Lüdenscheider Nachrichten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lüdenscheider Nachrichten
Logo
Beschreibung regionale Tageszeitung
Verlag Märkischer Zeitungsverlag GmbH & Co. KG
Erstausgabe 1854
Erscheinungsweise täglich Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage
(IVW 4/2013, Mo–Sa)
14.502 Exemplare
Chefredakteur Martin Krigar
Weblink come-on.de
Verlagsgebäude in Lüdenscheid

Die Lüdenscheider Nachrichten (LN) sind eine regionale Tageszeitung in Lüdenscheid und Umgebung im südlichen Märkischen Kreis. Sie ist mit einer verkauften Auflage von 14.502 Exemplaren[1] die größte Tageszeitung in Lüdenscheid. Die LN erscheinen täglich außer sonntags und teilweise auch nicht an Feiertagen. Die LN feierte im Jahr 2004 ihr 150-jähriges Bestehen. Sie gehört zur Mediengruppe des Verlegers Dirk Ippen.

Die Lüdenscheider Nachrichten werden vom Märkischen Zeitungsverlag verlegt. Dazu gehören auch, mit eigenen Lokalteilen, die Meinerzhagener Zeitung (MZ), das Altenaer Kreisblatt (AK), der Allgemeine Anzeiger (AA, Halver) und der Süderländer Volksfreund (SV, Werdohl). Die LN kooperieren redaktionell und technisch mit dem Süderländer Tageblatt (ST, Plettenberg), das in einem eigenständigen Verlag erscheint. Die in Meinerzhagen gedruckte Gesamtauflage der genannten Zeitungen beträgt 38.674 Exemplare.[2]

Zu Beginn der 1990er Jahre wurden außerdem im nördlichen Teil des Märkischen Kreises neue Zeitungstitel gegründet: Die Neue Iserlohner Presse, die Neue Hemeraner Presse sowie die Neue Letmather Presse. Nach kurzer Zeit verschwanden diese Titel allerdings wieder vom Markt.

Die Lüdenscheider Nachrichten sind ein Kopfblatt des in Hamm erscheinenden Westfälischen Anzeigers, von dem der gesamte überregionale Teil übernommen wird. Der Westfälische Anzeiger beliefert mit seinem Mantelteil auch die im eigenen Verlag erscheinende Tageszeitung Der Patriot in Lippstadt, den Hellweger Anzeiger in Unna sowie den Partnerverlag in Soest, in dem der Soester Anzeiger verlegt wird.

Die LN gehören zum Zeitungskonzern von Dirk Ippen, dem u.a. der Münchner Merkur, die Boulevardzeitung tz (München), die Kreiszeitung in Syke, der Oranienburger Generalanzeiger, die Altmark-Zeitung, das Fehmarnsche Tageblatt, die Offenbach-Post (seit 1. Januar 2005 zu 100 %) sowie seit Mitte 2005 die Hessische/Niedersächsische Allgemeine in Kassel gehören.

Der Chefredakteur der Lüdenscheider Nachrichten ist Martin Krigar.

Umstrukturierung[Bearbeiten]

Wie bei vielen anderen Tageszeitungen, haben Umstrukturierungsmaßnahmen auch bei den Lüdenscheider Nachrichten in den vergangenen Jahren Arbeitsplätze gekostet. So wurden Onlineredaktion und die Buchhaltung 2004 von der Mantelredaktion des Westfälischen Anzeigers in Hamm übernommen und die Arbeitsplätze vor Ort in Lüdenscheid gestrichen.

Im Sommer 2006 entließ die LN die Fotoredakteure. Diese Arbeit wird seither von den jeweiligen Ressort-Redakteuren oder freien Mitarbeitern übernommen.

Auch werden bei Neueinstellungen die Beschäftigten des Märkischen Zeitungsverlags nicht mehr zu Tarifkonditionen bezahlt. Die betreffenden Gesellschaften sind aus dem Verlegerverband ausgeschieden und damit nicht mehr an den Tarifvertrag gebunden. Ein Großteil der Berichterstattung wird zudem von freien Mitarbeitern übernommen.

Im März 2010 wurde bekannt, dass die mit den LN kooperierende Mendener Zeitung nach 150 Jahren zum 31. März 2010 eingestellt wird.[3] Sie war 1860 als Westphälischer Telegraph gegründet worden. Die Mendener Zeitung erschien im Jahn-Verlag und hatte zuletzt ihre verkaufte Auflage auf 6.027 Exemplare gesteigert.[4]

Neubau des Stammsitz[Bearbeiten]

Der Märkische Zeitungsverlag (MZV) gab am 13. Mai 2011 bekannt, dass sein alter Stammsitz an der Schillerstraße 20 in der Lüdenscheider Innenstadt abgerissen und durch einen 3-stöckigen Neubau mit unterirdischem Parkhaus ersetzt werden soll. Die Nutzfläche des neuen Gebäudes soll 1505 Quadratmetern betragen. Zusätzlich soll daneben noch ein weiterer 3-stöckiger Neubau mit 1585 Quadratmetern entstehen. Teilweise sollen die Flächen von den neuen, beiden Gebäuden vermietet werden. Mit dem Abriss des altes Gebäudes wurde am 2. Januar 2012 begonnen.[5] Am 3. Dezember 2012 wurde bekannt, dass Ende des 4. Quartals 2013 beide Bauten stehen sollen.[6]

Im Rahmen des Neubaus des Märkischen Zeitungsverlag (MZV) soll auch die Anbindung vom Kulturhausgarten in Richtung Altstadt aufgewertet werden. Der Märkische Zeitungsverlag möchte im Zuge des Medienhaus-Neubaus an der Schillerstraße auch die Anbindung an den Kurt-Weill-Weg, die Turmstraße sowie den Kulturhausgarten umfassend erneuern. Es soll ein neue Stufenanlage aus dem Park heraus gebaut werden, die sowohl den Durchgang durch die beiden neuen Gebäude in Richtung Turmstraße als auch in Richtung Kulturhaus ermöglichen soll. Die Kosten hierfür will der Bauträger übernehmen, also der Märkische Zeitungsverlag.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. laut IVW, viertes Quartal 2013, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  2. laut IVW, viertes Quartal 2013, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  3. IKZ vom 2. März 2010
  4. journalist April 2010, S. 60
  5. Artikel aus den Lüdenscheider Nachrichten vom 13. Mai 2011: "LN bauen in Lüdenscheid komlett neu"
  6. Artikel aus den Lüdenscheider Nachrichten vom 3. Dezember 2012: "LN-Medienhaus: Logistische Herausforderung"
  7. Artikel aus den Lüdenscheider Nachrichten vom 22. November 2013: "Am LN-Neubau: Neue Anbindung der Altstadt"

51.2145767.633653Koordinaten: 51° 12′ 52″ N, 7° 38′ 1″ O