Lediglich die Gebiete der Ortschaften Alswede und Stockhausen sind auf den jeweiligen Ort und das unmittelbar an diesen angrenzende Gebiet beschränkt.

Klima[Bearbeiten]

Niederschlagsverteilung in Lübbecke

Das Klima in Lübbecke wird durch die Lage im ozeanisch-kontinentalen Übergangsbereich Mitteleuropas und durch seine Lage in der Norddeutschen Tiefebene bestimmt. Das Gebiet liegt überwiegend im Bereich des subatlantischen Seeklimas, weist aber temporäre kontinentale Einflüsse auf. Die Winter sind unter atlantischem Einfluss meist mild, die Sommer mäßig-warm, die Niederschläge relativ gleichmäßig verteilt. Es überwiegen westliche und südwestliche Winde, die Niederschläge mit sich führen. Durch die Lage im Lee von Wiehengebirge und Teutoburger Wald sind die Niederschläge jedoch insgesamt geringer als in den meisten Mittelgebirgsregionen Ostwestfalens, nur die Höhenlagen des Gebirges sind etwas niederschlagsreicher. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt in den nördlichen Teilen der Stadt 680 mm und im Bereich des Gebirges etwa 800 mm.

Die Lufttemperatur beträgt im Jahresdurchschnitt 8,9 °C, wärmster Monat ist der Juli mit 16,9 °C, kältester der Januar mit 0,8 °C. Im Gebirge ist es pro 100 Höhenmetern um 0,5 bis 1,0 °C kälter. An durchschnittlich 37 Tagen (in den Monaten November bis März) liegt die mittlere Tagestemperatur unter 0 °C. Die Zahl der Sonnenscheinstunden beträgt 1.435 Stunden im Jahr, mit einer jahreszeitlichen Schwankung von 200 Stunden im Juni und 32 Stunden im Dezember.[7] Am 26. August 2010 wurde in Lübbecke mit 143, 3 Liter Regen pro Quadratmeter einer der höchsten Niederschlagsmengen an einem Tage im nordwestdeutschen Raum regristiert.[8] An diesem Tag fiel ein Fünftel der Regenmenge, die im Mittel im ganzen Jahr auf Lübbecke niedergeht.

Geschichte[Bearbeiten]

Stadtplan Lübbeckes von 1829
Topographische Karte von Lübbecke (rechts unten) aus dem Jahr 1896. Ende des 19. Jahrhunderts gab es zwischen Lübbecke und Blasheim und Gehlenbeck noch weite Fluren. Heute geht die Bebauung hier übergangslos über.
Blick auf die Kernstadt von Lübbecke vom Wiehengebirge. Im Vordergrund die Altstadt mit der St. Andreas Kirche; im Hintergrund das Industriegebiet und die Norddeutsche Tiefebene
Der zentrale Marktplatz Lübbeckes mit altem Rathaus (links) und dem Wahrzeichen der Stadt, dem Bierbrunnen (rechts)

Der Ort Lübbecke wird schriftlich erstmals 775 als hlidbek in den fränkischen Reichsannalen erwähnt. Damals überfielen Sachsen ein fränkisches Heerlager. Lübbecke war Zentralort des sächsischen hlidbeki-Gau. Zu dieser Zeit mag in hlidbeki bereits eine Kirche bestanden haben, die aus der Zeit der von Karl dem Großen betriebenen Christianisierung der in dieser Gegend ansässigen sächsischen Engern unter ihrem Herzog Widukind stammen kann. Lübbecke war Zentrum eines Urkirchspiels im Bistum Minden und so waren die in der Gegend beheimateten Adelsgeschlechter so auch das Rittergeschlecht von Lübbecke in der Ministerialität der Bischöfe von Minden. Bereits 1279 wurde Lübbecke durch den Mindener Bischof Volquin von Schwalenberg das Stadtrecht verliehen. Das Gebiet wurde durch die Bischöfe von Minden auch von der Landesburg Reineberg (heute Hüllhorst) aus kontrolliert. Die dort eingesetzten Herren stammten überwiegend aus der Ritterschaft Lübbeckes. Zur Burg gehörten wiederum die Burgmannshöfe in Lübbecke als Lehen. 1806 wurden in der Stadt zwölf dieser Burgmannshöfe verzeichnet. Die Burgmannen hatten außerdem die Mehrheit im Stadtrat, der im 1460 erstmals erwähnten Rathaus tagte.

Ab 1295 war in Lübbecke ein Kanonikerstift beheimatet. Dieses Stift wurde zunächst 1274 in Ahlden an der Aller gegründet, 1280 nach Neustadt am Rübenberge und 1295 nach Lübbecke an die St.-Andreas-Kirche verlegt. An diesem Standort bestand es bis zur Aufhebung im Jahre 1810. Dem Stift waren 4 Kapitelhöfe in der Stadt zugeordnet. 1549 tagte die Diözesansynode unter Bischof Franz von Waldeck. 1550 wurde die Reformation eingeführt und die Stadt lutherisch.[9]

1648 fiel das nun säkularisierte Fürstentum Minden (vor der Säkularisierung als Fürstbistum Minden bezeichnet), zu dem das heutige Stadtgebiet gehörte, an Brandenburg-Preußen. Das Rathaus brannte 1705 nieder und wurde 1709 neu errichtet. Die preußischen Regierungsstellen ordneten 1765 die Teilung der Mark an, die durch die Vergabe von Eintreibesrechten und den Einnahmen aus der Jagd einen großen Teil der Einnahmen der Stadt generierten. Proteste der Lübbecker gegen die Markenteilung blieben erfolglos. Bis um Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die mittelalterlichen Befestigungsanlagen erhalten. Aufgrund der hohen Kosten der Instandhaltung und der nur noch geringen militärischen Zweckmäßigkeit wurden die Befestigungsanlagen bis 1830 geschleift, das Material als Baumaterial verwendet und die Wälle in Promenaden verwandelt.

Bis zur Errichtung des de facto französisch dominierten Königreichs Westphalen im Jahr 1807 und der Einführung französischer Verwaltungsstrukturen blieb die Burgmannschaft auch im preußischen Lübbecke ein bedeutender Machtfaktor. Ein Patriziat konnte sich kaum entwickeln. Das gewerbetreibende Bürgertum war aber immerhin mit sechs Senatorensitzen im Stadtrat vertreten und stellte einen bürgerlichen Bürgermeister, der zusammen mit einem adligen Bürgermeister in einer Doppelspitze der Stadt vorstand, jedoch blieben die Ritter bestimmend. Das 1727 von der preußischen Regierung erlassene „Rathäusliche Reglement“ institutionalisierte diese Doppelspitze und sah nur noch zwei Senatorenplätze vor. Im Königreich Westphalen war Lübbecke Kantonshauptstadt im Weser-Departement und im Distrikt Minden und blieb dieses auch als es 1811 direkt an Frankreich fiel (ab 1811 Département de l’Ems-Supérieur). 1813 wurde Lübbecke wieder preußisch und nach kurzer Zugehörigkeit zum Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein Teil der preußischen Provinz Westfalen. Nach umfangreichen Verwaltungsreformen und Auflösung des Fürstentums Minden war Lübbecke Teil des neugeschaffenen Regierungsbezirks Minden und des Kreises Rahden. 1832 wurde Lübbecke Verwaltungssitz des um Teile des aufgelösten Kreises Bünde vergrößerten Kreises Rahden, der entsprechend in Kreis Lübbecke umbenannt wurde.

