L’Estaque

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43.3613888888895.3141666666667Koordinaten: 43° 21′ 41″ N, 5° 18′ 51″ O

Karte: Frankreich
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L’Estaque
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Frankreich
L'Estaque, 2006
Paul Cézanne: Die Bucht von Marseille, von L’Estaque aus gesehen, um 1885

L’Estaque ist ein ehemaliges Fischerdorf, gelegen an der Rade de Marseille, das 1946 als Teil des 16. Arrondissements nach Marseille eingemeindet wurde. Westlich von L’Estaque beginnt die Côte Bleue. Der Hügelkette Chaîne de l’Estaque gab der Ort ihren Namen.

Das Künstlerdorf[Bearbeiten]

Der Ort wurde von Georges Braque, Paul Cézanne, Raoul Dufy und vielen anderen bildenden Künstlern besucht und hat die Künstler inspiriert. Braques Gemälde von 1908, Häuser in L’Estaque, rief erstmals den Begriff des Kubismus hervor.

Ein wenig von diesem ehemaligen Künstlerdorf bzw. dessen Vergangenheit ist auch heute noch spürbar: Die Einwohner unterscheiden sich von den anderen Marseillais und machen kein Hehl daraus, sich zur etwa 30 Busminuten entfernten Stadt nicht zugehörig zu fühlen. (Linie 35 – von der kleinen Kirche Église St. Ferréol am Alten Hafen Vieux Port aus die Rue de la République hinauf beziehungsweise nach dem Scheitelpunkt hinunter und dann über La Joliette, vorbei am neuen Hafen, von dem aus auch die großen Fähren nach Korsika und Afrika fahren).

In den 1990er Jahren hat Robert Guédiguian L’Estaque mit seinem Film Marius und Jeannette/Marius et Jeannette in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Guédiguian ist Einheimischer (Marseillais), mit armenischem Vater und deutscher Mutter. Sein Film zeigt entsprechend dem französischen Film dialogfreudig-unterhaltend und auf hohem Niveau den heutigen Alltag der sogenannten kleinen Leute von L‘Estaque, angesiedelt im Mikrokosmos der Umgebung dieser für L’Estaque typischen, ineinander verschachtelten kleinen Häuschen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: L’Estaque – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien