Lübeckische Blätter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die "Lübeckischen Blätter" sind seit 1835 das Mitteilungsblatt der Lübecker Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit und zugleich eine Zeitschrift für Lübeck.

Die Zeitschrift erschien 1835 als Nachfolgerin der 1827 zuerst publizierten, nach einem Jahr wieder eingestellten „Lübeckischen Blätter“ zunächst als „Neue Lübeckische Blätter“. Erster Redakteur war Ludwig Heller. In der Zeit von 1835 bis zum Revolutionsjahr 1848 galten sie auch als das Sprachrohr der Erneuerungsbewegung, in Lübeck im Nachherein als Jung-Lübeck bezeichnet. Wegen ihrer kritisch-kontroversen Inhalte wurden die Beiträge in der ersten Zeit nicht unter den Namen der Verfasser, sondern unter einer Zahlenchiffre veröffentlicht. Im Januar 1859 wurde die Zeitschrift wegen einer geharnischten Kritik an der Politik der Führung des Stadtstaates verboten. Bereits ab Februar 1859 erschien sie jedoch wieder unter dem geänderten Titel "Lübeckische Blätter" mit dem Untertitel 'Sonntagsblatt der Lübecker Zeitung'. 1896 wurden die Lübeckischen Blätter, die bis dahin von der Gemeinnützigen mitfinanziert, aber nicht herausgegeben wurden, von dieser übernommen. In der Zeit von 1943 bis 1949 konnten die Lübeckischen Blätter wegen Rohstoffmangels nicht erscheinen. Seit 1958 werden sie vom Lübecker Verlag Schmidt-Römhild verlegt und gedruckt. Die Lübeckischen Blätter erscheinen seit 1950 14-täglich, außer in den Monaten Juli und August, in einem durchschnittlichen Umfang von 16 Seiten. Im Jahre 2010 erschien die Zeitschrift im 175. Jahrgang. Die Lübeckischen Blätter sind bis heute das Nachrichtenblatt der gemeinnützigen Gesellschaft (ca. 1900 Mitglieder) und sie sind eine Zeitschrift für Lübeck mit den Schwerpunkten Stadtentwicklung, Soziales und Kultur. Von inhaltlichem Gewicht sind die monatliche Chronik sowie der ausführliche Besprechungsteil für Theater, Musik und Ausstellungen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ludwig Heller: Geschichte der Lübeckischen Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit. Lübeck 1859, S. 157-164
  • Paul Brockhaus: Lübeckische Blätter, in: Beiträge zur Geschichte der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit. Lübeck 1939, S. 104-106
  • Georg Behrens: Die Lübeckischen Blätter, in: 175 Jahre gemeinnütziges Wirken. Lübeck 1964, S. 27-30
  • Bernd Dohrendorf: LBll - eineinhalb Jahrhunderte Stadtgeschichte. LBll. Sonderheft 1985
  • Doris Mührenberg: Lübeckische Blätter, in: Lübeckische Blätter, Sonderheft Tag der offenen Tür 2006, S. 10.
  • Marco Prüss: Insellagen? Presse der Peripherie in der Revolution 1848/ 49. Konstanzer Zeitung, Neue Lübeckische Blätter und Wöchentliche Anzeigen für das Fürstenthum Lübek. Flensburg 2012 Volltext
  • Manfred Eickhölter: 1835: Das Gründungsjahr der Lübeckischen Blätter. in: Lübeckische Blätter Heft 5, 8. März 2014, Seite 63

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Lübeckische Blätter – Quellen und Volltexte