Laguiole (Käse)

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Laguiole

Der Laguiole, manchmal auch Fourme de Laguiole ist ein französischer Schnittkäse. Er ist nach der Kleinstadt Laguiole benannt und stammt ursprünglich aus dem Aubrac, eine Landschaft im südwestlichen Zentralmassiv in Frankreich, einer Basalthochebene von 800 bis 1400 Höhenmeter. Als AOC-Käse darf er nur in den Départements Aveyron, Cantal und Lozère der südlichen Auvergne produziert werden.

Der Laguiole hat eine zylindrische Form. Der Durchmesser beträgt 40 Zentimeter, die Höhe liegt ebenfalls bei 40 Zentimeter und er wiegt zwischen 45 und 48 Kilogramm. Die Konsistenz des Käses ist geschmeidig und elastisch. Je älter er wird, umso brüchiger ist er.

Von der Art und Form her ist der Laguiole mit dem Cantal verwandt.

Nach handwerklicher Tradition wurde der Laguiole früher in Sennhütten oder Molkereien mit der Milch der Aubrac-Rinder hergestellt. Heute stellt nur noch die Coopérative Fromagère Jeune Montagne den Käse in Laguiole her und verwendet dafür die Milch vom Simmentaler Fleckvieh. Der geformte Käsebruch reift unter einer Presse. Danach wird er ein zweites Mal zerkleinert, der Teig gesalzen und in eine mit einem speziellen Tuch ausgelegte Form gefüllt. Nach einem erneuten Pressen reift der Käse zwischen 4 und 9 Monaten in Kellern.

Der Laguiole ist leicht säuerlich, sehr aromatisch und pikant. Sein Fettgehalt beträgt 45 % Fett i. Tr.

Er eignet sich zum Verzehr auf Brot, als geriebener Käse wird er gerne zum Überbacken von Aufläufen und Gratins eingesetzt.

Die Käseherstellung in dieser Region hat eine lange Tradition. Der Römer Plinius der Ältere berichtet in einem seiner Werke darüber. Erstmals wurde der Laguiole namentlich im 4. Jahrhundert erwähnt.