LGV Bretagne-Pays de la Loire

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LGV Bretagne-Pays de la Loire
Strecke der LGV Bretagne-Pays de la Loire
Streckenkarte
Streckennummer (RFF): 408 000
Streckenlänge: 182 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 25 kV 50 Hz ~
Maximale Neigung: 35 
Höchstgeschwindigkeit: 320 km/h
Zweigleisigkeit: ja
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179,2
0,0
LGV Atlantique von Paris
            
1,6 nach Le Mans
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3,2
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21,3 nach Mézidon
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21,5 Viaduc de la Sarthe (433 m)
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25,5 Viaduc de Courbe (374 m)
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26,0 nach Rennes
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28,1
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28,36 Tranchée couverte d´Aigné (200 m)
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62,5 Viaduc de la Vègre (56 m)
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64,5 Abzw. nach Sablé-sur-Sarthe
            
69,5
            
nach Angers
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76,9 Viaduc de l'Erve (144 m)
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102,5
            
106,5 nach Laval
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106,5 Viaduc du Quartier (263 m)
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110,4 Viaduc de la Mayenne (222 m)
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118,3 Viaduc du Vicoin (337 m)
            
118,5 von Laval
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Tranchée couverte de Louvigné (148,5 m)
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178,89 Tranchée couverte de Cesson Sévigné (350 m)
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181,815 nach Rennes

Die LGV Bretagne-Pays de la Loire ist eine im Bau befindliche französische Hochgeschwindigkeitsstrecke, welche im Frühling 2017 eröffnet werden soll.[1] Sie verlängert die LGV Atlantique westlich von Le Mans bis nach Rennes und Nantes. Die Gesamtkosten werden auf etwa 3,4 Mrd. € geschätzt. Das Projekt wird im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft verwirklicht. Der Baubeginn war am 27. Juli 2012, die Fertigstellung ist für den Herbst 2016 geplant.[2]

Streckenverlauf[Bearbeiten]

Streckenverlauf mit der Altstrecke

Die Strecke zweigt in der Nähe von Connerré von der LGV Atlantique ab und umfährt Le Mans nördlich. Nach 64 km teilt sich die Strecke. Der Südast trifft nach einigen Kilometern bei Sablé-sur-Sarthe auf die Strecke nach Nantes. Die Hauptstrecke verläuft zunächst weiter in Richtung Nordwesten nach Laval und schwenkt dann nach Westen, um schließlich bei Cesson-Sévigné, kurz vor Rennes, auf die Altstrecke zu treffen. Die Gesamtlänge der LGV Bretagne-Pays de la Loire wird etwa 214 km betragen, von denen sind 182 km Strecke und 32 km Verbindungsstrecken mit dem Altnetz. 200 Kunstbauwerke müssen erstellt werden.[3] Die Umfahrung von Le Mans wird auch vom Güterverkehr genutzt werden. Dazu entstehen in Connerré und La Milesse Verbindungen mit der Altstrecke.[4] Außerdem bestehen östlich und westlich von Laval Verbindungen mit der Altstrecke.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1992 ist eine Hochgeschwindigkeitsstrecke von Le Mans nach Rennes, als Verlängerung der LGV Atlantique, im Gesamtplan für die französischen Hochgeschwindigkeitsstrecken enthalten. Von 1995 bis 1996 fand eine öffentliche Erörterung statt. Die Erstplanungen wurden von 1996 bis 2000 durchgeführt. Die Vorplanungen der Streckenführung fanden von 2002 bis 2005 statt. Von 2006 bis 2007 fanden die Untersuchungen zur Feststellung des öffentliche Nutzens (Déclaration d'utilité publique) statt, der am 26. Oktober 2007 festgestellt wurde. Am 23. Dezember 2008 begann das Vergabeverfahren bei dem Bouygues, Eiffage und Vinci ein Angebot abgaben. Im Januar 2011 wurde bekannt, dass Eiffage Rail Express (ERE) den Zuschlag für das Projekt erhält. Am 13. Juli 2011 wird die Finanzierungsvereinbarung unterschrieben von RFF mit den Gebietskörperschaften, im selben Monat wird der Vertrag zwischen Eiffage und RFF unterschrieben.[5] Am 27. Juli 2012 wurde das Baulogistikzentrum in Étrelles eröffnet.[6] Die ersten Testfahrten sollen Ende 2016 stattfinden.[7]

Bau[Bearbeiten]

Die Erdbauarbeiten haben Ende 2012 begonnen und sollen bis Mitte 2015 andauern.[8] Anfang 2013 wurde die erste Weiche in der Nähe von Sablé-sur-Sarthe verlegt.[7] Die Streckenausrüstung (Oberbau, Oberleitung, Signalisierung) soll von Herbst 2014 an bis Sommer 2015 dauern.[8]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Strecke wird, wie jede Neubaustrecke in Frankreich, mit 25 kV 50 Hz Wechselspannung elektrifiziert. Die Signalisierung wird von Ansaldo STS geliefert werden und besteht aus TVM 300 und ETCS Level 2.[9] Die Verbindungen mit den Altstrecken werden mit Level 1 ausgerüstet.

Finanzierung[Bearbeiten]

Wie auch die LGV Sud Europe Atlantique wird diese Hochgeschwindigkeitsstrecke im Rahmen einer ÖPP realisiert. Nach einer öffentlichen Ausschreibung hat RFF am 18. Januar 2011 das vom Eiffage-Konzern geleitete Konsortium als Bauherrin und Betreiberin der Strecke ausgewählt.[10] Eiffage wird etwa ein Drittel der Investitionskosten vorfinanzieren und im Gegenzug 25 Jahre lang eine feste Miete von RFF, das die Strecke betreiben und Gebühren für ihre Nutzung einnehmen wird, erhalten.[11] Außer Eiffage hatten sich auch Bouygues und Vinci für den Zuschlag beworben.

Fahrzeiten[Bearbeiten]

  • Paris <> Rennes 1:26 (Fahrzeitgewinn: 37 Minuten)
  • Paris <> Nantes 1:53 (Fahrzeitgewinn: 8 Minuten)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wichtigste Daten S.9 Pressemappe Inbetriebnahme Base Travaux (PDF; 648 kB)
  2.  LGV Bretagne-Pays de la Loire im Bau. In: Bahn-Report. Nr. 5, 2012, S. 18.
  3. http://media.lcpc.fr/ext/pdf/sem/2009_jtr/jtr2009_ducreau_lgv.pdf
  4. Projet: Chiffres clés auf ere-lgv-bpl.com
  5. (fr) Geschichte des Projektes auf ere-lgv-bpl.com
  6. Article sur www.boursier.com du 23 juillet 2012.
  7. a b Pays de la Loire. Le nouveau président de RFF en visite auf entreprises.ouest-france.fr
  8. a b Projet: Planning Calendrier de Réalisation auf ere-lgv-bpl.com
  9. Article sur www.ville-rail-transport.com du 3 novembre 2011.
  10. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Formatletelegramme.com: Ligne à grande vitesse. 2017 au mieux. Abgerufen am 20. Januar 2011.
  11. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Formatlatribune.fr: Eiffage retenu pour la LGV Bretagne-Pays de la Loire. Abgerufen am 20. Januar 2011.