LED-Display

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Ein LED-Display (von LED, englisch light-emitting diode, also „Leuchtdiodenanzeige“) ist eine Anzeigevorrichtung auf Basis von Leuchtdioden.

Man kann drei Arten von Leuchtdioden-Anzeigen unterscheiden:

  1. LED-Anzeigen, welche aus einzelnen, diskreten, punktförmigen, anorganisch einkristallinen LEDs bestehen.
  2. LED-Anzeigen, welche aus einzelnen, diskreten, länglichen, anorganisch einkristallinen LEDs zusammengesetzt sind.
  3. LED-Anzeigen, welche aus organischen Leuchtdioden in Dünnschichttechnik auf einem gemeinsamen Substrat als integrierte Matrizen aufgebaut sind (sogenannte OLEDs).

Geschichte und Überblick[Bearbeiten]

Die ersten kommerziell verwendeten LED-Anzeigen der oben definierten Arten 1 und 2 wurden aus monolithischen Galliumarsenid-Einkristallscheiben durch Zersägen und Kontaktieren hergestellt.[1] Daraus wurden unter anderem Ziffernanzeigen bestehend aus je 7 LED-Segmenten (Siebensegmentanzeigen, Art 2) realisiert, welche in Produkten wie ersten Digitaluhren oder Taschenrechnern Anfang der 1970er-Jahre als rot leuchtende Anzeigen Verwendung fanden.

Später folgten rotfarbige alphanumerische Kleinanzeigen bestehend aus matrixförmig angeordneten diskreten, punktförmigen LEDs der Art 1.

Nachdem unterschiedliche Farbanzeigen durch Kombination verschiedenfarbiger LEDs möglich wurden (additive Farbmischung von Rot, Grün und Blau), entstand insbesondere in der Werbebranche und in Sportstadien der Bedarf für Großanzeigen der Art 1. Dazu gibt es die ausführliche Beschreibung unter Videowand.

Seit den späten 2000er Jahren sind kleinformatige Bildschirme mit organische Leuchtdioden (OLEDs) in Dünnschichttechnik genügend ausgereift, um in Smartphones, Digitalkameras und Tablet-Computern die bisher üblichen LC-Displays (LCDs) teilweise abzulösen. Diese werden als OLED-Display bezeichnet. Seit den 2010er Jahren werden auch OLED-Displays eingesetzt, bei denen die Ansteuerung der einzelnen Pixel mittels Dünnschichttransistoren in Form einer Aktivmatrix (AM) erfolgt. Diese werden häufig AMOLED-Display genannt (engl. active matrix organic light emitting diode), eine Marke, unter der die Firma Samsung diese Technik vertreibt. Absehbar ist, dass OLED-Bildschirme größeren Formates als LED-Fernseher und Computermonitore allgemein verfügbar werden. Bisher handelte es sich vorwiegend um Prototypen von Herstellern wie Samsung und LG Display.[2]

Einzelhinweise[Bearbeiten]

  1.  Nick Holonyak, S. F. Bevacqua: Coherent (visible) light emission from Ga(As1-xPx) junctions. In: Applied Physics Letters. 1, Nr. 4, 1962, S. 82–83, doi:10.1063/1.1753706.
  2. CES 2012: Samsung kontert LGs 55-Zoll-OLED mit eigenem 55-Zoll-Fernseher