Ladislas J. Meduna

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Ladislas Joseph Meduna (* 1896; † 1964) war ein ungarischer Psychiater und Begründer der Cardiazol-Krampf-Therapie.

Nach seinem Medizinstudium arbeitete Meduna am Gehirnforschungszentrum in Budapest. Er glaubte, dass es einen Antagonismus zwischen Schizophrenie und Epilepsie gebe. Durch das Auslösen von künstlichen Krampfanfällen bei schizophrenen Patienten versuchte er ab 1933 die Schizophrenie zu behandeln. In ersten Veröffentlichungen berichtete er über 26 Patienten, von denen 10 "geheilt" worden seien.

Zur Auslösung der Krampfanfälle benutzte Meduna Kampfer, später das Medikament Pentetrazol. Nach einigen Jahren wurde die Cardiazol-Krampf-Therapie durch die Elektro-Konvulsions-Therapie abgelöst.

Der zunehmende Antisemitismus unter dem autoritären ungarischen Regime von Miklós Horthy veranlasste ihn 1939 zur Auswanderung in die Vereinigten Staaten, wo er an einer Klinik in Chicago arbeitete.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Bangen: Geschichte der medikamentösen Therapie der Schizophrenie. Berlin 1992. ISBN 3-927408-82-4 Seite 51-55