La Rosière (Haute-Saône)

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La Rosière
La Rosière (Frankreich)
La Rosière
Region Franche-Comté
Département Haute-Saône
Arrondissement Lure
Kanton Faucogney-et-la-Mer
Koordinaten 47° 54′ N, 6° 38′ O47.90756.625601Koordinaten: 47° 54′ N, 6° 38′ O
Höhe 439–818 m
Fläche 9,00 km²
Einwohner 81 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 9 Einw./km²
Postleitzahl 70310
INSEE-Code

La Rosière ist eine Gemeinde im französischen Département Haute-Saône in der Region Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten]

La Rosière liegt auf einer Höhe von 603 m über dem Meeresspiegel, 9 km nordöstlich von Faucogney-et-la-Mer und etwa 48 km nordöstlich der Stadt Vesoul (Luftlinie). Die Streusiedlungsgemeinde erstreckt sich im äußersten Nordosten des Departements, in den südwestlichen Vogesen, in einer Talmulde nördlich des Breuchin.

Die Fläche des 9.00 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der von Tälern durchzogenen Plateaulandschaft am Westrand der Vogesen. Der zentrale Teil des Gebietes wird von der Talmulde des Tampa eingenommen, die sich nach Süden zum Breuchin öffnet. Ganz im Süden reicht der Gemeindeboden bis fast in die Talebene des Breuchin am Rand von Corravillers. Flankiert wird die Mulde von La Rosière von Hochflächen, im Westen von den Roches de la Louvière (752 m), im Osten von den Höhen En Belle Mousse (716 m), Fort de Rupt (775 m) und Bambois, auf dem mit 818 m die höchste Erhebung von La Rosière erreicht wird. Dieser Kamm bildet die Wasserscheide zwischen den Tälern von Breuchin (im Einzugsgebiet der Rhône) und Mosel (Einzugsgebiet des Rheins). Mit einem schmalen Zipfel erstreckt sich das Gemeindeareal nordwärts über das meist bewaldete Plateau bis zum Étang de Rochetay und zur Kuppe des Giraultfaihy (790 m). In geologisch-tektonischer Hinsicht bestehen die Höhen teils aus Sedimenten, die während der Lias abgelagert wurden, teils tritt das kristalline Grundgestein zutage. Auf den Höhen wie auch in den Tälern finden sich Ablagerungen des Quartärs. Das gesamte Gemeindegebiet gehört zum Regionalen Naturpark Ballons des Vosges.

La Rosière besteht aus verschiedenen Weilern und Gehöften:

  • Les Aivaux (518 m) auf einer Geländeterrasse oberhalb von Corravillers
  • La Bertincôte (553 m) auf einer Geländeterrasse oberhalb von Corravillers
  • La Petite Rosière (634 m) am Hang der Roches de la Louvière oberhalb von Corravillers

Nachbargemeinden von La Rosière sind Rupt-sur-Moselle im Norden und Osten, Corravillers im Süden sowie La Longine und La Montagne im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Mittelalter gehörte La Rosière zur Freigrafschaft Burgund und darin zum Gebiet des Bailliage d’Amont. Die lokale Herrschaft hatten die Herren von Faucogney inne. La Bertincôte wird 1371 erstmals urkundlich erwähnt. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte der Ort mit dem Frieden von Nimwegen 1678 definitiv an Frankreich. La Rosière wurde erst nach der Französischen Revolution von Corravillers abgetrennt. Heute ist La Rosière Mitglied des 16 Ortschaften umfassenden Gemeindeverbandes Communauté de communes des Mille Étangs. Die Gemeinde besitzt keine eigene Kirche; sie gehört zur Pfarrei Corravillers.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In La Bertincôte steht ein Calvaire aus dem 16. Jahrhundert. Auf dem Gemeindeboden befindet sich das Fort de Rupt, das 1875 nach dem Deutsch-Französischen Krieg errichtet wurde.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 206
1968 183
1975 136
1982 113
1990 86
1999 87
2006 99

Mit 81 Einwohnern (1. Januar 2011) gehört La Rosière zu den kleinsten Gemeinden des Département Haute-Saône. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte (1886 wurden noch 617 Personen gezählt), wurden seit Beginn der 1990er Jahre nur noch geringe Schwankungen verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

La Rosière ist noch heute ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Milchwirtschaft und Viehzucht) und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Außerhalb des primären Sektors gibt es nur wenige Arbeitsplätze im Ort. Einige Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Col du Mont de Fourche

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsachsen. Die Hauptzufahrt erfolgt von Corravillers. Weitere Straßenverbindungen bestehen nach La Montagne sowie nach Rupt-sur-Moselle über den 620 m hoheh Col du Mont de Fourche.