Laga

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Laga (Begriffsklärung) aufgeführt.
Laga
Laga (Osttimor)
Laga
Laga
Koordinaten 8° 28′ S, 126° 36′ O-8.4722222222222126.59694444444Koordinaten: 8° 28′ S, 126° 36′ O
Baucau subdistricts.png
Basisdaten
Staat Osttimor

Distrikt

Baucau
Subdistrikt Laga
Suco Soba
Höhe 78 m
Links der Ort Laga, rechts davon die Flüsse Lequinamo und Uaimuhi.
Links der Ort Laga, rechts davon die Flüsse Lequinamo und Uaimuhi.

Laga ist der Hauptort des Subdistrikts Laga im osttimoresischen Distrikt Baucau.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt im Osten des Distrikts, im Suco Soba, östlich der Mündung des Flusses Lequinamo in die Straße von Wetar. Das Zentrum der Stadt befindet sich, trotz seiner Lage am Meer, bereits in einer Meereshöhe von 78 m. Zur Distriktshauptstadt Baucau sind es in Luftlinie 15 km und zur Landeshauptstadt Dili etwa 114 km nach Westen.

In Laga existiert eine Vorschule (Escola Pre-Primaria No. 1 Soba),[1] eine präsekundäre Schule, einen Hubschrauberlandeplatz und ein kommunales Gesundheitszentrum.[2] Außerdem gibt es einen kleiner Markt und einen Hafen. Die Kirche Igreja de S. João Bosco de Laga ist ein moderner Bau, der sich am kolonialen, portugiesischen Stil orientiert. Zwei rechteckige Türme umrahmen die Betonfassade des Eingangs. Auf dem dazwischen gelegenen Giebeldach thront über den Eingang ein Kreuz, darunter ein Kachelbild. Ein portugiesisches Fort thront auf einem kleinen Hügel, südlich der Hauptstraße.

Das 1. Bataillon der Verteidigungskräfte Osttimors hat in Laga seinen Stützpunkt.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Juni 1863 wurde ein Aufstand der Makasae von Laga durch die Portugiesen niedergeschlagen und das Dorf niedergebrannt. Dabei wurde auch der Anführer der Rebellion von 1861 in Laclo gefangen genommen. Im August 1867 rebellierten die Einwohner vom Galoli-Reich von Vemasse, zu dem auch Laga gehörte. Auch diese Rebellion scheiterte. 1889 errichteten die Portugiesen einen Militärposten in Laga.[4]

Als Laga im Dezember 1975 von den Indonesiern besetzt wurde, floh die Bevölkerung in die Wälder. Die indonesischen Soldaten töteten das Vieh, raubten die Nahrungsmittelvorräte und brannten Häuser nieder. Ende 1979 gab es im Ort Laga ein indonesisches Lager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den Besatzern umgesiedelt werden sollten.[5]

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Mit dem australischen Cooloola Shire Council besteht eine Partnerschaft.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  2. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 499 kB)
  3. International Crisis Group: Resolving Timor-Leste’s Crisis, 2006 (Version vom 10. Oktober 2006 im Internet Archive)
  4. History of Timor – Technische Universität Lissabon (PDF; 824 kB)
  5. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  6. Webseite des Außenministeriums Osttimors