LTspice

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
LTspice
Logo
Screenshot
LTspiceIV v4.10 Screenshot
Basisdaten
Entwickler Linear Technology
Aktuelle Version 4.21x
(26. September 2014)
Betriebssystem Windows, Mac OS X (ab Version 10.7), Linux über Wine
Kategorie EDA
Lizenz Freeware[1][2]
Deutschsprachig nein
www.linear.com

LTspice ist eine kostenlose Software des Halbleiterherstellers Linear Technology zur Schaltungssimulation. Es basiert auf SPICE, ist dazu kompatibel und besonders zur Simulation von Schaltnetzteilen geeignet. Entwickelt und gepflegt wird es von Mike Engelhardt.

Entstehung, Entwicklung und aktueller Stand[Bearbeiten]

LTspice ging 1999 aus SwitcherCAD hervor, wodurch es auch seinen zweiten Namen hat, und wird seitdem beständig weiterentwickelt. Das Programm wurde inklusive der Vorgängerversion SwitcherCAD bereits (2011) über drei Millionen mal heruntergeladen.[3] Inzwischen kann es in manchen Fällen auch mehrere Prozessoren nutzen.[4] Die Windows-Version wird vom Autor auf Kompatibilität unter Wine getestet, so dass man es auch unter Linux nutzen kann. Für Mac OS X gibt es eine eigenständige Version.

Mit LTspice werden Modelle für sehr viele Bausteine von Linear Technology mitgeliefert und optimal unterstützt. Enthalten ist auch eine – relativ kleine – Bibliothek von diskreten Bauelementen und integrierten Schaltungen anderer Hersteller.

Eigenschaften und Funktion[Bearbeiten]

Zeitverläufe – inklusive Parametervariationen – lassen sich berechnen und darstellen, darüber hinaus kann man diese auch in den Frequenzbereich transformieren. Weiterhin kann man eine Kleinsignalanalyse vornehmen und eine Monte-Carlo-Simulation durchführen. Zusätzlich zu analogen Bauteilen werden auch idealisierte digitale Gatter in den Bibliotheken mitgeliefert.

Durch die Kompatibilität mit SPICE können Modelle aus anderen Quellen relativ einfach übernommen und verwendet werden.

Lizenz[Bearbeiten]

LTspice ist Freeware.[1] Die Software darf nicht verändert, jedoch von jedermann frei genutzt werden. Halbleiterhersteller dürfen sie jedoch nicht im Rahmen der Vermarktung ihrer Produkte nutzen.[2]

Alternativen[Bearbeiten]

Es gibt eine Vielzahl von Programmen, die SPICE zur Simulation verwenden, darunter viele kommerzielle Programme.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gilles Brocard: Simulation in LTspice IV - Handbuch, Methoden und Anwendungen, Swiridoff Verlag, 2013, ISBN 978-3-89929-257-2 (deutsch, ca. 760 Seiten)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Mike Engelhardt: LTspice IV Help → F.A.Q. → License and Distribution. (Hilfe-Seiten der Software-Version 4.19u vom 4. September 2013, englisch)
  2. a b Mike Engelhardt: LTspice IV Help → Introduction → License Agreement/Disclaimer. (Hilfe-Seiten der Software-Version 4.19u vom 4. September 2013, englisch)
  3. LTspice seminar with Mike Engelhardt
  4. eetimes.com. Free SPICE software exploits multicore processors. Abgerufen am 27. September 2013.