Laatzen ist eine Stadt in Niedersachsen. Sie liegt südlich der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover und ist Teil der Region Hannover.
Laatzen liegt an der Leine. Der Fluss bildet zusammen mit der Leinemasch die westliche Grenze des Stadtgebiets. Der Übergang der Wohnbebauung zur nördlich gelegenen Landeshauptstadt Hannover ist fließend. Im Osten wird Laatzen vom Kronsberg und dem Bockmer Holz (dem größten Waldgebiet in der nahen Umgebung Hannovers) begrenzt.
Die Stadt grenzt im Uhrzeigersinn, beginnend im Südwesten an Pattensen, Hemmingen, Hannover und Sehnde (Region Hannover), sowie an Algermissen und Sarstedt (Landkreis Hildesheim).
Die Lage von Laatzen in der Stadt Laatzen
Laatzen besteht aus den Ortsteilen Alt-Laatzen, Grasdorf, Laatzen-Mitte, Rethen, Gleidingen und Ingeln-Oesselse.
Die Gemeinde Laatzen wurde im Jahre 1259 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name stammt von der damals ansässigen Familie von Lathusen, die der größte Grundbesitzer im Ort war. Die Gründungssage, die in den Schulen gelehrt wird, spricht von einem Bauernstamm bzw. einer Bauernsippe der Lathen, der sich um das Jahr 800 am Leineufer niederließ.
In der ersten Hälfte des 14. Jhdt. verkaufte die Familie von Lathusen ihre Rechte nach und nach an das Kloster Marienrode, das bis 1580 formell Grundbesitzer war.[2]
Am 22. Juni 1671 schenkte Herzog Georg von Lüneburg dem Herzog Johann Friedrich von Calenberg als Dank für die Hilfe bei der Einnahme der Stadt Braunschweig die drei Dörfer (Alt-)Laatzen, Wülfel und Döhren. Seit diesem Tag gehört Laatzen zum Kleinen Freien. Die Einwohner im Kleinen Freien hatten besondere Rechte. Sie durfte in den Wäldern der Gegend jagen, jedoch mussten sie eine eigenständige Kompanie (Unterstellt dem Amt Koldingen) dem Calenberger Herzog abstellen.
Am 1. Januar 1964 schlossen sich die Gemeinden Grasdorf und Laatzen zur neuen Gemeinde Laatzen zusammen, die am 21. Juni 1968 Stadtrechte erhielt. Durch die Gebietsreform vom 1. März 1974 und den Zusammenschluss mit den Gemeinden Gleidingen, Ingeln, Oesselse und Rethen/Leine entstand die Stadt Laatzen in ihrer heutigen Form. Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Laatzen zum damaligen Regierungsbezirk Hannover, der wie alle anderen niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
| Jahr |
Einwohner |
Bemerkungen |
| 1939 |
3.931 |
|
| 1950 |
7.875 |
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| 1961 |
9.028 |
|
| 1970 |
12.396 |
|
| 1980 |
34.920 |
1974: Gebietsreform |
| 1990 |
37.242 |
|
| 1998 ¹ |
37.905 |
|
| 1999 ¹ |
38.278 |
|
| 2000 ¹ |
37.242 |
|
| 2001 ¹ |
38.965 |
|
| 2002 ¹ |
39.405 |
|
| 2003 ¹ |
39.725 |
|
| 2004 ¹ |
40.021 |
|
| 2005 ¹ |
40.075 |
|
| 2006 ¹ |
40.031 |
|
| 2007 ¹ |
40.131 |
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¹ jeweils zum 31. Dezember, Stand März 2009
Bürgermeister ist Thomas Prinz (SPD). Nach der Kommunalwahl 2011 ist der Rat der Stadt vollgendermaßen zusammengestzt: [3]
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Daneben ist der Bürgermeister Ratsmitglied.
Das Wappen wurde 1931 bewilligt. Es stellt im oberen Teil einen Löwen, sowie im unteren Teil die Leine dar, die durch grüne Felder fließt. Laatzen gehörte seit 1512 zum Herrschaftsgebiet der Welfen, deren Symbol der Löwe war. [4].
