L- und M-Klasse

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L- und M-Klasse Royal Navy
HMS Legion
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1.935 ts Standard
2.840 ts Maximal
Länge: 110 m ü.A.
Breite: 11,2 m
Tiefgang: 3,0 m (mittlerer)
Antrieb: 2 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
48.000 PSw (36.000 kW)
Treibstoffvorrat: 477 t Heizöl
Geschwindigkeit: 36 kn (66,7 km/h)
Reichweite: 5.500 sm bei 15 kn
Besatzung: 221
Bewaffnung:
(Ursprünglicher Entwurf)
6 x 4,7-in-(120-mm)-Schiffsgeschütze (3*2)
4 × 2-Pfünder-Flak in Vierlingslafette (1*4)
8 x 12,7 mm Flugabwehr-MGs (2*4)
8 × 53,3 cm Torpedorohre (2*4)
Bewaffnung:
(Modifikationen während des Kriegs)
6 x 4,7-in-(120-mm)-Schiffsgeschütze (3*2)
1 x 4-in-(102-mm)-Schiffsgeschütz (1*1)
4 × 2-Pfünder-Flak in Vierlingslafette (1*4)
max 5 × 20 mm-Oerlikon-Flak (5*1)
8 x 12,7 mm Flugabwehr-MGs (2*4)
4 × 53,3 cm Torpedorohre (1*4)
Bewaffnung:
(L-Klasse mit 4" Geschützen)
(Lance, Lively, Legion and Larne)
8 x 4-in-(102-mm)-Schiffsgeschütze (4*2)
4 × 2-Pfünder-Flak in Vierlingslafette
max 5 × 20 mm-Oerlikon-Flak (5*1)
8 x 12,7 mm Flugabwehr-MGs (2*4)
8 × 53,3 cm Torpedorohre (2*4)

Die L- und M-Klasse war eine Schiffsklasse von insgesamt 16 Zerstörern der Royal Navy, die zwischen 1939 und 1942 vom Stapel liefen.

Schiffe[Bearbeiten]

L-Klasse[Bearbeiten]

Die L-Klasse (manchmal auch als Laforey-Klasse bezeichnet) wurde mit Mitteln des Marinebudgets von 1937 in Auftrag gegeben. Vier Schiffe (Lance, Lively, Legion and Larne) erhielten auf Grund von Produktionsengpässen eine Bewaffnung mit 4-inch (102 mm) Geschützen. Von den acht Zerstörern gingen sechs im Krieg verloren, die beiden übrigen wurden 1948 abgewrackt.

  • HMS Laforey, Flottillenführer, am 1. März 1939 bei Yarrow Shipbuilders in Scotstown auf Kiel gelegt, Stapellauf am 15. Februar 1941, und am 26. August 1941 fertiggestellt. Am 30. März 1944 durch U-223 torpediert und versenkt.
  • HMS Lance, am 1. März 1939 bei Yarrow Shipbuilders auf Kiel gelegt, Stapellauf am 28. November 1940, und am 13. Mai 1941 fertiggestellt. Am 5. und 9. April 1942 durch Luftangriffe schwer beschädigt und zum Totalverlust deklariert.
  • HMS Gurkha, am 18. Oktober 1938 bei Cammell, Laird & Company in Birkenhead als Larne auf Kiel gelegt, nach dem Verlust der ursprünglichen HMS Gurkha am 9. April 1940 umbenannt, Stapellauf am 8. Juli 1940, und am 18. Februar 1941 fertiggestellt. Am 17. Januar 1942 durch U-133 torpediert und versenkt.
  • HMS Lively, am 20. Dezember 1938 bei Cammell, Laird & Company auf Kiel gelegt, Stapellauf am 28. Januar 1941, und am 20. Juli 1941 fertiggestellt. Am 11. Mai 1942 nach Luftangriff gesunken.
  • HMS Legion, am 1. November 1938 bei Hawthorn, Leslie & Company auf Kiel gelegt, Stapellauf am 26. Dezember 1939, und am 19. Dezember 1940 fertiggestellt. Am 26. März 1942 nach Luftangriff in Hafen auf Malta gesunken.
  • HMS Lightning, am 15. November 1938 bei Hawthorn Leslie auf Kiel gelegt, Stapellauf am 22. April 1940, und am 18. Mai 1941 fertiggestellt. Am 12. März 1943 durch das deutsche Torpedoboot S-55 torpediert und versenkt.
  • HMS Lookout, am 23. November 1938 bei Scotts Shipbuilding & Engineering Co. Ltd in Greenock auf Kiel gelegt, Stapellauf am 4. November 1940, und am 30. Januar 1942 fertiggestellt. 1948 verschrottet.
  • HMS Loyal, am 23. November 1938 bei Scotts Shipbuilding auf Kiel gelegt, Stapellauf am 8. Oktober 1941, und am 31. Oktober 1942 fertiggestellt. 1948 verschrottet.

