Laim

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48.14027777777811.497222222222Koordinaten: 48° 8′ 25″ N, 11° 29′ 50″ O

Laim
Landeshauptstadt München
Eingemeindung: 1. Januar 1900
Postleitzahl: 80686, 80687, 80689
Vorwahl: 089
Karte

Lage des Stadtbezirks 25 in München

Laim ist ein Stadtteil von München und bildet den Stadtbezirk 25 Laim mit etwa 50 000 Einwohnern. Laim besteht zwar als Ortschaft schon länger als München selbst, erlebte sein Bevölkerungswachstum aber erst mit der Eröffnung des Rangier- und Güterbahnhofes und der folgenden Eingemeindung nach München. Heute wird Laim fast ausschließlich als Wohnviertel genutzt. Laim ist nicht identisch mit dem zehn Kilometer weiter östlichen Münchner Stadtbezirk Berg am Laim.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Laim ist ein Stadtteil im Münchner Westen. Die nördliche Grenze bilden die Gleise nördlich der Landsberger Straße, die östliche Grenze die Westendstraße bis zur A 96, die südliche Grenze bildet die A 96 und die Senftenauer Straße bis zur Willibaldstraße und die westliche Grenze schließlich die Willibaldstraße. Im Norden grenzt Laim daher an Neuhausen-Nymphenburg, im Osten an die Schwanthalerhöhe, im Südosten an Sendling-Westpark, im Südwesten an Hadern und im Westen an Pasing-Obermenzing.

Verkehrswege[Bearbeiten]

Straßen: Wichtige Straßen in Laim sind die Landsberger Straße im äußersten Norden, die A 96 im äußersten Süden mit der Autobahnabfahrt München-Laim, und die Fürstenrieder Straße, die die Landsberger Straße mit der Autobahn verbindet. Weitere wichtige Straßen sind die Westendstraße im Osten von Laim und die beiden Parallelstraßen zur Landsbergerstraße, die Agnes-Bernauer-Straße und die Zschokke- bzw. Gotthardstraße.

öffentliche Verkehrsmittel:

  • Laim ist mit den U-Bahn-Linien U4 bis zum U-Bahnhof Westendstraße und U5 bis zum U-Bahnhof Laimer Platz erschlossen und hat bislang drei U-Bahnhöfe. Wenn die Pläne realisiert werden, die Linie bis nach Pasing zu verlängern, hätte Laim einen weiteren U-Bahnhof an der Willibaldstraße. [1]
  • An der Ecke Landsberger Straße / Fürstenrieder Straße ist der S-Bahnhof Laim, der auf der Stammstrecke der S-Bahn München liegt. Seit Dezember 2009 gibt es zusätzlich die Haltestelle "Hirschgarten", die ebenfalls auf der Stammstrecke der S-Bahn an der Friedenheimer Brücke liegt.
  • Die Tram 19 und 18 haben mehrere Stationen in Laim.
  • Die Metrobuslinien 51 und 57 verbinden Laim mit entfernten Stadtteilen (Nymphenburg (51), Pasing, Neuaubing (57)); die Stadtteilbuslinien 130, 131, 132 und 151 und 168 haben Haltestellen in Laim.

Güterverkehr: Zwischen den 1890er und den 1990er Jahren bestand in Laim der große Rangier- und Güterbahnhof, der lange Zeit als der größte Güterbahnhof Europas galt und als großer Arbeitgeber wesentlich zum Wachstum Laims beigetragen hat. Heute spielt der Güterverkehr in Laim eine untergeordnete Rolle.

Flächennutzung[Bearbeiten]

Die meisten Geschäfte in Laim befinden sich entlang der Fürstenrieder Str.

Laim ist 528,64 Hektar groß. 66,1 % davon werden als Wohnflächen (mit dazugehörigen Freiflächen) verwendet. 28,3 % sind Verkehrsflächen. Nur 0,1 % sind Betriebsflächen. Die verbleibenden 5,5 % sind Erholungsflächen, bei denen rund ein Drittel auf Sportflächen (7,45 ha) entfallen. Laim hat keine Wald- oder Wasserflächen. Im Vergleich zu München insgesamt hat Laim damit einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Wohn- und Verkehrsflächen, sowie einen geringen Anteil an Betriebsflächen: Laim ist hauptsächlich ein Wohnviertel.[2] Die wenigen Betriebsflächen befinden sich vor allem entlang der Bahnachse zwischen Hauptbahnhof und Pasing, der sog. DB-Hauptabfuhrstrecke.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Demographie[Bearbeiten]


(Stand jeweils am 31. Dezember, Einwohner mit Hauptwohnsitz)

Jahr Einwohner davon Ausländer Fläche in ha EW pro ha Quelle mit weiteren Daten
2000 048.539 009.582 (19,7 %) 0528,68 0092 Statistisches Taschenbuch München 2001. pdf-Download
2001 048.739 009.787 (20,1 %) 0528,68 0092 Statistisches Taschenbuch München 2002. pdf-Download
2002 048.606 009.784 (20,1 %) 0528,65 0092 Statistisches Taschenbuch München 2003. pdf-Download
2003 048.708 010.026 (20,6 %) 0528,65 0092 Statistisches Taschenbuch München 2004. pdf-Download
2004 048.841 010.294 (21,1 %) 0528,65 0092 Statistisches Taschenbuch München 2005. pdf-Download
2005 048.927 010.560 (21,6 %) 0528,65 0093 Statistisches Taschenbuch München 2006. pdf-Download
2006 050.028 010.715 (21,4 %) 0528,32 0095 Statistisches Taschenbuch München 2007. pdf-Download
2007 050.600 011.010 (21,8 %) 0528,38 0096 Statistisches Taschenbuch München 2008. pdf-Download
2008 051.329 011.209 (21,8 %) 0528,38 0097 Statistisches Taschenbuch München 2009. pdf-Download
2009 051.338 011.059 (21,5 %) 0528,58 0097 Statistisches Taschenbuch München 2010. pdf-Download
2010 051.805 011.356 (21,9 %) 0528,58 0098 Statistisches Taschenbuch München 2011. pdf-Download
2011 052.733 012.009 (22,8 %) 0528,58 0100 Statistisches Taschenbuch München 2012. pdf-Download
2012 053.359 012.675 (23,8 %) 0528,58 0101 Statistisches Taschenbuch München 2013. pdf-Download

Religion[Bearbeiten]

Laim hat vier katholische (St. Ulrich, Zu den Hl. Zwölf Aposteln, Namen Jesu, St. Philippus) und eine evangelische Kirche (Paul-Gerhardt-Kirche). Außerdem ist an der Landsberger Straße ein Königreichssaal der Zeugen Jehovas ansässig.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und frühe Geschichte[Bearbeiten]

Die Aubinger Pfarrei vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. In der Konradinischen Matrikel von 1315 erwähnte Filialen in rot, später erwähnte in violett, die Würm in blau. Langwied und Friedenheim gehörten teilweise zur Pfarrei. Von St. Quirin bis St. Ulrich (Laim) sind es gut 6,5 km Luftlinie.

Ursprünglich eine eigenständige Ortschaft, existiert Laim bereits länger als München selbst. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde Laim zwischen 1047 und 1053 als loco leima (= am/im Ort Leim). Die Kirche St. Ulrichs stammt vermutlich noch aus dieser Zeit, selbst wenn sie erst 1315 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Das Zentrum war damals der Laimer Anger. Der Name Laim kommt von „leim“ = Lehm, Lehmboden. Da die Lehmvorkommen jedoch deutlich geringer als z.B. in Berg am Laim waren, siedelten sich in Laim keine Ziegelbrennereien an, sondern die Wirtschaft war bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hauptsächlich von der Landwirtschaft geprägt.

Das Laimer Schlössl wird zwar manchmal Agnes-Bernauer-Schlössl bezeichnet, Agnes Bernauer hat jedoch vermutlich nie in Laim gewohnt, sondern lediglich 1433 unter Mitwirkung zweier Laimer Kirchenpröbste ein herzogliches Lehen erworben.

Im Dreißigjährigen Krieg wurden das Dorf, das aus rund zwanzig Höfen bestand, und der Edelsitz Laim niedergebrannt. 1715 erwarb Kurfürst Max Emanuel den Edelsitz Laim und erhob ihn zu einer Hofmark. Die Ortschaft Laim wurde 1818 eine eigene Gemeinde.

Eröffnung des Güterbahnhofes: Wachstum[Bearbeiten]

Laim auf einer Karte von 1858

Zwar liegt Laim schon seit 1841 an den Gleisen der Eisenbahnstrecke München-Augsburg, blieb jedoch viele Jahre vom Eisenbahnverkehr unberührt. 1890 hatte Laim nur 290 Einwohner. Zwei Jahre später wurde in Laim der Rangierbahnhof eingeweiht und begründet damit das schnelle Wachstum Laims in den folgenden Jahren. Laim war für den Rangierbahnhof ein idealer Standort, da die Umladekapazitäten des Münchner Hauptbahnhofes schon lange nicht mehr ausreichten, in Laim aber noch viel unbebaute Fläche aus der Agrarwirtschaft zur Verfügung stand. Das schnelle Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum wurde schon früh vorhergesehen. 1892 wurde daher ein Stadterweiterungsbüro gegründet, dem zunächst Theodor Fischer vorstand, um das unkontrollierte Städtewachstum zu verhindern. Bis 1901 verzehnfachte sich die Bevölkerung in Laim. Das schnelle Wachstum führt schließlich am 1. Januar 1900 zur Eingemeindung Laims nach München.[3] Die zunehmende Verdrängung der Münchner Wohnbevölkerung aus der Münchner Innenstadt durch aufstrebende Dienstleistungsunternehmen und die jungen Industrieansiedlungen an den Gleisen erhöhen das rapide Wachstum zusätzlich. 1908 wurde die Trambahnstrecke eingeweiht, auf der heute die Tram 19 verkehrt. Um den alten Ortskern entstanden später auch einige Villen und auch mehrgeschoßige Bauten, die z.T. bis heute das Ortsbild prägen. Laim war aber wegen des großen Laimer Rangierbahnhofs und der ansässigen Industrieunternehmen vor allem ein Arbeiterwohnviertel.

Laim zu Zeiten des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

1938 wurden auch Pasing und Großhadern eingemeindet. Damit war Laim kein Außenbezirk mehr, hatte es zudem auch mit rund 50.000 Einwohnern vollständig den ländlichen Charakter verloren. Bis 1943 wurden zahlreiche Südtiroler Familien in den von der Gemeinnützigen Baugesellschaft Bayern errichteten "Südtiroler-Blöcken" untergebracht. Vor allem auf das starke sozialistische Arbeitermilieu und das konservativ-katholische Lager in Laim ist es zurückzuführen, dass es eine eher unterdurchschnittliche Unterstützung für die Nationalsozialisten gab. Bis zur Machtergreifung blieben die Nationalsozialisten in Laim immer rund fünf Prozent hinter dem Wahlergebnis auf Reichsebene zurück. Auch die Widerstandsbewegung gegen die Nationalsozialisten war in Laim tief verankert, so z.B. das Lebensmittelgeschäft von Margot und Ludwig Linsert in der Fürstenrieder Straße 46, von wo aus der Internationale Sozialistische Kampfbund Flugblattaktionen gegen die Nazis plante und durchführte. Der passive Widerstand der Laimer Bevölkerung führte schließlich zu einem stärkeren Engagement der Nazis, in Laim Propaganda zu betreiben. Davon abgesehen waren mehrere Industriebetriebe, die auch für die Rüstung produzierten, in Gleisnähe angesiedelt. Zudem war der Rangierbahnhof ein wichtiges Ziel der Alliierten. Von Zerstörungen war daher hauptsächlich die Gegend um die Gleise betroffen - die anderen Teile Laims blieben weitgehend verschont. Zur Zeit des Krieges gab es Pläne, den Münchner Hauptbahnhof nach Laim zu verlegen, die jedoch nach Kriegsende verworfen wurden. Es gibt keine verlässlichen Quellen, wie sich die Laimer Bevölkerung damals zu diesen Plänen stellte.

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Nachkriegssiedlung "Alte Heimat"

Nach Kriegsende galt die oberste Priorität dem Wiederaufbau von Wohnraum. Laim hatte damals als ein noch eher äußerer Bezirk Münchens von vornherein viele unbebaute Flächen und die vom Krieg zerstörten Gebäude taten ihr übriges. So wurden sehr schnell, z.T. in Fertigbauweise, viele Siedlungen errichtet. Probleme dieses schnellen Aufbaus und der damit verbundenen Urbanisierung waren vor allem das Fehlen von Schulen und Kirchen. Auch eine Reihe moderner Kirchen in Laim zeugt von dieser Zeit.