Blasonierung: Von Rot und Grün geteilt, oben ein wachsender goldener Löwe, unten ein durchgehender silberner Wellenbalken.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Die Stadt Laatzen unterhält mit vier Städten und Gemeinden eine Städtepartnerschaft: mit dem französischen Grand-Quevilly seit 1969, mit dem niederländischen Eemsmond seit 1973, mit dem österreichischen Waidhofen an der Ybbs seit 1986 sowie mit dem polnischen Gubin seit 1991. Seit 1990 besteht darüber hinaus mit der Stadt Guben in Brandenburg eine Städtefreundschaft, aus der heraus die Städtepartnerschaft mit Gubin zunächst vorbereitet und seit 1991 gepflegt wird. Guben liegt gegenüber der Stadt Gubin am westlichen Ufer der Lausitzer Neiße.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Die gotische Backsteinkapelle in Alt-Laatzen wurde erstmals 1325 erwähnt, sie gilt als südlichstes Bauwerk der norddeutschen Backsteingotik. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie schwer beschädigt.
- Luftfahrtmuseum (Luftfahrtgeschichte im Wandel der Technik von 1783 bis 1965)
- Leine Center Laatzen, Einkaufszentrum mit rund 100 Geschäften)
- Park der Sinne (Projektpark zur Expo 2000)
- Tordenskiold-Gedenkstein in Gleidingen
- Die Südliche Leineaue ist ein Teil der Leinemasch und Naherholungsraum sowie Rückzugsgebiet für bedrohte Tier- und Pflanzenarten und Rastplatz für zahlreiche Zugvögel.
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MiG 21 als Reklame für das Luftfahrtmuseum
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-
- aquaLaatzium (städtische Wellnessoase mit Hallen- und Freibad, sowie Sauna- und Fitnessangebot)
- VfL Grasdorf (Größter Sportverein in Laatzen)
- Die Wasserballer der SpVg Laatzen spielen seit mehr als einem Jahrzehnt in der 2. Liga.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Abschied vom Sommer in Rethen
- Weinfest in Ingeln (auf dem Gelände des Schützenvereins Horrido Ingeln)
- Brunnenfest in Grasdorf
- Stadtfest (Marktplatz)
- Winzerfest Alten Rathaus in Alt-Laatzen
- Eichstraßenfest in Alt-Laatzen
- Volks- und Schützenfeste
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
In Laatzen befindet sich der ICE-Bahnhof Hannover Messe/Laatzen, der zur Erschließung des hannoverschen Messegeländes dient. Das Messegelände gehört allerdings zu Hannover, nachdem es am 1. März 1974 im Zuge einer Gebietsreform zusammen mit dem Kronsberg, dem Gelände der späteren Expo 2000, an die Landeshauptstadt abgetreten werden musste.
In Laatzen ist die Rentenversicherung Hannover-Braunschweig ansässig, die für Niedersachsen zuständig ist. Das Einkaufszentrum Leine-Center bildet den Mittelpunkt von Laatzen-Mitte und ist ein Anziehungspunkt für Kunden aus dem südlichen Bereich der Region Hannover.
Die direkte Nähe zum Messegelände Hannover sorgt für eine gute Verkehrsanbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Die Stadtbahn Hannover erschließt Laatzen in Nord-Süd-Richtung und verbindet es mit Hannover und den südlichen Nachbarorten. In der Gemeinde Laatzen steht neben dem Messebahnhof mit Rethen/Leine ein weiterer Haltepunkt an der Bahnstrecke Hannover–Göttingen zur Verfügung. Die flächenhafte Erschließung und die Verbindung mit umliegenden Gemeinden sowie dem Messegelände erfolgt durch Buslinien.
Mehrere Logistikunternehmen haben ihren Sitz in Laatzen. Hier ist auch der Dienstleister Plural Servicepool ansässig.
- Fritz Willig, Rechtsanwalt und ehemaliger Präsident von Hannover 96
- Erich Panitz, ehemaliger Stadtdirektor
- Christoph Dreyer, Landtagsabgeordneter
- Thomas Prinz, Bürgermeister
- Jürgen Gansäuer, ehem. niedersächsischer Landtagspräsident
- Matthias Miersch, Bundestagsabgeordneter
- Hauke Jagau, Regionspräsident und ehemaliger Bürgermeister von Laatzen
- Nikolaus Schwerdtfeger, Weihbischof im Bistum Hildesheim und Titularbischof von Fussala
- Helga Henning, Leichtathletin und deutsche Meisterin über 400 m
- Kurt Grobe, ehem. Bürgermeister von Gleidingen, ehem. Landrat des Landkreises Hildesheim, ehem. Landtagsabgeordneter
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
- ↑ Gemeinde Laatzen; Landkreis Hannover: 1259-1959 Festschrift zur 700 Jahrfeier der Gemeinde Laatzen. 1959.
- ↑ [1] Abgerufen am 24. März 2012
- ↑ Klemens Stadler: Deutsche Wappen - Die Gemeindewappen der Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein, Band 5., Angelsachsen Verlag, 1970
Ortsteile der Stadt Laatzen
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