Lago di Martignano

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Lago di Martignano
Lago di Martignano
Lago di Martignano
Geographische Lage Mittelitalien
Abfluss keiner
Städte am Ufer Anguillara Sabazia
Campagnano di Roma
Rom
Daten
Koordinaten 42° 6′ 46″ N, 12° 18′ 54″ O42.11277777777812.315305Koordinaten: 42° 6′ 46″ N, 12° 18′ 54″ O
Lago di Martignano (Italien)
Lago di Martignano
Höhe über Meeresspiegel 305 m s.l.m.
Fläche 2,44 km²dep1f5
Länge 2,01 kmdep1f6
Breite 1,54 kmdep1f7
Umfang 6 kmdep1f9
Maximale Tiefe 60 mf10

Der Lago di Martignano (auch Martignanosee; lateinisch Lacus Alsietinus) ist ein See in Latium vulkanischen Ursprungs, wie auch die Becken der Umgebung des Braccianosees, des Lago di Monterosi, der Stracciacappa und des Valle di Baccano, wobei die letzten beiden heute ausgetrocknet sind.

Das Seeufer ist zwischen den Gemeinden Rom, Anguillara Sabazia und Campagnano di Roma aufgeteilt.

Der See hat einige kleinere Zuflüsse, davon die meisten jahreszeitlich eingeschränkt, jedoch keinen Abfluss.

Der Lago di Martignano ist vulkanischen Ursprungs. Er ist einer der letzten Krater des Vulcano Sabatino, der vor etwa 40.000 Jahren erlosch und sich darauf mit Wasser füllte.[1]

Er war seit der Bronzezeit, ca. 1.500 v. Chr., besiedelt. Die Römer bauten mehrere Villen am Ufer. Sie besuchten den See zur Sommerfrische und nutzten das Wasser über den Aquädukt der Aqua Alsietina, der im Jahr 2 v. Chr. von Augustus erbaut wurde, um die Naumachia in Trastevere zu versorgen, die Julius Caesar gewidmet war. Erst in der Völkerwanderungszeit wurde die Gegend um den See entvölkert, da die Menschen in den befestigten Städten Schutz suchten.

Am See gibt es heute keine Siedlungen bis auf wenige landwirtschaftliche Gebäude und da er nicht mit Straßen erschlossen ist, blieb der See fast unberührt. Heute ist er ein beliebtes Ziel für Badegäste, Wanderer und Kanusportler.

Obwohl der See sehr nahe am Braccianosee liegt, hat er zu diesem keine Verbindung.

Der See befindet sich in der Schutzzone des regionalen Naturparks der Seen von Bracciano und Martignano.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Parco di Veio, der Vulcano Sabatino (italienisch)