Lügde

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Lügde
Lügde
Deutschlandkarte, Position der Stadt Lügde hervorgehoben
51.959.25105Koordinaten: 51° 57′ N, 9° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Lippe
Höhe: 105 m ü. NHN
Fläche: 88,64 km²
Einwohner: 9990 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 113 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 32668–32676
Vorwahlen: 05281, 05283
Kfz-Kennzeichen: LIP
Gemeindeschlüssel: 05 7 66 052
Stadtgliederung: 10 Ortschaften
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt 1
32676 Lügde
Webpräsenz: www.luegde.de
Bürgermeister: Heinrich Josef Reker (parteilos)
Lage der Stadt Lügde im Kreis Lippe
Niedersachsen Bielefeld Kreis Gütersloh Kreis Herford Kreis Minden-Lübbecke Kreis Paderborn Kreis Höxter Augustdorf Bad Salzuflen Barntrup Blomberg Detmold Dörentrup Extertal Horn-Bad Meinberg Kalletal Lage (Lippe) Lemgo Leopoldshöhe Lügde Oerlinghausen Schieder-Schwalenberg Schlangen (Gemeinde)Karte
Über dieses Bild
Blick auf Lügde vom Osterberg

Lügde Zum Anhören bitte klicken! [lokale Aussprache:ˈlʏçtʰə]a a (niederdeutsch: Lüde) ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Lippe. Sie liegt im Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge. Seit dem 24. Juli 2012 trägt Lügde offiziell den Titel Stadt der Osterräder.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Lügde liegt im Weserbergland östlich der durch das Tal verlaufenden Emmer, welche im Ortsteil Langeland der Stadt Bad Driburg entspringt und in Emmerthal in die Weser mündet. Weiter westlich befinden sich das Eggegebirge, nordwestlich der Teutoburger Wald und weiter östlich fließt die Weser. Zur Großgemeinde Lügde gehört einer der höchsten Berge des Weserberglandes, der Köterberg mit 496 m. Der tiefste Punkt des Stadtgebiets liegt auf 98 m.

Geologie[Bearbeiten]

Geothermische Ergiebigkeit des Stadtgebiets

Im Gemeindegebiet besteht das Lipper Bergland vorherrschend aus Tonmergel-, Kalk- und Sandsteinen des Erdmittelalters. Diese Sedimentgesteine sind zwischen 1 und 1,5 km mächtig. Sie wurden im Lauf der Erdgeschichte herausgehoben und im Rahmen gebirgsbildender Vorgänge zu Sätteln und Mulden zusammengeschoben. In den südlichen Stadtteilen treten auch Horste und Gräben auf. Unter diesen Schichten befinden sich die Gesteine des Erdaltertums, insbesondere aus Devon, Karbon und Perm. Lockergesteine aus dem Eiszeitalter (Kies, Sand und Löss) befinden sich insbesondere in den zum Teil weiten Talebenen der Emmer und ihrer Nebenflüsse über dem Festgesteinsuntergrund.

Gute Grundwasserleiter sind die klüftigen Kalk- und Tonmergelsteine des Muschelkalks und Einheiten des Keupers. Vereinzelt sind Grundwässer durch Lösung von Steinsalz und Gips im tieferen Untergrund versalzt und mineralisiert.

Im Stadtgebiet werden Steine und Erden zur Verwendung für die Schotter- und Splittherstellung abgebaut.

Auf den Gesteinen des Muschelkalks und des Keupers haben sich Braunerde und Pseudogley-Braunerden entwickelt, die teils forstwirtschaftlich, teils ackerbaulich genutzt werden. In kleineren Gebieten im Nordteil des Stadtgebiets auf Kuppen befinden sich auch Übergänge zu flachgründigen, steinigen Rendzinen. In den weitgespannten Talmulden und Unterhängen werden die Festgesteine von eiszeitlichem Löss bedeckt. Als Folge haben sich fruchtbare Parabraunerden aus schluffigem Lehm gebildet.

Vorwiegend im südlichen Teil des Stadtgebiets gibt es Vorkommen von schluffreichen staunassen Pseudogleyen. In den Bachniederungen treten vorherrschend Gleye auf; sie werden als Grünland genutzt. Forstwirtschaftliche Nutzung findet auf den Höhenzügen und an mit Pseudogley bedeckten Standorten statt, ansonsten herrscht, besonders auf den ertragreichen Lösslehmböden, intensive ackerbauliche Nutzung vor.[3]

Lügde eignet sich durchweg gut bis sehr gut zur Nutzung von geothermischen Wärmequellen mittels Erdwärmesonde und Wärmegewinnung durch Wärmepumpe (vgl. dazu die nebenstehende Karte).[4]

Ausdehnung und Nutzung des Stadtgebiets[Bearbeiten]

Die als „Große Landgemeinde“ klassifizierte Stadt erstreckt sich über eine Fläche von 88,62 km². Das Gemeindegebiet hat eine maximale Ausdehnung in Ost-West Richtung von ca. 11 km und in Nord-Süd Richtung von etwa 14 km.

Fläche
nach Nutzungsart[5]
Landwirt-
schafts-
fläche
Wald-
fläche
Gebäude-,
Frei- und
Betriebsfläche
Verkehrs-
fläche
Wasser-
fläche
Sport- und
Grünfläche
sonstige
Nutzung
Fläche in km² 44,25 33,85 4,31 4,25 0,61 1,15 0,18
Anteil an Gesamtfläche 49,93 % 38,20 % 4,86 % 4,80 % 0,69 % 1,30 % 0,20 %

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

An Lügde grenzen beginnend im Norden im Uhrzeigersinn die Stadt Bad Pyrmont (Landkreis Hameln-Pyrmont) sowie die Gemeinde Vahlbruch und der Flecken Polle (Samtgemeinde Polle, Landkreis Holzminden), alle Niedersachsen, die Städte Höxter und Marienmünster (Kreis Höxter) sowie Schieder-Schwalenberg und Blomberg (Kreis Lippe), alle Nordrhein-Westfalen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Emmer in Lügde

Nach § 3 Abs. 1 ihrer Hauptsatzung gliedert sich die Stadt Lügde in folgende zehn Ortschaften[6], die vor 1970 eigenständige Gemeinden im Kreis Detmold bzw. im Amt Lügde im Kreis Höxter waren. Die Grenzen der Ortschaften stimmen mit denen der früher selbständigen Gemeinden überein.

Ortschaft Wappen Einwohner 1 Ortsteile von Lügde
Ortsteile Lügde.svg
Elbrinxen 1284
Falkenhagen 380
Harzberg 87
Hummersen
D-NW-Lügde-Hummersen - Wappen.jpg
428
Köterberg 84
Lügde
Wappen Luegde Ortsteil.png
5976
Niese
Wappen Niese-Koeterberg.png
464
Rischenau
Wappen Rischenau.png
1190
Sabbenhausen
D-NW-Lügde-Sabbenhausen - Wappen.jpg
957
Wörderfeld
Wappen Wörderfeld.gif
370

1 Die Einwohnerzahlen (Haupt- und Nebenwohnsitze) sind nach Fortschreibungen des Einwohnermeldeamts der Stadt Lügde auf dem Stand vom 31. Dezember 2007.[7]

Klima[Bearbeiten]

Niederschlagsdiagramm Schieder-Schwalenberg

Lügde gehört der gemäßigten Klimazone Mitteleuropas an und liegt im Bereich des subatlantischen Seeklimas. Die Winter sind unter atlantischem Einfluss meist mild und die Sommer mäßig warm. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei ca. 8–9 °C.

Durch die Lage im subatlantischen Seeklima herrscht ganzjährig ein humides Klima mit relativ gleich verteilten Niederschlägen vor. Klimadaten sind für Lügde nicht verfügbar, allerdings sind mit geringen Einschränkungen die Werte des lediglich 10 km entfernten Schieder vergleichbar, da die topografische Lage ähnlich ist. An der Messstation in Schieder fallen im langjährigen Mittel 867,7 mm Niederschlag jährlich.

Klima Schieder-Schwalenberg (155 m)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) 0,4 0,9 3,9 7,6 12,3 15,4 16,8 16,5 13,3 9,5 4,6 1,6 Ø 8,6
Niederschlag (mm) 76,2 55,6 68,0 63,5 77,1 87,3 83,9 74,6 63,9 54,2 77,1 86,3 Σ 867,7
Sonnenstunden (h/d) 0,9 1,9 3,1 4,7 6,1 6,2 5,8 5,9 4,2 2,9 1,1 0,7 Ø 3,6
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
76,2
55,6
68,0
63,5
77,1
87,3
83,9
74,6
63,9
54,2
77,1
86,3
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Deutscher Wetterdienst[8]

Zum Klima in der Region Ostwestfalen-Lippe, zu der die Stadt gehört, siehe auch den Artikel Klima in Ostwestfalen-Lippe.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptstädte und Städte des Fürstbistums Paderborn bis 1802/03 (Stand 1789):
Paderborn, Warburg, Brakel, Borgentreich | Beverungen, Borgholz, Bredenborn, Büren, Driburg, Dringenberg, Gehrden, Calenberg, Kleinenberg, Lichtenau, Lippspringe, Lügde, Nieheim, Peckelsheim, Salzkotten, Steinheim, Vörden, Willebadessen, Wünnenberg
Landadelssitze im Hochstift Paderborn um 1665:

Boke, Bökendorf, Borgentreich, Borgholz, Borlinghausen, Breitenhaupt, Brenken, Bühne, Dalheim, Daseburg, Dedinghausen, Desenberg, Dinkelburg, Eichholz, Eissen, Engar, Erpentrup, Essentho, Fürstenberg, Grevenburg, Hainholz, Helmern, Herbram, Herstelle, Himmighausen, Hinnenburg, Husen, Lichtenau, Liebenau, Lippspringe, Löwendorf, Lügde, Menne, Merlsheim, Natzungen, Niesen, Nordborchen, Peckelsheim, Pömbsen, Rheder, Riepen, Ringelstein, Salzkotten, Schweckhausen, Steinheim, Sudheim, Thienhausen, Thüle, Verne, Vinsebeck, Volbrexen, Wandschicht, Welda, Westheim, Wewer, Wintrup, Würgassen.

Mittelalter und Stadtgründung[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Lügde 784 in den Fränkischen Reichsannalen, als Karl der Große hier sein erstes Weihnachtsfest im damaligen Herzogtum Sachsen beging, nämlich in Villa Liuhidi nahe der Skidrioburg, die heute unter dem Namen Herlingsburg bekannt ist. Wahrscheinlich ist die Siedlung um oder im ersten Jahrhundert nach Christus entstanden und befand sich nördlich des heutigen Stadtkerns im Ollenlüderfeld, zwischen dem heutigen Lügde und Bad Pyrmont–Holzhausen. Am Platz der Übernachtung Karls des Großen wurde daraufhin eine Kirche errichtet, an deren Stelle im 12. Jahrhundert die heutige Kilianskirche erbaut wurde.

Für die Entstehung des Stadtnamens, ursprünglich Liuhidi oder auch Liuhith, gibt es mehrere Theorien. Eine Möglichkeit ist, dass es sich um eine Flurstelle handelte, die mit vielen Leuten besiedelt war. Liu, gegebenenfalls auch plattdeutsch Lüe, bedeutet Leute. Dies wird durch die beim sogenannten Poeta Saxo mit Liudi benannten Einwohner gestützt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass der Stadtname Licht bedeutet, woraufhin die Vielzahl von Orten mit der Anfangssilbe Lug hinweisen.[9] Die Ersterwähnung anno 784 als Liuhidi lässt aber auch eine Herkunft von ahd. luhhen (sprich: "lüchen") = waschen, zu (vgl. lat. luere = waschen). Für Liuhidi ergibt sich dann die Bedeutung „Siedlung am Waschplatz/Badeplatz“. Diese Deutung erscheint angesichts einer in alter Zeit genutzten Heilquelle am Ort plausibel. Karl der Große bevorzugte bei seinen Aufenthalten bekanntlich Orte mit Heilquellen, wie z.B. Aachen, Paderborn, Wiesbaden.[10]

Eine frühe urkundliche Erwähnung des Herrenhofes „Lugete“ mit zwei Vorwerken stammt aus der Busdorf-Urkunde vom 25. Mai 1036, als der Paderborner Bischof Meinwerk dem neugegründeten Kloster Busdorf in Paderborn den Zehnt dieses Herrenhofes schenkte.[11]

Aufgrund einer 1195 in Lügde geprägten Münze des Grafen Gottschalk I. von Pyrmont kann angenommen werden, dass zu dieser Zeit bereits Stadtrechte bestanden. Es sind allerdings keinerlei Gründungsurkunden mehr vorhanden. Es gilt jedoch als sicher, dass die Verleihung der Stadtrechte spätestens 1246 stattfand, da in dieser Zeit sowohl der heute noch in seiner Ursprungsform erhaltene Stadtgrundriss als auch die größtenteils erhaltenen Befestigungsanlagen, wie Stadtmauer, Wallgrabenanlage und Wehrtürme, entstanden. Darüber hinaus besaß Lügde einen Markt und einen siegelführenden Stadtrat.[9]

Lügde stellt eine planmäßige Stadtgründung der Pyrmonter Grafen dar und weist das typische Dreistraßensystem mit einer Hauptachse und zwei Seitenstraßen auf. Diese zweigen im Süden spitzwinklig von der Hauptstraße ab, folgen ihr parallel und enden im Norden in einer Querstraßenverbindung.

Im Spätmittelalter war Lügde Hauptort der Grafschaft Pyrmont und Sitz der gleichnamigen Grafen. Der Standort der Burg innerhalb der Stadtmauern ist heute unbekannt. Lügde wurde wiederholt zum Spielball fremder Interessen. 1255 mussten die Grafen von Waldeck und Pyrmont die Hälfte Lügdes an den Erzbischof von Köln abtreten, ein Ereignis, das auch im Stadtwappen verdeutlicht wird.[9]

Hylliger Born, Dreißigjähriger Krieg und paderbornische Exklave[Bearbeiten]

Lügde um 1670
Fürstbischof Ferdinand von Paderborn um 1670

Zur Mitte des 16. Jahrhunderts verbreitete sich die Mär vom Hylligen Born, dessen Wasser angeblich jedes Gebrechen heilen sollte. Nicht nur aus Deutschland, sondern aus ganz Europa kamen die Menschen in Scharen in die Gegend von Lügde, denn den Ort Pyrmont gab es noch nicht. Lügde und die in der Umgebung liegenden Dörfer konnten die Menschenmengen nicht aufnehmen, so dass Tausende im Wald oder auf freien Feld übernachten mussten.[12]

Im Jahr 1583 traten die Bewohner Lügdes zur Reformation über. Wechselnde Einflüsse im Dreißigjährigen Krieg zwangen sie jedoch, das lutherische Bekenntnis wieder aufzugeben und 1624 nach heftigen Auseinandersetzungen zum katholischen Glauben zurückzukehren. Am Ende des Krieges war die Stadt zu einem Drittel zerstört und die Bevölkerung völlig verarmt.

Am 14. März 1668 einigten sich Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg und die Grafen von Waldeck nach über 174 Jahren über den strittigen Besitz der Grafschaft Pyrmont. Die Grafen erhielten den Pyrmonter Brunnen und die benachbarten Dörfer. Der bekannteste Vertreter der Grafen zu Waldeck, Georg Friedrich zu Waldeck (1620–1692), ließ daraufhin den Quellbach zuwerfen, pflanzte die später berühmt gewordene vierreihige Lindenallee und begründete Bad Pyrmont. Das Fürstbistum Paderborn erhielt die Stadt Lügde, deren Bewohner erfolglos dagegen protestierten und die zur katholischen Enklave inmitten eines protestantischen Gebiets wurde. Im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) wurde Lügde durch Truppendurchzüge und Einquartierungen schwer geschädigt und geriet an den Rand des wirtschaftlichen Ruins.[13]

Brandkatastrophen und Hochwasser[Bearbeiten]

Jérôme und Katharina als König und Königin des Königreichs Westphalen

Im Laufe der Jahrhunderte wurde Lügde von vielen Brand- und Hochwasserkatastrophen heimgesucht. Allein in der Zeit vom 15. bis 18. Jahrhundert gab es neunzehn Stadtbrände in der eng bebauten Altstadt, von denen zwei die Stadt fast völlig einäscherten. Jeder Bürger war verpflichtet, einen Ledereimer für Löschwasser zu besitzen. Das Löschwasser wurde aus der Emmer und rund 120 Brunnen geschöpft. Bis zur Erstellung eines Hochwasserschutzes in den 2000er Jahren lebten die Bürger Lügdes in der ständigen Gefahr, vom Hochwasser der Emmer überflutet zu werden, im Stadtkern zuletzt im Jahr 1946, in angrenzenden Bebauungsgebieten zuletzt 1998.

Der Großbrand von 1797 zerstörte den Ort nahezu völlig. Die Feuersbrunst begann im Südwesten der Stadt beim heutigen Heimatmuseum und vernichtete innerhalb weniger Stunden 243 der insgesamt 315 Häuser. Über 200 Häuser wurden in den nächsten drei Jahren im gleichen Stil wieder aufgebaut.[14]

Am 6. Juni 1802 wurde die Stadt von preußischen Truppen besetzt, gehörte danach zum Königreich Preußen und wurde dem Kreis Höxter zugeteilt. Im Verlauf der französischen Besetzung von 1806 bis 1813 gehörte Lügde zum Königreich Westfalen unter König Jérôme. Nach dem Ende der Herrschaft Napoleons fiel die Stadt wieder an Preußen zurück.[13]

Industrielles Zeitalter und Kaiserreich[Bearbeiten]

Die meisten Einwohner Lügdes waren sogenannte Ackerbürger und lebten bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zu einem wesentlichen Teil von der Landwirtschaft. Die übrigen bestritten ihren Lebensunterhalt durch Handel und Handwerk. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts verbesserte sich die wirtschaftliche Situation, als sich die industrielle Zigarrenherstellung entwickelte und die Stadt zu einem Zentrum der Tabakverarbeitung wurde. Trotzdem sahen viele Menschen, besonders die seit dem 16. Jahrhundert in Lügde lebenden jüdischen Kaufleute, aber auch Handwerker und Bauernsöhne, keine Zukunft mehr und wanderten nach Amerika und Südafrika aus.[13]

Die Eisenbahnlinie Hannover–Altenbeken wurde 1875 eröffnet, deren Gleise direkt neben der Kilianskirche verlaufen. Zunächst hatten Bad Pyrmont und Lügde einen gemeinsamen Bahnhof, bis Lügde 1892 eine eigene Station bekam.[13]

Im Ersten Weltkrieg (1914–1918) fielen 82 Lügder und 14 wurden vermisst.

Weimarer Republik und Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Start eines Osterrades in Lügde

Nach dem Ersten Weltkrieg nahm die Einwohnerzahl kontinuierlich zu, schon bald wuchs die Stadt über ihre bisherigen Grenzen hinaus und es entstand die sogenannte Neustadt. Lügde profitierte im 20. Jahrhundert wirtschaftlich zudem von der stetigen Aufwärtsentwicklung der benachbarten Stadt Bad Pyrmont.[13]

Aufgrund ihrer christlichen Weltanschauung hatten viele Lügder Bürger Probleme mit dem Nationalsozialismus. 1933 wurden die Nationalsozialisten auf den Osterräderlauf aufmerksam. Sie wollten ihn für ihre Zwecke missbrauchen und entchristianisieren. Daraufhin wurde 1935 an der Ablaufstelle der Osterräder von mutigen Bürgern ein zehn Meter hohes weißes Holzkreuz als Protest errichtet.[13]

Mehrere Luftangriffe auf die Eisenbahnlinie im Zweiten Weltkrieg richteten erhebliche Schäden an der Kilianskirche und einigen Wohnhäusern an. 1943 musste Lügde 253 evakuierte Frauen und Kinder aus Essen aufnehmen, für die Behelfsheime errichtet wurden. In diesem Krieg fielen 114 Lügder und zwölf wurden vermisst.[13]

Am Abend des 4. April 1945 gegen 18 Uhr trat in Lügde ein eilig zusammengerufenes Standgericht zusammen, das sich aus mehreren deutschen Offizieren und Generalmajor Otto Goerbig als Vorsitzendem und zugleich Ankläger zusammensetzte. Die Anklage gegen den Lemgoer Bürgermeister Wilhelm Gräfer lautete auf Landesverrat, und nach kurzer Verhandlung wurde Gräfer zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am nächsten Morgen in Bodenwerder vollstreckt.

