L. A. Guns

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L. A. Guns
Live-Konzert der L. A. Guns in Poughkeepsie (New York), 2008.
Live-Konzert der L. A. Guns in Poughkeepsie (New York), 2008.
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hard Rock
Gründung 1983
Website http://www.laguns.net
Gründungsmitglieder
Axl Rose (1983)
Tracii Guns (1983-1985, 1989-2002)
Ole Beich (1983-1985)
Rob Gardner (1983-1985)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Phil Lewis (1987-1995, seit 2004)
Gitarre
Stacey Blades (seit 2004)
Bass
Adam Hamilton (seit 2002)
Schlagzeug, Backing Vocal
Steve Riley (seit 1989)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Michael Jagosz (1984-1985)
Gesang
Paul Black (1986-1987)
Gesang
Chris Van Dahl (1996)
Gesang
Ralph Saenz (1998)
Gesang
Jizzy Pearl (1999)
Gitarre
Robert Stoddard (1986-1987)
Gitarre, Bass, Keyboard, Backing Vocal
Mick Cripps (1986-2005)
Gitarre
Johnny Crypt (1996-1999)
Bass
Kelly Nickels (1987-2001)
Bass
Muddy (2001)
Schlagzeug
Nickey Alexander (1986-1988)
Schlagzeug
„Bones“ (1992)

Die L. A. Guns sind eine US-amerikanische Hard-Rock-Band, die Ende der 1980er Jahre ihre größten Erfolge feierte.

Geschichte[Bearbeiten]

Die frühen Jahre (1983–1987)[Bearbeiten]

Die L. A. Guns wurden 1983 von Gitarrist Tracii Guns und Schlagzeuger Rob Gardner gegründet. Zum ersten Line-up der Band gehörten ebenfalls Bassist Ole Beich und Ex-Rapidfire-Sänger Axl Rose. Rose verließ die Band noch vor den Aufnahmen zum ersten Demo und gründete die Band Hollywood Rose. Sein Nachfolger wurde Michael Jagosz, mit dem die L. A. Guns 1984 ihr erstes Demo in Angriff nahmen. Kurz darauf schlossen sich die beiden Bands L. A. Guns und Hollywood Rose bzw. die Mitglieder Tracii Guns, Rob Gardner, Axl Rose, Duff McKagan und Izzy Stradlin zusammen und nannten sich fortan Guns N’ Roses. Als Tracii bei Guns N' Roses durch Slash ersetzt wurde, rief er die L. A. Guns erneut ins Leben.

Neu zur Band gehörten nun neben Tracii Bassist Mick Cripps, Schlagzeuger Nickey Alexander, Sänger Paul Black und der zweite Gitarrist Robert Stoddard. In dieser Besetzung machte die Band auf dem Sunset Strip auf sich aufmerksam und konnte das Interesse mehrerer Plattenfirmen auf sich ziehen. Als die Band schließlich einen Plattenvertrag unterzeichnete, veränderte sich die Besetzung radikal. 1987 nahmen Gitarrist Stoddard und Sänger Black den Hut. Mick Cripps wechselte vom Bass an die Gitarre und neu zur Band stießen Bassist Kelly Nickels und Sänger Phil Lewis. Lewis hatte zuvor mit der Band Girl auf sich aufmerksam gemacht. Nach den Aufnahmen zum Debütalbum wurde Schlagzeuger Nickey Alexander durch den Ex-W.A.S.P.-Drummer Steve Riley ersetzt.

Erste Erfolge (1988–1994)[Bearbeiten]

Das nach der Band benannte Debütalbum L. A. Guns erschien 1988 und schaffte es bis in die amerikanischen Top 50. Nicht zuletzt auch durch den Erfolg von Guns N’ Roses genossen die L. A. Guns zu dieser Zeit großes Ansehen. Die Band war Teil einer neuen Rockgeneration. 1989 erschien das zweite Album „Cocked and Loaded“, das bis in die Top 40 der US-Charts kam. Die Single „The Ballad of Jane“ avancierte zum größten Hit der Band und bescherte ihnen ein Platinalbum in den USA für über eine Million verkaufter Tonträger. Auch das nächste Album „Hollywood Vampires“ (1992) erreichte Platin in den USA. Eine Europatournee im Vorprogramm von Skid Row folgte. Die Band spielte daraufhin eine Cover-EP namens „Cuts“ ein, auf der Michael Gershima anstelle von Steve Riley an den Drums saß. Als die verbliebenen Bandmitglieder auch Gründer Tracii Guns feuerten, waren die L. A. Guns am Ende und lösten sich auf.

Jahre der häufigen Veränderung (1995–2001)[Bearbeiten]

Tracii Guns reformierte 1995 die Band für das Album „Vicious Circle“ und die Zeit der großen Besetzungswechsel begann. Die erste Besetzung Lewis, Guns, Cripps, Nickels und Riley hielt nicht lange. Als einzige Konstante blieben über die nächsten Jahre Gitarrist Tracii Guns und Drummer Steve Riley. Sieben weitere Alben mit vier weiteren Sängern (von denen der bekannteste wohl Ex-Love/Hate-Röhre Jizzy Pearl ist), drei verschiedenen Bassisten und diversen zweiten Gitarristen trugen nicht unbedingt zum Erfolg der Band bei.

Zersplitterung und Festigung (seit 2002)[Bearbeiten]

Stacey Blades, L.-A.-Guns-Gitarrist, 2008.

2002 verließ Tracii Guns die Band. Zusammen mit Mötley-Crüe-Bassist Nikki Sixx veröffentlichte er mit der Band Brides of Destruction das Album „Here Come the Brides“, gefolgt von ausgedehnten Tourneen durch Amerika und Europa.

Allerdings versäumte Bandleader Phil Lewis, sich die Namensrechte für die Band zu sichern, was dazu führte, dass Tracii Guns - mit dem Lewis zerstritten war - den Bandnamen mithin für eigene Live-Auftritte verwendete.[1] Mit auf dieser Tour war in der Folgezeit unter anderen Ex-L.-A.-Guns-Sänger Paul Black, der mit "Jo Dog" - Ex-Gitarrist von The Dogs D’Amour - ein Soloalbum veröffentlichte („Sun Down and Yellow Moon“).[2]

Das L.-A.-Guns-Line-up, bestehend aus Sänger Phil Lewis, dem seit 2004 eingesetzten neuen Gitarristen Stacey Blades[3], Bassist Adam Hamilton und Schlagzeuger Steve Riley veröffentlichten 2004 das Cover-Album „Rips the Covers Off“ und 2005 „Tales from the Strip“. Dieses Line-up tourte in der Nachfolgezeit sowohl durch die Vereinigten Staaten als auch durch Europa, bevor Bassist Adam Hamilton im Frühjahr 2006 seine Bandmitarbeit unterbrach, um als Produzent und Studiomusiker tätig zu sein. Während der Liveauftritte wurde er durch Scott Griffin ersetzt.

2005 wurde von Ex-L.-A.-Guns-Sänger Paul Black das Live-Album „The Black List“ veröffentlicht, das Demo-Aufnahmen aus der Frühzeit der Gruppe mit der Besetzung Paul Black, Tracii Guns, Robert Stoddard, Nickey Alexander und Mick Cripps enthält.[4]

2010 veröffentlichte die Band das Album „Covered in Guns“, auf dem Adam Hamilton wieder den Bass-Part übernahm. Mit von der Partie waren bei der Produktion des Albums - das unter anderen Coverversionen von Arrows, Buckcherry und Blue Öyster Cult enthält - neben Bandleader Phil Lewis sowie dem langjährigen L.-A.-Guns-Schlagzeuger Steve Riley ebenso Stacey Blades.[5] Trotz der Zersplitterung der Gruppe im Jahre 2002 scheint sich seitdem die Band um Phil Lewis in ihrer teilweise neuen Besetzung stabilisiert zu haben.

Ebenfalls 2010 kam das Live-Album „A Night on the Strip“ auf den Markt. Die dort enthaltenen Aufnahmen stammen von einem Konzert auf dem Sunset Strip (Los Angeles), das am 7. Oktober 1999 stattfand.[6]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

  • 1988: L. A. Guns
  • 1989: Cocked and Loaded
  • 1992: Hollywood Vampires
  • 1995: Vicious Circle
  • 1996: American Hardcore
  • 1999: Shrinking Violet
  • 2001: Man in the Moon
  • 2002: Waking the Dead
  • 2004: Rips the Cover Off (Coveralbum)
  • 2005: Tales from the Strip
  • 2010: Covered in Guns (Coveralbum)
  • 2012: Hollywood Forever

Livealben und Compilations[Bearbeiten]

  • 1992: Live Vampires (Live)
  • 1997: Hollywood Rehearsals 1987–1992
  • 1999: Greates Hits and Black Beauties (Best-of, auch unter dem Titel „The Very Best of“ erschienen)
  • 2000: Cocked and Re-Loaded
  • 2000: A Nite on the Strip (Live)
  • 2003: Golden Bullets (Best Of)
  • 2005: The Black List
  • 2006: The Very Best of L. A. Guns
  • 2006: Loud & Dangerous (Live)
  • 2010: A Night on the Strip (Live)

Singles und EPs[Bearbeiten]

  • 1988: One More Reason
  • 1990: The Ballad of Jane
  • 1991: Some Lie 4 Love
  • 1991: Over the Edge
  • 1992: It's Over Now
  • 1992: Cuts (EP)
  • 1998: Wasted (EP)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.cineastentreff.de/content/view/8535/74/
  2. http://www.metalsludge.tv/home/index.php?option=com_content&task=view&id=1282&Itemid=52
  3. http://www.heavyharmonies.com/cgi-bin/find2.cgi?Input=Stacey+Blades
  4. http://www.heavyharmonies.com/cgi-bin/glamcd.cgi?BandNum=287&CDName=Black+List
  5. http://www.heavyharmonies.com/cgi-bin/glamcd.cgi?BandNum=287&CDName=Covered+in+Guns
  6. http://www.musikreviews.de/reviews/2010/L-A-Guns/Live-A-Night-On-The-Strip/

Weblinks[Bearbeiten]