la Caixa

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”la Caixa”-Logo
Hauptgebäude von ”la Caixa” in Barcelona auf der westlichen Seite der Avinguda Diagonal

Die katalanische Sparkasse la Caixa, vollständiger Name: katal. Caixa d’Estalvis i Pensions de Barcelona (‚Spar- und Pensionskasse von Barcelona‘) ist das drittgrößte Kreditinstitut Spaniens und die größte Sparkasse Europas. Das Institut mit über 27.000 Mitarbeitern und weltweit mehr als 5.500 Geschäftsstellen ist vor allem in Europa, Nordamerika und Asien vertreten. Der Schwerpunkt des Kundengeschäfts liegt in Katalonien.

Der Präsident von ”la Caixa” ist gegenwärtig Isidre Fainé i Casas, Generaldirektor (geschäftsführender Vorstand) des Instituts ist seit dem 7. Juni 2007 Joan Maria Nin i Génova.

Geschäftstätigkeit[Bearbeiten]

Die Summe der von ”la Caixa” und ihren Tochterinstituten verwalteten Kundeneinlagen belief sich im September 2008 auf 238,4 Mrd. Euro, bei einem konsolidierten Gesamtumsatz des Konzerns von mehr als 411,5 Mrd. Euro. Die umfangreichen Industriebeteiligungen des Instituts konzentrieren sich auf den Energie-, Infrastruktur- und Kommunikationssektor und werden von der Holdingtochter Caixabank (ehemals Criteria CaixaCorp) gehalten, die seit Oktober 2007 eigenständig an der Börse notiert ist und seit Januar 2008 zu den Ibex-Unternehmen gehört. Zu dem Beteiligungsportfolio gehört auch ein bedeutender Anteil am multinationalen spanischen Energieversorger Gas Natural. ”la Caixa” hält außerdem eine Beteiligung in Höhe von 8,9 % an der Bank of East Asia. Im Januar 2008 hat ”la Caixa” den Großteil des Private-Banking-Geschäfts von Morgan Stanley in Spanien mit einem Geschäftsvolumen von ca. 600 Mio. Euro übernommen.

Das seit 1980 verwendete Sparkassenlogo, ein blauer Seestern mit einem gelben und einem roten Punkt, ist einem Werk Joan Mirós entnommen.

Politisch gilt ”la Caixa” als den spanischen Sozialisten (PSOE) nahestehend, während ihr Hauptkonkurrent, die Caja Madrid, von der konservativen spanischen Volkspartei (PP) dominiert wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Vorgängerinstitut, die ‚Pensions-, Alters- und Sparkasse für Katalonien und die Balearen‘ (Caixa de Pensions per a la Vellesa i d’Estalvis de Catalunya i Balears bzw. Caja de Pensiones para la Vejez y de Ahorros de Cataluña y Baleares) wurde am 5. April 1904 von dem Rechtsanwalt Francesc Moragas mit dem Ziel gegründet, bessere Bedingungen für die Anlage von Ersparnissen und Pensionsgeldern zu schaffen. Das heutige Institut entstand 1990 durch Zusammenschluss mit der 1844 gegründeten ‚Spar- und Darlehenskasse Barcelona‘ (Caixa d’Estalvis i Mont de Pietat de Barcelona bzw. Caja de Ahorros y Monte de Piedad de Barcelona), der ältesten katalanischen Sparkasse.

Kultur und Gesellschaft[Bearbeiten]

Die Fundació la Caixa ist eine Stiftung und einer der Hauptakteure im Kulturleben Spaniens. Mit einem Jahresetat von 500 Millionen Euro (2008) zählt diese als eine der fünf bestdotierten Stiftungen der Welt. Drei Fünftel des Budgets werden für soziale Belange aufgewendet, je etwa 80 Millionen gehen in die Bereiche Forschung, Umwelt und Kultur. Und wie sich das von Joan Miró geschaffene Firmenlogo der la Caixa von ihrem Hauptsitz Barcelona aus über ganz Spanien verbreitet hat, so expandiert la Caixa auch als Kunstinstitution wie zum Beispiel in Museen, Auditorien und Konferenzzentren die in zahlreichen spanischen Städten als CaixaForum bekannt sind mit einer breite Palette von Aktivitäten für die Öffentlichkeit, von der Musik und bildenden Kunst bis zu sozialen Programmen, Bildungs- und Geisteswissenschaften.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: La Caixa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien