La Rambla (Barcelona)

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Las Ramblas in Barcelona

La Rambla oder Les Rambles (spanisch Las Ramblas) ist eine 1.258,59 Meter lange Promenade im Zentrum von Barcelona, die die Plaça de Catalunya mit dem Hafen verbindet. Sie wird zu beiden Seiten von Fahrbahnen für den Individual- und Busverkehr flankiert. Kellner kreuzen diese, um die an den Café-Tischen auf der Rambla sitzenden Gäste zu bewirten. Nördlich der Rambla erstreckt sich das Altstadtviertel Barri Gòtic, südlich El Raval.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Rambla soll (nach ungesicherten Überlieferungen) ursprünglich das Bett des Flusses Malla gewesen sein, der den größten Teil des Jahres ausgetrocknet gewesen sei, aber bei Schneeschmelze und starkem Regen die Wassermassen aus dem Collserola-Gebirge ins Mittelmeer abgeführt habe. Der Fluss sei demnach im späten Mittelalter nach Norden umgeleitet worden, um die Rambla trockenzulegen, da im Zuge der Stadterweiterung eine neue Stadtmauer auf der Rambla gebaut werden sollte. Der katalanische Geograph Pau Vila i Dinarès vermutete jedoch, dass es nie einen Fluss Malla gab und die Fluss-Theorie lediglich auf einer Falschinterpretation des hispano-arabischen Lehnwortes rambla = Flussbett beruhe - da das Wort rambla umgangssprachlich nicht nur für Flussbetten verwendet wird, sondern pauschal für breite Straßen, die Richtung Meer führen.

Die Stadtmauer auf der Rambla (1295) blieb auch nach der Eingemeindung von El Raval erhalten und wurde ab 1360 modernisiert. Mehr als 400 Jahre lang bildete diese Mauer eine Grenze zwischen El Raval und dem Rest der Stadt. Sie wurde erst zwischen 1704 und 1829 schrittweise abgerissen. Links und rechts dieser Mauer siedelten sich zahlreiche Klöster an - vor allem im Zuge der Gegenreformation ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die meisten Klöster wurden während der Unruhen von 1835 (den Bullangues) gestürmt, geplündert und abgebrannt. Die anschließende Desamortisation löste die Kirchengüter auf. Auf den freien Flächen entstanden daraufhin einige noch heute bestehende Bauten und Plätze wie das Gran Teatre del Liceu (1844), der Mercat de la Boqueria (1836) oder der Plaça Reial (1848).

1703 wurde die Rambla erstmals mit Bäumen bepflanzt (Pappeln und Espen). Ab 1859 wurden diese Bäume gefällt und durch Platanen aus der Region Girona ersetzt. 1860 wurde der Brunnen Font de Canaletes eingeweiht. Seit 1853 ist es offiziell gestattet, auf der Rambla Blumen zu verkaufen - die Tradition setzt sich bis heute in der Rambla de les Flors fort. Ab 1872 fuhr die erste Straßenbahn Barcelonas vom Hafen über die Rambla bis nach Gràcia.

La Rambla oder Las Ramblas?[Bearbeiten]

Rambla, ein Lehnwort aus Hispano-Arabisch, bedeutet Flussbett. Dementsprechend müsste man für den berühmtesten Boulevard Barcelonas den Singular verwenden: la rambla = das Flussbett. Da der Boulevard jedoch in relativ regelmäßigen Abständen einen anderen Namenszusatz hat (Rambla de Canaletes, Rambla dels Estudis, etc.), wird der Name oft auch in den Plural gesetzt: Las Ramblas (spanisch), Les Rambles (katalanisch). Dies ist insofern verwirrend, da es sich nicht um den ehemaligen Verlauf mehrerer Flüsse handelt und auch nicht um mehrere verschiedene Boulevards.

Abschnitte der Rambla[Bearbeiten]

Die Font de Canaletes
Das Gran Teatre del Liceu an der Rambla dels Caputxins

Jeder Abschnitt ist anders geprägt. So gibt es Blumenhändler zum Beispiel nur in der Rambla de Sant Josep. Straßenkünstler und Musiker findet man auf einer der anderen Straßen, ebenso wie Tierverkäufer. Nachfolgend sind die einzelnen Abschnitte vom Plaça de Catalunya in Richtung Hafen aufgelistet.

Rambla de Canaletes[Bearbeiten]

Die Rambla de Canaletes, die unmittelbar an die Plaça de Catalunya anschließt, ist bekannt für die Font de Canaletes – die Legende besagt: Wer aus diesem Brunnen trinkt, kommt stets zurück nach Barcelona. Dieser Teil der Rambles ist ein beliebter Treffpunkt der Fans des FC Barcelona.

Rambla dels Estudis[Bearbeiten]

In früheren Zeiten säumten viele Hochschulgebäude diesen Abschnitt, daher der Name. Heute ist von diesen Lehreinrichtungen nur noch eine Wissenschaftsakademie (Hausnummer 114) erhalten.

Rambla de Sant Josep[Bearbeiten]

Dieses Stück der Straße wird auf Grund der zahlreichen fest installierten Blumenstände im Volksmund auch Rambla de les Flors genannt. An diesem Abschnitt befinden sich der Palau de la Virreina sowie der Mercat de la Boqueria.

Rambla dels Caputxins[Bearbeiten]

An dieser Straße liegen unter anderen das Gran Teatre del Liceu und das Cafe de l’Opera. Zudem hat man von hier Zugang zum großzügig angelegten Stadtplatz Plaça Reial.

Rambla de Santa Mònica[Bearbeiten]

Die Rambla de Santa Mònica, benannt nach der Patronin des Augustinerordens, welcher hier im 17. Jahrhundert einen Konvent errichten ließ, beschließt die Rambla im Osten. Hier steht in einem Kreisverkehr am Hafen die 68 Meter hohe Kolumbussäule. Diese besitzt eine winzige Aussichtsplattform, die über einen Aufzug im Inneren der Säule erreicht werden kann.

Weblinks[Bearbeiten]

41.3813888888892.1730555555556Koordinaten: 41° 23′ N, 2° 10′ O