Laguna Conococha

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Laguna Conococha
Laguna Conococha.jpg
Geographische Lage Region Ancash, Peru
Zuflüsse Río Tuco u. a.
Abfluss Río Santa
Daten
Koordinaten 10° 7′ 40″ S, 77° 17′ 2″ W-10.127777777778-77.2838888888894050Koordinaten: 10° 7′ 40″ S, 77° 17′ 2″ W
Laguna Conococha (Peru)
Laguna Conococha
Höhe über Meeresspiegel 4050 m

Die Laguna Conococha (Quechua coñi cocha „heiße Wasser“) ist ein See im Anden-Hochgebirge Südamerikas im nordwestlichen Peru.

Die Laguna Conococha liegt in der Region Ancash auf einer Höhe von 4.050 m über dem Meeresspiegel an der Verbindungsstraße zwischen dem Callejón de Huaylas und Chiquián.

Die Laguna wird als Quellsee des Río Santa gesehen, der von hier aus rund 200 km zwischen der Cordillera Negra und der schneebedeckten Cordillera Blanca hindurch in nördlicher Richtung fließt.

Der See selbst wird durch kleine Zuflüsse aus der Cordillera Negra im Westen und der Cordillera Blanca im Osten gespeist. Hauptzufluss der Laguna Conococha ist der Río Tuco, dessen Quelle in der Laguna Tuco auf 9° 56′ 40″ S, 77° 11′ 44″ W-9.9444444444444-77.1955555555565000 liegt, etwa 5.000 m über dem Meeresspiegel vor einer der Gletscherzungen des Nevado de Tuco.

Trotz seiner Höhe ist der See fischreich, es finden sich hier unter anderem Lachse und Forellen. Im Jahr 1996 entdeckten in der Laguna Conococha die Forscher Antonio W. Salas und Ulrich Sinsch im Auftrag des Museo de Historia Natural, Lima eine neue Unterart des Telmatobius-Frosches, die sich von allen anderen peruanischen Telmatobius-Arten unterscheidet.

Am westlichen Seeufers liegt die Ortschaft Conococha, wo sich Verbindungsstraßen nach Lima, Pativilca, Huaraz und Chiquián kreuzen.

Der Kupfer- und Zink-Minengesellschaft Antamina wird vorgeworfen, seit Inbetriebnahme im Jahr 2001 durch ihre Tätigkeit den Wasserspiegel der Laguna abgesenkt und das ökologische Gleichgewicht des Sees gestört zu haben, außerdem die Region mit Mineralienrückständen verseucht zu haben.