Labi Siffre

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Labi Siffre (* 25. Juni 1945 in London) ist ein britischer Dichter, Sänger, Bürgerrechtler und Liedermacher.

Leben[Bearbeiten]

Siffre wurde als Sohn eines nigerianischen Vaters und einer Barbados-belgischen Mutter geboren. Er war das vierte von fünf Kindern. Siffre wuchs in London auf und lebte zu Beginn seiner Musikerkarriere zeitweise in Amsterdam. 1977 zog er nach Los Angeles und komponierte dort, veröffentlichte aber lange keine Alben. Erst 1986 sang er den Anti-Apartheid-Song (Something Inside) So Strong, nachdem er einen Film gesehen hatte, in dem südafrikanische Soldaten auf schwarze Kinder schossen. Das Lied wurde ein Erfolg und erschien auf Siffres 1988 veröffentlichtem Album So Strong. Unter anderem wurde es für eine Kampagne von Amnesty International verwendet. Er gewann 1986 für das Lied einen Ivor Novello Award.[1]

Weitere bekannte Lieder Siffres sind It Must Be Love (später gecovert von Madness), Listen to the Voices und I Got The (welches oft falsch als I Got the Blues bezeichnet wird). Eminem verwendete den Rhythmus von I Got The für seinen Song My Name Is.

Zwischen 1993 bis 1997 veröffentlichte Siffre die drei Gedichtbände Nigger, Blood on the Page und Monument.

Siffre setzt sich für die Trennung von Religion und Staat und gegen die Vormachtstellung von Religionen ein. Er ist prominenter Unterstützer der Atheist Bus Campaign, die auf Londoner Bussen ab Ende 2008 Werbebotschaften platzierte, die ein Bewusstsein für den Atheismus schaffen sollen.[2]

Sein Lied Bless the Telephone wurde 2014 von Kelis gecovert.

Diskografie[Bearbeiten]

  • Labi Siffre (1970)
  • The Singer And The Song (1972)
  • Crying Laughing Loving Lying (1972)
  • For The Children (1973)
  • Remember My Song (1975)
  • Happy (1975)
  • So Strong (1988)
  • Man of Reason (1991)
  • The Last Songs (1998)
  • Monument (Spoken Word) (1998)

Literarische Werke[Bearbeiten]

  • 1993: Nigger
  • 1995: Blood on the Page
  • 1997: Monument

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Porträt bei thenewblackmagazine.com (englisch), abgerufen am 22. April 2013
  2. Atheist busses (englisch), abgerufen am 22. April 2013