Laim in der Gegenwart[Bearbeiten]

Mitte der 1990er wurde der Rangierbahnhof aufgelöst. Seitdem ist Laim beinahe ausschließlich ein Wohngebiet. 2000 wurde anlässlich der 100-jährigen Eingemeindung der Laimer Anger neu eingeweiht.

Politik[Bearbeiten]

Bezirksausschusswahl März 2008
(Stimmen in Prozent) [4]
 %
50
40
30
20
10
0
44,4 %
32,3 %
15,7 %
7,6 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2002 [4]
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-0,8 %p
-7,4 %p
+4,8 %p
+3,4 %p

Die letzte Wahl des Bezirksausschusses 25 fand am 2. März 2008 statt. Von den 37.626 Stimmberechtigten nahmen 17.855 Menschen an der Wahl teil. Das ergibt eine Wahlbeteiligung von 47,5 % (2002: 50,9 %).

Dabei erzielten die SPD 44,4 % (2002: 45,2 %), die CSU 32,3 % (39,7 %), B90/Grüne 15,7 % (10,9 %) und die FDP 8,3 % (4,2 %) der Stimmen.

Damit ergibt sich folgende Sitzeverteilung im Bezirksausschuss: SPD 11 (2002: 12), CSU 8 (10), B90/Grüne 4 (2) und FDP 2 (1).

Vorsitzender des Bezirksausschusses 25 bleibt damit Josef Mögele (SPD).

Stadtrat München[Bearbeiten]

Der Stadtbezirk Laim wird im Münchner Rathaus von der Stadträtin Verena Dietl (SPD) vertreten.

Landtagswahlen[Bearbeiten]

Laim verteilt sich auf zwei Stimmkreise des Bayerischen Landtags:

Bundestagswahlen[Bearbeiten]

Laim liegt im Bundeswahlkreis München-West/Mitte, vertreten durch Hans-Peter Uhl (CSU).

Bauwerke, Plätze und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Laimer Anger[Bearbeiten]

Das historische Zentrum ist der Laimer Anger, der am 1. und 2. Juli 2000 anlässlich einer Umgestaltung neu eingeweiht wurde. Die Feierlichkeiten wurden mit der 100-jährigen Eingemeindung Laims zu München zusammengelegt.

St. Ulrich, Kapelleneingang 48.14002111.498802

St. Ulrich[Bearbeiten]

Gegenüber dem Anger befindet sich die altbayrisch-dörflich wirkende, katholische St. Ulrich Pfarrkirche mit ihrem traditionellen Zwiebelturm. Sie ist nach dem heiligen Ulrich benannt und wurde 1315 erstmals urkundlich erwähnt. Vermutlich ist sie jedoch viel älter und weist auf die Gründungszeit Laims zurück. Seit 1918 ist St. Ulrich eine eigene Pfarrei.

Paul-Gerhardt-Kirche[Bearbeiten]

Die evangelisch-lutherische Paul-Gerhardt-Kirche wurde in den Jahren 1955/56 von Johannes Ludwig erbaut und zählt zu den bedeutendsten Kirchenbauten der Nachkriegszeit in Deutschland. Seit 2001 steht die gesamte Anlage unter Denkmalschutz.

Zu den heiligen Zwölf Aposteln[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche Zu den heiligen zwölf Aposteln wurde 1952-1953 von Sep Ruf erbaut und war sein erster Sakralbau. Das Gebäude ist ein charakteristischer schlichter Kirchenbau der 1950er Jahre und steht unter Denkmalschutz.

„Laimer Schlössl“
Hausschild

Laimer Schlössl[Bearbeiten]

Das Laimer Schlössl in der Agnes Bernauer Straße wurde unter Max Emanuel als Wirtschaftsgebäude im Laimer Schlossgut, einem ehemaligen Jagdsitz, errichtet. Im 19. Jh. verfiel es zunehmend und wurde erst mit dem Kauf durch Theodor Fischer renoviert.

Kaufhaus Beck[Bearbeiten]

Das ehemalige Kaufhaus Beck in der Fürstenrieder Straße 21 sticht durch seine Klinkerfassade aus dem Straßenbild heraus. Einstmal war es ein Kaufhaus der gehobenen Klasse, stand dann 15 Jahre leer und war Gegenstand vieler politischer Diskussionen. Pläne, eine Spielhalle in diesem Gebäude anzusiedeln, stießen auf heftigen Widerstand. Seit 2008 wird das Gebäude kernsaniert.

Laimer Würfel[Bearbeiten]

Der Laimer Würfel ist ein neues 11-stöckiges Bürogebäude an der Kreuzung Landsberger Str. und Fürstenrieder Str. Es sticht durch seine Höhe und markante Fassade sofort in den Blickpunkt. Hauptnutzer des Gebäudes ist die DAB bank AG, die hier ihren neuen Hauptsitz hat.

Sonstige Bauwerke[Bearbeiten]

  • Villa Ballauf, Riegerhofweg 8, eine malerische Villa mit Fachwerk und Turm, 1898 von Franz Rank errichtet
  • Lehrer-Angerer-Haus, Mathunistraße 32, barockisierende Villa, 1895 von M. Seidl gebaut

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in München/Laim

Stadtteilkultur[Bearbeiten]

INTERIM-Theater[Bearbeiten]

Das Interim ist ein Bürgertreff an der Agnes-Bernauer-Straße, in dem regelmäßige Kulturveranstaltungen stattfinden. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die Interimskirche, die von der Stadt München gekauft wurde, um nach einem geplanten Abriss die Agnes-Bernauer-Straße zu verbreitern. Als dieses Bauvorhaben jedoch verworfen wurde, wandelte man das Gebäude in ein Bürgerhaus um.

Münchner Stadtbibliothek[Bearbeiten]

Die Stadtbibliothek ist seit 1987 am Laimer Platz (Fürstenriederstr. 53). Sie wurde vom Architekten Kurt Ackermann, München, 1987 erbaut und weist einen im Sommer geöffneten Bibliotheksgarten mit Skulptur von Lothar Fischer auf. Mit einem Bestand von 50.000 Medien (Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Spiele, AV-Medien, wie CD-ROMs, Wii-Spiele, DVDs) gehört sie zu den großen Zweigstellen der Münchner Stadtbibliothek. In ihren Räumen finden regelmäßig Veranstaltungen für Kinder sowie Ausstellungen, Vernissagen und Schnupperkurse der Münchner Volkshochschule statt.

Münchner Volkshochschule[Bearbeiten]

Die Außenstelle Laim der Münchner Volkshochschule befindet sich am Laimer Platz (Fürstenrieder Straße 53) und bietet ein breitgefächertes Bildungsprogramm.

Neues Rex-Kino[Bearbeiten]

Das Rex-Kino ("Neues Rex") am Agricolaplatz (im ehemaligen Festsaal der Gaststätte Bürgerbräu; heute Wirtshaus - Bar - Biergarten "Laimers") ist das einzige Stadtteilkino in Laim und eines der ältesten Filmkunsttheater in München überhaupt. Zum Kino gehört zudem der einzige Biergarten Laims, der damit eine wichtige Institution des Stadtviertels ist.

Bauernmarkt[Bearbeiten]

Jeden Freitag findet von 7:30 bis 13:00 Uhr an der Ecke Agnes-Bernauer-Straße/Fürstenrieder Straße unweit des Laimer Angers der traditionelle Bauernmarkt statt.

Rotlichtbezirk[Bearbeiten]

Seit Jahrzehnten besteht westlich der Friedenheimer Brücke ein Straßenstrich mit Bordellbetrieben. Er überstand auch die radikale Neugestaltung und Reduzierung des Münchner Sperrbezirks unter Kreisverwaltungsreferent Peter Gauweiler Anfang der 1980er Jahre.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Mathias L. Auer: Laimer Chronik. Eine Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Stadtteils Laim von den Anfängen bis zur Gegenwart. Band 1: Chronologische Ausführungen von den Anfängen bis 1981. Selbstverlag, München 1981, ISBN 3-9800896-0-6. (Band 2 ist nicht erschienen)
  • Gernot Brauer: München Laim - Ein Stadtteil in 24 Stunden, MünchenVerlag, München 2010, 192 Seiten, ISBN 978-3-937090-44-3 Verlagsinfo

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. muenchen.de - Ausbau der U5 bis Pasing
  2. Statistisches Taschenbuch München 2006 pdf
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 601
  4. a b muenchen.de - Bezirksausschusswahl 2008, abgerufen am 18. Dezember 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien