Lübtheen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Lübtheen
Lübtheen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Lübtheen hervorgehoben
53.311.08333333333315Koordinaten: 53° 18′ N, 11° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Höhe: 15 m ü. NHN
Fläche: 119,69 km²
Einwohner: 4653 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 19249,
19230 (Neuenrode),
19273 (Langenheide)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 038855
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 088
Stadtgliederung: 18 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Salzstraße 17
19249 Lübtheen
Webpräsenz: www.luebtheen.de
Bürgermeisterin: Ute Lindenau (SPD)
Lage der Stadt Lübtheen im Landkreis Ludwigslust-Parchim
Brandenburg Niedersachsen Schleswig-Holstein Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Nordwestmecklenburg Banzkow Plate Plate Sukow Bengerstorf Besitz (Mecklenburg) Brahlstorf Dersenow Gresse Greven (Mecklenburg) Neu Gülze Nostorf Schwanheide Teldau Tessin b. Boizenburg Barnin Bülow (bei Crivitz) Crivitz Crivitz Demen Friedrichsruhe Tramm (Mecklenburg) Zapel Dömitz Grebs-Niendorf Karenz (Mecklenburg) Malk Göhren Malliß Neu Kaliß Vielank Gallin-Kuppentin Gischow Granzin Obere Warnow Gehlsbach (Gemeinde) Kreien Kritzow Lübz Lübz Marnitz Passow (Mecklenburg) Siggelkow Suckow Tessenow Gehlsbach (Gemeinde) Werder (bei Lübz) Goldberg (Mecklenburg) Dobbertin Goldberg (Mecklenburg) Mestlin Neu Poserin Techentin Goldberg (Mecklenburg) Balow Brunow Dambeck Eldena Gorlosen Grabow (Elde) Karstädt (Mecklenburg) Kremmin Milow (bei Grabow) Möllenbeck (Landkreis Ludwigslust-Parchim) Muchow Prislich Steesow Zierzow Alt Zachun Bandenitz Belsch Bobzin Bresegard bei Picher Gammelin Groß Krams Hoort Hülseburg Kirch Jesar Kuhstorf Moraas Pätow-Steegen Picher Pritzier Redefin Setzin Strohkirchen Toddin Warlitz Alt Krenzlin Bresegard bei Eldena Göhlen Groß Laasch Leussow Lübesse Lüblow Rastow Sülstorf Uelitz Warlow Wöbbelin Blievenstorf Brenz (Mecklenburg) Neustadt-Glewe Neustadt-Glewe Cambs Dobin am See Gneven Pinnow (bei Schwerin) Langen Brütz Leezen (Mecklenburg) Pinnow (bei Schwerin) Raben Steinfeld Domsühl Domsühl Obere Warnow Groß Godems Zölkow Karrenzin Lewitzrand Rom (Mecklenburg) Spornitz Stolpe (Mecklenburg) Ziegendorf Zölkow Barkhagen Ganzlin Ganzlin Ganzlin Plau am See Blankenberg (Mecklenburg) Borkow Brüel Dabel Hohen Pritz Kobrow Kuhlen-Wendorf Langen Jarchow Mustin (Mecklenburg) Sternberg Sternberg Weitendorf (bei Brüel) Witzin Zahrensdorf Zahrensdorf Dümmer (Gemeinde) Holthusen Klein Rogahn Klein Rogahn Pampow Schossin Stralendorf Warsow Wittenförden Zülow Wittenburg Wittenburg Wittenburg Wittendörp Gallin Kogel Lüttow-Valluhn Vellahn Zarrentin am Schaalsee Boizenburg/Elbe Ludwigslust Lübtheen Parchim Parchim Parchim HagenowKarte
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Lübtheen ist eine Landstadt im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Am 13. Juni 2004 wurde das Amt Lübtheen – bestehend aus den selbständigen Gemeinden Garlitz, Gößlow, Jessenitz und der Stadt Lübtheen – aufgelöst, die drei Gemeinden wurden in die nunmehr amtsfreie Stadt Lübtheen eingegliedert.[2]

Frühere Schreibweisen von Lübtheen waren Lubbtene, Lübbetene, Lubbetin, Lipten und Lübthen. Die slawische Form Lubbetin wird als „Ort des Lubeta“ erklärt, während die wendische Form Lipten einen „Lindenort“ bezeichnet.

Geografie[Bearbeiten]

Lübtheen liegt im Naturpark Mecklenburgisches Elbetal beziehungsweise der Jabeler Heide im Südwesten von Mecklenburg etwa 13 Kilometer von der Elbe entfernt.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Bandekow
  • Benz
  • Briest
  • Brömsenberg
  • Garlitz
  • Gößlow
  • Gudow
  • Jessenitz
  • Jessenitz-Siedlung
  • Jessenitz-Werk
  • Langenheide
  • Lank
  • Lübbendorf
  • Neuenrode
  • Neu Lübtheen
  • Probst Jesar
  • Quassel
  • Trebs
  • Volzrade[3]

Die ehemals selbständigen Gemeinden Garlitz, Gößlow und Jessenitz wurden am 13. Juni 2004 in die Stadt Lübtheen eingegliedert.

Geschichte[Bearbeiten]

Klassizistische Kirche

Erstmals wurde der Ort am 14. August 1363 urkundlich erwähnt, als Herzog Albrecht V. die Lauenburger Hälfte der Jabeler Heide von Heinrich von der Sude kaufte. Um 1650 wurden die restlichen Höfe verkauft, so dass Lübtheen nun vollständig zu Mecklenburg gehörte.

1683 erhielt Lübtheen eine eigene Pfarre und gehörte damit nicht mehr zur Kirchengemeinde Alt Jabel. Die erste Kirche, ein Fachwerkbau mit Turm und Glocke, wurde im Jahre 1689 eingeweiht. 1820 erfolgte ein Neubau im klassizistischem Baustil. Besonders wertvoll ist die Orgel der Kirche, die in den letzten Jahren aufwändig renoviert wurde. Es handelt sich um die größte erhaltene Orgel des Orgelbauers Friedrich Friese I aus Parchim mit zwei Manualen.

Im Jahre 1846 wurden 30 Häuser durch Brand zerstört. 1890 wurde die Bahnstrecke Malliß–Lübtheen eröffnet, die jedoch 1945 eingestellt wurde. 1938 bekam der Ort das Stadtrecht verliehen. Die Innenstadt wurde im Rahmen der Städtebauförderung seit 1991 gründlich saniert.

Hugo Sholto Oskar Georg von Douglas erhielt im Jahr 1896 von der Großherzoglichen Mecklenburgisch-Schweriner Regierung den Auftrag, das unter einer Gipsschicht bei Lübtheen und Jessenitz befindliche Kalisalz-Lager zu erschließen und auszubeuten. Die „Mecklenburgische Gewerkschaft Friedrich Franz“, deren Hauptaktionär der Großherzog selbst war, wurde gegründet und 1906 das Bergwerk (Schacht Friedrich Franz) eröffnet. Bereits 1916 musste der Schacht wegen massiven Wassereinbruchs wieder geschlossen werden. Im Kali- und Steinsalzbergwerk Jessenitz wurden von 1900 bis zum Ersaufen 1912 1,4 Millionen Tonnen Stein- und Kalisalze gefördert.

Kalischacht, Zeichnung von Siegfried Spantig

Im Jahr 1849 fand sich bei Lübtheen ein Exemplar der Wendischen Krone. Der Fund unterscheidet sich von den anderen seiner Art durch seine beträchtliche Größe und die Herstellung im Hohlguss.

