L’Étoile du Nord

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Dieser Artikel behandelt die Oper des Komponisten Giacomo Meyerbeer, zum gleichnamigen, von 1927 bis 1995 eingesetzten Fernzug zwischen Paris und Amsterdam siehe Étoile du Nord.
Werkdaten
Titel: Der Nordstern
Originaltitel: L'Étoile du Nord
Form: komische Oper
Originalsprache: französisch
Musik: Giacomo Meyerbeer
Libretto: Eugène Scribe
Uraufführung: 16. Februar 1854
Ort der Uraufführung: Opéra-Comique, Paris
Ort und Zeit der Handlung: Finnland und St. Petersburg, 1702/1703
Personen
  • Peter Michailoff, Zimmermann (eigentlich Zar von Russland): Tenor
  • Georg Swaronsky, Tischler: Tenor
  • Katharina, seine Schwester: Sopran
  • Prascovia, seine Braut: Sopran
  • Danilowitz, Zuckerbäcker: Tenor
  • Reynolds, Schankwirt: Bass
  • General Jermoloff: Bariton
  • Gritzenko, Offizier: Bariton
  • Ismailoff, Offizier: Tenor
  • Natalia, Marketenderin: Sopran
  • Eskimona, Marketenderin: Mezzosopran
  • Hofstaat, Diener, Bauern
  • Soldaten, Kosaken

Der Nordstern („L'Étoile du Nord“) ist eine komische Oper in drei Akten des Komponisten Giacomo Meyerbeer. Dieses Werk entstand zwischen 1849 und 1854 und erlebte ihre Uraufführung am 16. Februar 1854 an der Opéra-Comique in Paris. In einer veränderten zweiten Fassung hatte diese Oper am 19. Juli desselben Jahres am Royal Opera House in London Premiere.

Für dieses Werk verwendete Meyerbeer sechs Nummern aus seinem Singspiel Ein Feldlager in Schlesien. Ludwig Rellstab übersetzte das Libretto von Eugène Scribe noch im selben Jahr, und Ende 1854 konnte diese Oper in Stuttgart auf die Bühne gebracht werden.

Handlung[Bearbeiten]

1. Akt – Dorf bei Wiborg

Verkleidet als Zimmermann lernt Zar Peter Katharina kennen, die Schwester des Tischlers Georg Swaronsky. Doch bevor er sich ihr erklären kann, verschwindet sie. Wenig später erfährt Zar Peter, daß Katharina, verkleidet als Soldat, den Militärdienst für ihren Bruder Georg ableistet.

2. Akt – Russisches Lager

Die Militärkapelle übt; man hört Märsche und Lieder. Soldaten exerzieren, und es herrscht ein buntes Lagerleben. Plötzlich stürzt ein Rekrut (Katharina) ins Lager und berichtet von einer Verschwörung gegen den Zaren. Rechtzeitig gewarnt, kann dieser die Revolte niederschlagen und die Rädelsführer verhaften lassen.

3. Akt – Zarenpalast in St. Petersburg

Zar Peter glaubt, daß Katharina tot ist. Doch augenscheinlich ist sie wahnsinnig geworden. Man bringt sie nach St. Petersburg, und Zar Peter führt sie in seinen Garten. Dort hat er das Dorf bei Wiborg – wo er sich mit Katharina erstmals traf – nachbauen lassen. Als Katharina dies gewahr wird, kommt sie wieder zu Verstand. Nun erscheint der Zar in seiner Zimmermannstracht, und sie erkennt in ihm sofort ihren Geliebten und stürzt sich in seine Arme. Beruhigt kann er sich nun als Zar zu erkennen geben und ihr einen Antrag machen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Leo Melitz: Führer durch die Opern. Globus-Verlag, Berlin 1914, S. 201.
  • Horst Seeger: Opern-Lexikon. Heinrichshofens Verlag, Wilhelmshaven 1978, ISBN 3-7959-0271-1, S. 182.