LG Electronics

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LG Electronics Inc.
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Rechtsform Incorporated
ISIN US50186Q2021
Gründung 1958
Sitz Seoul, Südkorea
Leitung Koo Bon-joon, Vorsitzender und CEO
Mitarbeiter 91.457 (2011)[1]
Umsatz 54,25 Bio. KRW (2011)[1]
Branche Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte
Website www.lg.com
Elektronikprodukte von LG

LG Electronics [ɛlˈdʒɪː ɪlekˈtɹɒnɪks] ist ein Unternehmen aus Südkorea mit Firmensitz in Seoul. Es ist ein Tochterunternehmen der LG Group.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde als Tochter der Lucky Chemical Industrial Co. als Goldstar Co., Ltd. 1958 gegründet und produziert Radios, Fernseher, Kühlschränke, Waschmaschinen, Klimaanlagen und Staubsauger. 1995 wurde Goldstar in LG Electronics umbenannt, wobei LG die Abkürzung von Lucky GoldStar ist. Oft findet man auch die Bezeichnung LGe, wobei das e für Electronics steht. Das aktuelle Firmenlogo wurde ergänzt durch die hinzugefügten Wörter Life’s Good – eine nachträgliche Deutungsmöglichkeit des Firmennamens als Abkürzung, vgl. Backronym.

Der Konzern bietet Produkte aus den Bereichen Informationstechnik, Unterhaltungselektronik, Mobilfunk, Photovoltaik sowie Haushaltsgeräte an.

LG Electronics ist Weltmarktführer bei Mobiltelefonen nach dem CDMA2000-Standard. Das Tochterunternehmen LG Display ist nach Samsung zweitgrößter Hersteller von Flüssigkristallbildschirmen (LCDs). Außerdem ist LG marktführend im Bereich der CD-ROM-Laufwerke.

LG Electronics ist weltweit der drittgrößte Haushaltsgerätehersteller nach Whirlpool und Electrolux.[2]

Für die nicht erlaubte und nicht abstellbare Rückübertragung von Nutzerdaten an das Unternehmen durch 'smarte' Fernseher erhielt LG Electronics 2014 einen Big Brother Award.

LG Mobile (Mobiltelefone)[Bearbeiten]

Seit 2004 strebt LG Electronics auch einen Platz im europäischen Markt für Mobilfunkgeräte an.

Im Dezember 2006 kündigte LG das Touchscreen-Handy KE850 an, das als Konkurrenz zum im darauffolgenden Januar angekündigten Apple iPhone gesehen werden kann.

Im Februar 2007 brachte LG in Zusammenarbeit mit Prada das sogenannte „Prada Phone“, eine optisch aufgepeppte Version des KE850, auf den Markt, gleichfalls ohne UMTS-Funktion, Videotelefonie und Sprachfunktion. Seit Ende 2007 bietet LG die Nachfolger KU990 („Viewty“) und KS20 an und seit Ende 2008 das KC910 Renoir.

Im Jahr 2009 stellte das Unternehmen die neue Benutzeroberfläche für seine Mobiltelefone 3D S-Class auf dem ARENA (LG-KM900) vor.[3] Es folgte das LG GS290, auch „Cookie Fresh“ genannt.

Auf der Consumer Electronics Show (CES) 2011 in Las Vegas wurde unter anderem das LG Optimus Black vorgestellt. Dieses Smartphone zeichnet sich durch die Verwendung eines von LG entwickelten Bildschirmtyps Nova-Display mit besonders starker Helligkeit aus.[4] Dadurch soll das Ablesen des Bildschirms auch unter schwierigen Bedingungen, beispielsweise bei starkem, direkten Sonnenlicht, erleichtert werden. Der hierfür angegebene Wert von 700 Nit entspricht, in Deutschland gebräuchlicheren, 700 Candela pro Quadratmeter.[5]

Darüber hinaus wurde auf der Consumer Electronics Show (CES) 2011 das erste Smartphone mit zwei Prozessor-Kernen vorgestellt. Das sogenannte Optimus 2X enthält einen Tegra-Prozessor des Chipherstellers Nvidia und wird in Deutschland unter dem Namen Optimus Speed vertrieben. Bei einer Präsentation auf der CES konnte das Gerät, angeschlossen an einen Fernseher, unter anderem ein Videospiel, das für die Playstation 3 hergestellt worden ist, flüssig wiedergeben.[6]

