Ladebordwand
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Eine Ladebordwand (Synonym: Hubladebühne) ist die hintere Bordwand eines LKW, die sich für ein leichteres Be- und Entladen von Frachtgut auf das Fahrbahnniveau absenken lässt. Sie wird oft auch als Hebebühne bezeichnet, wobei dieser Begriff erheblich umfassender ist und sich z. B. auch auf Hebebühnen in Kfz-Werkstätten erstreckt.
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[Bearbeiten] Allgemeines
Die fast immer hinten angebrachte Ladebordwand kann von senkrecht (Fahrposition) zu waagerecht (Ladeposition) geneigt und dann waagerecht abgesenkt oder angehoben werden. Diese Bewegung wird meistens direkt (Parallelogramm) oder indirekt (Vertikallift) durch Hydraulikzylinder erreicht, deren Hydraulikpumpe elektrisch oder durch einen Nebenabtrieb (Druckausgleichszylinder) im Aggregat angetrieben wird. Seit einigen Jahren wird von verschiedenen Herstellern versucht, den hydraulischen durch einen elektromechanischen Antrieb zu ersetzen, da dieser kostengünstiger, nahezu wartungsfrei und langlebiger ist und zudem die Umwelt entlasten soll (reduziertes Gewicht = geringerer Kraftstoffverbrauch, kein (auslaufendes) Hydrauliköl). Ein erstes patentiertes System wurde hierzu auf der 62. Internationalen Automobil Ausstellung IAA 2008 vorgestellt.
Die Ladebordwand, eingeteilt in verschiedene Gewichtsklassen (500 kg, 750 kg, 1 t, 1,5 t, 2 t, 2,5 t, 3 t) erlaubt das Laden von schweren Gütern, ohne dass eine Verladerampe benötigt wird. LKW mit Ladebordwand werden meistens im Güternahverkehr für Hauszustellungen verwendet. Palettierte Güter können mit einem Hubwagen von der LKW-Ladefläche auf die Ladebordwand bewegt werden, die dann die Palette auf das Fahrbahnniveau absenkt. Von dort kann die Palette dann über die Straße weitertransportiert werden.
[Bearbeiten] Funktionsweise und Bedienung
Die Bühne wird zunächst auf ein Niveau mit der regulären Ladefläche gebracht, nachdem sie um 90 Grad in ihrer Lage verändert wurde. Anschließend wird die Ladung auf die Plattform verbracht und nun auf Bodenniveau abgesenkt, wo die Ladung das Fahrzeug verlassen kann.
Die Bedienung erfolgt entweder von der Ladefläche aus, und zwar per Fußtasten oder Tastern am Heck des LKW oder aber von Bedienelementen an der Seite des LKW.
Speziell in Ladezonen müssen Fahrzeugführer darauf achten, dass hinter LKW mit Ladebordwand ausreichend Platz frei bleibt.
[Bearbeiten] Sicherheit
Eine Hubladebühne muss nach jeder Seite sichtbar sein, damit der Verkehr nicht in die Ladebordwand fährt, wenn sie nicht in der Fahrposition ist. Dies erfolgt durch Markierungsfähnchen auf der Plattformunterseite und Blinkleuchten auf der Oberseite der ausgefahrenen Plattform. An den Seiten sind reflektierende Warnstreifen an der Plattform angebracht.
Ein Unterfahrschutz, entweder 3-teilig oder 1-teilig, ist ebenfalls Vorschrift.
[Bearbeiten] Hersteller
Die bekanntesten Ladebordwand-Hersteller sind:
- Zepro (25.000 Ladebordwände/Jahr)
- Dhollandia (20.000 Ladebordwände/Jahr)
- Gerd Bär GmbH (Bär Cargolift; 16.000 Ladebordwände/Jahr)
- Behrens Loading Systems
- Dautel
- Palfinger (Palgate, Ratcliff, MBB; 16.000 Ladebordwände/Jahr)
- Sörensen (4.000 Ladebordwände/Jahr)
- MBB Liftsystems AG (gehört seit 2008 zu Palfinger; 15.000 Ladebordwände/Jahr)
- QualiXperts (Patentinhaber elektromechanischer Antrieb)

