LMPC-Klasse

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Formula Le Mans Auto des Hope-Polevision Teams (Spa 2009)

Die LMPC-Klasse (Le Mans Prototype Challenge) ist eine Motorsportkategorie die mit Einheitsautos des französischen Herstellers ORECA bestritten wird. Die Autos sind von Fahrzeugen der LMP-Klasse abgeleitet und kommen vorzugsweise bei Langstreckenrennen, in Rennserien die nach dem Reglement des französischen Verbandes ACO organisiert sind, zum Einsatz.

Einsatzgerät[Bearbeiten]

Das LMPC- oder Formula-Le-Mans-Auto ist, anders als der Name suggeriert, kein Formelauto (Monoposto), sondern ein prinzipiell 2-sitziger Le-Mans-Prototyp. Das Chassis basiert auf dem Courage LC75 LMP2, das Oreca nach dem Kauf von Courage 2008 unter eigener Regie zu einer kostengünstigeren und robusteren Variante weiterentwickelte.[1] Mit dem Fahrzeug wollten Oreca und der das 24-Stunden-Rennen von Le Mans ausrichtende französische Automobilverband ACO eine günstige Einstiegsklasse in den Le Mans Prototypensport schaffen, die von der Technik her näher an den echten LMP war als die vergleichbaren Gruppe CN-Fahrzeuge, dabei aber zu vergleichbaren Kosten wie die CN zu betreiben wäre. Während im Einführungsjahr 2009 die Formula Le Mans Serie als Markenpokal im Rahmenprogramm der Le Mans Serie startete, sind die Fahrzeuge seit 2010 in mehreren Serien, unter anderem der LMS und der ALMS, als eigene Klasse zugelassen.

Technik[Bearbeiten]

Oreca FLM09

LMPC-Wagen
LMPC-Wagen

Hersteller Oreca
Klasse LMPC
Technische Spezifikation[2]
Chassis
Monocoque Karbonfaser
Karosserie Karbon/Kevlar
Länge 4600 mm
Breite 1990 mm
Höhe 1025 mm
Gewicht 900 kg
Motor
Motor GM LS3 6,2 l V8
Leistung 450 PS
Drehzahllimit 6500 Umin
Motorsteuerung Magneti Marelli
Technik
Getriebe X-trac 6 speed
Bremsen Brembo 6 Kolben
Bremsscheiben Karbon, innenbelüftet
Scheibendurchmesser 380x37 mm
Sonstiges
Preis (Dez. 2011) 260.000 €

Die mit der Typenbezeichnung FLM09 versehenen Fahrzeuge sind mit einem General Motors small block LS3 V8 motorisiert, dessen Motormanagement von Magnet Marelli stammt und der etwa 440 PS entwickelt.[3] Seit 2010 sind die Motoren mit einem Airestriktor ausgestattet, um die Wagen auch in Langstreckenserien an der Seite stärkerer LMP-Klassen einzusetzen. Das Getriebe der Autos stammt von Xtrac und der Wagen verfügt über eine sequentielle 6-Gang-Schaltung, die über eine Wippenschaltung am Lenkrad bedient wird. Die Wagen laufen auf Einheitsreifen von Michelin und die Karbonbremsen werden von Brembo bezogen.

Einsatzserien[Bearbeiten]

Formula Le Mans Cup

2009 fuhren die FLM09 im Rahmen eines Markenpokals, der im Rahmenprogramm der LMS und der 24h von Le Mans auftrat. An den in der Regel einstündigen Rennen mit obligatorischem Fahrerwechsel nahmen zwischen 9 und 13 Mannschaften teil. Die Serie wurde vom DAMS-Team gewonnen. DAMS-Pilot Nico Verdonck gewann den Fahrertitel. Im Folgejahr wurde die Serie aufgrund der Einbindung der Teams und Autos in die LMS-Rennen eingestellt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erster Formula Le Mans läuft'. Meldung auf GT-Eins.de über ersten LMPC-Tracktest, 12. November 2008.
  2. LMPC- Fiche technique'. Technische Daten der LMPC auf der Homepage des Herstellers Oreca
  3. Formula Le Mans - Technik'. Meldung auf GT-Eins.de über erste Technikfakten zum Formula Le Mans Auto, 4. Februar 2009.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Formula Le Mans – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien