Linux MultiMedia Studio

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Linux MultiMedia Studio
Logo von LMMS
Maintainer Tobias Doerffel
Aktuelle Version 0.4.13
(2. Februar 2012)
Programmier­sprache C++
Kategorie Digital Audio Workstation
Lizenz GPLv2
Deutschsprachig ja
http://lmms.sourceforge.net/

Linux MultiMedia Studio (LMMS) ist ein plattformunabhängiges Opensource-Tonstudio das unter der GPLv2 lizenziert ist. Verwendung findet LMMS als Sound-System, Software-Synthesizer, Beat-/Bassline-Editor und MIDI Control System.

Mittels der grafischen Oberfläche können Melodien und Rhythmen erstellt, sowie Samples zusammengestellt und selber gemixt werden. Es unterstützt die Schnittstellen LADSPA, MIDI, SoundFont und VST[1]. LMMS enthält eine große Bibliothek an vorgefertigten Synthesizer-Sounds und -Samples im Ogg-Vorbis-Format.[2] Seit Version 0.4.0 basiert Linux MultiMedia Studios auf dem Qt4-Framework. Es musste für diesen Zweck komplett neu geschrieben werden, da die Portierung von der älteren 0.3.x Version auf Qt4 nicht möglich war.

Ein Screenshot von LMMS 0.4.12, welches die Interfaceausstattung zeigt.
Skiessi - C64.ogg
Ein kurzes Musikstück im chiptune-Style kreiert mit LMMS

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ausstattung

[Bearbeiten] Song-Editor

Der Song-Editor ist eine zentrale Komponente zum Arrangement des Songs, eine Art Playliste für alle abzuspielenden Entitys. Sie besteht aus verschiedenen Spuren, die je nach belieben verschoben und vervielfacht werden können. Ihre drei Hauptelemente, die in ihm Verwendung finden, sind der Instrumenten-Track, der Sample-Track und der Beat/Baseline-Track.

[Bearbeiten] Instrumentspur

Die Instrumentspur enthält sog. Patterns (Noten oder Steps). Durch sie bekommt man weitreichdende Einstellungsmöglichkeiten im Instrumentfenster. Mit Hilfe von Instrument Plugins, Hüllkurven, LFOs(Low Frequency Oscillator), Filter, Arpeggios, Akkorden, Effekten und MIDI.

[Bearbeiten] Beat+Bassline-Editor

Durch den Beat+Bassline Editor kann man speziele Spuren im Songeditor anlegen, die für den Rhythmus dienen. Er besteht aus insgesamt 16 Steps die im 4 Step Rhythmus, zur besseren übersicht, unterschiedlich schattiert sind. Er ist ideal um sich wiederholende Sequenzen zu realisieren, auch die Überlagerung zur Kompostion komplexer Beats ist mit ihm möglich.

[Bearbeiten] FX-Mixer

Der FX-Mixer besitzt 64 FX-Kanäle, und man kann pro Effektspur beliebig viele Effekte benutzen. Er dient zur Überwachung und Kontrolle der Pegel in jeder Spur. Der Mixer hat 4 Racks, beschriftet mit A, B, C, and D. Jedes Rack enthält 16 Spuren, die aus 2 Kanälen bestehen, linker und rechter Kanal, erkennbar durch den Lautstärke Balken auf jeder Seite des Schiebereglers. Standardmäßig werden alle Plugins, Dateien, und Spuren über die Master-Spur geleitet. Mit dem Master Schieberegler stellt man die Gesamtlautstärke aller Plugins und/oder Spuren (Tracks) ein.

[Bearbeiten] Piano-Roll-Editor

Piano-Roll ist das Hauptwerkzeug zum Bearbeiten von Patterns, d.h. das Setzen und bearbeiten von Noten und Steps. Mit ihm werden jegliche Melodien komponiert und abgespielt. Neben dem Echtzeit editieren, ist auch das Einstellen der Lautstärke für die einzelnen Noten möglich.

[Bearbeiten] Automation-Editor

Die automatisierte Änderung von Steuerelementen in LMMS, sorgt für die nötige Dynamik in Musikstücken.
Zeichnen einer Verlaufskurve mit Hilfe des Automations-Editors ist möglich. Auch nahezu alle Steuerelemente in LMMS sind automatisierbar.

[Bearbeiten] Controller Rack

Das Controller Rack ist ein Fenster in dem alle verwendeten Controller gelistet werden, es beinhaltet zwei verschiedene Arten von Controller,nämlich:

  • LFO-Controller
Mit dem LFO-Controller können periodische Änderung gemäß eines einstellbaren Oszillators getätigt werden. Er besteht aus 8 Wellenformoptionsbuttons, 4 Drehknöpfen mit den Bezeichnungen BASE, SPD, AMT, PHS sowie 3 Geschwindigkeitsoptionsbuttons.
  • Peak-Controller
Der Peak-Controller wird zur Steuerung anhand des Lautstärkepegels in einem FX-Kanal verwendet.

[Bearbeiten] Instrumentensounds und Effekte

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  • Sampler (AudioFileProcessor)
  • Wavetable Synthesizer (BitInvader)
  • Kick & Bassdrum-synthesizer (Kicker)
  • Monophonic imitation of Roland TB-303 (LB302)
  • melodischer Schlagzeug Synthesizer (Mallets)
  • Organ-like Synthesizer (Organic)
  • Emulation von GameBoy APU (FreeBoy)
  • Emulation von Commodore 64 Chips (SID)
  • dreifacher Oszillator
  • Vibrating string Modellierer (Vibed)
  • Multiple ZynAddSubFX

[Bearbeiten] Instrumente

Mit LMMS kann man externe MIDI Keyboards verwenden und damit das Gespielte separat, oder direkt live einfügen, wenn man kein Keyboard besitzt kann auch ersatzweise die Tastatur benützt werden.

[Bearbeiten] Kompatibilität

LMMS ist mit den folgenden Standards kompatibel:

[Bearbeiten] Community

In der Community gibt es eine zentrale Plattform namens LMMS Sharing Platform zum Austausch LMMS-bezogener Inhalte, die es auch erlaubt Bewertungen und Kommentare abzugeben. Inzwischen sind schon über 1000 Projekte sowie knapp 300 Presets auf diese Plattform hochgeladen worden.

[Bearbeiten] Besprechungen

„Auch Windows-Anwender können ihre musikalische Ader mit der freien Sequencer-Software "Linux Multimedia Studio" ausleben. Das als Open Source entwickelte virtuelle Tonstudio ist auf der Projekt-Website auch als Windows-Installationspaket erhältlich. “

– c't 3/2009[3]

„Das virtuelle Gratis-Musikstudio „LMMS“ ist eine interessante Opensource-Alternative zu kostenpflichtigen Musikproduktions-Programmen wie „Magix Music Maker“, „Cubase“ oder „Logic“. Das „Linux MultiMedia Studio“ bringt eine Vielzahl an Synthesizern, Samplern und Effektgeräten wie Equalizern, Kompressoren und Simulationen von Röhrenverstärkern mit. “

– Computerbild.de [4]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Quellenangabe

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: LMMS – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. LMMS — Linux MultiMedia Studio. SourceForge. Abgerufen am 17 Januar 2012.
  2. LMMS (Linux MultiMedia Studio) Computerbild.de, abgerufen 17. Januar 2012
  3. Linux MultiMedia Studio (LMMS) 0.4.10. HEISE.de in c't 3/2009, abgerufen am 17. Januar 2012.
  4. Informationen zu LMMS (Linux MultiMedia Studio). Computerbild.de, abgerufen am 17. Januar 2012.
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