Lędziny

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Lędziny
Wappen von Lędziny
Lędziny (Polen)
Lędziny
Lędziny
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Landkreis: Bieruń-Lędziny
Fläche: 31,04 km²
Geographische Lage: 50° 8′ N, 19° 7′ O50.12694444444419.112222222222Koordinaten: 50° 7′ 37″ N, 19° 6′ 44″ O
Einwohner: 16.737
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 43-140 bis 43-143
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: SBL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: S1
Nächster int. Flughafen: Flughafen Katowice
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Einwohner: 16.737
(31. Dez. 2013)[1]
Gemeindenummer (GUS): 2414031
Verwaltung (Stand: 2014)
Bürgermeister: Krystyna Wróbel
Adresse: Lędzińska 55
43-143 Lędziny
Webpräsenz: www.ledziny.pl

Lędziny (deutsch Lendzin) ist eine Stadt im Powiat Bieruńsko-Lędziński in der Woiwodschaft Schlesien, Polen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Lędziny liegt 16 km südlich von Katowice und 7 km nördlich der Kreisstadt Bieruń. Die Stadt hat eine Flächenausdehnung von 31,04 km². 61% des Gemeindegebiets werden landwirtschaftlich genutzt, 15% sind mit Wald bedeckt.[2]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Überblick über den Ortsteil Hołdunów

Die Stadt ist in 8 Verwaltungsbereiche gegliedert: Hołdunów (Anhalt), Świniowy, Ratusz, Smardzowice, Zamoście, Blych, Górki und Goławiec.

Nachbarstädte[Bearbeiten]

Im Norden liegt Mysłowice. Östlich von Lędziny liegt Imielin. Südöstlich liegt Chełm Śląski. Im Süden ist Bieruń und etwas weiter im Westen liegt Tychy.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine erste schriftliche Erwähnung von Lędziny stammt aus dem zwölften Jahrhundert. Das Dorf bestand aus zwei Teilen, der eine gehörte zum Benediktinerkloster in Staniątki und der andere gehörte zum Fürstentum Racibórz. 1555 wurden die beiden Teile des Dorfes zusammengeführt. 1742 wurde es Teil Preußens. In der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts begann die Kohleförderung in Lędziny. 1922 gehörte Lędziny dann wieder zu Polen. Während des Zweiten Weltkrieges gab es in der Stadt mehrere Arbeitslager, die dem KZ Auschwitz unterstanden. Am 27. Januar 1945 endete die deutsche Besetzung in Lędziny.

Im November 1945 wurde Lędziny Sitz der Gemeinde Lędziny, diese Bestand aus Lędziny, Hołdunów und Smardzowice. 1951 wurde die Gemeinde in Hołdunów umbenannt. 1966 erhielt Lędziny das Stadtrecht. Von 1975 - 1998 gehörte sie zur Woiwodschaft Kattowitz.[3] Mit der Verwaltungsreform von 1975 wurde die Stadt ein Teil von Tychy, im April 1991 wurde Lędziny als kreisfreie Stadt wieder selbstständig. Seit dem 1. Januar 2002 gehört die Gemeinde zum Powiat Bieruńsko-Lędziński.

Politik[Bearbeiten]

Das Rathaus der Stadt

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Lędziny liegt unmittelbar an der S1 mit der Anschlussstelle Lędziny-Hołdunów.

Lędziny wird durch den kommunalen Verkehrsverbund KZK GOP aus Katowice und den Verbund MZK Tychy bedient. Es bestehen unter anderem Verbindungen nach Bieruń, Katowice, Imielin, Chełm Śląski, Mysłowice und Tychy. [4].

Die nächstgelegenen internationalen Flughäfen sind der Flughafen Katowice bei Pyrzowice (ca. 50 km vom Ortskern Lędziny) und der Flughafen Krakau-Balice (ca. 60 km vom Ortskern Lędziny).

Der größte nächstgelegene Bahnhof ist der Bahnhof Katowice, er ist der größte Eisenbahnknotenpunkt Polens.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Die Zeche Ziemowit
  • KWK Ziemowit

Die KWK Ziemowit ist die aktive Zeche und der größte Arbeitgeber der Stadt. Sie unterhält ungefähr 4400 Mitarbeiter und fördert jährlich etwa 4 Mio. Tonnen Kohle. Die Schächte verteilen sich auf ein Gebiet von rund 64 km². [5]

  • Fiat Auto Poland

Bei Lędziny liegt das Gelände der Produktion von Fiat in Polen. Es wird gestritten, ob die Fabrik auf dem Gelände von Bieruń oder von Tychy liegt. Meistens ist aber von Tychy die Rede. [6]

Bildung[Bearbeiten]

In Lędziny existieren drei Gymnasien, drei Grundschulen, zwei Kindergärten und ein Technikum.

Medien[Bearbeiten]

Webcam[Bearbeiten]

Es existiert eine Webcam in der Stadt, die die Kirche Kościół św. Klemensa (siehe unter Bauwerke, Kirchen) zeigt. [7]

Lędziny - teraz![Bearbeiten]

Die Lędziny - teraz! (deutsch: Lędziny - jetzt!) ist die Zeitung der Stadt. Sie wird täglich von der Stadtverwaltung herausgegeben. In ihr stehen Beschlüsse der Stadtverwaltung oder lokale Nachrichten. Oft stehen dort auch kurze Berichte über die Arbeit der Schulen oder über die Arbeit in der Zeche.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

Kościół św. Klemensa
Kirche des heiligen Clemens
  • Die Kościół św. Klemensa (deutsch: Kirche des heiligen Clemens) ist die bekannteste Kirche und das bekannteste Wahrzeichen von Lędziny. Sie liegt im Stadtteil Lędziny auf dem Hügel Klimont. Sie ist auch auf dem Wappen der Stadt zu sehen.
  • Die Kościół Chrystusa Króla (deutsch: Kirche des Christus Königs) ist die größte Kirche in Lędziny. Sie liegt unmittelbar im Stadtteil Hołdunów.

Freizeit und Erholung[Bearbeiten]

In Lędziny gibt es ein Freizeit- und Sportzentrum. Dort befindet sich ein Fitnessraum, eine Sporthalle und ein modernes Hallenbad. Der örtliche Fußballclub MKS Lędziny (deutsch: Örtlicher Sportclub Lędziny) der schlesischen Liga betreibt auch ein Stadion in der Stadt. [8]

Siehe auch[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Lędziny Zarys Dziejów, Franciszka Serafina/Urząd Miasta Lędziny, Lędziny 1998, ISBN 83-87878-00-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lędziny – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 10. Juli 2014.
  2. regioset.pl (pl/en)
  3. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF; 802 kB)
  4. Trasa linii, linia nr 931, KZK GOP
  5. Oddział KWK "Ziemowit" - Informacje ogólne - Kompania Węglowa S.A
  6. Fiat Auto Poland baut in Tychy seit Sommer den Ford Ka - WKO.at
  7. Parafia św. Klemensa pap. i męcz. w Lędzinach - organy
  8. Urząd Miasta Lędziny - Freizeit- und Sportzentrum