M-Klasse[Bearbeiten]

Die M-Klasse wurde mit Mitteln des Marinebudgets von 1939 gebaut. Die Schiffe waren bis 1944 Teil der Home Fleet und wurden dann ins Mittelmeer verlegt. Drei Zerstörer gingen im Krieg verloren, die Musketeer wurde 1955 verschrottet und die restlichen vier wurden 1958 an die Türkei verkauft.

  • HMS Milne, Flottillenführer, am 24. Januar 1940 bei Scotts Shipbuilding in Greenock auf Kiel gelegt, Stapellauf am 30. Dezember 1941, und am 6. August 1942 fertiggestellt. 1959 als Alp Arslam an die türkische Marine übergeben.
  • HMS Mahratta, ursprünglich unter dem Namen Marksman am 7. Juli 1939 bei Scotts Shipbuilding auf Kiel gelegt, wurde sie im Mai 1941 kurz vor dem Stapellauf bei einem Luftangriff auf die Werft schwer beschädigt. Sie wurde demontiert und auf einer separaten Helling neu auf Kiel gelegt. Der endgültige Stapellauf und die Taufe auf den neuen Namen fanden am 28. Juli 1942 statt, am 8. April 1943 erfolgte die Indienststellung. Am 25. Februar 1944 wurde sie durch U-990 torpediert und versenkt.
  • HMS Musketeer, am 24. Januar 1940 bei Fairfield Shipbuilders in Govan auf Kiel gelegt, Stapellauf am 2. Dezember 1941, und am 5. Dezember 1942 fertiggestellt. Am 6. Dezember 1955 verschrottet.
  • HMS Myrmidon, am 7. Dezember 1939 bei Fairfield Shipbuilders auf Kiel gelegt, Stapellauf am 2. März 1942 und am 5. Dezember 1942 fertiggestellt. Im November 1942 als ORP Orkan an die polnische Marine ausgeliehen, am 8. Oktober 1943 von U 378 torpediert und versenkt.
  • HMS Matchless, am 14. September 1940 bei Alexander Stephen and Sons in Linthouse auf Kiel gelegt, Stapellauf am 4. September 1941, und am 26. Februar 1942 fertiggestellt. 1959 als Kilicali Pasha an die türkische Marine übergeben.
  • HMS Meteor, am 14. September 1940 bei Stephens auf Kiel gelegt, Stapellauf am 3. November 1941, und am 12. August 1942 fertiggestellt. 1959 als Piyale Pasha an die türkische Marine übergeben.
  • HMS Marne, am 23. Oktober 1939 bei Vickers-Armstrongs Ltd. in Newcastle upon Tyne auf Kiel gelegt, Stapellauf am 30. Oktober 1940, und am 2. Dezember 1941 fertiggestellt. 1959 als Maresal Fevzi Cakmak an die türkische Marine übergeben.
  • HMS Martin, am 23. Oktober 1939 bei Vickers-Armstrongs Ltd. auf Kiel gelegt, Stapellauf am 12. Dezember 1940, und am 4. August 1942 fertiggestellt. Am 10. November 1942 durch U-431 torpediert und versenkt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: L- und M-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien