La Familia Michoacana

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

«La Familia Michoacana» (deutsch: „die michoacanische Familie“) oder kurz La Familia ist ein mexikanisches Drogenkartell und Verbrechersyndikat, das aus dem mexikanischen Bundesstaat Michoacán stammt. Die Organisation entstand, nachdem sie sich 2006 vom Golf-Kartell abgespalten hatte.[1] Das Kartell kontrolliert die Herstellung und Verbreitung von Drogen in Michoacán, zudem schmuggelt es nach Angaben der US-Sicherheitsbehörden große Mengen synthetischer Drogen und Kokain in die Vereinigten Staaten.[2]

Der Mitbegründer und ehemalige Führer des Kartells, Nazario Moreno González, bekannt als «El Más Loco» (deutsch: „der Verrückteste“), predigte das Töten von Feinden als ein gottgegebenes Recht. Nazario Morenos Partner sind José de Jesús Méndez Vargas, Servando Gómez Martínez und Dionicio Loya Plancarte; für jeden Einzelnen ist eine Belohnung von 2 Millionen US-Dollar für die Festnahme ausgesetzt.[3]

González wurde im Dezember 2010 in Apatzingán im Bundesstaat Michoacán von der mexikanischen Polizei erschossen.[2] Nach seinem Tod kam es zu Machtkämpfen bei denen sich José de Jesús Mendez durchsetzte. In der Zeit spaltete sich auch die Gruppe Los Caballeros Templarios (spanisch für: Die Tempelritter) ab.[4]

Am 31. Dezember 2010 teilte die mexikanische Regierung mit, dass einer der Anführer des Kartells, Francisco Lopez Villanueva («El Bigote» (deutsch: „Der Schnurrbart“)), in La Mira festgenommen wurde.[5]

Am 21. Juni 2011 nahm die mexikanische Polizei José de Jesús Mendez an einer Straßensperre in Aguascalientes fest.[4]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Drogenkrieg in Mexiko - Mexikos Kartelle
  2. a b Polizei erschießt mächtigen Drogenboss Welt Online, abgerufen am 20. Februar 2013
  3. Mexico offers $2 million for top drug lords 23. März 2009
  4. a b Wieder Drogenboss in Mexiko festgenommen. In: Generalanzeiger. 22. Juni 2011, abgerufen am 22. Juni 2011 (deutsch).
  5. ORF: Flugblätter und Plakate