Lafnitz (Fluss)

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Lafnitz
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Tschartake an der Lafnitz bei Burgau.

Tschartake an der Lafnitz bei Burgau.

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Österreich
Flusssystem Donau
Abfluss über Raab → Moson-Donau → Donau → Schwarzes Meer
Quelle östlich des Kreuzwirtes, Gemeinde Wenigzell, Joglland
47° 22′ 47″ N, 15° 48′ 19″ O47.37972222222215.805277777778930
Quellhöhe 930 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Szentgotthárd in die Raab46.95833333333316.274722222222224Koordinaten: 46° 57′ 30″ N, 16° 16′ 29″ O
46° 57′ 30″ N, 16° 16′ 29″ O46.95833333333316.274722222222224
Mündungshöhe 224 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 706 m
Länge 114 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 1994 km²[1]
Rechte Nebenflüsse Voraubach, Safen, Feistritz, Rittschein
Kleinstädte Szentgotthárd
Gemeinden Rohrbach an der Lafnitz, Lafnitz, Neudau, Burgau, Deutsch Kaltenbrunn, Rudersdorf, Königsdorf (Burgenland)

Die Lafnitz (ung. Lapincs, slow. Lapinč) ist ein 114 Kilometer langer, linker Nebenfluss der Raab in Ostösterreich.

Geographie[Bearbeiten]

Sie entspringt als Lafnitzbach im steirischen Joglland, umfließt das Vorauer Hochbecken und bildet ab der Gemeinde Lafnitz bis zur Gemeinde Rudersdorf die Grenze zwischen der Steiermark und dem Burgenland. Nachdem sie die Feistritz aufgenommen hat, fließt sie noch ein Stück durch das südliche Burgenland (Bezirk Jennersdorf), bildet für 800 m die Grenze mit Ungarn und mündet nach 500 m als Lapincs in der Nähe der ungarischen Grenzstadt Szentgotthárd in die Raab (ungarisch Rába).

Zuflüsse sind u. a. der Waldbach, der Weissenbach und der Festenburger Schlossbach.

Naturschutz[Bearbeiten]

Nach dem Zusammenfluss von Lafnitz und Feistritz beträgt die mittlere Wasserführungsmenge etwa 15 Kubikmeter pro Sekunde. Vor allem in ihrem Ober- und Mittellauf (insbesondere bei Loipersdorf-Kitzladen, Markt Allhau und Wolfau), aber auch im Abschnitt zwischen Rudersdorf und Fürstenfeld (sogenannte „Fronius-Auen“), hat sich die Lafnitz den Charakter eines sehr naturnahen Flusses bewahrt - sie bietet noch Lebensraum für einige seltene Tier- und Pflanzenarten.

Zu diesen Arten zählen die Wassernuss, der Lungen-Enzian, die Trollblume, der Eisvogel und der Schwarzstorch und unter den Schmetterlingen der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Selten gewordenen Biotope wie Pfeifengraswiesen, Hochstaudenfluren und Auwälder sind Charakteristika des Lafnitztals.

Das Lafnitztal ist seit 2002 das 11. von 19 RAMSAR-Gebieten Österreichs und unterliegt damit der Ramsar-Konvention. Die gesamte Lafnitz ist Natura 2000-Gebiet.

Bei Loipersdorf befinden sich große Weideflächen (Alm im Tal), nördlich davon eine beeindruckende Mäanderstrecke. Die Weidewirtschaft ist jedoch in Ungarn und im Südburgenland stark zurückgegangen. Zur Erhaltung der Wiesen und Weiden werden nun Angus- und Galloway-Rinder eingesetzt. Die langsam wachsenden Rinderrassen bereichern als Zickentaler Moorochsen auch den südburgenländischen Speisezettel. Auch die Burgenländische Weidegans, von der es ebenfalls nur noch wenige Bestände gab, nutzt nun wieder zunehmend die Weiden.

1996 wurde die Lafnitz zum Fluss des Jahres gekürt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Lafnitz war lange Zeit Grenzfluss zwischen Österreich und Ungarn. Heute bildet sie über eine weite Strecke die Grenze zwischen den Bundesländern Steiermark und dem Burgenland, das erst 1921 von Westungarn abgetrennt wurde. Kaiserin Maria Theresia ließ ab 1760 zahlreiche Grenzsteine aufstellen, von denen einige noch erhalten sind. Die mäandrierende Lafnitz änderte damals nämlich oft ihren Verlauf, was zuvor immer wieder zu Grenzstreitigkeiten Anlass gegeben hatte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Umweltbundesamt GesmbH (Hrsg.): Das Lafnitztal. Flusslandschaft im Herzen Europas. Neuer wissenschaftlicher Verlag, Wien, 2005 ISBN 3708301625
  • Klaus Edlinger und Helmut Moik: Leben am Fluss. Steirische Verlagsgesellschaft, 2003 ISBN 3854890990
  • Bruno Saurer: Kunst und Wissenschaft an Feistritz und Lafnitz. Hans Fronius und seine Auen. In: Campus f. Das Fürstenfelder Kulturmagazin Nummer 24, Dezember 1993, S. 30-39.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Lafnitz und Natura 2000, abgerufen am 8. November 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lafnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien