Lübberstedt

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Lübberstedt nördlich von Bremen. Lübberstedt ist ebenfalls der Name eines Ortsteils von Gödenstorf in der Lüneburger Heide.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lübberstedt
Lübberstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lübberstedt hervorgehoben
53.3352777777788.810555555555614Koordinaten: 53° 20′ N, 8° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Osterholz
Samtgemeinde: Hambergen
Höhe: 14 m ü. NHN
Fläche: 12,32 km²
Einwohner: 734 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27729
Vorwahl: 04793
Kfz-Kennzeichen: OHZ
Gemeindeschlüssel: 03 3 56 006
Adresse der Verbandsverwaltung: Bremer Str. 2
27729 Hambergen
Bürgermeister: Dieter Langmaack (CDU)
Lage der Gemeinde Lübberstedt im Landkreis Osterholz
Bremen Bremen Landkreis Cuxhaven Landkreis Oldenburg Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Verden Landkreis Wesermarsch Axstedt Grasberg Hambergen Holste Lilienthal Lübberstedt Osterholz-Scharmbeck Ritterhude Schwanewede Worpswede VollersodeKarte
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Lübberstedt ist eine Gemeinde der Samtgemeinde Hambergen und liegt am Nordrand des Landkreises Osterholz in Niedersachsen. Die Gemeinde liegt in der norddeutschen Tiefebene nördlich von Bremen.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wurde die Gemeinde 1105 urkundlich erwähnt, als Erzbischof Friedrich von Hamburg bestätigte der Kirche von Bramstedt u.a. die Zugehörigkeit des Dorfes "Lubberstedi".[2]

Von 1936 bis 1945 bestand im Bremer Wald eine Munitionsanstalt der Luftwaffe zur Fertigstellung von Munition, die Lufthauptmunitionsanstalt Lübberstedt, zu der ab 1944 ein Außenlager des KZ Neuengamme gehörte. Im September 2010 führte die Theatergruppe "Das letzte Kleinod" die Dokumentarische Inszenierung "MUNA Lübberstedt" auf. Ab 2012 gibt es Führungen des Arbeitskreises MUNA Lübberstedt über das Gelände der MUNA.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Lübberstedt bildet seit der Gebietsreform 1974 mit den Gemeinden Hambergen, Axstedt, Holste und Vollersode die Samtgemeinde Hambergen. Der Ort gehörte davor zum Landkreis Wesermünde.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde Lübberstedt besteht aus 9 Ratsfrauen und Ratsherren.

Ortswappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt die hiesige Mühle auf rotem Grund.

Verkehr[Bearbeiten]

Verkehrsmäßiger Anschluss besteht mit eigenem Bahnhof an die Bahnstrecke Bremen–Bremerhaven (–Cuxhaven). Die Autobahn 27 (Walsrode–Cuxhaven) ist 15 km entfernt und über eine Kreisstraße erreichbar. Die Hauptverkehrsanbindung an die Kreisstadt Osterholz-Scharmbeck und das Oberzentrum Bremen bildet die 4 km entfernte Bundesstraße 74 BremenStade.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Höllanderwindmühle in Lübberstedt

Lübberstedt hat eine intakte Windmühle. In den Jahren 1868 bis 1872 wurde eine Wallholländerwindmühle mit Durchfahrt gebaut, die auf einem Erd- und Steinwall stand, von dem aus der Mühlenkopf mittels eines „Steerts“ (nds. für „Schwanz“) gedreht werden konnte. Nachdem diese ursprünglich Mühle 1909 abgebrannt war, wurde noch im selben Jahr die neue Holländerwindmühle mit Jalousieflügeln und Windrose errichtet, so dass das aufwändige Drehen der Mühle entfiel. Die Durchfahrt im Mühlenwall diente zum An- und Abtransport von Getreide und Mehl direkt unterhalb des Mehlbodens. Das originale Mahlwerk dieser Mühle von 1909 ist noch heute funktionsfähig.[3]

Vereine[Bearbeiten]

Der Ort hat einen Sportverein.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Erntefest mit großem Erntefestumzug (ca. 50 Festwagen) durch den Ort: jeweils am zweiten Wochenende im September mit großem Festball am Samstag in der Sporthalle.

Maibaumpflanzen: Immer Pfingstsamstag durch die örtlichen Jungburschen mit dem Aufstellen des Pfingstbaumes (ca. 20-23 Meter hoch) am Dorfgemeinschaftshaus

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lübberstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Staatsarchiv Hannover Kopiar II 41 Blatt
  3. Klaus von Düring: Chronik einer Landschaft, Osterholz-Scharmbeck 1980, S. 137