Wie fast überall in Minden-Ravensberg entwickelte sich zunächst in protoindustrialistischer Form die Textilindustrie, die später mit dem Bau der Köln-Mindener Eisenbahn sowie ihrer 1899 eröffneten Nebenstrecke Bünde-Rahden durch den preußischen Staat gefördert wurde. Im Bünder Land sowie in den umliegenden Städten so auch in Lübbecke entwickelte sich ab etwa 1860 die Zigarrenindustrie zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor. 1863 gründete August Blase eine Zigarrenfabrik, die 1938 bereits 6.000 Beschäftigte aufwies. Darin eingeschlossen sind die Beschäftigten in den zahlreichen Filialbetrieben, denn auch wie zuvor bei dem protoindustrialistisch organisierten Textilgewerbe, wurden die Zigarren oft in Heimarbeit in den Buden zugeschnitten, gerollt und gepresst. Diese beiden Wirtschaftszweige, Textil- und Tabakindustrie, sind bis heute in Lübbecke vertreten, wenngleich ihre Bedeutung mittlerweile hinter der Bedeutung Maschinenbau und anderer Industriezweige zurückbleibt. 1907 wurde das letzte Teilstück der Mindener Kreisbahn bis Lübbecke eröffnet (Minden – Hille – Eickhorst 1903). In den 1950er Jahren erfolgte wegen der Güterbeförderung die Umstellung der meterspurigen Schmalspurbahn auf Normalspurbetrieb. Der Betrieb wurde 1974 eingestellt und die Gleise zwischen Hille und Lübbecke abgebaut. 1912 wurden die ersten Häuser an die elektrische Versorgung durch die Niedersächsischen Kraftwerke angeschlossen. Bereits 1899 wurde als Vorläufer der heutigen Stadtwerke die Gasfabrik am Hahlerbaum gegründet. Ab 1934 verfügte Lübbecke über eine zentrale Wasserversorgung.

Vom Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart[Bearbeiten]

Im Zweiten Weltkrieg bezog in Lübbecke und in den umliegenden Dörfern im Oktober 1944 die Waffen-SS in Vorbereitung der Ardennenoffensive Quartier. Der Stab der Waffen-SS wurde in der Gauschulungsburg untergebracht, die auf Initiative des Lübbecker NSDAP-Kreisleiters Ernst Meiring gebaut und am 11. Juni 1939 vom Gauleiter von Westfalen-Nord, Alfred Meyer, eingeweiht worden war.[10] Im November zog die Waffen-SS ab, die beschlagnahmten Gebäude wurden wieder frei. Lübbecke wurde von Bombenabwürfen weitgehend verschont und kaum zerstört, da es als Hauptquartier der britischen Besatzungsmacht vorgesehen war. Am 3. April 1945 wurde Lübbecke von britischen Truppen ohne größeren Widerstand besetzt. Das nahe Bad Oeynhausen wurde Hauptquartier der britischen Besatzer und auch in Lübbecke wurden britische Verwaltungsinstanzen und militärische Stabsstellen beheimatet.

Das Schlüsseldenkmal auf dem Gänsemarkt

Dazu wurden 251 von 432 Häusern in Lübbecke als Wohnraum für die Alliierten beschlagnahmt und abgeriegelt. Dazu wurde fast die ganze Innenstadt zu einer exterritorialen Zone, weil alle wesentlichen Verwaltungsgebäude der städtischen Infrastruktur an die Briten gingen. Das Finanzamt an der Kaiserstraße wurde als Sitz der britischen Zonenhauptverwaltung gewählt. Dieses Gebäude blieb auch nach Gründung der Bundesrepublik Sitz britischer Militärstäbe, zuletzt des Hauptquartiers der 2. Britischen Panzerdivision, die 1983 abzog. Das Schlüsseldenkmal auf dem Gänsemarkt erinnert an „den Aufenthalt des Hauptquartiers der 2. britischen Panzerdivision in Lübbecke 1958 – 1982. … Die 2. Panzerdivision und die Stadt Lübbecke haben gekreuzte Schlüssel als Emblem. Die doppelt gekreuzten Schlüssel der Skulptur symbolisieren die enge Freundschaft, die zwischen dem Hauptquartier und der Stadt während dieses Zeitraums bestand.“[11]

Die Wahl des ersten frei gewählten Stadtrates erfolgte am 17. Oktober 1948.

Nach den Kommunalreformen gemäß dem Bielefeld-Gesetz, das am 1. Januar 1973 in Kraft trat, wurden die Kreise Minden und Lübbecke zum Kreis Minden-Lübbecke fusioniert und der Verwaltungssitz nach Minden verlegt. Die Stadt Lübbecke wurde zugleich deutlich vergrößert um die Gemeinden Blasheim, Gehlenbeck, Eilhausen, Nettelstedt und die Bauernschaft Alswede.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Vor der Kommunalreform und der Gebietsneugliederung mit Wirkung zum 1. Januar 1973 (vgl. Bielefeld-Gesetz) bildeten die jetzigen Ortschaften eigene Gemeinden im Amt Gehlenbeck (Nettelstedt, Eilhausen, Gehlenbeck) oder waren gemeindeangehörige Bauerschaften (Obermehnen, Blasheim, Stockhausen und Alswede). Obermehnen, Stockhausen sowie die namensgebende Bauerschaft Blasheim gehörten zur Gemeinde Blasheim (Amt Preußisch Oldendorf). Die Bauerschaft Alswede war für die Gemeinde und das Amt Alswede namensgebend. Diese eingegliederten Gebiete lagen ganz überwiegend südlich des Mittellandkanals, wohingegen die am 1. Januar 1973 aufgelöste Gemeinde Alswede sowie die Ämter Gehlenbeck und Alswede weit nach Norden ausragten. Für die nördliche Stadtgrenze der 1973 neu formierten Stadt Lübbecke wählte man den Mittellandkanal, so dass kleinere Gebietsanteile nördlich des Kanals, u. a. auch zur bisherigen Stadt Lübbecke zählend, zur Stadt Espelkamp kamen. Größere Umgliederungen waren allerdings im Bereich der bisherigen Gemeinde Alswede nötig. Deren bisherige nördlich des Kanals gelegenen Ortsteile wurden abgetrennt und zu Ortsteilen Espelkamps. Zu Lübbecke kam nur der südlich des Kanals gelegene Ortsteil Alswede.[12] Im Süden hatte Lübbecke bereits zu einem früheren Zeitpunkt einen einst zur Gemeinde Ahlsen-Reineberg (Amt Hüllhorst) gehörenden Teil des Wiehengebirges, den Reineberg und die Nordabdachung des Heidbrinks erhalten.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in Lübbecke von 1885 bis 2007
Lübbecke nach dem damaligen Gebietsstand
Jahr Einwohner
1885 (1. Dezember) ¹ 2.871
1900 (1. Dezember) ¹ 3.636
1910 (1. Dezember) ¹ 4.296
1925 (16. Juni) ¹ 4.434
1939 (17. Mai) ¹ 6.073
Jahr Einwohner
1950 (13. September) ¹ 8.549
1961 (6. Juni) ¹ 10.498
1970 (27. Mai) ¹ 11.290
1972 (31. Dezember) 11.489
Lübbecke nach dem heutigen Gebietsstand
Jahr Einwohner
1961 (6. Juni) ¹ 19.700
1970 (27. Mai) ¹ 20.822
1972 (31. Dezember) 21.264
1974 (30. Juni) 21.265
1975 (31. Dezember) 21.098
1980 (31. Dezember) 21.468
1985 (31. Dezember) 22.081
1987 (25. Mai) ¹ 22.191
1990 (31. Dezember) 23.695
1995 (31. Dezember) 25.301
Jahr Einwohner
2000 (31. Dezember) 25.908
2001 (31. Dezember) 25.937
2002 (31. Dezember) 26.342
2003 (31. Dezember) 26.318
2004 (31. Dezember) 26.263
2005 (31. Dezember) 26.261
2007 (31. Dezember) 26.044
2012 (31. Dezember) 25.467
Fußnote

1 Volkszählungsergebnis

Religion[Bearbeiten]

St. Andreas Lübbecke

Die Bevölkerung ist ganz überwiegend evangelisch-lutherisch. Seit Franz von Waldeck Bischof des Fürstbistums Minden war (von 1530 bis 1553), nahm die Bevölkerung mehr und mehr die evangelische Lehre an. Als das Fürstbistum Minden 1648 säkularisiert und als Fürstentum Minden dem protestantischen Preußen zugeschlagen wurde, war der Vorrang der lutherischen Konfession langfristig gesichert. An evangelischen Kirchengemeinden gibt es die evangelisch-lutherischen Gemeinden in Alswede, Blasheim, Gehlenbeck, Lübbecke, Nettelstedt sowie die Selbständige evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Petrusgemeinde in Stockhausen und die Evangelisch-freikirchliche Gemeinde Lübbecke. Einzige katholische Gemeinde in Lübbecke mit einem Gotteshaus am Niederwall 14 ist die Römisch-katholische Kirchengemeinde St. Johannes Baptist. Daneben gibt es einige kleinere weitere christliche und nichtchristliche Religionsgemeinschaften.

Ein Indiz für die Verteilung kann die Angabe der konfessionellen Zugehörigkeit der Hüllhorster Schüler sein. Demnach sind rund 72 % der Schüler evangelisch, 6,8 % katholisch, 4,4 % islamisch. 7,4 % geben an, einer sonstigen Konfession anzugehören, und 9,2 % rechnen sich keiner Konfession zu.[13]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Eckhard Witte (CDU). Bei der Bürgermeisterwahl am 30. August 2009 setzte sich der CDU-Kandidat mit 45,19 % vor der Amtsinhaberin Susanne Lindemann von der SPD mit 42,50 % durch. Sie wurde seinerzeit am 10. Oktober 2004 in einer Stichwahl mit 62,3 % der Stimmen gewählt. In dieser Stichwahl erreichte der damals amtierende Gerhard Bösch (CDU) 37,7 % der Stimmen.[14] Bösch war der erste direkt gewählte Bürgermeister der Stadt. Er wurde am 12. September 1999 ebenfalls in einer Stichwahl mit 57,7 % der Stimmen gewählt. Bösch war auch der erste Bürgermeister der nach Abschaffung des Amtes Stadtdirektor die Verwaltung der Stadt führte.[15]

Stadtrat[Bearbeiten]

Teile Stadtrat scheinen seit 2009 nicht mehr aktuell zu sein. Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/2009

Der Stadtrat von Lübbecke hat derzeit 38 Sitze. Hinzu kommt der Bürgermeister als Ratsvorsitzender. Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1975:

[16][17] 2009 2004 1999 1994 1989 1984 1979 1975
Partei Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  %
SPD 15 38,04 14 38,29 14 36,76 18 42,39 20 49,95 19 48,63 20 52,03 n/v 48,12
CDU 14 35,61 13 35,00 16 42,42 14 34,49 12 30,94 15 37,24 16 41,05 n/v 38,70
Grüne 3 8,61 3 7,41 2 5,67 4 10,16 4 9,90 3 8,38
FDP 3 7,46 3 6,80 2 5,16 0 4,54 3 9,20 2 5,75 3 6,92 n/v 7,17
WL1 2 5,50 3 7,37 4 9,99 3 8,41
LK2 1 3,85 2 5,06
Einzelbewerber 0 0,93 0 0,08
FWG3 n/v 6,01
Gesamt4 38 100 38 100 38 100 39 100 39 100 39 100 39 100 n/v 100
Wahlbeteiligung 56,57 59,02 59,11 83,54 69,91 73,12 78,04 87,15

1Wählergemeinschaft Lübbecke
2Lübbecke Konkret
3Freie Wählergemeinschaft
4ohne Berücksichtigung von Rundungsdifferenzen

Wappen[Bearbeiten]

Wappen luebbecke.svg
Altes Wappen

Das Wappen zeigt in Silber (Weiß) einen roten Torbau mit zwei gezinnten Türmen und blauem, offenen Tor mit zwei silbernen (weißen) schräggestellten Schlüsseln mit abgewendeten Bärten; zwischen den Türmen ein goldener (gelber) sechsstrahliger Stern.

Das Recht zur Führung dieses Wappens, einer Flagge und eines Siegels wurde der Stadt am 7. Oktober 1974 durch den Regierungspräsidenten verliehen. Die Flagge der Stadt zeigt dieses Wappen auf einer von Rot und Weiß gestreiften Flagge. Die Umrisse des Wappens werden ebenfalls im Stadtsiegel gezeigt.[5]

Der sechsstrahlige Stern ist häufig in den Wappen der Region anzutreffen. Der sechsstrahlige Stern taucht unter anderem in den Wappen des aufgelösten Kreises Detmold, der Stadt Preußisch Oldendorf sowie Schieder-Schwalenberg auf. Dieses Symbol steht in enger Verbindung mit dem Adelsgeschlecht von Schwalenberg und deren Grafschaft Schwalenberg. In das Wappen Lübbeckes gelangte dieses Symbol, da der Mindener Bischof Volkwin V. von Schwalenberg 1279 Lübbecke die Stadtrechte verliehen hat. Daher haben in das Wappen der Stadt auch die Schlüssel als Symbol der Mindener Bischöfe Eingang gefunden. Die gekreuzten Schlüssel symbolisieren die Schlüssel des Heiligen Petrus. Sie sind Bestandteil vieler Wappen im Gebiet des ehemaligen Fürstbistums Minden (später Fürstentum Minden), so zum Beispiel des ehemaligen Kreises Lübbecke, der Städte Minden und Preußisch Oldendorf sowie des Kreises Minden-Lübbecke.

Die ältesten Darstellungen des Wappens zeigen statt der Schlüssel einen Bischof auf einem Thron unter einem Torbogen. Spätere Darstellungen aus dem 14. Jahrhundert zeigen lediglich die Schlüssel und den Stern. Anfänglich war der Stern in einem separaten Schild abgebildet. Im 16. Jahrhundert wurde das Wappen nur noch größtenteils in silber (weiß) und rot dargestellt und der separate Schild für den Stern entfiel. Die Farben Silber und Rot, die auch heute noch das Wappen dominieren, sind die Farben der Bischöfe von Minden. Nach der Gebietsreform führt die Stadt Lübbecke das Wappen in seiner heutigen Form.[18]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Lübbecke unterhält Partnerschaften zu folgenden Gemeinden:

  • Bayeux in Frankreich seit 1968: Die Partnerschaft konzentriert sich derzeit auf den Schüleraustausch und Berufspraktika. Die Kantorei an St. Andreas ist – gemeinsam mit der Dorchester Choral Society – befreundet mit dem Orpheon de Bayeux, einer Chorvereinigung.
  • Dorchester in Dorset, Großbritannien seit 1973: Gemeinsame Sport- und Musikveranstaltungen, kirchliche Aktivitäten, Berufskolleg in Lübbecke hat Partnerschaft mit dem College im nahegelegenen Exeter
  • Tiszakécske im Komitat Bács-Kiskun, Ungarn seit 1989: basiert auf sportlichen Beziehungen der örtlichen Vereine, das Lübbecker Handwerksbildungszentrum hat ein westfälisches Fachwerkhaus in Ungarn erbaut.
  • Bad Liebenwerda in Brandenburg, Deutschland seit 1990: Besonders in der Aufbauphase der Stadtverwaltung Hilfe durch Lübbecke

Patenschaft[Bearbeiten]

Die Stadt unterhält seit 1960 eine Patenschaft mit der Bundesheimatgruppe Striegau Stadt und Land e.V. In einer Heimatstube im Museum der Stadt Lübbecke werden die Erinnerungen an die Heimat der Striegauer bewahrt, die nach dem Krieg den Ort verlassen hatten. Seit 1986 hängt in der Mauer des Burgmannshofes die Glocke der katholischen Kirche in Striegau. Alle zwei Jahre findet in Lübbecke das Bundesheimattreffen der ehemaligen Striegauer Bürger statt. Die alte Striegauer Glocke läutet dieses ein.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Wartturm auf dem Wurzelbrink
Gehrmker Hius Gehlenbeck
Königsmühle Eilhausen
Wassermühle Eilhausen
Ministerhaus Gut Obernfelde
Die Gehlenbecker Kirche
In Lübbecke brütet der Weißstorch

Theater[Bearbeiten]

Die 1923 gegründete Freilichtbühne Nettelstedt ist eine Amateurtheaterbühne mit rund 900 Plätzen. Die Freilichtbühne Kahle Wart liegt unmittelbar an der Grenze der Stadt, allerdings bereits auf Hüllhorster Gebiet. In der bei Theaterveranstaltungen etwa 650 Zuschauer fassenden Stadthalle finden regelmäßig Schauspiele und Konzerte durch Gastensembles statt.

Musik[Bearbeiten]

Die zahlreichen Posaunenchöre, beispielsweise der Posaunenchor Nettelstedt, sind aus pietistischen Posaunenbewegungen des späten 19. Jahrhunderts hervorgegangen und existieren bis heute fort. In Lübbecke gibt es eine Musikschule und den Jazzclub Lübbecke. Zur Kirche St. Andreas gehört eine gleichnamige Kantorei. In Gehlenbeck wurde 1922 ein „Volkschor“ gegründet. Die Idee stammte von den Arbeitern der damals zahlreichen Zigarrenfabriken, die bei der Arbeit oft Lieder sangen und ihrem Zeitvertreib nun in einem Verein nachkommen wollten.

Das Sinfonieorchester Lübbecke wurde 1950 als eingetragener Verein gegründet und konnte in der Konzertsaison 2009/2010 seinen 60. Geburtstag feiern. Solisten werden unter anderem aus dem Kreis der Lehrer der Musikschule Pro Musica Lübbecke gewonnen.

Museen[Bearbeiten]

  • Brauereimuseum Barre’s Brauwelt: Das Museum zeigt in einem ehemaligen Lagerkeller der örtlichen Brauerei die Geschichte der Brauerei und des Bierbrauens ganz allgemein.
  • Museum der Stadt Lübbecke: Im alten Rathaus am Markt werden eine umfangreiche Trachtensammlung, eine Zigarrenmacherstube und eine Schusterwerkstatt sowie weitere Exponate zur Stadtgeschichte ausgestellt, darunter Münzen, Waffen, Gemälde und Silberschmuck aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Die ältesten Funde stammen aus der Bronzezeit. Die stadtgeschichtliche Sammlung verdankt sich zum Gutteil dem Lübbecker Kaufmann Rudolf Hunke († 1930). Außerdem beherbergt das Museum der Stadt Lübbecke die Striegauer Sammlung (bis 2007: Heimatstube Striegau) zur Geschichte und Kultur der schlesischen Stadt Striegau und über den größten Sohn Striegaus, den Dichter Johann Christian Günther.[19]
  • Das Gehrmker Hius in Gehlenbeck bietet einen Einblick in das Dorfleben vergangener Zeiten.

Bauwerke in Lübbecke[Bearbeiten]

  • Evangelische Pfarrkirche St. Andreas. Die Kirche wurde 1160 bis 1180 im romanischen Stil errichtet und 1350 in eine gotische Hallenkirche umgewandelt.
  • Die Ruine der Burg Reineberg befindet sich auf dem Reineberg, dem Hausberg der Lübbecker. Die 1221 urkundlich erstmals erwähnte Anlage wurde 1723 weitgehend abgebrochen. Heute sind nur noch Wall- und Grabenreste zu erkennen.
  • Ehemaliges Rathaus (Kultur- und Medienzentrum). Das 1460 erstmals erwähnte Rathaus wurde nach einem Stadtbrand im Jahre 1709 weitgehend neu errichtet. Es handelt sich um einen zweigeschossigen verputzten Massivbau mit Satteldach. Bei den 1861 erfolgten Umbaumaßnahmen wurde er mit einem neugotischen Stufengiebel versehen. Der östliche Anbau mit anschließendem Feuerwehrturm, dessen spitzbogige Erdgeschossarkaden die Formen des Giebels aufgreifen, wurde erst 1936 hinzugefügt. 2006–2007 wurde das Gebäude zu einem Kultur- und Medienzentrum umgebaut und im rückwärtigen Bereich um einen Anbau erweitert.
  • Wohnbauten. Obwohl Lübbecke von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges weitgehend verschont blieb, bietet die Altstadt mittlerweile kein geschlossenes Bild mehr. Noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Straßen von einfachen giebelständigen Fachwerkbauten geprägt, die mehrheitlich aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammten. Etliche von ihnen waren mit Utluchten versehen. Erst die seit Ende der 1960er Jahre durchgeführte Stadtsanierung führte innerhalb des historischen Baubestandes zu erheblichen Verlusten. Besonders stark betroffen war der Marktplatz, dessen Neubebauung mit Wohn- und Geschäftshäusern 1966 u.a. der Tribbenhof zum Opfer fiel. 1975 wurde mit Blüttenstraße 6 einer der schönsten Fachwerkbauten der Stadt abgebrochen, dessen Giebel über Knaggen zweifach vorkragte. Unter den noch erhaltenen steinernen Wohnbauten ragt das Haus der Fabrikantenfamilie Hecht, Ostertorstr. 7 hervor. Der klassizistische Putzbau mit Mittelrisalit wurde 1832 als Hotel „Berliner Hof“ erbaut. Die in den 1950er Jahren entfernte Freitreppe wurde in den 1990er Jahren rekonstruiert. An der Niedertorstraße liegt die so genannte Alte Apotheke. Das zweigeschossige Fachwerkhaus mit Mansarddach wurde 1820 errichtet. – Weitere Fachwerkbauten haben sich u.a. an der Langen Straße (so z.B. Nr. 23, 25, 26 und 44) und in der näheren Umgebung der Andreaskirche erhalten, darunter die Kurie des Stiftsdekans, Pfarrstraße 3 aus dem späten 18. Jahrhundert. Am Wilhelmsplatz 1 liegt etwas erhöht das eingeschossige Pfarrwitwenhaus, dessen Geschichte sich bis in das 18. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Es wurde 2002 umfassend saniert und dient heute als Gästehaus.
  • Burgmannshof von der Recke, Am Markt 19 (Heimatmuseum). Der zweigeschossige verputzte Massivbau mit Freitreppe ist über dem Hauptportal 1735 bezeichnet, im Kern aber vermutlich älter. Erhalten ist neben dem Herrenhaus ein Teil der Hofmauer und des Tores, sowie der 1985 restaurierte Speicher.
  • Grapendorfs Hof (Bürgerbegegnungsstätte), Gerichtsstraße 5. Von der ehemals aus mehreren Gebäuden bestehenden Hofanlage blieb nur das Herrenhaus erhalten, das im Kern noch aus dem Ende des 16. Jahrhunderts stammen soll. Bei einem Stadtbrand 1734 beschädigt, wurde der Hof noch im selben Jahr wiederhergestellt. Es präsentiert sich heute als schlichter, siebenachsiger Putzbau mit Mansarddach, dessen Freitreppe aus verkehrstechnischen Gründen in jüngerer Zeit entfernt wurde. 1828 wurde der einstige Burgmannshof vom Fiskus erworben, um ihn als Stadtgericht nutzen zu können. 1845–1846 erweiterte man das Gebäude um einen nördlichen, ebenfalls siebenachsigen Anbau, der als Kreisgefängnis diente. 1988, nach der Verlegung des Amtsgerichtes in ein größeres Gebäude, ging der Komplex in das Eigentum der Stadt über, die ihn anschließend zu einer Bürgerbegegnungsstätte umwandelte. Diese konnte 1993 eröffnet werden. Das alte Amtsgericht wird heute von zahlreichen Gruppen genutzt.
  • Brauerei Barre. Die ältesten Gebäudeteile wurden kurz nach Gründung der Brauerei im Jahre 1842 errichtet. Überragt wird die Anlage von dem mit einem gotisierenden Turm geschmückten Sudhaus.
  • Auf dem zweithöchsten, dafür aber zur Gänze zur Stadt gehörenden Berg Wurzelbrink (319 m ü. NN) steht der im 19. Jahrhundert erbaute Wartturm.
  • Bierbrunnen: der 1954 von Ernst-Ludwig Barre gestiftete Brunnen steht am Burgmannshof und spendet zum Bierbrunnenfest einmal im Jahr Bier.
  • Die denkmalgeschützte Villa August Wilhelm Blase.

Bauwerke in den Stadtteilen[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte. Bitte hilf Wikipedia, das zu verbessern. Mehr zum Thema ist hier zu finden.
  • Die St. Nikolaus-Kirche in Gehlenbeck wurde um 1495 erbaut. Der Turm der Gehlenbecker Kirche ist wesentlich älter und vermutlich in der Zeit von 1100–1150 erbaut worden. Einen Vorgängerbau muss es schon im 10. Jahrhundert gegeben haben, wie durch Ausgrabungen nachgewiesen werden konnte. Urkundlich erwähnt wird eine Kirche erstmals 1156.
  • St.-Andreas-Kirche in Alswede: Kirche maßgeblich erbaut aus der zerstörten Mesenburg oberhalb von Lübbecke.
  • Gehrmker Hius: Das Gehrmker Hius im heutigen Stil ist ein Fachwerkbauernhaus aus dem Jahr 1798. Es wird heute als Heimathaus genutzt.
  • Königsmühle Eilhausen: Der Galerieholländer in Eilhausen wurde 1748 erbaut und hat einen aus Sandsteinen gemauerten runden Mühlenturm. Die Mühle hat eine Windrosenanlage und windgängige Segelgatterflügel. Die Mühle ist eine Station der Westfälischen Mühlenstraße.
  • Wassermühle Eilhausen: Der Bruchsteinbau mit Fachwerkgiebeln könnte 1698 erbaut worden sein. Das oberschlächtige Wasserrad hat einen Durchmesser von 2,6 Metern. Im 19. Jahrhundert gab es in Lübbecke viele solcher Mühlen. Die Mühle ist eine Station der Westfälischen Mühlenstraße.
  • Gut Stockhausen: Das Gut ist eine Wasserburg in Stockhausen. Die Anfänge des Guts reichen mindestens in das 14. Jahrhundert zurück.
  • Stockhausen: Stockhausen zeichnet sich durch seine bäuerlichen Hofanlagen im regionaltypischen Fachwerk und den dazugehörenden Heuerlingshäusern aus. 19 Objekte stehend unter Denkmalschutz. Hofeichen, Streuobstwiesen und Bauerngärten verstärken den bäuerlichen Eindruck. Im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden wurde Stockhausen 1995 mehrfach mit Gold ausgezeichnet. 1997 wurde Stockhausen zu einem von vier „Kulturmusterdörfern“ in Ostwestfalen-Lippe ernannt.
  • Gut Renkhausen: Die als Herrenhaus im Neorenaissance-Stil einzuordnende Anlage gründet auf den Mauern einer alten Wasserburg, die 1278 erstmals urkundlich erwähnt wurde.
  • Gut Obernfelde: Das ehemalige Rittergut und Herrenhaus wird erstmals 1540 erwähnt.
  • Gut Eickel: Das früher Echolte bezeichnete Gut liegt bei Blasheim. Aus der Erwähnung eines Ritters Eylwart de Echolte geht hervor, dass das Gut wohl bereits vor 1183 existiert haben mag. Früher wurde unterschieden zwischen dem Gut Groß-Eickel und dem Gut Klein-Eickel. Diese beiden Güter wurden aber zu Anfang des 18. Jahrhunderts vereinigt.
  • Babilonie: Die La-Tène-zeitliche Wallanlage liegt auf einem Berg im Wiehengebirge bei Obermehnen und könnte eine Fliehburg gewesen sein.
  • Meesenburg: Diese Wehranlage am Meesenkopf ist nur noch in Resten erhalten und wurde vermutlich bereits im 12. Jahrhundert geschleift.

Für weitere Bauwerke siehe → Liste der Baudenkmäler in Lübbecke

Parks[Bearbeiten]

Als Kleinstadt zwischen Moor und Wald hat die Stadt keinen Bedarf an ausgedehnten Parks im klassischen Sinne. Von der Lübbecker City ist man in 10 bis 15 Gehminuten im Wiehengebirge und im Naturpark TERRA.vita. Der Gallenkamp, eine parkähnliche hochliegende Freifläche in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum lädt den Städter zum Verweilen ein. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf das Lübbecker Land. Im Winter wird der Gallenkamp von der Lübbecker Jugend zum Rodeln genutzt. Auch im Bereich der Schützenstraße liegt ein länglicher Park. Eine weitere größere stadtnahe Grünfläche mit Spazierwegen breitet sich zwischen Friedhof und dem Wittekind-Gymnasium aus. Bezeichnenderweise liegen sämtliche genannte Parks und Grünflächen im Bereich der bevorzugten Wohnlagen, die sowieso in unmittelbarer Nähe des Wiehengebirges liegen.

Außerhalb der Kernstadt sind vor allem um die Güter und Schlösser einige Parks entstanden. Dazu zählen folgende allesamt nicht öffentlich zugängliche Parks:

  • Gutspark Gut Stockhausen: Von den ehemals barocken Gartenanlagen ist nur wenig erhalten. Eine in Nord-Süd Richtung verlaufende etwa 200 Jahre alte Kastanienallee führt vom Gut zum Reckschen Erbbegräbnis und war einst ein Element der Gartenanlage.
  • Gutspark Gut Renkhausen: Um 1900 wurde der historische Landschaftspark am Gut angelegt. Zentrales Element ist der offene Rasenbereich, der von altem Baumbestand durchsetzt ist. Zur Anlage gehören ein angelegter Hügel sowie eine Grotte. In östlicher Richtung erstreckt sich vom Gut aus die etwa 100 Jahre alte Renkhauser Lindenallee.
  • Gutspark Gut Obernfelde: Der Gutspark wurde vermutlich zusammen mit der um 1829 entstandenen Orangerie – heute ein Wohnhaus- angelegt. Die Orangerie bildete den Mittelpunkt eines historischen Landschaftsparks mit einem relativ aufwändigen Wegesystem und Alleen. Vom ursprünglichen Park sind nur noch Restbereiche südlich der Orangerie erhalten.

Natur[Bearbeiten]

Mit dem Wiehengebirge hat Lübbecke Anteil am Naturpark TERRA.vita (ehemals: Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald-Wiehengebirge). In der Stadt sind sechs Naturschutzgebiete ausgewiesen:

Der relative Flächenanteil an ausgewiesenen Naturschutzgebieten ist in Lübbecke mit über 10nbsp;Prozent damit signifikant größer als im Landes- (7,3nbsp;Prozent) und Bundesdurchschnitt (2nbsp;Prozent). Dieser hohe Wert ist um so beachtlicher, da das naturnahe Wiehengebirge bis auf den o.g. Sonnenwinkel keine weiteren formal ausgewiesenen Naturschutzflächen aufweist.

In Lübbecke leben unter anderem folgende größere Wildtiere in den naturnahen Wald- und Moorgebieten der Stadt: Schwarzwild und Rehwild, Fuchs, Dachs besonders im Wiehengebirge aber auch in den kultivierten Teilen. Im Moor gibt es u.a. den Weißstorch, und die giftige Kreuzotter. Neben Petershagen brüten in Lübbecke die einzigen wildlebenden Weißstörche des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Bereich der südlichen Kernstadt ist der große Bestand an Fledermäusen augenscheinlich, die des Sommers ab der Dämmerung in den Gärten ihre Kreise ziehen.

In Lübbecke sind im Ortsteil Gehlenbeck und im Bereich der Kernstadt insgesamt 5 Baumgruppen oder Solitärbäume als Naturdenkmäler ausgewiesen.[21]

Es gibt konkrete Überlegungen, dass sich Lübbecke, ggf. in Kooperation mit der Nachbarstadt Espelkamp, für die die Ausrichtung Landesgartenschau im Jahre 2017 bewirbt.[22]

Sport[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

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  • der Blasheimer Markt (1. Wochenende im September) ist eines der größten ostwestfälischen Volksfeste
  • das Bierbrunnenfest (Anfang August) mit jährlich bis zu 100.000 Besuchern. Die Brauerei Barre lässt seit 1954 für sieben Stunden Bier aus dem Bierbrunnen am Burgmannshof sprudeln.
  • das Bürgerschützenfest (Ende Juli) wurde vom 1492 gegründeten Bürgerschützen-Bataillon initiiert. Zum Fest gehört alle zwei Jahre das Ausschießen eines Schützenkönigs, ein Schützenball
  • der Wurstmarkt (November) beginnt mit dem Anschnitt einer „Riesenwurst“ durch den Bürgermeister. Das örtliche Fleischerhandwerk präsentiert sein Handwerk. Auf dem Gänsemarkt und in der Fußgängerzone sind Fahrgeschäfte und andere Attraktionen aufgebaut.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten]

Lübbecke liegt an der Kreuzung der Bundesstraßen 65 und 239. Beide Bundesstraßen sind gut ausgebaut. Die Stadt ist an das Autobahnnetz nicht unmittelbar angebunden. Die Autobahn A30 (Bad Oeynhausen-Osnabrück) befindet sich rund 15 km in südlicher Richtung, die Autobahn A2 (Köln-Berlin) ist rund 30 km entfernt. Die in den 1970er-Jahren geplante Autobahn „Löhne-Bremen“ (Verlängerung der A 5), die unmittelbar ostwärts des Stadtgebietes verlaufen wäre, wurde nicht verwirklicht und ist im Bundesverkehrswegeplan auch nicht mehr vorgesehen.

Schienen- und Busverkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Lübbecke

Der Bahnhof Lübbecke (Westf) liegt an der Ravensberger Bahn, auf der im Stundentakt, sonntags alle zwei Stunden, die gleichnamige Regionalbahn 71 BielefeldHerfordBündeRahden verkehrt. Der Bahnhof Blasheim wurde vor Jahrzehnten stillgelegt. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der Eurobahn, die Diesel-Triebwagen der DB-Baureihe 643 für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzt.

Der Öffentliche Straßenpersonennahverkehr (auch der Bahnverkehr) in Lübbecke gehört zum Tarifverbund „Der Sechser“ (OWL Verkehr GmbH). Neben dem stadterschließenden Nahverkehr verkehren eine Schnellbuslinie nach Minden und Regionalbusse nach Espelkamp, Rahden und Preußisch Oldendorf.

