Lagginhorn

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Lagginhorn
Fletschhorn (links) und Lagginhorn (in Bildmitte), der Westgrat verläuft vom Gipfel des Lagginhorns nach links unten

Fletschhorn (links) und Lagginhorn (in Bildmitte), der Westgrat verläuft vom Gipfel des Lagginhorns nach links unten

Höhe 4'010 m ü. M.
Lage Kanton Wallis, Schweiz
Gebirge Walliser Alpen
Koordinaten 643601 / 11190646.1572222222228.00305555555564010Koordinaten: 46° 9′ 26″ N, 8° 0′ 11″ O; CH1903: 643601 / 111906
Lagginhorn (Wallis)
Lagginhorn
Erstbesteigung 26. August 1856 durch Edward Levi Ames, Franz-Josef Andenmatten und Johann Josef Imseng
Normalweg Westsüdwest-Grat (Stellen II)

Das Lagginhorn ist ein 4'010 m ü. M. hoher Berg im östlichen Teil der Walliser Alpen. Sein Gipfel befindet sich im Schweizer Kanton Wallis, wenige Kilometer nördlich der italienischen Grenze. Er gilt als ein «nicht allzu schwierig» zu besteigender Viertausender.[1]

Geographie[Bearbeiten]

Das Lagginhorn liegt in der Weissmiesgruppe, nördlich des 4'017 m ü. M. hohen Weissmies, von dem es durch das 3'499 m ü. M. hohe Lagginjoch getrennt ist. Nach Norden führt der Gipfelkamm über das Fletschjoch (3'688 m ü. M.) zum Fletschhorn. Im Westen befindet sich der Talort Saas Grund. Nordöstlich verläuft der Simplonpass. Der Gipfelkamm des Lagginhorn ist nicht vergletschert, in seinen Flanken befinden sich aber mehrere kleinere Gletscher: In der Westflanke liegt der Lagginhorngletscher, östlich der Holutriftgletscher, nördlich verläuft der Fletschhorngletscher, im Südwesten der Hohlaubgletscher und südöstlich liegt der Laggingletscher.[2] Im Südgrat liegt der wenig markante Südgipfel (3'971 m ü. M.).[3]

Besteigungsmöglichkeiten[Bearbeiten]

Der Normalweg über den Westsüdwest-Grat bietet Kletterschwierigkeit im II. Grad und ist nach der SAC-Berg- und -Hochtourenskala mit «wenig schwierig» bewertet. Ein möglicher Ausgangspunkt für eine Besteigung des Lagginhorns ist die Weissmieshütte auf 2'726 m. Diese erreicht man am einfachsten über die Seilbahn von Saas Grund bis auf eine Höhe von 2'400 m. Ein weiterer möglicher Stützpunkt ist die auf 3'101 m gelegene Hohsaashütte, die ebenfalls von Saas Grund erreichbar ist. Die Route führt über den Lagginhorngletscher zum Westsüdwest-Grat, der bis zum Gipfel verfolgt wird.[1]

Eine weitere oft begangene Route ist die Überschreitung über das Fletschhorn in das Fletschjoch, von dort über den Nordgrat zum Gipfel des Lagginhorns (II+, WS+[1] bzw. ZS[3]).

Vom Lagginjoch führt über den Südgrat eine Kletterei im III. Schwierigkeitsgrad.[1]

Besteigungsgeschichte[Bearbeiten]

Die Erstbesteigung wurde am 26. August 1856 durch Edward Levi Ames mit drei weiteren Engländern und den Führern Franz-Josef Andenmatten, Johann Josef Imseng und drei weiteren Saaser Führern über den heutigen Normalweg unternommen.[1][3]

Die Überschreitung über das Fletschhorn und den Nordgrat erfolgte am 27. Juli 1887 durch W. A. B. Coolidge mit mehreren Führern.[1] Der Südgrat wurde erstmals am 11. August 1883 begangen.

Am 3. Juli 2012 starben fünf deutsche Bergsteiger, die unterhalb des Gipfels abstürzten, als sie sich bereits auf dem Abstieg befanden.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Hermann Biner: Hochtouren im Wallis. Vom Trient zum Nufenenpass. Bern 3. Auflage 2002, S. 470-475.
  2. Digitales Kartenmaterial des Bundesamtes für Landestopografie
  3. a b c Richard Goedeke: 4000er – Die Normalrouten auf alle Viertausender der Alpen. München 8. Auflage 2002, S. 59-63.
  4. Fünf deutsche Bergsteiger sterben am Lagginhorn in der Schweiz. In: FOCUS online

Literatur[Bearbeiten]

  • Helmut Dumler und Willi P. Burkhardt: Viertausender der Alpen. München 2001. ISBN 3-7633-7427-2.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Lagginhorn bei 4000er – Die Viertausender der Alpen
 Commons: Lagginhorn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien