Laim

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48.14027777777811.497222222222Koordinaten: 48° 8′ 25″ N, 11° 29′ 50″ O

Laim
Landeshauptstadt München
Fläche: 5,29 km²
Einwohner: 54.030 (31. Dez. 2013)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1900
Postleitzahl: 80686, 80687, 80689
Vorwahl: 089
Karte

Lage des Stadtbezirks 25 Laim in München

Laim ist der Stadtbezirk 25 der bayerischen Landeshauptstadt München.

Laim besteht zwar als Ortschaft länger als München selbst, erlebte sein Bevölkerungswachstum jedoch erst mit der Eröffnung des Rangier- und Güterbahnhofes und der folgenden Eingemeindung nach München. Heute wird Laim fast ausschließlich als Wohnviertel genutzt. Laim ist nicht identisch mit dem zehn Kilometer weiter östlichen Münchner Stadtbezirk 14 Berg am Laim.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Laim ist ein Stadtteil in Münchner Westen. Die nördliche Grenze bilden die Gleise nördlich der Landsberger Straße, die östliche Grenze die Westendstraße bis zur A 96, die südliche Grenze bildet die A 96 und die Senftenauer Straße bis zur Willibaldstraße und die westliche Grenze schließlich die Willibaldstraße. Im Norden grenzt Laim daher an Neuhausen-Nymphenburg, im Osten an die Schwanthalerhöhe, im Südosten an Sendling-Westpark, im Südwesten an Hadern und im Westen an Pasing-Obermenzing.

Verkehrswege[Bearbeiten]

Straßen: Wichtige Straßen in Laim sind die Landsberger Straße im äußersten Norden, die A 96 im äußersten Süden mit der Autobahnabfahrt München-Laim, und die Fürstenrieder Straße, die die Landsberger Straße mit der Autobahn verbindet. Weitere wichtige Straßen sind die Westendstraße im Osten von Laim und die beiden Parallelstraßen zur Landsbergerstraße, die Agnes-Bernauer-Straße und die Zschokke- bzw. Gotthardstraße.

öffentliche Verkehrsmittel:

  • Laim ist mit den U-Bahn-Linien U4 bis zum U-Bahnhof Westendstraße und U5 bis zum U-Bahnhof Laimer Platz erschlossen und hat bislang drei U-Bahnhöfe. Wenn die Pläne realisiert werden, die Linie bis nach Pasing zu verlängern, hätte Laim einen weiteren U-Bahnhof an der Willibaldstraße.[2]
  • An der Ecke Landsberger Straße/Fürstenrieder Straße ist der S-Bahnhof Laim, der auf der Stammstrecke der S-Bahn München liegt. Seit Dezember 2009 gibt es zusätzlich die Haltestelle Hirschgarten, die ebenfalls auf der Stammstrecke der S-Bahn an der Friedenheimer Brücke liegt.
  • Die Tram 19 und 18 haben mehrere Stationen in Laim.
  • Die Metrobuslinien 51 und 57 verbinden Laim mit entfernten Stadtteilen (Nymphenburg (51), Pasing, Neuaubing (57)); die Stadtteilbuslinien 130, 131, 132 und 151 und 168 haben Haltestellen in Laim.

Güterverkehr: Zwischen den 1890er- und den 1990er-Jahren bestand in Laim der große Rangier- und Güterbahnhof, der lange Zeit als der größte Güterbahnhof Europas galt und als großer Arbeitgeber wesentlich zum Wachstum Laims beigetragen hat. Heute spielt der Güterverkehr in Laim eine untergeordnete Rolle.

Flächennutzung[Bearbeiten]

Die meisten Geschäfte in Laim befinden sich entlang der Fürstenrieder Straße

Laim ist 5,29 Quadratkilometer groß. 66,1 Prozent davon werden als Wohnflächen (mit dazugehörigen Freiflächen) verwendet. 28,3 Prozent sind Verkehrsflächen. Nur 0,1 Prozent sind Betriebsflächen. Die verbleibenden 5,5 Prozent sind Erholungsflächen, bei denen rund ein Drittel auf Sportflächen (7,45 Hektar) entfallen. Laim hat keine Wald- oder Wasserflächen. Im Vergleich zu München insgesamt hat Laim damit einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Wohn- und Verkehrsflächen, sowie einen geringen Anteil an Betriebsflächen: Laim ist hauptsächlich ein Wohnviertel.[3] Die wenigen Betriebsflächen befinden sich vor allem entlang der Bahnachse zwischen Hauptbahnhof und Pasing, der sogenannten DB-Hauptabfuhrstrecke.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Demographie[Bearbeiten]


(Stand jeweils am 31. Dezember, Einwohner mit Hauptwohnsitz)

Jahr Einwohner davon Ausländer Fläche
in km²
Einwohner
je km²
Quelle mit weiteren Daten[4]
2000 48.539 9.582 (19,7 %) 5,2868 9.181 Statistisches Taschenbuch München 2001 (PDF)
2001 48.739 9.787 (20,1 %) 5,2868 9.219 Statistisches Taschenbuch München 2002 (PDF)
2002 48.606 9.784 (20,1 %) 5,2865 9.194 Statistisches Taschenbuch München 2003 (PDF)
2003 48.708 10.026 (20,6 %) 5,2865 9.214 Statistisches Taschenbuch München 2004 (PDF)
2004 48.841 10.294 (21,1 %) 5,2865 9.239 Statistisches Taschenbuch München 2005 (PDF)
2005 48.927 10.560 (21,6 %) 5,2865 9.255 Statistisches Taschenbuch München 2006 (PDF)
2006 50.028 10.715 (21,4 %) 5,2832 9.469 Statistisches Taschenbuch München 2007 (PDF)
2007 50.600 11.010 (21,8 %) 5,2838 9.576 Statistisches Taschenbuch München 2008 (PDF)
2008 51.329 11.209 (21,8 %) 5,2838 9.714 Statistisches Taschenbuch München 2009 (PDF)
2009 51.338 11.059 (21,5 %) 5,2858 9.712 Statistisches Taschenbuch München 2010 (PDF)
2010 51.805 11.356 (21,9 %) 5,2858 9.801 Statistisches Taschenbuch München 2011 (PDF)
2011 52.733 12.009 (22,8 %) 5,2858 9.976 Statistisches Taschenbuch München 2012 (PDF)
2012 53.359 12.675 (23,8 %) 5,2858 10.095 Statistisches Taschenbuch München 2013 (PDF)
2013 54.030 13.392 (24,8 %) 5,2859 10.222 Statistiken 2013: Ausländer (PDF), Bevölkerungsdichte (PDF)

Religion[Bearbeiten]

Laim hat vier katholische (St. Ulrich, Zu den Hl. Zwölf Aposteln, Namen Jesu, St. Philippus) und eine evangelische Kirche (Paul-Gerhardt-Kirche). Außerdem ist an der Landsberger Straße ein Königreichssaal der Zeugen Jehovas ansässig.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und frühe Geschichte[Bearbeiten]

Die Aubinger Pfarrei vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. In der Konradinischen Matrikel von 1315 erwähnte Filialen in rot, später erwähnte in violett, die Würm in blau. Langwied und Friedenheim gehörten teilweise zur Pfarrei. Von St. Quirin bis St. Ulrich (Laim) sind es gut 6,5 km Luftlinie.

Ursprünglich eine eigenständige Ortschaft, existiert Laim bereits länger als München selbst. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde Laim zwischen 1047 und 1053 als loco leima (= am/im Ort Leim). Die Kirche St. Ulrichs stammt vermutlich noch aus dieser Zeit, selbst wenn sie erst 1315 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Das Zentrum war damals der Laimer Anger. Der Name Laim kommt von „leim“ = Lehm, Lehmboden. Da die Lehmvorkommen jedoch deutlich geringer als z. B. in Berg am Laim waren, siedelten sich in Laim keine Ziegelbrennereien an, sondern die Wirtschaft war bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hauptsächlich von der Landwirtschaft geprägt.

Das Laimer Schlössl wird zwar manchmal Agnes-Bernauer-Schlössl bezeichnet, Agnes Bernauer hat jedoch vermutlich nie in Laim gewohnt, sondern lediglich 1433 unter Mitwirkung zweier Laimer Kirchenpröbste ein herzogliches Lehen erworben.

