Lütter

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Lütter (Begriffsklärung) aufgeführt.
Lütter
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Tafel an der Lütterquelle

Tafel an der Lütterquelle

Daten
Gewässerkennzahl DE: 4214
Lage Landkreis Fulda, Hessen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss über Fulda → Weser → Nordsee
Quelle In der Rhön (Hohe Rhön) an Wasserkuppe bzw. Pferdskopf
50° 29′ 15″ N, 9° 55′ 46″ O50.48759.9294444444444769.5
Quellhöhe 769,5 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Bei Eichenzell-Lütter in die Fulda50.4734722222229.7505555555556308Koordinaten: 50° 28′ 24″ N, 9° 45′ 2″ O
50° 28′ 24″ N, 9° 45′ 2″ O50.4734722222229.7505555555556308
Mündungshöhe 308 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 461,5 m
Länge 17,5 km[1]
Einzugsgebiet 50,686 km²[1]
Linke Nebenflüsse Haardt
Gemeinden Poppenhausen, Ebersburg, Eichenzell

Die Lütter ist ein 17,5 km langer, orografisch rechtsseitiger bzw. östlicher Zufluss der Fulda im Landkreis Fulda in Hessen (Deutschland).

Verlauf[Bearbeiten]

Die Lütter entspringt in der Rhön (Hohe Rhön). Die stärkste Quelle ihrer drei Austrittsstellen befindet sich innerhalb von Naturpark Hessischer Rhön und Biosphärenreservat Rhön an der Südwestflanke der Wasserkuppe bzw. am Südosthang ihres Südwestausläufers Pferdskopf (874,9 m ü. NN) auf 769,5 m Höhe.

Nur wenig unterhalb ihres Ursprungs, der „Lütterquelle“, durchfließt die Lütter den Guckaisee, der zwischen Pferdskopf im Norden und Eubeberg (814,4 m ü. NN) im Süden liegt. Anschließend fließt sie in westlicher Richtung durch Poppenhausen und später südlich an Weyhers (Ortsteil von Ebersburg) vorbei, wonach sie Naturpark und Biosphärenreservat verlässt.

Schließlich durchfließt die Lütter das Dorf Lütter (Ortsteil von Eichenzell), nach dem sie von Ost-Nordosten kommend auf 308 m ü. NN in den Oberlauf der von Südosten heran fließenden Fulda mündet, dem westlichen Weser-Quellfluss.

Anlage „Lütter-Quelle“[Bearbeiten]

Die stärkste der Quellen wurde anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Rhönklub-Zweigvereins Poppenhausen im Jahre 1949 neu gefasst und am 31. Juli feierlich eingeweiht. Im Jahre 1991 wurde die Anlage hergerichtet und nach 20 Jahren, 2011, einer schonenden Sanierung unterzogen. Dabei wurde auch die Tafel mit dem Gedicht von Heimatfreund Ludwig Mihm, dem „Vater“ der Lütterquelle, ausgewechselt.[2]

Lütter-Gedicht[Bearbeiten]

An der „Lütterquelle“ wurde vom Rhönklub eine Tafel mit einem Gedicht über die Lütter von Ludwig Mihm aus Poppenhausen angebracht:

=Lütterquelle=
Im Goldloch hier entspring ich,
den Namen Lütter empfing ich,
im Guckaisee da bad ich,
viel Mensch und Tiere lab ich,
durch Poppenhausen eil ich,
im Lüttertal verweil ich,
manch kleines Bächlein erb ich,
im Schoß der Fulda sterb ich.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Mott: Die vergessene Quelle / Wo die Lütter entspringt: versteckt im „Goldloch“ nahe dem Guckaisee. In: Fuldaer Zeitung, 22. November 1990, S. 12 (Serie: DENK-mal!).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Gewässerkartendienst des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Hinweise)
  2. Lütterquelle in neuem Gewand, Rhönklun-Newsarchiv 2011