La Palma

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter La Palma (Begriffsklärung) aufgeführt.
La Palma
Escudo de La Palma.svg       Bandera La Palma.PNG
Basisdaten
Land: SpanienSpanien Spanien
Provinz: Provinz Santa Cruz de Tenerife
Fläche: 708,32 km² [1]
Einwohner: 85.115[2] (2013)
Bevölkerungsdichte: 120 Einw./km²
Hauptstadt: Santa Cruz de la Palma
Webseite: www.cabildodelapalma.es
Weltraumbild
Karte
Lage La Palmas im Westen der Kanaren
Übersichtskarte

La Palma, eigentlich San Miguel de la Palma, ist die nordwestlichste der sieben großen Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean, die eine der siebzehn Autonomen Gemeinschaften Spaniens bilden. La Palma hat bei einer Fläche von 708 Quadratkilometern eine Nord-Süd-Länge von 45,2 und eine West-Ost-Breite von 27,3 Kilometern. Sie ist mit einem Flächenanteil von 9,45 Prozent[1] an der Gesamtfläche aller Kanaren die fünftgrößte Insel des Archipels. La Palma gehört zur spanischen Provinz Santa Cruz de Tenerife. Hauptstadt ist Santa Cruz de La Palma auf der Ostseite. Auf der Westseite La Palmas befindet sich die größte Stadt der Insel, Los Llanos de Aridane. Die Landessprache ist Spanisch mit lateinamerikanischem Einfluss.

Geografie[Bearbeiten]

La Palma liegt 417 Kilometer vor der südmarokkanischen Küste, 1.371 Kilometer vom spanischen Festland entfernt und 86,2 Kilometer westlich der kanarischen Hauptinsel Teneriffa auf 28° 40′ nördlicher Breite und 17° 52′ westlicher Länge. Sie ist die nordwestlichste der Kanarischen Inseln und die einzige, auf der es ganzjährig natürlich fließende Gewässer gibt.

Im Westen der Insel verläuft der frühere Nullmeridian von Ferro, der eigentlich durch 20° westliche Länge von Paris definiert war. Den Namen gab ihm die 67,3 Kilometer südlich gelegene kleine Insel El Hierro, die bis zur Entdeckung Amerikas den westlichsten Punkt der Europa bekannten Welt darstellte.

Geologie[Bearbeiten]

La Palma ist – wie alle Kanarischen Inseln – vulkanischen Ursprungs. Mit einem Alter von rund zwei Millionen Jahren gehört sie zu den jüngsten Inseln des Archipels. Vom Meeresboden in etwa 4.000 Metern Tiefe erhebt sie sich fast 6.500 Meter und besteht zur Gänze aus verschiedenen vulkanischen Gesteinen. Das Verhältnis aus geringer Grundfläche und großer Höhe macht La Palma zu einer der steilsten Inseln der Erde mit schroffer Küste und nur wenigen Sandstränden.

Vulkanaschefelder auf der Cumbre Vieja mit Blick zur Caldera de Taburiente

Den nördlichen Teil dominiert die Caldera de Taburiente. Der riesige Krater entstand durch Einsturz und Erosion eines Vulkandoms, der sich in prähistorischer Zeit möglicherweise bis zu 3.500 Meter über den Meeresspiegel erhob. Der Durchmesser der heutigen Caldera beträgt neun Kilometer, ihr Umfang 28 Kilometer und der Höhenunterschied vom Kraterrand bis zur Sohle bei Dos Aguas beinahe zwei Kilometer. Die Caldera bildet damit den größten Senkkrater der Welt. Ein Ring aus Gipfeln mit Höhen von 1.700 bis 2.400 Metern umgibt den Kraterrand.

La Palma, Luftbild

Hier befindet sich auch die höchste Erhebung der Insel, der Roque de los Muchachos mit 2.423 Metern. Am Gipfel befindet sich das Roque-de-los-Muchachos-Observatorium. Nach Westen entwässert die Caldera durch den Barranco de las Angustias, die enge Schlucht der Todesängste, auf deren Grund ein Wanderweg verläuft. Die Caldera selbst ist unbewohnt und nur zu Fuß zu erreichen. Sie wurde 1954 zum Parque Nacional de la Caldera de Taburiente erklärt. Die Nationalparkverwaltung unterhält hier einen Campingplatz mit Informationszentrum. Südlich an die Caldera schließt sich ein in Nord-Süd-Richtung verlaufender Höhenzug an, der in die Cumbre Nueva und die jüngere, aus Vulkankratern bestehende Cumbre Vieja unterteilt wird. Der Grat erhebt sich bis auf fast 2.000  Meter Höhe und teilt die Insel in zwei klimatisch unterschiedliche Hälften: Während sich an den Nord- und Ostabdachungen die Passatwolken stauen, ist die südwestliche Leeseite der Insel trockener und oft wolkenfrei.

Vulkanismus[Bearbeiten]

Im südlichen Teil der Insel ist der Vulkanismus noch aktiv. Der letzte Ausbruch fand 1971 bei Fuencaliente, dem heutigen Los Canarios, statt. Hierbei entstand der Vulkan Teneguía, der unter wissenschaftlicher Beobachtung steht, weil er nicht erloschen ist. Südlich der Insel setzt sich die Cumbre Vieja unter dem Meeresspiegel fort. Hier befinden sich aktive unterseeische Vulkane.

Volcán Teneguía

Vulkanausbrüche auf La Palma:

  • 1470–1492 Montaña Quemada
  • 1585 Tajuya in der Nähe von El Paso
  • 1646 Volcán San Martin
  • 1677 Volcán San Antonio
  • 1712 El Charco
  • 1949 Volcán San Juan, Duraznero, Hoyo Negro
  • 1971 Volcán Teneguía

Die Spuren dieser Ausbrüche – Krater, Aschefelder und kilometerlange Lavaströme – prägen vor allem den Südteil der Insel.

Vulkanausbruch-Erdrutsch-Tsunami-Theorie:

Eine Untersuchung in den 1990er Jahren ergab, dass die Cumbre in ihrem Inneren wasserdurchtränkte, vertikale Schichten aus porösem Vulkangestein aufweist. Es gibt Theorien, dass die westliche Flanke der Cumbre Vieja bei einem erneuten Vulkanausbruch instabil werden und ins Meer abrutschen könnte. Dieser gewaltige Erdrutsch würde eine Folge riesiger Flutwellen (Tsunamis) auslösen, die mit einer Geschwindigkeit von bis zu 700 km/h den Atlantik überqueren und sich an der Ostküste des amerikanischen Kontinents bis zu 25 Meter hoch auftürmen könnten.[3]

Einige englische Geologen haben dieses Szenario in einer Dokumentation der BBC aus dem Jahr 2000[4] verbreitet und damit einen Medienrummel ausgelöst. Eine aktuelle, seriöse Berechnung hält fest, dass es dieses Unglück innerhalb der nächsten zehn Millionen Jahre wahrscheinlich geben wird; die meisten geologischen Institute halten die Wahrscheinlichkeit einer solchen Katastrophe entsprechend für sehr gering.

Klima[Bearbeiten]

Das über das Jahr anhaltend milde Klima auf La Palma wird entscheidend durch den Nordostpassat und den Kanarenstrom bestimmt.

Der über dem Äquator aufsteigende Passatwind nimmt über dem Atlantik Feuchtigkeit und Kühle auf und dreht auf dem 30. Breitengrad seine Strömung wieder in Richtung Äquator um. Hier trifft er aus nordöstlicher Richtung auf die Kanaren. La Palma kann mit seinem über 2000 Meter hohen Bergmassiv die vom Passatwind mitgeführte Feuchtigkeit aufnehmen, die sie zur grünsten Insel der Kanaren macht. Lanzarote und Fuerteventura, die östlichen Inseln der Kanaren, können wegen fehlender Höhenzüge von diesem Wassersegen nicht profitieren und bleiben daher karg und trocken. Die mittleren Niederschlagsmengen pro Jahr der Inseln unterscheiden sich daher auch deutlich: Lanzarote 135 mm, Fuerteventura 147 mm, La Palma 586 mm.[5]

Passatwolken über der Cumbre Nueva

Die Passatwolken – in einer mittleren Höhenlage von 600 bis 1700 Metern – treffen auf den Nordosten der Insel und bewirken dort maximale jährliche Niederschlagsmengen von 1000 bis 1100 mm. (Eine Grafik in[6] zeigt die Verteilung der jährlichen Niederschlagsmengen auf La Palma in einer Stufung von 100 mm.) Ein charakteristisches Bild vom Strom der Passatwolken entsteht am zentralen Gebirgsmassivs der Insel, der Cumbre Nueva in einer Höhe von 1450 Metern, wo sich die Wolken über dem Bergkamm wälzen (Mar de nubes), auf der Westseite der Insel lösen sie sich dann wieder auf. Die mittleren Niederschlagsmengen pro Jahr zwischen der Ost- und Westseite der Inseln unterscheiden sich aufgrund der Abschirmung der Passatwolken durch das Bergmassiv deutlich, mit 507 mm in Santa Cruz auf der Ostseite und in Tazacorte auf der Westseite mit 284 mm.[7]

Eine besondere Bedeutung für den Wasserhaushalt auf La Palma haben die kanarischen Kiefern, die mit ihren bis zu 20 mm langen Nadeln den Nebel besonders effizient auskämmen (Nebelkondensation). Die Feuchte tropft in den Waldboden, wo sie nur z. T. von den feinen Saugwurzeln der Kiefern aufgenommen wird, und bildet eine für die Insel unverzichtbare Wasserressource.[8]

Die zweite wetterbestimmende Größe ist der Kanarenstrom, eine – bei den Azoren vom Golfstrom abzweigende – kühle Meeresströmung, die im Sommer mit 22°C und im Winter mit 18°C für ein mildes Klima auf den Kanaren sorgt.

Eine klimatische Besonderheit auf den Kanaren stellt der mit Levante, Harmattan, Schirokko und – auf La Palma – mit Calima bezeichnete Saharawind dar (Atem der Sahara). Der aus Süden auf die Inseln treffende Wind entsteht bei Hochdruck über der Sahara und führt sehr trockene und heiße Luft und Saharastaub mit und dauert meistens nicht länger als 3 bis 5 Tage. Im Sommer lässt er auf den Inseln die Temperaturen bis 45°C ansteigen. Der feine Saharastaub verfärbt die Luft gelblich, setzt sich als Staubschicht auf alle Gegenstände, verschlechtert die Atemluft und beeinträchtigt Sichtverhältnisse, welche im ungünstigsten Fall den Flugverkehr zum Erliegen bringen kann.[5]

Ein weiteres Wettersystem entsteht bei Atlantischen Tiefausläufern, die sich zu sehr stürmischen Westwinden ausbilden können und wiederholt zu erhebliche Schäden an Gebäuden (Häusern wie Hafenanlagen), in der Landwirtschaft (insbesondere Bananenplantagen) und in der Natur geführt haben.[9]

Die nachfolgenden Werte der Klimatabelle beziehen sich auf höhere Insellagen (vermutlich um 500 Meter Höhe, genauer Bezugsort nicht bekannt).

La Palma
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
159
 
17
12
 
 
112
 
17
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75
 
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12
 
 
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17
12
 
 
12
 
19
13
 
 
8
 
20
15
 
 
1
 
22
16
 
 
3
 
23
17
 
 
10
 
23
17
 
 
104
 
21
17
 
 
224
 
19
15
 
 
126
 
17
13
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für La Palma
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 17,0 16,9 17,5 17,4 19,1 20,0 22,3 23,2 22,6 21,3 19,0 17,2 Ø 19,5
Min. Temperatur (°C) 12,2 11,6 11,9 11,9 13,2 14,5 16,4 17,4 17,2 16,6 14,9 12,8 Ø 14,2
Niederschlag (mm) 159 112 75 23 12 8 1 3 10 104 224 126 Σ 857
Sonnenstunden (h/d) 3,8 4,5 5,1 4,9 4,7 5,0 7,0 6,8 5,2 3,9 3,2 4,0 Ø 4,8
Regentage (d) 7 6 4 2 1 1 0 0 1 6 8 9 Σ 45
Wassertemperatur (°C) 19 18 18 19 20 21 22 23 23 23 22 20 Ø 20,7
Luftfeuchtigkeit (%) 71 70 68 69 69 71 72 72 73 72 72 70 Ø 70,8
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
17,0
12,2
16,9
11,6
17,5
11,9
17,4
11,9
19,1
13,2
20,0
14,5
22,3
16,4
23,2
17,4
22,6
17,2
21,3
16,6
19,0
14,9
17,2
12,8
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
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r
s
c
h
l
a
g
159
112
75
23
12
8
1
3
10
104
224
126
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Natur[Bearbeiten]

Los Tilos
Besucherzentrum Los Tilos

Vegetation[Bearbeiten]

Aufgrund seiner Entstehung und Lage bietet La Palma eine einmalige Natur und Landschaft.[10] La Palma ist bekannt als La Isla verde (die grüne Insel) und als La Isla bonita (die schöne Insel), da sie ganzjährig – zumindest im Norden der Insel – von grüner Vegetation bedeckt ist. Diese Üppigkeit verdankt die Insel den nordöstlichen Passatwinden, die verlässlich Wolken auf der Luv-Seite der Insel schaffen, die beim Überqueren der Insel abregnen oder dichte Nebelfelder auf den Bergen bilden. Die Feuchtigkeit dieser Wolken wird von verschiedenen Pflanzen gesammelt. Die Insel gliedert sich in verschiedene Vegetationszonen – von Lavafeldern über mediterrane Trockenvegetation zu Kiefernwäldern auf den Höhen und auf der Nordostseite auch Lorbeerwälder, die Regenwald ähneln. Unter den Pflanzen La Palmas findet man etwa 170 Endemiten der Kanaren, darunter der Kanarische Drachenbaum und die Kanarische Kiefer.

Landschaft[Bearbeiten]

Die Landschaft bildet ein Ensemble in Schwarz (Basalt), Rot (Tuff) und Grün (Vegetation) im Blau des Atlantik. Sie wird geprägt durch die Barrancos im Norden, tief eingeschnittene Schluchten, die das Wasser von den Bergen zum Meer führen, den Wäldern auf den zentralen Inselbergen und den Gebieten jüngerer vulkanischer Aktivität im Süden aus Aschefeldern, erstarrten Lavaströmen und Vulkankegeln.

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Im Jahr 1983 wurde erstmals auf den Kanarischen Inseln der Lorbeerwald Los Tilos auf La Palma von der UNESCO zum Biosphärenreservat "El Canal y Los Tiles" - mit einer Ausdehnung von 500 ha - erklärte. 1998 wurde das Biosphärenreservat "Los Tiles" - um das 27fache - auf eine Fläche von 13.420 ha. erweitert, das Teile der Gemeinden von Barlovento, San Andrés y Sauces, Puntallana und Santa Cruz de La Palma überdeckt.[11] Heute zählt die gesamte Insel zum Biosphärenreservat der UNESCO. Im Besonderen werden die Landschaftsschutzgebiete, Naturdenkmäler (Monumentos Naturales) und Objekte von besonderem wissenschaftlichem Interesse (Sitios de Interés Científico) ausgewiesen:[12]

Nationalparks und Reservate (Parques Nacionales und Reserva Natural)

Unter Schutz stehende Landschaftsgebiete (Paisajes Protegidos)

  • El Tablado (Nordküste von Garafía)[13]
  • Barranco de Las Angustias (Schlucht / Ausgang der Caldera de Taburiente zum Meer)[14]
  • Tamanca (Westhang des Bergrückens der Cumbre Vieja)[15]
  • El Remo (Westküste La Palmas, Gemeinde Los Llanos de Aridane)[16]

Weiterhin ist die ganze Insel seit 1988 ein Lichtschutzgebiet (Ley del Cielo 31/1988).[17] 2011 wurde speziell das La Palma Starlight Reserve geschaffen, das weltweit erste UNESCO-Starlight Reserve (siehe Abschnitt Sternwarten).

Tierarten[Bearbeiten]

Folgende besondere Tierarten sind auf La Palma heimisch:[18]

  • Die Graja (Pyrrhocorax pyrrhocorax barbarus) ist eine nur hier vorkommende (endemische) Unterart der Alpenkrähe (Pyrrhocorax pyrrhocorax).
  • Es gibt nachtaktive Geckos.
  • An den Stränden tauchen manchmal Quallen und Seeigel auf (dann erfolgt eine Markierung der Strände mit farbigen Fahnen).
  • Es gibt Berichte über schmerzhafte Begegnungen mit Skolopendern.
  • An Schmetterlingen sei hier der große Wanderbläuling (Lampides boeticus) erwähnt, der bis in die Gipfellagen des Taburiente-Kraters vorkommt. Dieser Bläuling ist eine in Südeuropa und fast der gesamten Paläotropis verbreitete Art und kommt nur sehr selten als Wanderfalter bis nach Deutschland. Zu den endemischen Arten zählen der Kanaren-Weißling (Pieris cheiranthi), der Kanarische Admiral (Vanessa vulcania), das Kanaren-Waldbrettspiel (Pararge xiphioides) und der nur auf La Palma beheimatete Samtfalter Hipparchia tilosi.

Geschichte[Bearbeiten]

Steinzeit, Guanchen und Antike[Bearbeiten]

La Palma wurde im Neolithikum vom Volk der Guanchen besiedelt, deren Herkunft nicht eindeutig abschließend geklärt ist. Dass sie ab etwa 2000 v. Chr. von Nordafrika einwanderten, ist unter Wissenschaftlern mittlerweile nicht mehr umstritten. Dafür sprechen die genetischen Analysen von Skelettfunden wie auch nordafrikanische Sprachreste. Die Guanchen lebten auf einer steinzeitlichen Kulturstufe und waren in verschiedenen Clans organisiert, die die Insel unter sich aufteilten. Der altkanarische Name von La Palma war Benahoare. Die Sprache der Guanchen, das Guanche, wurde nach der spanischen Eroberung etwa im 16. Jahrhundert durch die Eroberer unterdrückt. Allerdings haben sich einige Worte im heutigen kanarischen Dialekt erhalten.

Petroglyphen im Kulturpark La Zarza

Die Kultur der Guanchen ist heute großenteils ausgerottet. Es gab auf La Palma keine großen Schlachten zwischen der Urbevölkerung und den spanischen Eroberern unter Führung von Alonso Fernández de Lugo. Die Guanchen kamen hier deshalb nicht in Massen um und ließen sich, natürlich nicht ohne Widerstand, christianisieren. Sie waren auch noch nach der Conquista in der Inselbevölkerung in der Überzahl. Jedoch mussten sie sich den neuen Siedlern unterwerfen. Später vermischten sie sich mit diesen. Ein Teil der heutigen einheimischen Bevölkerung La Palmas stammt daher noch von den Guanchen ab. Die zahlreichen Reste ihrer Steinzeitkultur sind heute noch vorhanden: Wohnhöhlen, Grabstätten, Steinwerkzeuge und die Petroglyphen – komplexe Steinritzungen mit unbekannter Bestimmung. Bemerkenswert sind die steingepflasterten Königswege, welche die gesamte Insel überziehen und die verschiedenen Regionen verbinden.

Näheres zu Gesellschaft, Felszeichnungen und Religion der Guanchen erfährt man im Inselmuseum, im Besucherzentrum des Nationalparks Caldera de Taburiente sowie bei La Zarza und La Zarcita (seit 1998 erster Archäologischer Park der Kanaren). Die dortigen Felsbilder faszinieren durch ihre Mäander, Labyrinthe und Figuren. Ein zweiter Archäologiepark bei der Höhle von Belmaco ist mit knapp 4.000 Jahren die älteste Fundstelle La Palmas.

Die Kanarischen Inseln waren möglicherweise schon im Altertum phönizischen Seefahrern bekannt. Erste Europäer gelangten im 13. Jahrhundert auf die Kanaren, unter ihnen Lancelotto Malocello.

Spanische Eroberung[Bearbeiten]

Im Jahre 1312 erreichte der Genuese Lancelotto Malocello La Palma. Nachdem der kastilische Graf Hernán Peraza seine Macht auf Lanzarote, Fuerteventura und El Hierro gefestigt hatte, entsandte er 1447 eine Flotte aus drei Schiffen mit 500 Mann zu der Insel, die bis dato als unbezwingbar galt. Aber auch dieser Feldzug war für Eroberer, wie die vorangegangenen, ohne Erfolg: bei den erbitterten Kämpfen mit den Insulanern verloren die Spanier 200 Mann. Am 29. September 1492 – Christoph Kolumbus entdeckte in diesem Jahr Amerika – landete der auf Gran Canaria beheimatete General Alonso Fernández de Lugo mit einer Streitmacht von 900 Mann auf La Palma in der Nähe des Strandes von Tazacorte; er war von dem spanischen Herrscherpaar Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragón zu diesem Feldzug ermächtigt. Er hatte die früher von La Palma verschleppte Gasmirla la Palmens dabei und machte falsche Versprechungen. Die Bezirke Aridane, Tihuya, Tamanca und Ahenguarem unterwarfen sich. Die Herrscher von Tigalate allerdings leisteten starken Widerstand. Schließlich traten alle Fürsten der Benahoaritas, der Ureinwohner La Palmas, zum Christentum über, bis auf den Bezirk der Caldera de Taburiente, der damals Aceró (starker Ort) hieß. Diese Gegend unterstand dem berühmten Tanausú, der sich widersetzte und nur durch einen Hinterhalt gefangen genommen werden konnte. De Lugo schickte der kastilischen Krone mehrere Gefangene zum Beweis seiner Eroberung, darunter auch Tanausú, der angesichts dieser Schande in den Hungerstreik trat und noch auf der Überfahrt starb. Am 3. Mai 1493, dem „Tag der Erhebung des Heiligen Kreuzes“, gründete Lugo an dem Ort, an dem sich die altkanarische Siedlung Apunyon (auch Auprón) befand, die Stadt Santa Cruz de La Palma. Dann begab er sich nach Gran Canaria zurück, um Vorbereitungen für die Einnahme von Teneriffa zu treffen, der letzten der sieben großen Kanarischen Inseln, die er schließlich nach einem zweijährigen Feldzug 1496 eroberte.

Die Spanier nutzten die Kanaren als wichtige Zwischenstation für die Überfahrt nach Westindien. Ausschlaggebend dafür war die geographische Lage in der nördlichen Passatzone, die schon Kolumbus 1491 nutzte, der allerdings La Palma nie betrat.

Menschenhandel, Zuckerboom[Bearbeiten]

Schnellen Reichtum bot La Palma wegen fehlender Bodenschätze nicht. Gewinn versprachen zunächst die Einheimischen – als Sklaven. Trotz eines päpstlichen Erlasses aus dem Jahr 1434, in dem Eugen IV. die Kanarier zu freien Leuten erklärt und den Menschenhandel auf den Inseln verboten hatte, endete ein Großteil der Urbevölkerung von La Palma gleich nach der Eroberung in der Sklaverei. Schätzungen zufolge blieben nur rund 300 Familien (1.200 Menschen) von diesem Schicksal verschont. Diese Palmeros ließen sich nach und nach taufen und vermischten sich, nachdem sie ab 1514 den Spaniern rechtlich gleichgestellt worden waren, rasch mit den Konquistadoren sowie mit eingewanderten Portugiesen und Franzosen. Schon bevor sich der Sklavenhandel auf der Insel erschöpft hatte, verfolgte Alonso Fernández de Lugo ein weitaus lukrativer erscheinendes Ziel: den Anbau von Zuckerrohr, zur damaligen Zeit das den meisten Gewinn bringende Ackerbauprodukt. Europäische Kaufleute, Handwerker, Wein- und Ackerbauern wurden auf die Insel gerufen, um Kapital und Arbeitskraft in Zuckerverarbeitungsanlagen zu investieren. Wie bedenkenlos man dabei mit der Landvergabe umging, wird an folgendem Beispiel deutlich: 1508 verkaufte Juan Fernández de Lugo seine Zuckerverarbeitungs- und -Bewässerungsanlage von Tazacorte und Argual an den Andalusier Dinarte; dieser veräußerte sie ein Jahr später an die Augsburger Welser; wiederum ein Jahr später (1510) gelangten sie in Besitz des Antwerpener Kaufmannes Jakob Groenenberch (hispanisiert: Jacomo Monteverde), von dem sie schließlich das Brüsseler Handelshaus Van de Valle erwarb.

Weinbau[Bearbeiten]

Ab 1553 lohnte der Zuckerrohranbau auf La Palma immer weniger. In Mittel- und Südamerika wurde preisgünstiger produziert. Viele nicht mehr rentable Zuckerrohrplantagen wurden in Weinfelder umgewandelt. Der vor allem im Süden der Insel auf jungvulkanischem Boden gedeihende süße Malvasia wurde das wichtigste Exportprodukt von La Palma. Hauptabnehmer des palmerischen Weines war England. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts dauerte der Siegeszug der palmerischen Malvasier, dann führte ein sich ändernder Konsumentengeschmack zum Niedergang des Weinbaus. Heute wird wieder mit zunehmendem Erfolg Wein angebaut.

Amerikahandel, Piratenüberfälle[Bearbeiten]

Im 16. Jahrhundert bekam La Palma nach Antwerpen und Sevilla das Privileg, mit Amerika Handel zu treiben. Schnell entwickelte sich Santa Cruz de La Palma zu einem der wichtigsten Häfen des spanischen Reiches. So lockte Santa Cruz de La Palma im Laufe des 16. Jahrhunderts immer wieder Piraten an, die sich der Reichtümer der Stadt bemächtigen wollten. Unter dem Befehl von François Le Clerc plünderten Franzosen 1553 die Hafenstadt. Was sie nicht mitnehmen konnten, brannten sie nieder. Nach dieser Katastrophe wurden Kirchen, Klöster und Häuser größer und prächtiger wieder aufgebaut. Neue Verteidigungsanlagen wurden errichtet. So konnte 1585 der Angriff des Engländers Francis Drake erfolgreich abgewehrt werden. Der Handel mit Amerika begünstigte das Aufkommen weiterer Erwerbszweige (Schiffbau, Herstellung von Segeltuch etc.). Zahlreiche Kaufleute aus aller Welt kamen nach Santa Cruz de La Palma und verliehen dem Ort ein internationales Flair, viele fremdländisch klingende Straßennamen zeugen noch heute von dieser Epoche. Der Niedergang setzte jedoch bereits Mitte des 17. Jahrhunderts ein. Nach einem Erlass aus dem Jahre 1657 mussten alle Schiffe auf dem Weg nach Amerika auf Teneriffa registriert werden und dort ihre Abgaben entrichten. Der Handelsverkehr im Hafen von Santa Cruz de La Palma kam damit nahezu zum Erliegen. Zwar gab König Carlos III. 1778 den Amerikahandel für alle spanischen Häfen frei, doch konnte sich Santa Cruz de La Palma nie völlig von der Wirtschaftskrise erholen.

Seide, Cochenille und Bananen[Bearbeiten]

Abgesehen von Piratenangriffen erlebte La Palma weitestgehend ruhige Zeiten. Von jeder Wirtschaftskrise erholte sich das zwar bodenschatzlose, aber sehr fruchtbare Eiland immer relativ schnell. Nach Zucker und Wein ließ sich auch mit Bienenwachs und -honig, mit Tabak sowie mit Seide gutes Geld verdienen. Bereits seit dem beginnenden 16. Jahrhundert pflanzte man in La Palma Maulbeerbäume an, jetzt war La Palma führend in der Seidenherstellung der Kanaren. Die Seidenverarbeitung der Insel galt als die fortschrittlichste des Kanarischen Archipels. Um 1830 wurde die aus Mexiko stammende Cochenille-Laus eingeführt, eine Schildlaus, die einen begehrten karmesinroten Farbstoff liefert. Mit der Entwicklung von Anilinfarbe um 1880 war diesem Wirtschaftszweig jedoch nur ein kurzer Gewinn beschert. Aus dieser Wirtschaftskrise half der Bananenanbau, den die beiden Gesellschaften Elder Dempster aus England und Fyffes aus Irland ab 1878 in großem Stil auf die Kanaren brachten.

Armut[Bearbeiten]

Das einfache Volk auf dem Lande profitierte von dem auf La Palma erwirtschafteten Reichtum kaum. Noch im 19. Jahrhundert lebten die meisten Inselbewohner in strohgedeckten Holzhütten, selbst wohlhabende Landbewohner konnten sich nur niedrige Bruchsteinhäuser leisten. Probleme bereitete oft die Versorgung mit Lebensmitteln. Da man auf der Insel vorwiegend Monokulturen anbaute, reichte die verbleibende Ackerfläche für den Anbau von Getreide und anderen Landwirtschaftserzeugnissen nicht aus. Schon im 16. Jahrhundert musste Getreide – zu hohen Preisen – importiert werden. Als das Domkapitel von La Palma einmal seinen Zehnten in Form von Weizen aus dem Getreidespeicher forderte, weigerte sich die Bevölkerung einmütig und entschlossen, auf diese Art ihre Steuern zu begleichen, woraufhin der Inquisitor über die Insel einen Kirchenbann verhängte und – infolge einer Missernte – einige Jahre lang niemand christlich beerdigt wurde. Die Armut auf dem Lande war so groß, dass in vielen Familien die „schlecht ernährten und schlecht gekleideten“ Männer und Frauen, wie 1758 der Missionar Juan de Medinilla in einem vertraulichen Bericht an seinen Bischof schrieb, sonn- und feiertags aus Mangel an Kleidung jeweils abwechselnd zur Messe gehen mussten.

Kultur, Wissenschaft und Sport[Bearbeiten]

Kirche in Las Nieves
Virgen de las Nieves

Religion[Bearbeiten]

Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist römisch-katholisch. In regelmäßigen Abständen werden die Heiligen aus bestimmten Kirchen mit Prozessionen geehrt. Diese Veranstaltungen verlaufen über mehrere Tage und werden durch ein Rahmenprogramm und ausgelassene Feiern begleitet.

Regionale Feste[Bearbeiten]

Über das Jahr verteilt gibt es mehrere, teils regional begrenzte Feste. Mit dem Mandelblütenfest im Februar oder März in Puntagorda, wo die meisten Mandelbäume der Insel anzutreffen sind, beginnt der Reigen der Feste auf der Insel. Am 5. Mai wird in der „Fiesta de la Cruz“ die Eroberung der Insel und Gründung der Hauptstadt Santa Cruz gefeiert. Hierzu werden auf der ganzen Insel Kreuze in wertvolle Stofftücher und Papier verhüllt und mit Blumen und Kerzen geschmückt werden.

Die „Bajada de la Virgen de las Nieves“ („Niederkunft der Jungfrau vom Schnee“) ist eines der herausragenden kanarischen Feste. Es geht auf das Jahr 1676 zurück, in dem auf der Insel große Dürre herrschte. Um eine drohende Missernte abzuwenden, ordnete der kanarische Bischof Jimenz an, die auf der ganzen Insel verehrte Statue der Jungfrau vom Schnee in Las Nieves in einer Prozession in die Hauptstadt zu tragen. Der langersehnte Regen stellt sich danach ein. Die Prozession wird daraufhin alle fünf Jahre wiederholt, das nächste Mal im Jahr 2015. Die Feierlichkeiten ziehen sich jeweils im Sommer über mehr als einen Monat hin. Ein Höhepunkt der Fiesta ist der Maskentanz der Zwerge („enanas“) in Santa Cruz.[5]

Ein weiterer Höhepunkt der Feierlichkeiten auf La Palma ist der Karneval, dessen Umzüge in den Karneval-Hochburgen von Santa Cruz und Los Llanos den Vergleich mit dem in Rio nicht scheuen brauchen.[19]

Kultureinrichtungen und Künstler[Bearbeiten]

Museo Arqueologico in Los Llanos
Museo del Platano in Tazacorte

Zum kulturellen Angebot auf La Palma gehören die archäologischen Zentren, Parque Arqueologico in La Zarza, Gemeinde Garafia und Cueva Belmaco in Mazo, mehrere Bibliotheken (jeweils in den größeren Orten der Insel), ein Kino und das Teatro Chico in Santa Cruz und ein Kino Los Llanos sowie diverse Musik- und Kunstveranstaltungen, welche überwiegend in den Casas de Cultura der Orte stattfinden. Zu den Museen der Insel zählen Museo Insular und Museo Naval (Schifffahrtsmuseum in der nachgebauten Karavelle Santa Maria von Christoph Kolumbus) in Santa Cruz, Museo Arqueologico in Los Llanos de Aridane, Museo del Platano (Bananenmuseum) in Tazacorte und Museo del Vino (Weinmuseum) an der Plaza de La Glorieta in Las Manchas.

Luis Morera ist einer der bekanntesten auf La Palma lebenden und schaffenden Künstler. Seine Werke auf der Insel sind unter anderem der Plaza de La Glorieta, der Park El Jardín de las Delicias in Los LLanos, der Brunnen mit der Bronzefigur San Miguel de La Palma vor dem Rathaus von Tazacorte, die Bronzefigur der Zwerg (Enana) in Santa Cruz sowie eine Vielzahl von Bildern von der Natur und Bevölkerung der Insel.

Palmerische Küche[Bearbeiten]

Die Palmerische Küche unterscheidet sich nicht sehr von denen der anderen Kanarischen Inseln.

Hauptartikel: Kanarische Küche

Bis in die 1960er Jahre bestand für die meisten palmerischen Familien – insbesondere in den ländlichen Gebieten – das Essen aus den von ihnen gewonnenen Produkten, wie Kartoffeln, Gofio (geröstetes Mais- oder Weizenmehl), Schweine- und Ziegenfleisch, Ziegenkäse, Mojo (pikante Sauce), Milch, Fisch, einige Gemüse- und Obstsorten. Zu festlichen Gelegenheiten wie Karneval und Weihnachten wurden spezielle Gerichte zubereitet, Süßspeisen aus Brot, Honig und Milchreis, geröstete Kastanien, Biskuit. Ziegenkäse mit Mojo zählen heute – auch im touristischem Bereich – zu den besonderen palmerischen Gerichten.[20]

Sternwarten[Bearbeiten]

Observatorien am Roque de los Muchachos

Für die Standortauswahl des Observatoriums auf La Palma im Jahr 1972 waren entscheidend, die Höhenlage auf dem Roque de los Muchachos mit 2400 Metern über den Wolken und eine geringe Lichtverschmutzung des Nachthimmels auf La Palma sowie eine verhältnismäßig geringe Entfernung zu Europa gegenüber anderen Standorten wie Südamerika oder Hawaii (mit 4200 Meter Höhe und 50 Prozent Sauerstoffgehalt).[21]

Die Gründungsmitglieder Spanien, England, Dänemark, Deutschland und Schweden beschlossen 1974 als ersten Schritt für die Errichtung des Observatoriums den Ausbau einer Zufahrtsstraße sowie die Wasser- und Stromversorgung auf den Roque de los Muchachos und ein Trainingsprogramm für die spanischen Wissenschaftler.

1984 nahm das Roque-de-los-Muchachos-Observatorium seinen Betrieb auf, das ein Jahr später vom spanischen König und den königlichen Oberhäuptern und Regierungschefs der Mitgliedsländer offiziell eingeweiht wurde.

Um die Sichtverhältnisse der Astronomen in der Nacht zu verbessern, wurde 1988 für La Palma und Teneriffa das Gesetz Ley de Protección de la Calidad Astronómica de los Observatorios del IAC („Gesetz zum Schutze des Himmels“) beschlossen, das Leuchtreklame verbietet und festlegt, dass Lampen im Freien nur bestimmtes Licht nur nach unten abstrahlen dürfen.

Am 24. Juli 2009 wurde das Gran Telescopio Canarias (GTC oder auch GRANTECAN) durch den spanischen König Juan Carlos und Königin Sophia eingeweiht. Es nahm dabei den regulären Beobachtungsbetrieb, wobei es als größtes Spiegelteleskop weltweit gilt.[22]

Historische Sportarten[Bearbeiten]

La Lucha in der Sporthalle von Tazacorte

Lucha Canaria ist ein kanarischer Ringkampf, der bereits unter den Guanchen ausgetragen wurde. 1420 berichtete der Chronist Alvar Garcia de Santa Maria über diese Sportart der Kanaren. Es wird vermutet, dass durch diese Kämpfe Streitigkeiten unter der Urbevölkerung unblutig entschieden wurden.[23][24]

Lucha zählt auch heute - neben Fußball - zu den beliebtesten Sportarten der Kanaren. Es ist ein Mannschaftssport, der von zwölf Kämpfern ausgetragen wird. Es ringen immer zwei miteinander. Verloren hat derjenige, dessen Oberkörper zuerst den Boden berührt. Ein Kampf geht über 3 Runden von maximal 2 Minuten Dauer.[5][25]

Hirtensprung (Spanisch: Salto del pastor) ist ein auf den Kanarischen Inseln verbreiteter Volkssport, der seine Wurzeln im regionalen Brauchtum hat und wahrscheinlich auf die Ureinwohner der Guanchen zurückgeht. Um in möglichst kurzer Zeit im gebirgigen Gelände Höhenunterschiede schnell und sicher zu überwinden, benutzten die Viehhirten einen mehrere Meter langen Holzstab, den „Regatón“, um auf ein tiefer gelegenes Gelände zu gelangen.[26]

Verwaltung[Bearbeiten]

La Palma gehört wie die anderen Kanarischen Inseln zu Spanien. Seit 1982 bildet diese Inselgruppe eine Autonome Region innerhalb des spanischen Staates. Darin gehört La Palma zur Provinz Santa Cruz de Tenerife. Die Verwaltung der Insel La Palma findet durch den Inselrat (Cabildo Insular) statt. Alter und neuer Präsident des Inselrates nach den Wahlen im Mai 2007 ist José Luis Perestelo Rodríguez der Partei Coalición Canaria.

Gliederung der Insel[Bearbeiten]

Die Verwaltung La Palmas gliedert sich in 14 Gemeindebezirke:[27]

Einwohnerzahlen La Palmas und der Gemeinden[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl La Palmas verzeichnete von 2000 bis 2010 einen moderaten Anstieg, der sich dann aber umkehrte. In den Gemeinden La Palmas stellte sich die Einwohnerentwicklung dagegen recht unterschiedlich dar: In Santa Cruz nahm in diesem Zeitabschnitt die Einwohnerzahl stetig ab, wohingegen die Einwohnerzahlen in den – an Santa Cruz grenzenden – Gemeinden Breña Alta und Breña Baja anstiegen. Los Llanos hatte bis 2010 einen entsprechenden Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen, die Zahl blieb dann aber konstant.

Bevölkerungsrückgänge sind auch in den Landgemeinden im Norden der Insel, Garafía, Barlovento und San Andrés y Sauces sowie Tazacorte im Westen festzustellen. Die übrigen Gemeinden weisen dagegen nur geringe Veränderungen in den Einwohnerzahlen aus.[28][2]

Gemeinden 1990 1995 2000 2005 2010 2012 2013
La Palma 82.038 82.276 82.483 85.252 87.324 85.468 85.115
Barlovento 2.598 2.694 2.398 2.507 2.296 2.085 2.085
Breña Alta 5.467 5.567 5.898 7.039 7.347 7.298 7.455
Breña Baja 3.418 3.537 4.051 4.355 5.259 5.492 5.523
Fuencaliente 1.822 1.804 1.800 1.913 1.898 1.840 1798
Garafía 2.043 2.032 2.007 1.924 1.714 1.654 1.645
Los Llanos de Aridane 17.062 17.737 18.190 19.878 20.948 20.895 20.930
El Paso 7.154 7.293 7.289 7.404 7.837 7.874 7.928
Puntagorda 1.692 1.825 1.785 1.795 2.177 1.940 2.057
Puntallana 2.305 2.296 2.204 2.424 2.425 2.428 2.346
San Andrés y Sauces 5.399 5.492 5.229 5.086 4.874 4.637 4.473
Santa Cruz de la Palma 18.183 17.460 18.204 17.788 17.128 16.705 16.330
Tazacorte 7.049 6.617 6.147 5.835 5.697 4.957 4.911
Tijarafe 2.734 2.662 2.672 2.713 2.769 2.765 2.776
Villa de Mazo 5.112 5.260 4.609 4.591 4.955 4.898 4.858

Wirtschaft[Bearbeiten]

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Markthalle von Santa Cruz

2006 wurde auf insgesamt 8.305 Hektar Landwirtschaft betrieben. Bananen und Wein nehmen dabei mit über 5.000 Hektar eine zentrale Rolle ein. Zunehmend wird die Landwirtschaft jedoch mit dem Anbau von Avocado, Zitrusfrüchten und Gemüse diversifiziert.[29]

Die Landwirtschaft wird durch ein einzigartiges Bewässerungssystem aus Wasserleitungen und Tunneln ermöglicht, die das Wasser aus den Bergen in die agrarisch genutzten Gebiete führen. Diese Tunnel sind zum Teil Hunderte von Metern durch Felsen getrieben und bringen das Wasser über mehrere Kilometer in die bewohnten Gebiete an der Küste. Allerdings führt der enorme Wasserverbrauch der Landwirtschaft, vor allem der Bananenanbau, zu einer beständigen Verknappung des Wassers auf der regenreichsten Kanareninsel.

Klein- und Kleinstbetriebe[Bearbeiten]

Im Vergleich zur Landwirtschaft spielen Handwerk und Industrie auf La Palma nur eine untergeordnete Rolle. Die Insel besitzt lediglich einige kleine Betriebe, die Landwirtschaftsprodukte weiterverarbeiten bzw. Baustoffe oder Kunsthandwerk herstellen, sowie einige Baufirmen, die dank des Tourismus in den letzten Jahren einen Aufschwung zu verzeichnen hatten. Nur die Zigarettenfabrik in El Paso, in der etwa 300 Insulaner arbeiteten, produzierte bis Ende 2000 in größerem Umfang. Die Produktion wurde nach Deutschland verlagert.

Handel[Bearbeiten]

Der Export von La Palma beschränkt sich auf Agrarprodukte. Insgesamt hat die Insel eine negative Handelsbilanz, d. h. es wird weit mehr ein- als ausgeführt. Dreiviertel der Lebensmittel müssen importiert werden, so auch Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen als auch etwa 80 Prozent des Bedarfs an tierischen Produkten. Andere wichtige Importwaren, die zum größten Teil das spanische Mutterland liefert, sind Rohöl, Konsumgüter, ferner mechanische und elektrische Güter sowie Kraftfahrzeuge.