Durch die Entstehung des Kalibergbaus um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert begann sich auch hier ein Arbeiterzusammenschluss herauszubilden. Der aus dem Staßfurter Kalirevier nach Lübtheen gekommene Bergmann Franz Thaele, ein Sozialdemokrat, orientierte die dort arbeitenden Bergleute darauf, sich für ihre Interessen einzusetzen und gründete 1902 einen Ortsverein der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. In seinem Gefolge entstand 1903 der Arbeiterturnverein "Veritas 03" und wenig später der Radfahrerverein "Solidarität".[4] An seinem Wohnhaus in der Johannesstraße 2 wird mit einer Gedenktafel an ihn erinnert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Der Bevölkerungsanstieg wurde durch den Dreißigjährigen Krieg unterbrochen, sie ist seit 1990 rückläufig (ein zwischenzeitlicher Anstieg resultierte aus Eingemeindungen umliegender Ortschaften).

Jahr Einwohner
1431 0003 Bauern *
1456 0011 Steuerzahler
1498 0066 Steuerzahler
1631 0025 Dorfbewohner
1669 0261 Einwohner
1895 2545 Einwohner
1905 4020 Einwohner
1995 5268 Einwohner
2001 5150 Einwohner
2004 5085 Einwohner
2009 4561 Einwohner

1431 lebten die Bauern Benedict Hase, Hennicke Polleck und Pellatze im Ort

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahlen[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2009
 %
40
30
20
10
0
30,97 %
26,82 %
14,78 %
11,31 %
10,27 %
5,85 %

Die Stadtvertretung der Stadt Lübtheen besteht aus 17 gewählten Vertretern. Seit der letzten Wahl am 7. Juni 2009 sind sechs Parteien bzw. Verbände vertreten. Da die Partei Die Linke nur eine Kandidatin zur Wahl aufstellte, aber Stimmen für zwei Sitze erreichen konnte, sind insgesamt nur 16 Abgeordnete vertreten. Die Bürgervertretung setzt sich wie folgt zusammen:


Partei Prozent Sitze
SPD 30,97 % 5
CDU 26,82 % 5
FDP 14,78 % 2
NPD 11,31 % 2
Die Linke 10,27 % 1
Bauernverband 5,58 % 1

Der Bürgervorsteher ist der Sitzungsleiter der Stadtvertretung. Als Bürgervorsteher wurde Thomas Pietz (SPD) am 2. Juli 2009 durch die Stadtvertretung gewählt.

Landtagswahlen[Bearbeiten]

Bei der letzten Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2011 stimmten die Wähler des Wahlbezirkes Lübtheen bei den Zweitstimmen folgendermaßen ab: Mit großem Abstand lag die SPD mit 48,8 % vorn, gefolgt von CDU und NPD, die jeweils auf 15,2 % kamen. Die Linke kam auf 10 %. Dahinter lagen die Grünen mit 4,9 %, die FDP mit 2,5 %. Alle übrigen lagen unter 1 %.

Wappen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wappen der Stadt Lübtheen

Das Wappen wurde am 28. Oktober 1880 vom Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinschen Ministerium des Innern festgesetzt und nach Neuzeichnung am 18. Dezember 1995 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 90 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Gespalten, vorn in Rot schräggekreuzt ein silberner Schlägel und ein silbernes Eisen, hinten in Silber auf halbem grünen Hügel ein halbe grüne Tanne am Spalt, an deren Stamm ein aufgerichteter roter Löwe.“[5]

Schlägel und Eisen als Symbole des Bergbaus erinnern für Lübtheen an das betriebene Gipswerk und an den Kalisalz-Abbau. Der aufgerichtete rote Löwe an der grünen Tanne ist das redende Wappenbild für die Grafen von Dannenberg, die die einstigen Landesherren der Gegend waren.

Das Wappen wurde 1995 von dem Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick neu gezeichnet.