LG Optimus 3D

Auf dem GSMA Mobile World Congress (MWC) in Barcelona stellte LG am 14. Februar 2011 das weltweit erste Smartphone mit dreidimensionaler Darstellung vor. Es handelt sich dabei um ein Verfahren, das die Betrachtung von 3D-Inhalten ohne Brille ermöglicht. Das LG P920 Optimus 3D verfügt zudem über zwei Kameras, mit denen 3D-Fotos und -Videos aufgenommen werden können.[7]

Das Smartphone Optimus 4X HD wurde auf dem GSMA Mobile World Congress 2012 in Barcelona (27. Februar bis 1. März) vorgestellt, LGs erstes Smartphone mit dem Quad-Core-Prozessor Nvidia Tegra 3 mit einer Taktfrequenz von 1,5 GHz.[8] LG produziert zusätzlich zu seinem eigenen Quad-Core-Smartphone das Google Nexus 4.[9] Im vierten Quartal 2013 verkaufte LG Electronics 13,2 Millionen Smartphones.[10]

LG G3

Das LG G2 wurde 2013 vorgestellt und punktete mit den so genannten "Rear Key" Tasten auf der Rückseite, statt den üblichen Seitentasten an Smartphones, welche eine bessere und einfachere Bedienung erreichen sollten. Das G2 stellt den Nachfolger des Optimus G dar und besitzt ein 5,2 Zoll großes Display, welches mit 1920x1080 Pixeln eine Pixeldichte von 424 ppi erreicht und ein Oberflächenverhältnis von 75,9% vorweist. Das Smartphone misst 140g auf der Waage und ist 138,5 x 70,9 x 9,14mm groß. Die Displayränder (Bezel) an den Seiten sind lediglich 2,65mm breit. Laut LG soll das G2 mit dem 3000 mAh großen Akku eine solide Standby-Laufzeit von 826 Stunden erreichen. Das G2 lief zum Release mit Android 4.2 Jelly Bean und besitzt die hauseigene Systemoberfläche "LG UX". Der Nachfolger, dass LG G3, wurde im Mai 2014 vorgestellt.

LG Home Entertainment (TV / Audio / Video)[Bearbeiten]

LG Electronics Home Entertainment ist Hersteller von Flachbildschirmen und AV-Produkten für Endanwender und Geschäftskunden. Das Produktspektrum umfasst unter anderem 3D-, LED/LCD- und Plasma-Fernseher, Heimkinosysteme, Blu-ray-Player sowie Audio- und Video-Player.

Internetfähige Fernseher des Unternehmens, so wurde lediglich durch Zufall entdeckt,[11] senden selbst nach Abschalten der betreffenden Funktion unverschlüsselt Informationen an das Herstellerunternehmen. Diese können der eingeschaltete Kanal sein, die eingeworfene DVD oder Informationen über Dateien auf an den Fernseher angeschlossene Datenträger. Ermöglicht wird dies durch den Standard HbbTV, der die Verbindung von Fernsehen und Internetinhalten regelt. Gesichert ist, dass LG diese Informationen über das Publikum vor dem jeweiligen Fernseher für die Erstellung personalisierter Werbung nutzte. Für dieses 2013 bekannt gewordene „Feature“ bekam LG Electronics 2014 den Big Brother Award in der Kategorie Verbraucherschutz.[12]

Diese Übertragung der Nutzerdaten wurde vom Unternehmen selbst zum Teil als obsolet dargestellt. Persönliche Dateien auf externen Datenträgern sollten nicht ausgespäht werden, auch dass die Übertragung nicht abstellbar war, sei ein Fehler. Die Übertragung der Sehgewohnheiten per Default zur Abstimmung der Werbung auf den Nutzerkreis des jeweiligen Fernsehers jedoch ist laut LG beabsichtigt.[13]

LG Home Appliances (Hausgeräte)[Bearbeiten]

Waschmaschine von LG

Das Produktportfolio der LG-Hausgeräte in Deutschland umfasst Kühlgeräte, Waschmaschinen, Trockner, Lichtwellenöfen, Mikrowellen und Geräte für Bodenpflege wie zum Beispiel die Staubsaugerroboter HomBot.