Tourismus[Bearbeiten]

1890 gab es auf La Palma erste kleine Hotels. Vor allem die Erholung suchenden Engländer frequentierten Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts gern die westlichste Kanareninsel. Einige Jahrzehnte später ging es mit dem Tourismus auf La Palma bergab, in den 1960er Jahren kam er fast ganz zum Erliegen. In den 1970er Jahren und Anfang der 1980er Jahre profitierte La Palma ein wenig vom Massen- und Chartertourismus auf den beiden Kanarenhauptinseln Teneriffa und Gran Canaria. Das damals einzige große Hotel entstand (Sol La Palma, Puerto Naos, 200 Betten). In dieser Zeit gab es unter der einheimischen Bevölkerung noch Vorbehalte gegen den Zustrom von Fremden, die sich in Graffitis an Hauswänden (Alemanes fuera, Deutsche raus) äußerten. Dass auf La Palma der Tourismus auch für die Bevölkerung eine wichtige Einnahmequelle ist, hat derartige Anfeindungen verstummen lassen. La Palma ist mittlerweile ein Aussteigerparadies für Mittelstandsaussteiger geworden, wobei der Anteil der Deutschen am größten ist, gefolgt von Niederländern, Schweizern und Briten.[7]

Erst Ende der 1980er Jahre waren nach der Erweiterung des palmerischen Flughafens für den internationalen Charterverkehr im Tourismusbereich kräftige Zuwachsraten zu verzeichnen. In den 2000er Jahren entstand die Hotelanlage La Palma Princess/Teneguia Princess mit 400 Betten, abgeschieden an der Südspitze La Palmas, unterhalb von Fuencaliente. Trotz stetig sinkender Fluggastzahlen auf La Palma von einer maximalen Anzahl von 1.207.572 im Jahr 2007 auf 965.779 in 2012 (ein Rückgang von 20 %) wurde 2011 ein neues Flughafengebäude eingeweiht.[30]

Puerto Naos mit neuer Seeterrasse von 2013

Bei einem Angebot von etwa 7500 Betten kann man auf La Palma noch nicht von Massentourismus sprechen. Neben den wenigen größeren Hotels sind die Touristen vorwiegend in Ferienwohnungen und kleineren Häusern (Fincas) untergebracht. Die Ferienzentren mit den meisten Touristen befinden sich auf der Westseite der Insel in der Gegend von Puerto Naos und auf der Ostseite von Los Cancajos. Die Strände von Puerto Naos und Los Cancajos tragen die blaue Flagge der EU und erfüllen somit einen gehobenen Qualitätsstandard.

La Palma ist traditionell eine Wanderinsel, entsprechend groß ist die Anzahl der Anbieter von Wanderausflügen in die verschiedensten Regionen der Insel.

Seit Ende der 1990er Jahre haben sich auch verschiedene Anbieter sportlicher Aktivitäten etabliert. So werden beispielsweise geführte Mountainbiketouren oder Reitexkursionen angeboten, verschiedene Tauchbasen auf der Ost- und Westseite der Insel haben sich etabliert.[31]

Ländlicher Tourismus:

Restaurierte palmerische Landhäuser

Seit 1992 hat sich die Asociación insular de Turismo Rural Isla Bonita die Förderung des ländlichen Tourismus auf der Insel La Palma zur Aufgabe gemacht. Hierzu zählen insbesondere die Förderung der ländlichen Unterkünfte und anderer touristischer Ressourcen, wie Management-Training, Verwaltung der Museen und Sehenswürdigkeiten. Der Verein ist ein Zusammenschluss von etwa hundert Häuservermietern, kleinen Unternehmen und Berufsverbänden.[32]

Zur Förderung der ländlichen Unterkünfte (mit EU-Geldern) wurden etwa 65 alte Häuser (Fincas) in der typischen Landschaftsarchitektur restauriert (bis zum Jahr 2000)[5]. Zu dieser Bauweise gehören beispielsweise Decken in Tea-Holz, Holzbalkone, meterdicke Steinwände und die typisch gemauerten Sitzbänke unter den Fenstern. Die Restaurationsarbeiten fördern gleichzeitig die einheimische Handwerkschaft. Mit dem Erhalt und der Vermietung der Häuser wird der Landflucht entgegengewirkt mit dem Effekt, dass auch die traditionelle Agrarstruktur erhalten bleibt.

(Tea-Holz wird aus dem harten Kern der kanarischen Kiefer gewonnen und ist äußerst resistent gegen Feuchtigkeit und lässt sich gut mit dem Stechbeitel bearbeiten.[33])

Zur Untersuchung der Vorstellungen der Touristen über den Urlaubsort La Palma wurde im Auftrag der Asociación de Turismo Rural Isla Bonita im Jahr 2007 eine Befragung von 316 Touristen in 181 Unterkünften auf La Palma durchgeführt.[34] Der Altersanteil der Befragten unter 45 Jahre lag bei 68 Prozent. Die Vorstellungen über den Urlaubsort La Palma gaben sie wie folgt an: Bevorzugt wird ein Urlaubsort, der eher abgeschiedenen und nicht überfüllt ist, Erholung und sportliche Aktivitäten in einer natürlichen Umwelt (Wandern und zu einem geringeren Maße Schwimmen) bietet und die Urlaubsausgaben auch der Bevölkerung des Ortes zugutekommen. Besondere Wertschätzungen des Urlaubsortes finden die Landschaft, die Ruhe, die öffentliche Sicherheit wie die einheimische Küche. Ein am wenigstens geschätzter Aspekte ist das Nachtleben.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßennetz[Bearbeiten]

Mittlerweile ist das Straßennetz auf La Palma gut 1.200 Kilometer lang. Alle Hauptstraßen sind asphaltiert, landschaftsbedingt kurvenreich und in gutem Zustand.

Brücke von Los Tilos

Um den abgelegenen Norden der Insel wirtschaftlich besser einzubinden, wurde Anfang 1992 eine asphaltierte Verbindungsstraße zwischen Garafia und Barlovento geschaffen.[7] Lediglich einige abgelegene Ortschaften im Inselnorden sind nur über Erd- oder Betonpisten zu erreichen.

Ein etwa 180 Kilometer langer Straßenring (Kartenbezeichnung LP-1 und LP-2) umläuft die gesamte Insel (Santa Cruz–Los Cancajos–Mazo–Fuencaliente–Los Llanos–Tijarafe–Puntagorda–Barlovento–San Andrés–Puntallana–Santa Cruz), weiterhin verbindet eine rund 35 Kilometer lange Straße (Kartenbezeichnung LP-3) über zwei Tunnel den Osten mit dem Westen der Insel (Los Llanos–Los Cancajos). Eine dritte Straße verbindet den Osten mit dem Nordwesten der Insel (Kartenbezeichnung LP-4) und führt über den höchsten Berg von La Palma, den Roque de los Muchachos.

Öffentliche Verkehrsmittel[Bearbeiten]

Es gibt Linienbusse, die nicht auf allen Linien im (Halb-)Stundentakt verkehren. Nahezu alle großen Ortschaften sind erreichbar.

Schiffsverkehr[Bearbeiten]

Hafen von Santa Cruz de La Palma

Die Bucht der Hauptstadt wird seit der Eroberung der Insel durch die Spanier als Hafen genutzt. Von Santa Cruz de La Palma werden diverse Fährverbindungen zu den Nachbarinseln und (wöchentlich) zum spanischen Festland, mit Zwischenstopps auf Lanzarote, Gran Canaria und Teneriffa, angeboten. Seit Januar 2008 verkehrt die Fähre El Fortuny der Gesellschaft Trasmediterránea auf der früher von der Juan J. Sister bedienten Route nach Cádiz auf dem spanischen Festland.

Seit 2008 verkehrt auch eine Fähre der Naviera Armas, die Volcán de Tijarafe, zwischen Portimão, Portugal via Funchal, Madeira nach Santa Cruz de Tenerife von wo aus man La Palma im Anschluss erreichen kann. Der großzügig ausgebaute Hafen an der Westküste in Puerto de Tazacorte war 2005/2006 kurzzeitig mit einer (wöchentlichen, nicht immer zuverlässig verkehrenden) Verbindung zur Insel Teneriffa über Santa Cruz de La Palma dem Fährverkehr angeschlossen.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Der erste Flughafen von La Palma wurde bei Breña Alta in 350 Metern Höhe über dem Meeresspiegel mit einer Länge von tausend Metern errichtet und 1955 in Betrieb genommen. Er erhielt den Namen Buenavista. Wegen der Nähe der Berge bestand das Problem der wechselnden Winde aus unterschiedlichen Richtungen, wiederholt auftretender Nebelbänke und Regenfälle, die in den folgenden Jahren über 15 Prozent Flugausfälle verursachten. Diese Umstände zwangen zu einer Neuplanung des Flughafenstandortes. Der Flughafen Buenavista wurde 1970 mit der Inbetriebnahme des neuen Flughafens stillgelegt, dessen Piste noch existiert und von der Hauptverbindungsstraße von der Ostseite der Insel zur Westseite überquert wird.[35]

Der neue Flughafen La Palma wurde in der Gemeinde Mazo entlang des Küstenstreifens errichtet (IATA Code: SPC). Aufgrund des zunehmenden Verkehrsaufkommens wurde 1980 die Landebahn durch Aufschüttung eines Damms im angrenzenden Meer verlängert. Seit 1987 ist er der sechste internationale Flughafen der Kanarischen Inseln, der mehrmals wöchentlich von mehreren europäischen Chartergesellschaften angeflogen wird. Vom Flughafen bestehen Linienverbindungen zu den Nachbarinseln und zur spanischen Hauptstadt Madrid, die durch die spanischen Fluggesellschaften Iberia sowie die lokale Gesellschaft Binter Canarias bedient werden.[36] Das neue Flughafenterminal ist seit 2011 in Betrieb.[37]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: La Palma – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: La Palma – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Beiträge zur Geologie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAnuario Estadístico de Canarias. 2007. In: Gobierno de Canarias. Kanarisches Institut für Statistik, 2008, S. 37, abgerufen am 19. August 2009 (PDF, spanisch, 2,26 MB).
  2. a b [1], Instituto Nacional de Estadística, Santa Cruz Tenerife, Series de población desde 1996; abgerufen am 31. März 2014 (spanisch)
  3. Steven N. Ward, Simon Day: Cumbre Vieja Volcano -- Potential collapse and tsunami at La Palma, Canary Islands. American Geophysical Union, 2001, abgerufen am 14. März 2011 (pdf; 768 kB, englisch).
  4. Link auf www.bbc.co.uk
  5. a b c d e Rolf Goetz, „La Palma, Aktivurlaub auf der grünsten der Kanarischen Inseln“, Peter Meyer Reiseführer, 5. Auflage, Frankfurt a. M., 2000.
  6. Guillermo Morales Matos, Roman Perez Gonzalez, Gran Atlas Tematico de Canarias, Cartografica de Canarias, 2000.
  7. a b c Hans-Peter Koch, Irene Börjes, La Palm – Reisebuch, Verlag Michael Müller, Erlangen, 1993.
  8. [2], Werner Nachtigall, Bionik: Grundlagen und Beispiele für Ingenieure und Naturwissenschaftler, Technology & Engineering – 2002 – 492 pages.
  9. [3], La Palma – Guía del turismo tranquilo – Führer für den ruhigen Tourismus.
  10. www.lapalmaturismo.com: Offizielle Tourismus-Website für La Palma: Die Flora der Insel
  11. [4], RESERVA DE BIOSFERA "LOS TILES".
  12. [5], Parques Nacionales und Reserva Natural.
  13. [6], Paisaje Protegido del Tablado (P-13).
  14. [7], Paisaje Protegido del Barranco de Las Angustias (P-14).
  15. [8], Paisaje Protegido de Tamanca (P-15).
  16. [9], Paisaje Protegido del Remo (P-16).
  17. 'Ley 31/1988 de 31 de octubre, sobre Protección de la Calidad Astronómica de los Observatorios del Instituto de Astrofísica de Canarias. (Ley del Cielo)Vorlage:§§/Wartung/alt-URL. BOE núm. 264, 3 de noviembre de 1988 (pdf; Weblink; beide iac.es)
  18. www.lapalmaturismo.com: Offizielle Tourismus-Website für La Palma: Die Fauna der Insel
  19. [10], Portal Oficial de Turismo de La Palma, Kultur.
  20. Juan Jose Santos Cabrera, „La Palma – Wege und Pfade“, Vertrieb: J. J. Santos Cabrera, 1994.
  21. Sheila M. Crosby, „A Breathtaking Window on the Universe – A guide to the observatory at the Roque de Los Muchachos.“ Dragon Tree Publishing, Tenerife, 1. Edition, Nov. 2012.
  22. [11], Portal Oficial de Turismo de La Palma, Roque de Los Muchachos Observatorium.
  23. [12], Federación de Lucha Canaria, Ringen auf La Palma.
  24. [13], Gran Canaria Aktuell, Lucha Canaria - Kanarischer Ringkampf.
  25. [14], Marcopolo Reisefuehrer La Palma.
  26. [15], Portal Oficial de Turismo de La Palma, Salto del pastor (Der Hirtensprung).
  27. www.lapalmaturismo.com: Offizielle Tourismus-Website für La Palma: La Palma Gemeindegliederung
  28. [16], Instituto Nacional de Estadística, Santa Cruz Tenerife, Poblaciones de derecho desde 1986 hasta 1995; abgerufen am 11. Oktober 2013 (spanisch)
  29. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAnuario Estadístico de Canarias. 2007. In: Gobierno de Canarias. Kanarisches Institut für Statistik, 2008, S. 191, abgerufen am 9. Februar 2009 (PDF, spanisch, 2,26 MB).
  30. http://www.aena-aeropuertos.es/csee/Satellite/Aeropuerto-La-Palma/en/Page/1049125192309//Introduction.html
  31. [17], Portal Oficial de Turismo de La Palma, Aktive Freizeit.
  32. [18], Asociación insular de Turismo Rural Isla Bonita.
  33. [19], Tourismuspatronat Gran Canaria, Kultur, La madera (Kunsthandwerk).
  34. [20] (PDF; 60 kB), ANÁLISIS DEL MERCADO DE TURISMO RURAL DE LA ISLA DE LA PALMA: ESTUDIO DE LA DEMANDA – CONCLUSIONES, Herausgeber: Asociación de Turismo Rural Isla Bonita, 38715 Puntallana, La Palma, Santa Cruz de Tenerife.
  35. [21], Flughafen von La Palma, Geschichte.
  36. http://www.aena-aeropuertos.es/csee/Satellite/Aeropuerto-La-Palma/es/Page/1056530002692/
  37. http://www.aena-aeropuertos.es/csee/Satellite/Aeropuerto-La-Palma/en/Page/1049125192309//Introduction.html

28.666666666667-17.866666666667Koordinaten: 28° 40′ N, 17° 52′ W