Laçın (Stadt)

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Laçın
Բերդձոր
Laçın
Staat Aserbaidschan / Republik Bergkarabach (de facto)
Provinz in Bergkarabach Kaschatach
Rayon in Aserbaidschan Laçın
Koordinaten 39° 38′ N, 46° 33′ O39.64083333333346.546944444444Koordinaten: 39° 38′ N, 46° 33′ O
Einwohner 2.247 (2005)
Zeitzone UTC+4
Laçın (Aserbaidschan/Republik Bergkarabach)
Laçın
Laçın
Blick auf die Stadt

Laçın (aserbaidschanisch) bzw. Berddsor (amharisch Բերդձոր; kurdisch Laçîn, russisch Лачин; auch Latschin und Lachin) ist eine Stadt in Aserbaidschan.

Sie ist Hauptstadt des Rayons Laçın, jedoch seit 1992 besetzt und von der international nicht anerkannten Republik Bergkarabach verwaltet. Laut dem Zensus von Bergkarabach hatte die Stadt 2005 2.247 Einwohner.[1] Vor 1923 hieß die Stadt Abdalyar.[2][3] Der Name Laçın bedeutet „Falke“.[4]

Die Stadt liegt am Hang am linken Ufer des Flusses Hakari.

Geschichte[Bearbeiten]

Von 1923 bis 1929 war Laçın Verwaltungszentrum der autonomen Provinz Rotes Kurdistan. Nach der Auflösung des roten Kurdistans wurden ab 1937 viele Kurden nach Zentralasien verschleppt.

Laut Volkszählung von 1989 lebten in Latschin 7.902 Aseris (61,5 %), 2.613 Kurden (20,1 %), 2.210 Armenier (18 %) und 52 andere (0,4 %).

Im Zuge des Bergkarabachkonflikts wurde die Stadt am 18. Mai 1992 von Armenien besetzt, da sie zwischen Armenien und dem umstrittenen Gebiet Bergkarabach liegt. Bei den Kämpfen wurde die Stadt schwer zerstört. Viele der muslimischen Einwohner sind in andere Teile Aserbaidschans vertrieben. In der Zeit danach wurden durch die armenische Regierung armenische Flüchtlinge aus Aserbaidschan in der Stadt angesiedelt.[5]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch die Stadt führt die Straße von Goris in Armenien nach Stepanakert in Bergkarabach, die auch als Lachin-Korridor bezeichnet wird, die sie die bedeutendste Verbindung zwischen Armenien und Bergkarabach darstellt.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laçın – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. census.stat-nkr.am/nkr (PDF; 227 kB) Volkszählung im BKR von 2005, Seite 15
  2. Karapetian, Samvel: Armenian Cultural Monuments in the Region of Karabagh. Yerevan: Gitutiun Publishing House, 2001, S. 169.
  3. H. F. B. Lynch und F. Oswald: Map of Armenia and Adjacent Countries. London, 1901.
  4. Azerbaidschan Developement Gateway über Rayon und Stadt
  5. a b azerb.com über Stadt und Rayon