Wasserstraßen und Häfen[Bearbeiten]

Der Mittellandkanal, wenn nicht sogar die bedeutendste, dann aber die längste künstliche Wasserstraße Deutschlands für den Binnenschiffsverkehr, bildet die nördliche Stadtgrenze. Hier verfügt die Stadt mit dem Lübbecker Industriehafen über eine Anknüpfung an Rhein, Weser und Elbe. Dieser ist aber kleiner als die Häfen in Minden und im westlich gelegenen Preußisch Oldendorf. Unweit dieses Hafens gibt es auch einen kleinen Jachthafen und eine Anlegestelle für Ruderboote.

Rad- und Wanderrouten[Bearbeiten]

Die weitgehend ebene Norddeutsche Tiefebene begünstigt das Radfahren. Der 40 Kilometer lange Lübbecker Landweg verbindet die Ortsteile der Stadt miteinander. Durch die Stadt führt außerdem die Westfälische Mühlenroute und die LandArt-Route, die Orte bäuerlichen Handwerks miteinander verbindet, sowie die Wellness-Radroute und die BahnRadRoute Weser-Lippe. Beliebt als Radweg ist außerdem der Betriebsweg entlang des Mittellandkanals.

Von den Wanderwegen dürfte der Wittekindsweg über den Kamm des Wiehengebirges im Naturpark TERRA.vita der bekannteste sein. Das Pendant zum Radweg Mühlenroute ist der Mühlensteig, der ebenfalls die Mühlen der Region verbindet. Der Arminiusweg folgt annähernd dem historischen Zugweg des römischen Heeres unter Arminius, das auf seinem Weg in die Vernichtung bei Kalkriese, wohl auch durch das Lübbecker Land zog. Durch das Große Torfmoor führt ein Moor-Erlebnis-Pfad. Im Naturpark TERRA.vita sind außerdem zahlreiche kleinere Wanderwege ausgeschildert. Eine Teilroute des Mühlenkreis Skate & Rail Inline-Skates-Weges führt auch durch Lübbecke.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Die nächsten Großflughäfen befinden sich in Hannover-Langenhagen (circa 1 Std. Fahrtzeit) und Münster-Osnabrück (circa 1 Std. Fahrtzeit) und Bremen (circa 90 Min. Fahrtzeit). Am 5. November 2005 wurde ein Flugzeug der Lufthansa, ein Bombardier CRJ700 mit der Kennung D-ACPQ, auf den Namen der Stadt getauft. Nächster Verkehrslandeplatz ist der Flugplatz Vennebeck, 20 km südöstlich.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Gebäude der Firma Gauselmann in Lübbecke
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Die nach Beschäftigten größten Unternehmen der Stadt sind:

  • IMA Klessmann (900 Beschäftigte, Holzbearbeitungssysteme)
  • Atronic International GmbH (gehörte zur Gauselmann Gruppe, jetzt GTECH) AG (422 Beschäftigte, Entwicklung und Vertrieb von Casinospielgeräten)
  • Westfleisch, Standort Fleischcenter Lübbecke (400 Beschäftigte, Schlachterei)
  • LIBERTY DAMENMODEN GMBH (340 Beschäftigte, Verkauf von Damenoberbekleidung)
  • Dannemann Cigarrenfabrik GmbH (340 Beschäftigte, Hersteller hochwertiger Cigarren und Cigarrillos)
  • Privatbrauerei Ernst Barre (95 Beschäftigte, Brauerei)
  • UFM GmbH (120 Beschäftigte, Unternehmensberatung)
  • H. Greve GmbH + Co. KG (105 Beschäftigte, Maschinenbau)
  • adp Gauselmann GmbH (Tochter der Gauselmann Gruppe, Glücksspielautomaten)
  • Gehwol Eduard Gerlach GmbH
  • ecovent GmbH & Co. KG, Hersteller von Abgasabsauganlagen (45 Beschäftigte)

Die meisten dieser Unternehmen sind in drei Industriegebieten („Gewerbegebiet Südlich Jockweg / westlich Heuweg“, „Gewerbegebiet Süd-Ost“ und „Industriegebiet am Hafen“) im Norden der Stadt an der B 239 beheimatet.

Medien[Bearbeiten]

In der Stadt sind die Neue Westfälische (Geschäftsstelle in Lübbecke) und das Westfalenblatt als Regionalzeitung mit entsprechenden Lokalteilen für die Stadt vertreten. Das Lokalradio für den Kreis Minden-Lübbecke ist Radio Westfalica.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Das Lübbecker Krankenhaus am Hang des Wiehengebirge

Lübbecke ist einer von vier Standorten der Mühlenkreiskliniken. Daneben befindet sich hier das Hospiz Veritas.[23] In Lübbecke gibt es mit einem Finanzamt und einer Zulassungsstelle des Straßenverkehrsamtes noch heute Institutionen, die man eher in einer Kreisstadt antrifft aber auch nach 1973 in der ehemaligen Kreisstadt Lübbecke verblieben. Weitere städtische Einrichtungen sind die Stadthalle, eine Mediothek (ehemals Stadtbücherei) im Kultur- und Medienzentrum im Alten Rathaus am Markt.

Die 1899 gegründeten Stadtwerke Lübbecke betreiben die Energie- und Wasserversorgung in der Stadt sowie den Hafen am Mittellandkanal. Sie befinden sich mit großer Mehrheit im Besitz der Stadt und haben 1995 das Stromnetz übernommen, das sie zusammen mit dem Partner RWE Westfalen-Weser-Ems AG betreibt. Am 26. April 1998 stimmte eine Mehrheit der Bürger in einem Bürgerentscheid noch gegen den Kauf des Stromnetzes. Die Stadt betreibt außerdem ein Hallenbad und ein Freibad in Gehlenbeck. Das ehemalige Freibad Lübbecke wurde nach einem am 2. Mai 2004 durchgeführten Bürgerentscheid geschlossen.

Der Abfall der Stadt Lübbecke wird gemäß Abfallgesetz der Bundesrepublik Deutschland im Entsorgungszentrum Pohlsche Heide entsorgt.

Die Gerichtsbarkeit wird durch die Kreisstadt Minden wahrgenommen. So beherbergt Minden das Verwaltungsgericht Minden, ein Gericht der Verwaltungsgerichtsbarkeit, welches eines von sieben Verwaltungsgerichten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen ist.

Bildung[Bearbeiten]

Die weiterführenden Schulen im Mittelzentrum Lübbecke nehmen Schüler aus Lübbecke und vielfach den umliegenden Gemeinden wie Hüllhorst und Preußisch Oldendorf auf. Zu den weiterführenden Schulen zählen:

  • Wittekind-Gymnasium Lübbecke (gegründet 1926, rund 1100 Schüler, benannt nach dem Sachsenherzog Widukind)
  • Stadtschule Lübbecke (Sekundarschule, gegründet 2012, 315 Schüler im 5., 6. und 7. Jahrgang)[24]
  • Jahn-Realschule (1939 als Mittelschule aus der evangelischen Volksschule Lübbecke hervorgegangen, älteste Gebäudeteile aus dem Jahr 1928)
  • Hauptschule Lübbecke (rund 344 Schüler)
  • Berufskolleg Lübbecke (3700 Schüler, davon 2500 duale Ausbildungen (Lehre) und 1200 vollzeitschulische Bildungsgänge, Abschlüsse: Hauptschulabschluss bis Abitur)

Außerdem hat Lübbecke folgende sechs Grundschulen:

  • Astrid-Lindgren-Grundschule (1994 gegründet, seit 1995 nach Astrid Lindgren benannt, Schulgebäude ursprünglich englischsprachige und nach dem Zweiten Weltkrieg gegründete St. Peter’s School)
  • Grundschule Blasheim (rund 225 Schüler, geht zurück auf eine 1890 errichtete Schule in Blasheim)
  • Grundschule Gehlenbeck (rund 200 Schüler, geht zurück auf die 1959 errichtete Volksschule)
  • Grundschule Im Kleinen Feld (rund 260 Schüler, Name seit 1995, gegründet 1973)
  • Grundschule Nettelstedt (rund 150 Schüler, gegründet 1975, geht zurück auf die ehemalige Nettelstedter Volksschule, Altgebäude aus dem Jahr 1927)
  • Grundschule Regenbogen (1993 gegründet, rund 250 Schüler, Integrationsklassen mit Anteil behinderter Kinder)

Weiterhin hat die Stadt zwei Förderschulen:

  • Schule am Buschkamp (Förderschwerpunkt: geistige Entwicklung, rund 135 Schüler, davon 46 Schwerstbehinderte, Träger: Ludwig-Steil-Hof)
  • Pestalozzi Schule (Förderschwerpunkt: Lernen)

Neben weiteren Berufsbildungsschulen sind noch die Musikschule Pro Musica sowie die Volkshochschule Altkreis Lübbecke zu nennen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger
  • Huguette Brillaud (für Verdienste um die Städtepartnerschaft mit Bayeux)
  • Colin Lucas (für Verdienste um die Städtepartnerschaft mit Dorchester)
  • Paul Gauselmann (für Verdienste um den Wirtschaftsstandort Lübbecke und für das Engagement im Sportsponsoring)
Söhne und Töchter der Stadt

Folgende Persönlichkeiten sind in Lübbecke geboren:

Weitere Persönlichkeiten

Folgende Persönlichkeiten stammen nicht gebürtig aus Lübbecke, haben aber hier gewirkt:

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Ernstmeyer: Kreis Lübbecke (Kunstführer des Westfälischen Heimatbundes, Heft 9). Münster 1937
  • Helmut Hüffmann: Die St. Andreas-Kirche in Lübbecke. Lübbecke 1990
  • Helmut Hüfffmann: 1200 Jahre Lübbecke. 2. erweiterte Auflage, Hüllhorst 1975
  • Helmut Hüffmann: Eine Beschreibung der Stadt Lübbecke nach dem Berichten ihres Stadtsekretärs Consbruch. Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 58 (1986), S. 137–148.
  • Helmut Hüffmann: Lübbecke – alte Bilder erzählen (Reihe Archivbilder). Erfurt 1999
  • Helmut Hüffmann: Lübbecke und das Lübbecker Land (Reihe Archivbilder), Erfurt 2003
  • Albert Ludorff: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Lübbecke (Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Band 22), Paderborn 1907
  • Dirk Möllering [Hrsg.]: Demokratischer Neubeginn im Altkreis Lübbecke. Zur Entstehung und Entwicklung der politischen Parteien nach 1945. Lübbecke 1988
  • Westfälischer Städteatlas; Band: III; 5 Teilband. Im Auftrage der Historischen Kommission für Westfalen und mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, hrsg. von Heinz Stoob † und Wilfried Ehbrecht. Stadtmappe Lübbecke, Autor: Friedrich-Wilhelm Hemann, ISBN 3-89115-125-X; Dortmund-Altenbeken, 1988.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lübbecke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2. Geologischer Dienst NRW: Erdwärme nutzen – Geothermiestudie liefert Planungsgrundlage (PDF-Datei; 360 kB)
  3. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW: Kommunalprofil Lübbecke (PDF-Datei; 217 kB)
  4. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW: Kommunalprofil Preußisch Oldendorf (PDF-Datei; 217 kB)
  5. a b Stadt Lübbecke: Hauptsatzung der Stadt Lübbecke vom 30. Januar 1995
  6. Stadt Lübbecke: Zahlen und Daten. Einwohner Stand 31. Dezember 2007.
  7. Stadt Lübbecke: Willkommen in Lübbecke. Zahlen und Fakten. Klima.
  8. Tabelle mit Regenmengen
  9. Westfälisches Klosterbuch, Bd. 1, S. 546f.
  10. Vortrag des Stadtarchivars Helmut Hüffmann vor dem Rat der Stadt Lübbecke am 4. Mai 1995, abgerufen am 4. Juli 2013.
  11. Inschrift am Schlüsseldenkmal
  12.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 325.
  13. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik: Schüler an allgemein bildenden Schulen in NRW nach der Religionszugehörigkeit (Version vom 3. Oktober 2006 im Internet Archive)
  14. Kommunal-Web.de: Bürgermeister Stichwahl 2004
  15. Die Landeswahlleiterin des Landes Nordrhein-Westfalen informiert abgerufen am 20. August 2013
  16. Landesdatenbank NRW; Wahlergebnisse zum Gemeindecode 05770020
  17. Die Landeswahlleiterin des Landes Nordrhein-Westfalen weitere Wahlergebnisse sind auf der Seite abzurufen, abgerufen am 20. August 2013
  18. The International Civic Heraldry site: Wappen von Lübbecke.
  19. Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE): Heimatstube Striegau, abgerufen am 5. Juli 2013.
  20. Inschrift des Gedenksteines: „Gedenke des Opfers, das jüdische Bürger mit dem Leben brachten“. Inschrift der Gedenkplatte vor dem Stein: „Jahrhundertelang haben Juden in dieser Stadt leben können, in der Zeit des Nationalsozialismus aber nahmen Mitmenschen ihnen die Bürgerrechte, den Besitz und manchen auch das Leben. Verfolgt wurden die Familien: Löwenstein, Mansbach, Hurwitz, Wolff, Bloch, Weinberg, Schöndelen, Levy, Mergentheim, Neustädter, Steinberg, Ruben, Hecht, Lazarus, Rosenberg, Schöneberg. Ihre Leiden verpflichten uns zu Toleranz und politischer Wachsamkeit. Der Herr sprach zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiss es nicht, soll ich meines Bruders Hüter sein? (1.Mos. 4,9)“
  21. Kreis Minden-Lübbecke: Ordnungsbehördliche Verordnung VII-10 des Kreises Minden-Lübbecke zur Sicherung von Naturdenkmälern im Kreis Minden-Lübbecke
  22. Zeitungsartikel in der Lübbecker Kreiszeitung (S. 3 u S. 5 von 11 im Pdf-Dok.)
  23. Internetseite des Hospizes Veritas in Lübbecke
  24. Neue Westfälische vom 10. Juli 2013, abgerufen am 23. Juli 2013
  25. Harald Nickel im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)