L-Bank

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  Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank
Logo L-Bank.svg
Staat Deutschland
Sitz Karlsruhe
Rechtsform Anstalt des öffentlichen Rechts
Bankleitzahl 660 107 00[1]
BIC LKBW DE6K XXX[1]
Gründung 1. Dezember 1998
Website www.l-bank.de
Geschäftsdaten 2013[2]
Bilanzsumme 70,7 Mrd. Euro
Mitarbeiter 1.252
Leitung
Verwaltungsrat Nils Schmid, Vorsitzender
Vorstand Axel Nawrath, Vorsitzender; Manfred Schmitz-Kaiser,
Karl Epple,
Ulrich Theileis
Friedrichsbau: Niederlassung der L-Bank in Stuttgart

Die L-Bank (vollständige Bezeichnung: Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank) ist das Landesförderinstitut des Landes Baden-Württemberg und ein deutsches Kreditinstitut in der Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Karlsruhe und einer Niederlassung in Stuttgart.

Rechtliche Grundlagen[Bearbeiten]

Rechtsgrundlagen bezüglich der Bank sind das Gesetz über die L-Bank vom 11. November 1998[3] des Landes Baden-Württemberg und die von der Landesregierung erlassene Satzung. Das Land Baden-Württemberg ist Gewährträger und trägt die Anstaltslast.[4] Organe der Bank sind der Vorstand als geschäftsführendes Gremium und der Verwaltungsrat als Aufsichtsgremium.

Rechtsvorgängerin der L-Bank ist die ehemalige Landeskreditbank Baden-Württemberg, deren Förderteil mit Wirkung zum 1. Dezember 1998 auf die neu errichtete L-Bank übertragen wurde. Die ehemalige Landeskreditbank Baden-Württemberg war im Jahr 1972 durch Vereinigung der Württembergischen Wohnungskreditanstalt in Stuttgart (1924 gegründet) mit der Badischen Landeskreditanstalt für Wohnungsbau in Karlsruhe (1934 gegründet) entstanden.

Organisation und Aufgabenstellung[Bearbeiten]

Die L-Bank ist die Förderbank des Landes Baden-Württemberg. Zu ihren Hauptaufgaben[5] gehört die Wirtschaftsförderung von kleinen und mittleren Unternehmen, die Förderung des Wohnungsbaus, der Infrastruktur sowie von Familien mit Kindern (z. B. durch Elterngeld, Betreuungsgeld, Erziehungsgeld und durch die Unterstützung bei Bildungsmaßnahmen). Dabei steht sie nicht im Wettbewerb mit Banken und Sparkassen, sondern arbeitet bei der Entwicklung von Finanzierungslösungen aktiv mit ihnen zusammen.

Die Bank unterhält im Rahmen ihrer Aufgabenstellung verschiedene Beteiligungen, zum Beispiel an der Landesbank Baden-Württemberg mit einer Quote von 2,706 Prozent.

Sie betreibt darüber hinaus durch Tochtergesellschaften mehrere Technologieparks im Land, darunter den Stuttgarter Engineering Park (STEP) in Stuttgart-Vaihingen, den Technologiepark Karlsruhe (TPK) und den Technologiepark Tübingen-Reutlingen (TTR).

Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2013 70,7 Milliarden Euro. Die L-Bank zählt damit zu den dreißig größten Banken Deutschlands. Die Bank beschäftigt 1.252 Mitarbeiter.[2]

In einem Ranking der sichersten Banken der Welt aus dem Jahr 2014 belegt die L-Bank Platz 4.[6]

Instrumentensammlung[Bearbeiten]

Die Bank besitzt eine wertvolle Sammlung alter Musikinstrumente. Die Sammlung umfasst unter anderem 18 Streichinstrumente, davon 11 Violinen, 3 Violen und 4 Celli, darunter 5 Stradivari-Violinen. Die Instrumente werden an junge Künstler verliehen und sind daher alle in Gebrauch. [7]

Schloss Maurach[Bearbeiten]

Per Erbbauvertrag ist die L-Bank seit 1985 Eigentümer von Schloss Maurach, einem Gebäudekomplex im Barockstil unterhalb der Wallfahrtskirche Birnau direkt am Ufer des Bodensees bei Uhldingen-Mühlhofen, der nach Umbau- und Modernisierungsarbeiten seit 1988 als Kongresszentrum genutzt wird.

Staatsweingut Karlsruhe-Durlach[Bearbeiten]

Die Bank ist seit 1993 Eigentümer des Staatsweingut Karlsruhe-Durlach. Das Staatsweingut am Durlacher Turmberg widmet sich dem Anbau traditioneller Rebsorten. Der Turmberg ist Teil des Weinanbaugebiets Baden. Das Staatsweingut strebt eine qualitäts- und umweltorientierte Produktion hochwertiger Weine auf historischem Boden am.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. a b L-Bank in Zahlen
  3. (Gesetzblatt für Baden-Württemberg vom 18. No vember 1998, S. 581), zuletzt geändert durch Gesetz vom 3. De zem ber 2013 (Gesetzblatt für Baden-Württemberg vom 10. Dezember 2013, S. 329), Gesetz über die L-Bank (PDF-Datei, 249 kB). Abgerufen am 1. April 2013
  4. § 5 Gesetz über die L-Bank Ba-Wü
  5. § 3 Gesetz über die L-Bank Ba-Wü
  6. Liste World's 50 Safest Banks auf der Online-Ausgabe von Global Finance.
  7. Klangkultur fördern und bewahren auf kulturkalender-online.de - das Kulturmagazin für Baden-Württemberg. Abgerufen am 18. Dezember 2012