Lülsfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lülsfeld
Lülsfeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lülsfeld hervorgehoben
49.867510.32250Koordinaten: 49° 52′ N, 10° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Schweinfurt
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Gerolzhofen
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 11,2 km²
Einwohner: 811 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97511
Vorwahl: 09382
Kfz-Kennzeichen: SW, GEO
Gemeindeschlüssel: 09 6 78 153
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Brunnengasse 5
97447 Gerolzhofen
Webpräsenz: www.luelsfeld.de
Bürgermeister: Wolfgang Anger (Unabhängige Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Lülsfeld im Landkreis Schweinfurt
Schweinfurt Würzburg Landkreis Main-Spessart Landkreis Bad Kissingen Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Haßberge Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Landkreis Bamberg Nonnenkloster (Unterfranken) Stollbergerforst Bürgerwald Vollburg Wustvieler Forst Hundelshausen (Bayern) Geiersberg (Gemeindefreies Gebiet) Bergrheinfeld Dingolshausen Dittelbrunn Donnersdorf Euerbach Frankenwinheim Geldersheim Gerolzhofen Gochsheim Grafenrheinfeld Grettstadt Kolitzheim Lülsfeld Michelau im Steigerwald Niederwerrn Oberschwarzach Poppenhausen (Unterfranken) Röthlein Schonungen Schwanfeld Schwebheim Sennfeld Stadtlauringen Sulzheim (Unterfranken) Üchtelhausen Waigolshausen Wasserlosen Werneck WipfeldKarte
Über dieses Bild
Ortsteil Schallfeld von Norden

Lülsfeld ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Lülsfeld liegt in der Region Main-Rhön, zwischen Steigerwald und Main.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Es gibt vier Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Lülsfeld und Schallfeld.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Gerolzhofen, Oberschwarzach, Prichsenstadt, Volkach und Frankenwinheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Das ehemals zur Herrschaft Wiesentheid der Grafen von Schönborn zählende Dorf lag ab 1500 im Fränkischen Reichskreis. Es wurde durch Bayern 1806 mediatisiert. Im Zuge von Grenzbereinigungen wurde es 1810 dem Großherzogtum Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern zurückfiel.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Schallfeld eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 904[3]
  • 1970: 830[3]
  • 1987: 819
  • 2000: 834
  • 2011: 807

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Vor dem Rathaus, Schallfelder Str. 3, erinnert eine Gedenktafel an die jüdischen Einwohner des Ortes, die in der Zeit der NS-Gewaltherrschaft verfolgt wurden und der Shoa zum Opfer fielen.[4]
  • Das Kloster Maria-Schnee wird aktuell als Bildungshaus genutzt. Es sind noch Nonnen im Haus. Die Anlage mit Park ist ca. 5000 m² groß.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Wolfgang Anger (Unabhängige Wählergemeinschaft).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 358.000 Euro, davon waren umgerechnet 51.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 152 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 41 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ein großer Teil der Beschäftigten sind Mitarbeiter eines regionalen Stromversorgungsunternehmens, das seinen Sitz in Lülsfeld hat.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 260. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 22 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 981 Hektar, davon waren 937 Hektar Ackerfläche und 42 Hektar Dauergrünfläche.

Gewerbe[Bearbeiten]

Das Gewerbe ist geprägt von kleinen und mittleren Handwerksbetrieben.

Größter Arbeitgeber in der Gemeinde ist die Unterfränkische Überlandzentrale mit 139 Mitarbeitern (Stand Ende 2008), welche im Jahre 2010 das 100-jährige Bestehen feierte.

Verkehr[Bearbeiten]

Lülsfeld liegt an der derzeit gesperrten Bahnstrecke Kitzingen–Schweinfurt.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • 35 Kindergartenplätze
  • Grundschule mit zwei Klassen in Schallfeld wurde 2011 aufgelassen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Ernst Scheder (1929–2014), Bürgermeister von 1970 bis 1992 und Ehrenbürger seit 1999[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lülsfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111114/214341&attr=OBJ&val=1763
  3. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 754.
  4. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 162
  5. Lülsfeld trauert um Ehrenbürger. In: Main-Post vom 22. September 2014 (abgerufen am 22. September 2014).