La Wantzenau

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La Wantzenau
Wappen von La Wantzenau
La Wantzenau (Frankreich)
La Wantzenau
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Strasbourg-Campagne
Kanton Brumath
Gemeindeverband Stadtverband Straßburg.
Koordinaten 48° 39′ N, 7° 50′ O48.6580555555567.8283333333333132Koordinaten: 48° 39′ N, 7° 50′ O
Höhe 128–135 m
Fläche 25,39 km²
Einwohner 5.837 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 230 Einw./km²
Postleitzahl 67610
INSEE-Code
Website www.la-wantzenau.fr

La Wantzenau (dt. Wanzenau und auf elsässischer Mundart „Wonzenöü“) ist eine französische Gemeinde mit 5837 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Bas-Rhin in der Region Elsass.

Geografie[Bearbeiten]

Illufer bei La Wantzenau

Die Gemeinde befindet sich rund zehn Kilometer nördlich von Straßburg im Petit Ried. Sie wird von der Eisenbahnlinie Strasbourg-Lauterbourg durchquert. Im Osten grenzt sie an den Rhein und befindet sich somit im Grenzgebiet zu Deutschland. Die Ill durchfließt das idyllische Dorf mit zahlreichen Fachwerkhäusern und mündete bis in die 70er Jahre (bis zur Errichtung der Staustufe Gambsheim) unweit davon gegenüber von Diersheim in den Rhein. Auf der Gemarkung von La Wantzenau befinden sich großflächige naturnahe Erholungsgebiete. Riedlandschaften wechseln sich mit Auwäldern ab. Insbesondere am Wochenende zieht es viele Straßburger in diesen Nachbarort, wodurch sich die hohe Dichte an Gasthäusern erklären lässt.


Angrenzende französische Gemeinden sind:

Toponymie[Bearbeiten]

La Wantzenau bedeutet Au von Saint-Wendelin, der aus Hochfelden kommt. Der Name wurde vom Deutschen Wanze durch Paronymie beeinflusst [1].

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 3016 3726 4216 4084 4394 5462 5859

Wirtschaft[Bearbeiten]

1882 wurde hier die erste Raiffeisenbank Frankreichs (heute Crédit Mutuel) gegründet.

St. Wendelin[Bearbeiten]

La Wantzenaus mittelalterliche Geschichte ist eng mit der des heute deutschen Nachbarortes Honau verbunden. Die irischen Mönche die auf der Hohen Au, damals eine Rheininsel, im Rahmen der alemannischen Christianisierung ein Kloster errichteten, gründeten in der Nachbarschaft Kapellen, beispielsweise im 13. Jahrhundert in Diersheim und Mitte des 15. Jahrhunderts auch in La Wantzenau. Um das Jahr 1469 wird La Wantzenau eigenständige Pfarrei. Die Kirche, einst wie die Honauer Klosterkirche St. Michael geweiht, trägt seit dem 18. Jahrhundert den Namen des Heiligen Wendelin. Das heutige Kirchengebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michel Paul Urban, Lieux-Dits, Dictionnaire étymologique et historique des noms de lieux en Alsace. Seite 300.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: La Wantzenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien