Laborgerät

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Apparatur aus mehreren über Schliffe verbundenen Glasgeräten: 1 Rührstab/Siedesteinchen, 2 Rundkolben mit Destillationsvorlage, 3+8+9 Wasserabscheider (mit 3 Rektifikationskolonne, 8 Büretten-Einheit und 9 Ablasshahn), 4 Thermometer, 5 Kühler, 6 Kühlwasser-Zulauf, 7 Kühlwasser-Ablauf, 10 Sammelgefäß (Rundkolben mit Destillat)

Unter Laborgeräten versteht man alle im Chemielabor verwendeten Gefäße, Werkzeuge und sonstigen Hilfsmittel, die zur Durchführung von chemischen Verfahren wie Synthesen oder Analysen verwendet werden.[1]

Für die Verwendung im Chemielabor gibt es eine Reihe von speziellen Geräten. Diese zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie aus sehr widerstandsfähigen Werkstoffen bestehen, da sie vielen verschiedenen, oft aggressiven Chemikalien und teilweise extremen Temperaturen ausgesetzt sind. Verwendung finden hier in der Hauptsache Glas, insbesondere Borosilikatgläser, welche sich durch einen geringen Wärmeausdehnungskoeffizienten auszeichnen und damit gegen plötzliche Temperaturschwankungen unempfindlich sind. Vorteile von Glas sind neben der Unempfindlichkeit gegen Säuren, Laugen und Hitze außerdem die Transparenz sowie die Möglichkeit, durch Glasbläserei individuell angepasste Geräte herzustellen bzw. zerbrochene Geräte zu reparieren. Weitere Werkstoffe sind Porzellan, fluorierte Kunststoffe wie PTFE (Teflon) oder PVDF und seltener Holz und Metalle. Die letzteren beiden kommen in der Regel nur dort zum Einsatz, wo wenig Berührung mit Chemikalien zu erwarten ist (Halterungen, Stative).

Weiterhin ist für Laborgeräte auch eine modulare Bauweise wichtig, sodass man die einzelnen Elemente nach Belieben wie aus einem Baukasten zusammensetzen kann. Besonders in der präparativen Chemie ist dies von Interesse, da hier je nach Syntheseaufgabe eine passende Apparatur zusammengebaut wird.

Stativstange mit Doppelklemme und Bürette
Peleusball
Laborzentrifuge
Gummiwischer mit Glasstab.[2]

Die Flexibilität beim Zusammenbau der Glasapparaturen wird durch die Verwendung von so genannten Normschliffen erreicht. Der Schliff sorgt dafür, dass man zwei Glasgeräte gasdicht miteinander verbinden kann. Die Verbindung kann zusätzlich durch Schlifffett oder Teflonhülsen abgedichtet und mit einer Schliffklemme gesichert werden. Größere und nicht standsichere Apparaturen werden durch Stativmaterial fixiert, das aus senkrechten Metallstangen mit Fuß besteht, an denen die Laborgeräte mittels Stativklammern festgehalten werden.

Glas- oder Kunststoffgefäße[Bearbeiten]

Hauptartikel: Glasgerät

sonstige Glasgeräte[Bearbeiten]

Porzellangeräte und -werkzeuge[Bearbeiten]

sonstige Werkzeuge[Bearbeiten]

Elektrogeräte[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laborgerät – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Eine Sammlung von Laborgeräten für chemische Zeichenprogramme

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 773−779.
  2. Gerhard Meyendorf: Laborgeräte und Chemikalien, Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin, 1965, S. 30.