LG Information System Products (IT-Produkte)[Bearbeiten]

Der Geschäftsbereich umfasst optische Laufwerke, Notebooks, Computermonitore, Monitor-TV-Kombinationen, USB-Sticks und Business-Projektoren (Beamer).

Tochterunternehmen und Beteiligungen[Bearbeiten]

In Deutschland ist das Tochterunternehmen LG Electronics Deutschland mit Sitz in Ratingen (Nordrhein-Westfalen) (zuvor Willich, Umzug Oktober 2011[14]) seit 1976 tätig. 2010 beschäftigte die LG Electronics Deutschland GmbH 350 Mitarbeiter in den Bereichen Home Entertainment, Mobile Communications, Information System Products, Air Conditioning und Home Appliance. Die deutsche Tochtergesellschaft erzielte einen Umsatz von 1.024,28 Millionen Euro.[15]

Die österreichische Firmenzentrale befindet sich in Wien.

1995 beteiligte sich LG am amerikanischen Fernsehgerätehersteller Zenith Electronics Corporation, der dann 1999 ganz übernommen wurde.

In Südkorea betreibt LG Electronics den LCD-Hersteller LG Display, der 1999 als Joint Venture gemeinsam mit dem niederländischen Unternehmen Philips als LG.Philips LCD gegründet wurde. Die Firma wurde umbenannt, als Philips 2008 einen Großteil seiner Anteile verkaufte.

Zusammen mit dem Unternehmen Hitachi wurde eine Firma namens Hitachi-LG Data Storage gegründet. Sie stellt optische Laufwerke her.

LG gehört zu den ersten Unterstützern der FIDO-Allianz, die seit 2013 den Industriestandard Universal Second Factor (U2F) für eine allgemein anwendbare Zwei-Faktor-Authentifizierung entwickelt hat.

Seit Ende August 2013 ist LG Electronics Haupt- und Trikotsponsor des Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b lg.com: Annual Report 2011 (PDF; 6,4 MB)
  2. Kim Tae-gyu: LG Looks to Double World’s Best Products by 2010. Korea Times, 11. September 2006, abgerufen am 8. Januar 2008.
  3. LG Pressemitteilungen
  4. Netzwelt.de: Testbericht des LG Optimus Black
  5. CES 2011: LG Optimus Black – dünner und heller als iPhone 4. Netzwelt.de, 5. Januar 2011, abgerufen am 6. Januar 2011.
  6. CES 2011: Nvidia demonstriert die Power der "Super-Phones". Netzwelt.de, 6. Januar 2011, abgerufen am 6. Januar 2011.
  7. LG ROLLS OUT OPTIMUS 3D, WORLD’S FIRST TRI-DUAL ARCHITECTURE SMARTPHONE WITH FULL 3D. LGNewsroom.com, 17. Juni 2011, abgerufen am 6. Dezember 2011.
  8. MWC: LG präsentiert sein erstes Smartphone mit Quad-Core-Prozessor, ZDNet, 24. Februar 2012.
  9. Benjamin Heinfling: Google Nexus 4: Jelly-Bean-Smartphone im Live Test, chip.de, 16. November 2012, abgerufen am 23. November 2012.
  10. Der Smartphone Markt in Zahlen Abgerufen am 25. Februar 2014.
  11. Der Blogger, der die Entdeckung machte, hat seine Ergebnisse in einem Blogbeitrat veröffentlicht, abgerufen am 19. April 2014
  12. Laudatio des Big Brother Awards für LG Electronics 2014, abgerufen am 19. April 2014
  13. Siehe hierzu einen Artikel auf dem IT-Nachrichtenportel Heise online, abgerufen am 19. April 2014
  14. Der Umzug der deutschen LG-Konzernzentrale von Willich nach Ratingen ist abgeschlossen. LG Blog, 4. November 2011, abgerufen am 5. Dezember 2011.
  15. Umsatz von LG in Deutschland 2010. LG Blog, 11. Juni 2011, abgerufen am 5. Dezember 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: LG Electronics – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Kategorie: LG Electronics – in den Nachrichten