LED-Throwie

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LED throwies
Schaltplan (Beispiel), auf den Begrenzungswiderstand wird bei Verwendung von Knopfzellen verzichtet, die richtige Polung ist jedoch zu beachten.

Ein LED-Throwie ist eine Licht emittierende Diode (LED), die zusammen mit einer Knopfzelle und einem Magneten temporär an Objekten befestigt werden kann. Die Komponenten werden mit Epoxidharz oder Klebeband fixiert.

LED-Throwies werden hauptsächlich für Streetart oder als Effektmittel für Events und Messen verwendet. In der Streetart-Szene werden Throwies an metallene Objekte wie Statuen, Brücken, Gebäude oder öffentliche Transportmittel geworfen. Auf Messen und Ausstellungen dienen sie auch als günstige Beleuchtungsmittel und Eyecatcher.

Technik[Bearbeiten]

Ein LED-Throwie kann sehr einfach erstellt werden indem eine Knopfzelle mit einer Standard-LED verbunden wird. Hierbei ist auf die richtige Polung zu achten. Diese kann jedoch gefahrlos ausprobiert werden, da die Durchbruchspannung einer LED in der Regel über der Knopfzellenspannung liegt. Es eignen sich einzelne Lithium-Knopfzellen die eine Spannung von ca. 3 Volt aufweisen, da die Betriebsspannungen von Standard-LEDs meist zwischen 2 und 3 Volt liegen. Von einfachen Alkali-Mangan-Knopfzellen mit ca. 1,5V müssen hier zwei Exemplare in Reihe verwendet werden. Auf den normalerweise üblichen Vorwiderstand kann bei solchen LED-Throwies verzichtet werden, der Innenwiderstand der Knopfzelle begrenzt hier den Strom ausreichend. Der Schaltungsaufbau geschieht durch einfaches Verkleben von Knopfzellen und LEDs mittels Klebefilm, Löten ist nicht notwendig. Der Magnet wird ebenfalls mit Klebefilm fixiert. Damit ist der dauerleuchtende Throwie fertig und wurfbereit.

Geschichte[Bearbeiten]

LED-Throwies wurden 2006 von James Powderly und Evan Roth im Graffiti Research Lab entwickelt, eine New Yorker Gruppe, deren Mitglieder nach Wegen suchten, die in New York zunehmend eingesetzte Anti-Graffiti-Farbe zu umgehen[1]. Die Throwies wurden wie alle Entwicklungen des OpenLab als Open Source-Projekt unter Public Domain veröffentlicht, obgleich kaum von schutzwürdigem Design ausgegangen werden kann.

Der erste vom Graffiti Research Lab organisierte LED-Throwie-Kampagne fand in New York City statt. GRL-Aktivisten verteilten LED-Throwies an Passanten und wiesen sie an, diese auf die Metallskulptur Alamo am Astor Place in Manhattan zu werfen. Über das Internet verbreitete sich die Idee schnell und schon nach Wochen wurden LED-Throwies in London, Hamburg und Berlin gesichtet.[2]

Eine Aktion in Deutschland wurde 2011 am Berliner U-Bahnhof Kottbusser Tor durchgeführt.[3]

Modifikationen und Weiterentwicklung[Bearbeiten]

  • Stick anywhere Throwies – Verwendung von Klebemittel statt Magneten.
  • Blinking Throwies – LED-Throwies mit selbstblinkenden LEDs.
  • Floaties – LED-Throwies ohne Magnet in einer schwimmfähigen transparenten Kapsel.
  • Selbstdimmende Throwies – Automatische Deaktivierung durch einen Photowiderstand zur Erhöhung der Lebensdauer.
  • Flyies – LED-Throwies ohne Magnet von einem Heliumballon getragen.
  • LED-Ice Spheres – Eine leuchtende Eiskugel. Ein Throwie und gefrorenes Wasser in einem Ballon.
  • Rainbow Throwies – LED-Throwies mit einer autonom farbändernden LED.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. David Cohn:Geek Graffiti Takes on New York Wired News 7. April 2006 (englisch)
  2. 'Trend - LED-Throwies Bericht des TV-Magazins Tracks, arte 4. Mai 2006
  3. http://www.heise.de/meldung/Buntes-Lichtermeer-aus-LED-Throwies-1207023.html

Weblinks[Bearbeiten]