Am 5. April 1945 rollten amerikanische Panzer aus Eschenbruch kommend ins Tal nach Lügde. Gleich am Ortseingang wurden die Fahrzeuge von einer SS-Einheit beschossen, die an der Kilianskirche und auf dem Friedhof in Stellung gegangen war. Die Amerikaner forderten Artillerieunterstützung an, in deren Verlauf vier Häuser und drei Scheunen in Brand geschossen wurden. Noch während der Beschießung kletterten einige Lügder Bürger auf den Turm der Stadtkirche St. Marien und hissten die weiße Fahne. Gegen 15 Uhr fuhren die Panzer ohne Gegenwehr in die Stadt, die bis zum Abend von den Amerikanern vollständig besetzt wurde.[15]

Nachkriegszeit und heutige Situation[Bearbeiten]

Am 8. Februar 1946 wurde die Stadt erneut durch Hochwasser der Emmer überflutet, das stellenweise 1,80 Meter hoch in den Straßen stand. In 300 Häusern waren sämtliche Räume der Untergeschosse unbewohnbar. Im gleichen Jahr kamen 336 Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten nach Lügde.[13] 1951 schloss sich die Stadt Lügde mit dem benachbarten Ort Harzberg zur Verwaltungseinheit Amt Lügde zusammen. Im Rahmen der kommunalen Neuordnung wurde das Amt Lügde nach dem Willen der Bevölkerung zum 31. Dezember 1969 aus dem Kreis Höxter ausgegliedert und dem damaligen Kreis Detmold zugeordnet. Gleichzeitig wurden neun weitere Ortschaften zur neuen Stadt Lügde eingemeindet.[16] Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelten sich zahlreiche mittelständische Unternehmen, darunter insbesondere Betriebe der Elektroindustrie, an. Ein bedeutender Arbeitgeber Lügdes und Marktführer in Europa ist der Hersteller von Kupferlackdraht. Im Jahr 1992 schlossen die Betriebe der Tabakverarbeitung. Weitere Firmen gaben auf und mancher Lügder verlor seinen Arbeitsplatz. So verschwanden die vorher bedeutende Holz- und Möbelindustrie, einige Betriebe der Lebensmittelbranche und mehrere Bauunternehmen.[17]

Die größte Sorge bereitete jedoch die Altstadt, durch deren Mitte täglich 13.000 Fahrzeuge fuhren und ihre Substanz bedrohten. Zahlreiche Eigentümer gaben ihre Häuser namentlich an der Mittleren Straße auf, so dass dort mehr als 20 Häuser unbewohnt sind. Mehrere Ladenlokale stehen leer und der Rückgang der Bevölkerungszahl ist bezeichnend für die Situation. Von 6.133 Einwohnern der Altstadt am Ende des Jahres 2005 schrumpfte die Zahl bis Ende 2008 auf 5.884 Personen. Nach vielen Jahren der Planung und Diskussionen entschlossen sich Rat und Verwaltung der Stadt Ende der 1980er Jahre, mit dem Bau einer Umgehungsstraße diese bedrohliche Entwicklung zu stoppen. Hauptbestandteil des Bauvorhabens ist der Emmerauentunnel, um das Bild der Altstadt zu bewahren. Die Fertigstellung der Umgehungsstraße war für Ende 2009 geplant, wurde aber letztlich im Oktober 2010 eröffnet.[17]

Im Rahmen eines Integrierten Entwicklungskonzepts zur Revitalisierung des historischen Stadtkerns Lügdes soll neben der Umgehungsstraße eine Emmeraue mit Freizeiteinrichtungen entstehen. In der Altstadt soll die Ortsdurchfahrt neu gestaltet, der Einzelhandel belebt und die alte Bausubstanz saniert werden.[18]

Religionen[Bearbeiten]

Die erste in Lügde errichtete Kirche war die Kilianskirche, die in den Jahren 780–784 außerhalb der Stadtmauern erbaut wurde. Sie ist dem irischen Bischof Kilian geweiht. Nachdem in Lippe 1538 durch Beschluss des Landtages in Cappel die Reformation eingeführt worden war, übernahmen auch die Lügder schließlich 1583 das neue Glaubensbekenntnis. Dem Weihbischof in Paderborn Johannes Pelcking gelang es jedoch im Verlauf der Gegenreformation, die gläubigen Christen in Lügde und Höxter im Jahr 1624 zur Rückkehr in die katholische Kirche zu bewegen. Nach der Einigung mit dem Grafen zu Waldeck über den Besitz der Grafschaft Pyrmont erhielt der Bischof von Paderborn 1668 die Stadt Lügde, deren Bewohner erfolglos dagegen protestierten. 1853 wurde in Lügde erstmals seit 1624 wieder ein evangelischer Gottesdienst abgehalten und 1864 baute die kleine evangelisch-lutherische Gemeinde die St.-Johannis-Kirche, die 1902 einen Turm bekam.[13] Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Zahl der evangelischen Christen durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten.

Ein Indiz für die heutige Verteilung der Religionen kann die konfessionelle Zugehörigkeit der Schüler in Lügde sein. Demnach gaben im Schuljahr 2006/2007 48,4 % der Schüler evangelisch, 35,4 % katholisch und 4,3 % islamisch als Religionszugehörigkeit an. 4,2 % gaben eine andere Religionszugehörigkeit und 7,7 % keine Konfession an. Insgesamt wurden die Angaben von 1.212 Schülern und Schülerinnen ausgewertet.[19]

Heute gibt es in Lügde zwei Evangelisch-reformierte Kirchengemeinden, nämlich eine in Elbrinxen und eine in Falkenhagen (Kloster Falkenhagen), jeweils eine Römisch-Katholische Kirchengemeinde in Lügde und in Falkenhagen, eine Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde, die Evangelische Freikirche Lügde, eine Baptisten-Brüdergemeinde und einen Türkisch-Islamischen Kulturverein.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Zuge der Gemeindereform in den Kreisen Höxter und Detmold schloss sich die Stadt Lügde am 1. Januar 1970 mit der Gemeinde Harzberg aus dem Amt Lügde (Kreis Höxter) und den acht Gemeinden Elbrinxen, Falkenhagen, Hummersen, Köterberg, Niese, Rischenau, Sabbenhausen und Wörderfeld aus dem Kreis Detmold zur neuen Stadt Lügde zusammen, die in den Kreis Detmold eingegliedert wurde.[20] Die Kreise Detmold und Lemgo bildeten später den neuen Kreis Lippe.

Mit Wirkung vom 1. Oktober 1971 wurden aufgrund eines Gesetzes zum 1. Staatsvertrag zwischen dem Land Niedersachsen und dem Land Nordrhein-Westfalen über Änderungen der gemeinsamen Landesgrenze Gebiete der niedersächsischen Gemeinde Baarsen (heute Ortsteil von Bad Pyrmont) in die Stadt Lügde eingegliedert und dem Ortsteil Sabbenhausen zugeordnet.[6]

Ausgliederungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1922 hat Lügde ein Gebiet mit einer Fläche von 20 ha an die Nachbarstedt Bad Pyrmont abgetreten.[21]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen der Stadt Lügde nach dem jeweiligen Gebietsstand. Änderungen des Gebietsstandes ergaben sich durch die Abgabe eines etwa 0,2 km² großen, bewohnten Gebietes an die Gemeinde Pyrmont am 1. April 1922 und durch den Zusammenschluss der Stadt Lügde mit neun umliegenden Gemeinden am 1. Januar 1970. Bei den Zahlen handelt es sich bis 1970 und für 1987 um Volkszählungsergebnisse und ab 1975 um amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes, wobei die Zahlen für 1975, 1980 und 1985 geschätzte Werte sind und die Zahlen ab 1990 Fortschreibungen auf Basis der Ergebnisse der Volkszählung von 1987. Die Angaben beziehen sich bis 1864 auf die „Zollabrechnungsbevölkerung“, ab 1867 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“ und ab 1925 auf die Wohnbevölkerung.

Bevölkerungsentwicklung in Lügde von 1818 bis 2007 (obere Linie: heutiger Gebietsstand,
untere Linie: jeweiliger Gebietsstand)

Lügde nach dem damaligen Gebietsstand

Jahr Einwohner
1818 2.023
1831 1.908
1837 2.043
1843 2.069
1849 2.175
1852 2.252
1858 2.230
1861 (3. Dez.) 2.274
1867 (3. Dez.) 2.266
1871 (1. Dez.) 2.340
1880 (1. Dez.) 2.411
1885 (1. Dez.) 2.398
Jahr Einwohner
1895 (1. Dez.) 2.598
1900 (1. Dez.) 2.624
1905 (1. Dez.) 2.703
1910 (1. Dez.) 2.805
1925 (16. Juni) 2.901
1933 (16. Juni) 3.167
1939 (17. Mai) 3.194
1950 (13. Sep.) 4.588
1961 (6. Juni) 4.740
1969 (31. Dez.) 5.905

Lügde nach dem heutigen Gebietsstand

Jahr Einwohner
1969 (31. Dez.) 10.815
1970 (27. Mai) 10.591
1974 (30. Juni) 11.120
1975 (31. Dez.) 11.005
1980 (31. Dez.) 11.023
1985 (31. Dez.) 10.884
1987 (25. Mai) 10.691
1990 (31. Dez.) 11.248
Jahr Einwohner
1995 (31. Dez.) 12.003
2000 (31. Dez.) 11.718
2005 (31. Dez.) 11.094
2010 (31. Dez.) 10.400
2011 (31. Dez.) 10.224
2012 (31. Dez.) 9.990

Politik[Bearbeiten]

Lügde gehört zum Landtagswahlkreis Lippe II, in dem bei der Landtagswahl 2012 Jürgen Berghahn (SPD) als Direktkandidat gewählt wurde. Auf Bundesebene gehört Lügde zum Bundestagswahlkreis Höxter – Lippe II (137), in dem 2009 Jürgen Herrmann (CDU) erneut als Direktkandidat gewählt wurde.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat nach der Kommunalwahl vom 30. August 2009 gegenwärtig 26 Mitglieder. Hinzu kommt der Bürgermeister als Ratsvorsitzender. Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1975:

[22][23] 2009 2004 1999 1994 1989 1984 1979 1975
Partei Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  %
CDU 10 39,75 10 39,23 11 42,54 11 34,36 15 45,56 16 47,75 17 50,07 16 49,65
SPD 8 30,51 7 26,37 8 31,71 12 35,33 14 42,94 13 39,59 13 40,09 13 38,09
FWG1 6 23,80 6 23,47 5 18,43 8 23,57
FDP 2 5,94 2 7,43 1 4,19 2 6,74 4 11,51 4 12,65 3 9,84 4 12,32
Grüne 1 3,50 1 3,12
Gesamt2 26 100 26 100 26 100 33 100 33 100 33 100 33 100 33 100
Wahlbeteiligung 55,43 60,50 61,10 83,26 69,18 71,52 76,13 86,98

1Freie Wählergemeinschaft
2ohne Berücksichtigung von Rundungsdifferenzen

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister von Lügde ist Heinrich Josef Reker (parteilos), der bei der Wahl am 30. August 2009 als gemeinsamer Kandidat der CDU und SPD ohne Mitbewerber mit 89,05 % zum Bürgermeister gewählt wurde.

Wappen, Banner und Flagge[Bearbeiten]

COA Luegde.svg

Wappenbeschreibung:
Im gespalteten Schild vorn in Silber (Weiß) über einer roten fünfblättrigen Rose mit goldenem (gelbem) Butzen ein rotes Ankerkreuz, hinten in Blau ein silberner Schlüssel mit dem Bart rechts und oben. (Hauptsatzung § 2)[6]

Bedeutung:
Das rote Ankerkreuz ist das der Grafschaft Waldeck-Pyrmont, zu der Lügde bis 1668 gehörte, der silberne Schlüssel der des Erzstiftes Köln. Die rote, fünfblättrige Lippische Rose kam 1971 dazu, nachdem 1970 mehrere lippische Gemeinden in die Stadt Lügde eingemeindet wurden, während gleichzeitig Lügde in den Kreis Detmold eingegliedert wurde.

Banner:
Von Blau und Rot längs gestreift mit dem Wappenschild der Stadt oberhalb der Mitte.

Flagge:
Von Blau und Rot längs gestreift mit dem von der Mitte zur Stange verschobenen Wappenschild der Stadt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Städtepartnerschaft mit Angermünde wurde am 6. Juli 1990 in Angermünde und am 11. August 1990 in Lügde durch die Bürgermeister Wolf-Hugo Just und Bernd Arens geschlossen. Ziel der Partnerschaft ist die gegenseitige Unterstützung. Ferner soll die Begegnung der Bürger der beiden Städte gefördert und die Zusammenarbeit der kommunalen Einrichtungen, der gesellschaftlichen Organisationen, von Vereinen und Verbänden und den Industrie- und Handwerksbetrieben gestärkt werden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Lügde verfügt über kein eigenes Theater. Dennoch werden in der Elbrinxer Marktscheune seit 2003 Theaterstücke von der Elbrinxer Dorfbühne aufgeführt[24]. Die Laienschauspieler treten seit 1985 zunächst in Gaststätten, später in der Scheune auf.

Für weitergehende Angebote stehen das Landestheater Detmold und das Theater Bielefeld in der Umgebung zur Verfügung.

Museen[Bearbeiten]

Das Heimatmuseum befindet sich in einem 1799 erbauten Vierständer-Fachwerkhaus und führt den Besucher durch die Geschichte von Lügde. Neben dem Gebäude an sich, einem früheren Ackerbürgerhaus vom Typ eines niederdeutschen Hallenhauses, kann man dort unter anderem ein Osterrad und Darstellungen von Klöppelspitzenherstellung und Zigarrenmacherei sehen.

Ein weiteres Museum befindet sich im Lokal Paradiesmühle in Rischenau, wo die alte Mühle ausgestellt ist.

Musik[Bearbeiten]

In Lügde existieren zwei Jagdhornbläsercorps, zwei Posaunenchöre, zwei Spielmannszüge sowie je ein Blasorchester, Fanfarenzug, Flötengruppe und ein Mundharmonika-Club. Drei Kirchengemeinden unterhalten einen eigenen Kirchenchor. Hinzu kommen drei Frauenchöre, vier Männergesangsvereine, zwei gemischte Chorgemeinschaften und ein Kinder- und Jugendchor.

Ergänzt wird das Angebot durch die „Musikschule der Großgemeinde Lügde“.

Bauwerke[Bearbeiten]

Historischer Ortskern mit Stadtmauer und Kleiner Emmer
Hauptdurchgangsstraße im historischen Ortskern

Auf dem Gebiet der Gemeinde Lügde befinden sich die Reste von zwei ehemaligen Wehranlagen. Westlich von Lügde liegt unterhalb der Herlingsburg der sogenannte Bomhof, ein Ringwall dessen Funktion und Alter bisher nicht genau bekannt ist. Östlich von Lügde befinden sich die geringen Reste der Burg Schildberg, einer vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert erbauten kleinen Adelsburg.[25][26]Weite Flächen des Burgareals sind heute durch Steinbrüche zerstört.

Die Anlage der heutigen Altstadt erfolgte gegen Mitte des 12. Jahrhunderts. Der Straßengrundriss und die den Stadtkern umgebende Mauer sowie zwei Wehrtürme sind aus dieser Zeit erhalten geblieben. Die Bebauung innerhalb der Stadtmauern wurde nach dem letzten Stadtbrand im Jahr 1797 errichtet. Es handelt sich vornehmlich um Fachwerk-Dielenhäuser. Die Altstadt zählt damit zu den am besten erhaltenen historischen Stadtkernen Nordrhein-Westfalens.

Die Kirche St. Kilian ist eine romanische kreuzförmige Gewölbebasilika südlich der Stadt. Die Kreuzgratgewölbe sind der Klosterkirche in Lippoldsberg nachempfunden. Sehenswert sind die Würfelkapitelle, von denen in Westfalen nur noch wenige erhalten sind. Die Kirche diente als Grablege für Graf Moritz von Pyrmont, der als Letzter des Schwalenberger Geschlechts in der Kirche begraben wurde.

Nachdem 1797 die alte Pfarrkirche in der Stadt abgebrannt war, konnte Ende des 19. Jahrhunderts die neue St.-Marien-Kirche errichtet werden. Die Baukosten von 164.283 Mark wurden zu 2/3 auf die Stadt und zu 1/3 auf die Pfarrgemeinde aufgeteilt. Für den Kirchturm wurden Steine der alten Kirche verwendet. Im rechten Oberschiff befindet sich im so genannten Kreuzaltar eine Kreuzigungsgruppe, die aus einem Klappaltar von 1520 stammt. Ursprünglich stand die Gruppe in der Kilianskirche. Die Tafeln des Kreuzweges von 1877 stammen aus dem abgebrannten Vorgängerbau.

Aus dem 12. Jahrhundert stammt die Evangelische Kirche Elbrinxen. Der romanische Kirchturm war gleichzeitig als Wehrturm errichtet worden. Um 1620 und 1969 wurden Kirche und Turm renoviert. Im Inneren findet sich eine Kanzel von 1562 die bis 1699 in Horn stand. Vor der Kirche befindet sich eine 1.000-jährige Linde mit einem Stammumfang von zwölf Metern.

Das Zisterzienserkloster Falkenhagen wurde 1247 gegründet, als das Kloster Bruchhagen dorthin verlegt wurde. Bis 1604, als das Kloster endgültig aufgehoben wurde, gehörte es insgesamt vier Orden an. Im Dreißigjährigen Krieg wurden Teile des Klosters zerstört. Heute sind die ehemalige Klosterkirche mit Kreuzgang, der Kapitelsaal, das Refektorium und das Dormitorium erhalten. Letzteres wurde 1509 errichtet und gilt als ältestes datiertes Fachwerkhaus in Lippe.

Früheres Franziskaner-Kloster

1734 wurde in Lügde ein Franziskanerkloster gegründet und ab 1749 errichtet. 1752 konnten die Klostergebäude bezogen und mit dem Bau der Kirche begonnen werden. 1812 wurde das Kloster von Jerome Bonaparte aufgehoben. 1859 erwarb die katholische Pfarrgemeinde das Gebäude. Mit finanzieller Hilfe der Stadt wurde hier zunächst ein Krankenhaus eingerichtet, die Kirche diente als Lagerstätte. 1958 wurde das Krankenhaus zum Altenheim umgebaut, welches bis 1970 Bestand hatte. Es folgte die Nutzung als Pfarr- und Jugendheim der St.-Marien-Gemeinde. Heute ist hier ein Kindergarten und eine Seniorentagesstätte untergebracht. Zusätzlich werden die Räumlichkeiten für Kulturveranstaltungen genutzt.

Parks[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Stadt gibt es zwei ausgewiesene Parks, die beide öffentlich zugänglich sind. Die Gärten am Kloster Falkenhagen sind rund zwei Hektar groß. Die historische Gartenanlage befindet sich weitgehend im zur Zeit der Nutzung durch das Kloster bestehenden Zustand.[27] Die Wallanlage Lügde ist eine Promenade, die fast vollständig um die Altstadt von Lügde herumführt. Sie umfasst auch Teile der mittelalterlichen Stadtmauer, darunter zwei Wehrtürme.[28] Zudem gibt es seit 2011 vor den Toren der Lügder Altstadt den Emmerauenpark, welcher im Zuge der Errichtung der Umgehungsstraße angelegt wurde. Der Park lädt zum Spazierengehen, Erholen, Sportmachen und zu Veranstaltungen ein.[29]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Wittekindlinde in Elbrinxen

Auf dem Kirchhof der evangelisch-reformierten Kirche in Elbrinxen steht die „1.000-jährige Linde“, die auch Wittekind-Linde genannt wird. Die Linde hat einen Stammumfang von 12 m und einen Kronendurchmesser von 30 m bei einer Gesamthöhe von 35 m. Damit gehört sie zu den größten Bäumen Lippes und ist eine der ältesten noch bestehenden Linden in Deutschland.

In Lügde gibt es fünf Naturschutzgebiete, die vollständig im Stadtgebiet liegen. Dies sind der Winzenberg (circa 19,4 ha Größe), der Schildberg (rund 122,8 ha Größe), der Bierberg (etwa 31,6 ha Größe) und das Gebiet Ilsenbach (rund 43,2 ha Größe). Eines von zwei gleichermaßen Emmertal genannten Naturschutzgebieten liegt ebenfalls vollständig im Stadtgebiet, es ist etwa 393 ha groß.

Lügde hat darüber hinaus Anteil an drei weiteren Naturschutzgebieten, namentlich dem Schwalenberger Wald (circa 2.924,6 ha Größe), den Wäldern bei Blomberg (circa 1.168 ha Größe) und dem Zweiten Emmertal genannten Gebiet (circa 82 ha Größe).

Sport[Bearbeiten]

In Lügde gibt es neun Sportvereine, die Breitensport bieten. Ferner gibt es drei Tennisclubs, eine Behinderten-Sportgruppe, eine DLRG-Ortsgruppe, eine Gymnastik-Gruppe, einen Judo-Verein, einen Motorsportclub, einen Reit- und Fahrverein, einen Tanzkreis, einen türkischen Fußballverein und gemeinsam mit Bad Pyrmont eine Luftsportgemeinschaft.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Spezialitäten in Lügde und im gesamten Lipperland sind die typisch lippischen Spezialitäten wie der Lippische Pickert, der Lipper Schütze oder der in ganz Westfalen verbreitete Grünkohl mit Pinkel (auch Kohl- oder Brägenwurst), wobei der Grünkohl in der Region häufig auch Lippische Palme genannt wird.

Osterräderlauf[Bearbeiten]

Ausgestelltes Osterrad in Lügde
Abgang eines brennenden Rades in Richtung Lügde

Lügde bezeichnet sich selbst als Stadt der Osterräder. Das beruht auf einem alten und heute noch praktizierten Brauch, mit Stroh ausgestopfte, zuvor mit Wasser getränkte brennende Eichenräder zu Ostern an einem der umliegenden Berge herunterrollen zu lassen. Nach Überlieferungen wurde das bereits im Jahr 784 beim Besuch Karls des Großen praktiziert, der in der Nähe das Weihnachtsfest feierte. Auch davor soll das Osterräderlaufen bereits Tradition gewesen sein, das vermutlich auf dem heidnischen-germanischen Sonnenkult basiert. Zwischenzeitlich gab es mehrere Versuche, diesen Brauch zu verbieten. Dies war 1743 durch den Vikar von Wiedenbrück und 1781 durch den Paderborner Fürstbischof Wilhelm Anton der Fall. Seit dem Bau der Eisenbahntrasse Hannover–Altenbeken Ende des 19. Jahrhunderts laufen die sechs Räder nur noch vom Osterberg herab und nicht mehr vom gegenüber liegenden Kirchberg.

Heute ist der der Brauchtumspflege verpflichtete Dechenverein Lügde Veranstalter des jährlichen Osterräderlaufs. Jedes Jahr werden sechs Eichenholzräder von etwa 1,7 m Durchmesser und rund 270 kg Gewicht den Osterberg hinunter gerollt. Jährlich wird ein neues Holzrad angefertigt und mit einer Inschrift als Widmung versehen. Schon tagelang vor der Veranstaltung werden die Räder zunächst in der Emmer gewässert. Am Veranstaltungstag werden sie auf den Osterberg gefahren und dort mit etwa 120 kg Stroh gestopft.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Lüdge gehört zum Integrierten ländlichen Entwicklungskonzept Südlippe, einem Verbund der Gemeinden Blomberg, Horn-Bad Meinberg, Lügde, Schieder-Schwalenberg und Schlangen.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Landesstraßen 614 und 946 verbinden Lügde mit Blomberg und Barntrup. Über die Landesstraße 429 erreicht man Bad Pyrmont.

Bahnhofsgebäude

Der Bahnhof Lügde liegt an der Bahnstrecke Hannover–Altenbeken. Er wird im Stundentakt, an Sonn- und Feiertagen alle zwei Stunden, von der S-Bahn-Linie 5 PaderbornHamelnHannover HbfFlughafen Hannover bedient.

Die umliegenden Orte sind mit Regionalbussen erreichbar. Es besteht ein regelmäßiger Taktverkehr nach Bad Pyrmont, Schieder-Schwalenberg, Blomberg und Lemgo (mit Bahnanschluss in Richtung Bielefeld). An Wochenenden im Sommer verkehrt eine Touristiklinie in Richtung Detmold u.a. zu den Touristikorten Externsteine, Hermannsdenkmal, Adlerwarte Berlebeck.

Das Stadtgebiet gehört zum Tarifverbund „Der Sechser“ (OWL Verkehr GmbH). In Richtung Nordrhein-Westfalen gelten auch alle Tarifangebote des NRW-Tarifs. Da es keinen speziellen S-Bahntarif gibt, wird in Richtung Hannover der DB-Nahverkehrstarif angewendet. In den Regionalbussen gelten NRW-Tarife bis Bad Pyrmont. Das Niedersachsen-Ticket kann nur ab Bad Pyrmont genutzt werden.

In etwa 8 km Entfernung befindet sich der Flugplatz Hameln-Pyrmont für Segelflugzeuge, Ultraleichtflugzeuge, Motorsegler und Sportflugzeuge bis 2.000 kg.

Medien[Bearbeiten]

Die einzige lokale Tageszeitung im Kreis Lippe ist die Lippische Landes-Zeitung. Ende 2003 wurde die Lippische Rundschau eingestellt. Zusätzlich findet auch Berichterstattung über Lügde in den „Pyrmonter Nachrichten“, der lokalen Ausgabe der Deister- und Weserzeitung des Nachbarkreises Hameln-Pyrmont, statt.

Lügde gehört zum Berichtsgebiet des Regionalstudios Bielefeld des WDR und von Radio Lippe, das es in der Berichterstattung als Lokalradio mit abdeckt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr in Lügde gliedert sich in sechs Löschgruppen und zwei Löschzüge. Darüber hinaus gibt es zur Nachwuchsförderung eine Jugendfeuerwehr.

Das Wasserwerk der Stadt gewinnt sein Wasser aus zehn Bohrbrunnen und zwei Quellfassungen. Das Werk unterhält 124 km Rohrleitungen mit denen die 3.098 Haushalte versorgt werden. Dazu können in 14 Hochbehältern 4.090 m³ Wasser gespeichert werden. Der jährliche Verbrauch der Stadt liegt bei etwa 522.000 m³ (alle Angaben: Stand 2001).

Die Kommune ist Betreiberin der Kläranlagen in Elbrinxen und Rischenau. Das ehemalige Klärwerk in Niese wurde zur Pumpstation umgebaut und pumpt das Abwasser zur Anlage in Rischenau. Das Abwasser der Kernstadt wird im Gemeinschaftsklärwerk mit Bad Pyrmont geklärt.

Im Erdgeschoss des ehemaligen Franziskanerklosters Lügde betreibt die katholische Pfarrgemeinde eine Bücherei.

Bildung[Bearbeiten]

Die Stadt besitzt neben der St. Marien-Gemeinschaftsgrundschule in Lügde je eine Grundschule in Elbrinxen und Rischenau sowie das Johannes-Gigas-Schulzentrum mit einer Hauptschule sowie der Anfang der 1990er-Jahre gegründeten Realschule.

Im Jahr 2007 wurden an den allgemeinbildenden Schulen der Stadt mit 69 Lehrkräften insgesamt 1.162 Schüler unterrichtet, davon 42 % an den Grundschulen, 17 % an der Hauptschule und 41 % an der Realschule.[5]

Aufgaben der Erwachsenenbildung werden durch die Volkshochschule Lippe Ost wahrgenommen, einem Zweckverband mit Sitz in Schieder-Schwalenberg, dem die Stadt Lügde angehört.

Für die frühkindliche Bildung gibt es in Lügde fünf Kindergärten. Drei befinden sich in kommunaler Trägerschaft, einer in Trägerschaft der AWO und einer in Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde.

Unternehmen[Bearbeiten]

Lügde zeichnet sich durch eine ausgesprochen mittelständische und diversifizierte Wirtschaftsstruktur aus, Großunternehmen sind nicht ansässig. Bedeutendster Wirtschaftszweig in absoluten Zahlen ist das verarbeitende Gewerbe, in diesem Sektor sind 29,4 % der sozialversicherungspflichtig in Lügde Beschäftigten tätig. Dies sind jedoch knapp fünf Prozent weniger als im Durchschnitt des Kreises Lippe. Relativ am bedeutendsten sind der Handel, in dem 25,5 % der Beschäftigten tätig sind (Kreisdurchschnitt 13,6 %), und die Bauwirtschaft, in der 15,5 % der Beschäftigten arbeiten (Kreisdurchschnitt 5,5 %). Nennenswertes Unternehmen ist die Schwering & Hasse Elektrodraht GmbH, ein mit rund 50.000 Tonnen Jahresproduktion bedeutender Hersteller von Kupferlackdraht.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Johannes Gigas (1582–1637), Kartograph
  • Hermann Korb, (1656–1735), Baumeister des Barock, geboren in Niese
  • Josef Seiler (1823–1877), deutscher Dichter, Komponist und Organist
  • Heinrich Drake (1903–1994), Bildhauer, geboren in Ratsiek
  • Norbert Kamp, (1927–1999), geboren in Niese, deutscher Historiker und erster Präsident der Georg-August-Universität Göttingen
  • Heinrich Festing, (1930) ist ein deutscher katholischer Theologe.

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Der Jesuit Friedrich Spee von Langenfeld (1591–1635) bearbeitete im Kloster Falkenhagen die Cautio Criminalis (1631 anonym in Rinteln erschienen).
  • Der Vikar Otto Günnewich, geboren in Lügde, wurde wegen der Durchführung einer Prozession im Konzentrationslager Dachau interniert, in dem er aufgrund der Haftbedingungen verstarb.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Wilhelm Engelbert Giefers: Zur Geschichte der Stadt Lügde. In: Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde. 9, 3. Folge, Münster 1871, S. 139–192.
  •  Edmund Schlieker: Aus der Geschichte der Stadt Lügde. Josefs-Druckerei, Bigge/Ruhr 1950.
  •  Heinrich Horstmann, Stadt Lügde (Hrsg.): Lügde, Stadt der Osterfeuerräder. Buchdruckerei Berges, Hamm 1970.
  •  Edmund Schlieker, neu bearbeitet und fortgeführt von Josef Friese: Aus der Geschichte der Stadt Lügde. 1983 1983, ISBN 3-924394-00-8.
  •  Willy Gerking: Die mittelalterlichen Siedlungen der Großgemeinde Lügde. Eine historisch-archäologische Studie zur Wüstungsforschung. In: Lippisches Landesmuseum (Hrsg.): Schriften des Lippischen Landesmuseums. 2, Detmold 1986.
  •  Reinhard Oldemeier, Stadt Lügde (Hrsg.): Jubiläumsgedenken zu Ehren von Friedrich Spee von Langenfeld SJ 1591–1635. Lügde 1991.
  •  Fritz Verdenhalven (Bearb.): Bürgerbuch der Stadt Lügde von 1726 bis 1858. In: Naturwissenschaftlicher und Historischer Verein für das Land Lippe / Lippischer Heimatbund (Hrsg.): Lippische Geschichtsquellen. 20, Detmold 1992, ISBN 3-923384-11-4.
  •  Reinhard Oldemeier, Stadt Lügde (Hrsg.): In memoriam Johannes Gigas (Doktor der Medizin und Mathematik, Kartograph und Astronom) 1582–1637. Lügde 1992.
  •  Willy Gerking, Stadt Lügde (Hrsg.): Stadtarchäologie in Lügde. Lügde 2000, ISBN 3-00-006255-6.
  •  Manfred Willeke: Lügde. Sutton, Erfurt 2000, ISBN 3-89702-220-6 (alte Ansichten und Archivbilder).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lügde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Lügde – Quellen und Volltexte

Quellen[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Bundesamt – Gebietsänderungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
  3. Geologischer Dienst NRW: Geowissenschaftliche Gemeindebeschreibungen NRW. Lügde
  4. Geologischer Dienst NRW: Erdwärme nutzen – Geothermiestudie liefert Planungsgrundlage (PDF; 369 kB)
  5. a b Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Kommunalprofil Lügde
  6. a b c Stadt Lügde: Hauptsatzung der Stadt Lügde in der Fassung vom 10. November 2005. Abgerufen am 23. Mai 2013 (PDF; 87 kB).
  7. Statistische Informationen über Lügde
  8. [1]
  9. a b c Erich Knittel: Heimatchronik des Kreises Lippe. Seite 84-89. Archiv für deutsche Heimatpflege GmbH, Köln 1978.
  10. Gerhard Köbler (1993): Althochdeutsches Wörterbuch. S. 320. Jörg Riecke (1996): Die schwachen „jan“-Verben des Althochdeutschen: ein Gliederungsversuch. S. 577f.
  11. Roland Linde: Höfe und Familien in Westfalen und Lippe, Der Amtsmeierhof Asemissen und das Amt Barkhausen. Eine Hof- und Familiengeschichte aus dem lippisch-ravensbergischen Grenzgebiet. Books on Demand, 2002, ISBN 3831136661, ISBN 9783831136667, S. 20
  12. Josef Friese: 784–1884 Lügde im Blickfeld. In Heimatland Lippe vom August 1984, S. 260f.
  13. a b c d e f g h i Aus der Lügder Geschichte
  14. Christian Kuhnke: Lippe Lexikon, Stichwort: Lügde. Boken Verlag, Detmold 2000, ISBN 3-935454-00-7
  15. Heinz Meyer: Damals – Der Zweite Weltkrieg zwischen Teutoburger Wald Weser und Leine. Verlag K.W. Schütz KG, Preußisch Oldendorf 1980, ISBN 3-87725-094-7, S. 181f.
  16. Erich Knittel: Heimatchronik des Kreises Lippe. Archiv für deutsche Heimatpflege GmbH, Köln 1978, S. 346–348.
  17. a b Willy Gerking: Karl der Große in Lügde. In Heimatland Lippe Mai/Juni 2009, S. 152.
  18. Lügde Stadtentwicklungsplan (PDF; 1,6 MB)
  19. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik: Schüler an allgemein bildenden Schulen in NRW nach der Religionszugehörigkeit
  20.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 106.
  21.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 260.
  22. Landesdatenbank NRW; Wahlergebnisse zum Gemeindecode 05766052
  23. Landesbetrieb Information und Technik NRW: Kommunalwahlen
  24. Informationen über die Elbrinxer Dorfbühne
  25. Friedrich Hohenschwert: "Ur- und Frühgeschichtliche Befestigungen in Lippe". Lippische Studien, Bd. 4, Landesverband Lippe (Hrsg.). Münster 1978. ISBN 3-921428-21-1, S. 162-165.
  26. Eintrag über Schildberg in der EBIDAT, der wissenschaftlichen Datenbank des europäischen Burgeninstituts
  27. Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Gärten am Kloster Falkenhagen in LWL-GeodatenKultur
  28. Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Wallanlage Lügde in LWL-GeodatenKultur
  29. Informationen über den Emmerauenpark