L’Étoile (Somme)

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L’Étoile
Wappen von L’Étoile
L’Étoile (Frankreich)
L’Étoile
Region Picardie
Département Somme
Arrondissement Amiens
Kanton Picquigny
Gemeindeverband Communauté de communes du Val de Nièvre et environs.
Koordinaten 50° 1′ N, 2° 2′ O50.0244444444442.0327777777778Koordinaten: 50° 1′ N, 2° 2′ O
Höhe 7–113 m
Fläche 7,90 km²
Einwohner 1.251 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 158 Einw./km²
Postleitzahl 80830
INSEE-Code

Die Somme in L’Étoile
.

L’Étoile (picardisch: L’Étoèle) ist eine nordfranzösische Gemeinde mit 1251 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Somme in der Region Picardie. Die Gemeinde liegt im Arrondissement Amiens, ist Teil der Communauté de communes du Val de Nièvre et environs und gehört zum Kanton Picquigny.

Geographie[Bearbeiten]

L’Étoile liegt am rechten Ufer der Somme rund 4 km westlich von Flixecourt an der Kreuzung der Départementsstraßen D216, die den Ort mit Condé-Folie am gegenüberliegenden Ufer der Somme verbindet, und D112 und erstreckt sich nach Norden über die Autoroute A16 hinaus. Die südliche Gemeindegrenze gegen Flixecourt bildet das Flüsschen Nièvre.

Geschichte[Bearbeiten]

In L’Étoile stand in Richtung Long ein neolithisches Lager der Cerny-Kultur [1]. Auf der Anhöhe über dem Ort befand sich ein gallisches Oppidum (Camp de César).

Ein merowingischer Friedhof wurde 1817 gefunden. Seit 1146 (oder 1165) bestand in Moréaucourt ein Benediktinerdoppelkloster der Kongregation von Fontrevaud, das 1635 nach Amiens verlegt wurde, und an das heute noch das Gehöft L’Abbaye erinnert.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort im Mai 1940 evakuiert. Er wurde mit dem Croix de guerre ausgezeichnet.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Am Ufer der Somme steht der Fabrikkomplex Les Moulins Bleus mit Bahnanschluss von Flixecourt (ehemalige Textilfabrik [2]).

Einwohner[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011
1638 1650 1554 1446 1334 1305 1249 1251

Verwaltung[Bearbeiten]

Bürgermeister (maire) ist seit 2001 Alain Castello.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Ruinen des Klosters Moréaucourt, seit 1926 als Monument historique eingetragen (Base Mérimée PA00116149).
  • Camp de César, gallisches Oppidum, seit 1862 als Monument historique klassifiziert (Base Mérimée PA00116148).

Literatur[Bearbeiten]

  • Gérard Cahon, Les Amis de Moreaucourt: 35 ans de recherches sur Moreaucourt, 2005.
  • Aurélie Deaubonne, Le Prieuré de Moreucourt 1146-1455, veröffentlichte Magisterarbeit U.P.J.V., 2002
  • Cécile Delannoy, Le Prieuré de Moreaucourt, étude d’un monastère fontevriste en Picardie (1455-1635), veröffentlichte Magisterarbeit, U.P.J.V., 2002.

L’Étoile im Film[Bearbeiten]

Der Ort ist einer der Schauplätze des Films Louise Hires a Contract Killer von Benoît Delépine und Gustave Kervern.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: L'Étoile (Somme) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien