Lac à l’Eau Claire

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Lac à l’Eau Claire
Bilder von NASA World Wind
Bilder von NASA World Wind
Geographische Lage Region Nunavik in Nord-du-Québec, Québec (Kanada)
Abfluss Rivière à l’Eau Claire
Inseln Île Atkinson
Daten
Koordinaten 56° 8′ N, 74° 18′ W56.133333333333-74.3241Koordinaten: 56° 8′ N, 74° 18′ W
Lac à l’Eau Claire (Québec)
Lac à l’Eau Claire
Höhe über Meeresspiegel 241 m
Fläche 1383 km²[1]
Länge 71 km[2]
Breite 33 km[2]
Maximale Tiefe 178 m[3]
Einzugsgebiet 3830 km²[4]
Besonderheiten

Einschlagkrater

Der Lac à l’Eau Claire (englisch Clearwater Lakes, Cree-Sprache: Wiyasakami, Innu-Sprache: Allait Qasigialingat)[2] wird gebildet aus zwei miteinander verbundenen kreisförmigen Teilseen im Kanadischen Schild in der kanadischen Provinz Québec in der Nähe der Hudson Bay.

Die beiden Teilseen werden durch eine Reihe von Inseln - ähnlich einer gepunkteten Linie - getrennt. Somit besteht der Lac à l’Eau Claire aus einem Ost- und einem Westteil.

Die Fläche beträgt 1383 km²[5], die Nettowasserfläche 1253 km²[1], die Wasseroberfläche liegt bei 241 m[5], die maximale Wassertiefe bei 178 m.[3]

Die Koordinaten der beiden Teilseen sind:
östlicher Teilsee: (56° 3′ 44″ N, 74° 6′ 50″ W56.062222-74.113889)
westlicher Teilsee: (56° 13′ 50″ N, 74° 29′ 13″ W56.230556-74.486944)

Der Name des Sees leitet sich von seinem klaren Wasser ab. Tatsächlich gibt es allein in Québec 25 Seen mit demselben Namen. Der Lac à l’Eau Claire ist nach dem Lac Mistassini der zweitgrößte natürliche See in Québec.[3]

Der Entdecker und Geologe Albert Peter Low beschrieb im Jahr 1896 das außergewöhnlich klare Wasser des Sees.[2]

Einschlagkrater[Bearbeiten]

Die beiden Teilseen füllen kreisförmige Depressionen, welche als ein Paar Impaktkrater angesehen werden.[6] Der östliche Krater hat einen Durchmesser von 26 km, der westliche Krater von 36 km.[7] Beide Krater haben dasselbe Alter, 290 ± 20 Millionen Jahre (Perm) und es wird angenommen, dass sie gleichzeitig entstanden.

Mikroklima[Bearbeiten]

Wegen seiner Größe hat der See einen Einfluss auf das regionale Mikroklima, wie es durch das Vorkommen von bestimmten Pflanzenarten belegt wird. Obwohl das Seeufer hauptsächlich von borealen Pflanzenarten besiedelt ist, sind die zentral gelegenen Inseln im westlichen Teilsee durch arktische Arten gekennzeichnet, was diese zu einer arktischen Enklave machen.[3]

Geplanter Provinzpark[Bearbeiten]

Ein großes Gebiet im Umkreis des Sees, einschließlich Lac Guillaume-Delisle, Lacs des Loups Marins, Petit Lac des Loups Marins und Lac D'Iberville, ist Gegenstand einer Untersuchung in Vorbereitung eines neuen Provinzparks. Der vorgesehene Park wäre mit 15.549 km² der größte Park in Québec (ausgenommen Wildnisreservate).[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b The Atlas of Canada – Lakes (Version vom 14. Januar 2013 im Internet Archive) (englisch)
  2. a b c d Lac à l'Eau Claire , Commission de Toponymie Québec
  3. a b c d e Ministère du Développement durable, de l'Environnement et des Parcs, Provisional Master Plan Parc national des Lacs-Guillaume-Delisle-et-à-l'Eau-Claire, Quebec, 2008, ISBN 978-2-550-52710-7 (Online version; PDF; 6,4 MB)
  4. R-ArcticNet - EAU CLAIRE (RIVIERE A L) A LA SORTIE DU LAC L'EAU CLAIRE
  5. a b Statistics Canada > summary tables > Principal lakes, elevation and area, by provinces and territories
  6. Robertson, P.B. & Grieve, R.A.F. 1975 Impact structures in Canada: Their recognition and characteristics. Journal of the Royal Astronomical Society of Canada, v. 69, pp. 1-21.
  7. Earth Impact Database

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lac à l’Eau Claire – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien