Lütetsburg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Aurich | |
| Samtgemeinde: | Hage | |
| Höhe: | 0 m ü. NN | |
| Fläche: | 16,73 km² | |
| Einwohner: |
741 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 44 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 26524 | |
| Vorwahl: | 04931 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AUR, NOR | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 52 016 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Hauptstr. 56 26524 Hage |
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| Bürgermeister: | Gerd Mammen (Vereinigte Bürgerliste Lütetsburg) | |
| Lage der Gemeinde Lütetsburg im Landkreis Aurich | ||
Die Gemeinde Lütetsburg (ostfriesisch-plattdeutsch Lütsbörg) ist Mitglied des Gemeindeverbandes Samtgemeinde Hage im Landkreis Aurich im nördlichen Ostfriesland, und liegt zwischen der Stadt Norden und dem Flecken Hage. Besondere Sehenswürdigkeit des Ortes ist ein Wasserschloss mit angrenzendem Landschaftsgarten.
Inhaltsverzeichnis |
Geologie und Geografie[Bearbeiten]
Die Gemeinde befindet sich größtenteils auf auf Gley-Podsol-Böden mit Plaggenauflage die in Lütetsburg bis auf Höhen von bis zu 2,3 Meter über Normalnull (NN) ansteigen. Im Osten und Westen grenzt ein Gebiet mit Plaggenesch (unterlagert von Podsol-Gley) an, im Norden ein Areal mit Gley-Grund.[2] Insgesamt bedeckt die Gemarkung eine Fläche von 16,73 Quadratkilometern.[3] Die Streusiedlung befindet sich etwa zwei Kilometer westlich von Hage und rund drei Kilometer östlich von Norden.[2] Zur Gemeinde Lütetsburg gehören neben dem namensgebenden Hauptort noch die Nebenorte, Kolonien und Wohnplätze Hilgenbur, Moorriege, Sandhöchte, Tidofeld und Westekelbur.[2] Insgesamt hat die Gemeinde 782 Einwohner.[3]
Geschichte[Bearbeiten]
In Lütetsburg stand schon vor 1373 ein „Uthof“ (=Außenhof) des Häuptlingsgeschlechtes Manninga. Diesen baute Lütet Manninga um 1400 zur Burg aus. Er wurde damit zum Namensgeber der sich um das Anwesen entwickelnden Ortschaft. Diese wird 1433 erstmals als Lützborch, Lutzborch oder Lutetzborch urkundlich erwähnt. Der heutige Name ist seit 1852 amtlich. Lütetsburg ist seit 1588 der Stammsitz der Grafen von Inn- und Knyphausen.[2]
Im Jahre 1965 schlossen sich die Gemeinden Berum, Blandorf-Wichte, Hage, Lütetsburg und Westdorf zu einer Samtgemeinde zusammen. Am 3. Mai 1965 erklärte der Rat des Fleckens Hage seinen Beitritt. Zur Gemeinde Lütetsburg gehörte damals noch der Ortsteil Bargebur, der 1972 im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform an die Stadt Norden abgetreten wurde.
Politik[Bearbeiten]
Gemeinderat[Bearbeiten]
Der Rat der Gemeinde Lütetsburg besteht aus 9 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 501 und 1.000 Einwohnern.[4] Die 9 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011.
Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2011 ergab das folgende Ergebnis:[5]
| Partei | Anteilige Stimmen | Anzahl Sitze | Veränderung Stimmen | Veränderung Sitze |
|---|---|---|---|---|
| Vereinigte Bürgerliste Lütetsburg (VBL) | 54,88 % | 5 | -9,39 % | -1 |
| SPD | 26,92 % | 2 | -6,79 % | 0 |
| CDU | 18,19 % | 2 | +2,61 % | +1 |
Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2011 lag mit 56,06 %[5] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 52,5 %.[6] Zum Vergleich – bei der vorherigen Kommunalwahl vom 10. September 2006 lag die Wahlbeteiligung bei 60,92 %.[7]
Wappen[Bearbeiten]
| Blasonierung:
„Gespalten von Schwarz und Grün, belegt mit einem goldbewehrten, goldgezungten und golden gekrönten silbernen Löwen.“ |
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Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Das Schloss Lütetsburg, namensgebend für die Gemeinde, ist ein Wasserschloss mit Vorburg und bedeutendem Park.[8][9]
Ein außergewöhnliches Gartenkunstwerk stellt der 1790–1813 von Edzard Moritz Freiherr von Inn- und Knyphausen angelegte Landschaftsgarten am Schloss dar. Mit 30 Hektar altem Baumbestand, seltenen Exoten, Rhododendren und Azaleen ist er einer der größten in Norddeutschland. Der Lütetsburger Park zählt zu den wenigen auf dem Kontinent erhaltenen Beispielen des frühromantischen Gartentyps.
Literatur[Bearbeiten]
- Udo von Alvensleben-Wittenmoor: Die Lütetsburger Chronik. Geschichte eines friesischen Häuptlingsgeschlechts,(Dortmund 1955)
- Wolfgang Kehn (Hrsg.): Der Schloßgarten zu Lütetsburg. Mit Beiträgen von Wolfgang Kehn und Birgit Alberts, (Worms 1998)[= Die Gartenkunst 1998, H.1, S.1 - 73].
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ a b c d Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: Lütetsburg, Samtgemeinde Hage, Landkreis Aurich (PDF; 686 kB), eingesehen am 23. Mai 2013.
- ↑ a b Samtgemeinde Hage: Gemeinde Lütetsburg, eingesehen am 23. Mai 2013.
- ↑ Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 30. November 2011
- ↑ a b Gemeinde Lütetsburg – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2011, abgerufen am 30. November 2011
- ↑ www.ndr.de: Abwärtstrend bei Wahlbeteiligung gestoppt, abgerufen am 30. November 2011
- ↑ Gemeinde Lütetsburg – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2006, abgerufen am 30. November 2011
- ↑ Reichsfreiherr Edzard Mauritz zu Inn- und Knyphausen (1748 – 1824). Stiftung Schloss Dyck. Abgerufen am 24. November 2012.
- ↑ Schloßpark Lütetsburg. Stiftung Schloss Dyck. Abgerufen am 24. November 2012.
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