Flagge[Bearbeiten]

Flagge der Stadt Lübtheen

Die Flagge der Stadt Lübtheen ist gleichmäßig längsgestreift von Grün, Weiß und Rot. Auf dem weißen Streifen liegt in der Mitte, zu jeweils einem Drittel in den grünen und roten Streifen übergreifend, das Stadtwappen. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5 zu 3.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Lübtheen

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Das Heimatmuseum befindet sich in dem ehemaligen Küsterhaus in der Schulstraße. Über der Haustür des restaurierten Fachwerkgebäudes findet sich die Inschrift „Gott . zu . Ehren . ist . gebaut dis Haus . 1812“ Gegründet wurde das Museum am 7. Oktober 1959. Die Themenbereiche der Ausstellung umfassen: Lübtheener Geschichte, Feuerwehr, Bergbau und Eisenbahn, historische Küche, Landwirtschaft, Schmiede, Seilerei und Sattlerei.
  • Einschiffige Stadtkirche von 1820 im klassizistischem Baustil als Putzbau mit Turm, doppelter Empore und bedeutender Orgel; Christus-Altargemälde (1826) von Rudolph Suhrlandt.
  • Gutshäuser
    • Jessenitz
    • Gutshaus Quassel: Zweigeschossiger Putzbau von 1857
    • Gutshaus Garlitz: Zweigeschossiger Putzbau
  • Alte Wassermühle in Brömsenberg

Theater Kulturkate[Bearbeiten]

Es finden Freilichttheater im Sommer, mobiles Kindertheater in der Vorweihnachtszeit, Studioproduktionen und Gastspiele statt und es wird Jugendarbeit durchgeführt. Mit den Mitteln des Theaters wird Stellung zu aktuellen Themen bezogen. Im Mai 2007 wurde das Theater Kulturkate wegen seines „phantasievollen und ideenreichen Engagements“ mit dem Titel „Botschafter der Toleranz“ geehrt. Diese Auszeichnung wird vom „Bündnis für Demokratie und Toleranz“, einer Stiftung der Bundesministerien des Inneren und der Justiz auf Vorschlag der Landesregierungen vergeben. Im Juli 2007 besuchten Bundespräsident Horst Köhler und seine Frau gemeinsam mit Ministerpräsident Harald Ringstorff und anderen Politikern und Ehrengästen die Kulturkate und konnten sich einen Einblick in die Arbeit des Theaters verschaffen.

Denkmal für Friedrich Chrysander

Geschichtsdenkmale[Bearbeiten]

  • Gedenktafel aus den 1950er Jahren an seinem Wohnhaus Stellingstraße 15 zur Erinnerung an den jüdischen Arzt Dr. Aronsohn, der sich nach Einführung der Nürnberger Rassegesetze durch den Freitod seiner Deportation entzog.
  • Stolpersteine für die ermordete jüdische Familie Wolf, Vorfahren des ehemaligen Hamburger Oberbürgermeisters Ole von Beust[6]
  • Denkmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71 südlich vor der Evangelischen Kirche
  • Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs nördlich der Evangelischen Kirche

Natur[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Friedrich Flügge (1817–1898), großherzoglicher Oberpostamtsdirektor in Rostock
  • Friedrich Chrysander (1826–1901), Musikwissenschaftler
  • Friedrich Emil August Ernst Mielke (1887–1960), Baumeister. 2005 posthum zum Ehrenbürger von Lübtheen ernannt.
  • Udo Pastörs (* 1952), NPD-Spitzenpolitiker

Sonstiges[Bearbeiten]

Kalisalzvorkommen in und um Lübtheen[Bearbeiten]

Lage des einstigen Gipsbruches, auf dessen Sohle der Schacht „Friedrich Franz“ abgeteuft wurde

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann man auch in Mecklenburg mit der Suche nach Kalilagerstätten, nachdem es verschiedenen Chemikern gelungen war, das in Staßfurter Bergwerken angetroffene Kalisalz fabrikatorisch so zu verarbeiten, dass das in diesen Salzen enthaltene Kalium extrahiert und für die Herstellung von Düngemitteln genutzt werden konnte. Nach fast 15-jähriger Arbeit wurde im Mai 1901 der Schacht „Herzog Regent“ des Kali- und Steinsalzbergwerkes Jessenitz fertiggestellt. 1905 folgte die Inbetriebnahme des Schachtes „Friedrich Franz“ des Kali- und Steinsalzbergwerkes Lübtheen. Ersterer Schacht erlitt bereits 1912 einen Wassereinbruch; Schacht „Friedrich Franz“ teilte dieses Schicksal nur vier Jahre später.

Braunkohlevorkommen um Lübtheen[Bearbeiten]

1928 stieß man erstmals auf Diatomeenkohle bei Lübtheen. Bei diesem Typ Braunkohle handelt es sich um eine braunschwarze Ablagerung in Tiefen von 40 bis 400 Metern, die sich vor etwa sechs bis acht Millionen Jahren gebildet hat. Die bei der Verbrennung der Diatomeenkohle anfallende Asche ist unreine Kieselgur. Die Kohle hat einen sehr geringen Heizwert (ca. 50 Prozent zur Vergleichskohle) sowie einen extrem hohen Aschegehalt.[7]

Die Erkundung der Lagerstätte war in der DDR bereits weit fortgeschritten, eine Tagebau-Erschließung wurde bis 2010 zurückgestellt (Projekt „Objekt22“).[8] Bis 1989 hatte die Erforschung über 30 Millionen DDR-Mark gekostet.

1994 stellte die MIBRAG einen Antrag auf Erkundung der Lagerstätte, 1997 erteilte das Bergamt Stralsund der MIBRAG die Erlaubnis für geologische Untersuchungen. Seitens der IHK Schwerin strebte man an, mit dem Symposium „Diatomeenkohlelagerstätte Lübtheen“ (1996, überarbeitet 2005) die Lagerstättenerkundung voranzubringen. Dort hieß es: „Die Lagerstättenbedingungen verlangen einen großen Tagebau mit einer Fördermenge, die den Bedarf einer Fabrik…allein weit übersteigt“.

Die Angaben zur Vorkommengröße schwanken. Beim Symposium der IHK war von 15 Milliarden Tonnen für das gesamte Vorkommen um Lübtheen die Rede, diese Größe erhöhte sich auf 19 Milliarden Tonnen.[9]. Für das technisch und wirtschaftlich abbaubare Vorkommen nannte die IHK zu Schwerin den Wert von 300 Millionen Tonnen, in der Schweriner Volkszeitung wurde bereits ein Wert von 1,8 Milliarden Tonnen (auf 42 km²) angegeben.

Seit April 2005 kämpfen lose Zusammenschlüsse, Initiativen und Vereine wie zum Beispiel die Bürgerbewegung „Braunkohle-nein e. V.“ gegen das weitere Vorantreiben des Tagebauprojektes.[10]

Truppenübungsplatz[Bearbeiten]

Bei Lübtheen unterhielt die Bundeswehr bis zum Sommer 2013 einen Truppenübungsplatz.[11]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lübtheen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
  3. § 12 der Hauptsatzung (PDF; 77 kB) der Stadt
  4. Siegfried Spantig: Erinnern an Franz Thaele, in: RotFuchs Januar 2014, S. 14
  5. a b § 1 der Hauptsatzung (PDF; 77 kB) der Stadt
  6. Gernot Knödler: NPD will nicht stolpern; Artikel in der taz vom 17. Juni 2006.
  7. Otto Fiedler: Diatomeenkohle — Rohstoffe für neue Werkstoffe. In: Ita. Universität Rostock, S. 6, abgerufen am 12. November 2012 (Pdf, 213kB).
  8. Markt Zeitung 11/1995
  9. Schweriner Volkszeitung vom 1. März 2005
  10. Braunkohle-Nein e.V. Diatomeenkohle. Abgerufen am 12. November 2012.
  11. Streitkräftebasis: Truppenübungsplatz Lübtheen