Im Dreißigjährigen Krieg wurden das Dorf, das aus rund zwanzig Höfen bestand, und der Edelsitz Laim niedergebrannt. 1715 erwarb Kurfürst Max Emanuel den Edelsitz Laim und erhob ihn zu einer Hofmark. Die Ortschaft Laim wurde 1818 eine eigene Gemeinde.

Eröffnung des Güterbahnhofes: Wachstum[Bearbeiten]

Laim auf einer Karte von 1858

Zwar liegt Laim schon seit 1841 an den Gleisen der Eisenbahnstrecke München-Augsburg, blieb jedoch viele Jahre vom Eisenbahnverkehr unberührt. 1890 hatte Laim nur 290 Einwohner. Zwei Jahre später wurde in Laim der Rangierbahnhof eingeweiht und begründet damit das schnelle Wachstum Laims in den folgenden Jahren. Laim war für den Rangierbahnhof ein idealer Standort, da die Umladekapazitäten des Münchner Hauptbahnhofes schon lange nicht mehr ausreichten, in Laim aber noch viel unbebaute Fläche aus der Agrarwirtschaft zur Verfügung stand. Das schnelle Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum wurde schon früh vorhergesehen. 1892 wurde daher ein Stadterweiterungsbüro gegründet, dem zunächst Theodor Fischer vorstand, um das unkontrollierte Städtewachstum zu verhindern. Bis 1901 verzehnfachte sich die Bevölkerung in Laim. Das schnelle Wachstum führt schließlich am 1. Januar 1900 zur Eingemeindung Laims nach München.[5] Die zunehmende Verdrängung der Münchner Wohnbevölkerung aus der Münchner Innenstadt durch aufstrebende Dienstleistungsunternehmen und die jungen Industrieansiedlungen an den Gleisen erhöhen das rapide Wachstum zusätzlich. 1908 wurde die Trambahnstrecke eingeweiht, auf der heute die Tram 19 verkehrt. Um den alten Ortskern entstanden später auch einige Villen und auch mehrgeschoßige Bauten, die teilweise bis heute das Ortsbild prägen. Laim war aber wegen des großen Laimer Rangierbahnhofs und der ansässigen Industrieunternehmen vor allem ein Arbeiterwohnviertel.

Laim zu Zeiten des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

1938 wurden auch Pasing und Großhadern eingemeindet. Damit war Laim kein Außenbezirk mehr, hatte es zudem auch mit rund 50.000 Einwohnern vollständig den ländlichen Charakter verloren. Bis 1943 wurden zahlreiche Südtiroler Familien in den von der Gemeinnützigen Baugesellschaft Bayern errichteten „Südtiroler-Blöcken“ untergebracht. Vor allem auf das starke sozialistische Arbeitermilieu und das konservativ-katholische Lager in Laim ist es zurückzuführen, dass es eine eher unterdurchschnittliche Unterstützung für die Nationalsozialisten gab. Bis zur Machtergreifung blieben die Nationalsozialisten in Laim immer rund fünf Prozent hinter dem Wahlergebnis auf Reichsebene zurück. Auch die Widerstandsbewegung gegen die Nationalsozialisten war in Laim tief verankert, so z. B. das Lebensmittelgeschäft von Margot und Ludwig Linsert in der Fürstenrieder Straße 46, von wo aus der Internationale Sozialistische Kampfbund Flugblattaktionen gegen die Nazis plante und durchführte. Der passive Widerstand der Laimer Bevölkerung führte schließlich zu einem stärkeren Engagement der Nazis, in Laim Propaganda zu betreiben. Davon abgesehen waren mehrere Industriebetriebe, die auch für die Rüstung produzierten, in Gleisnähe angesiedelt. Zudem war der Rangierbahnhof ein wichtiges Ziel der Alliierten. Von Zerstörungen war daher hauptsächlich die Gegend um die Gleise betroffen – die anderen Teile Laims blieben weitgehend verschont. Zur Zeit des Krieges gab es Pläne, den Münchner Hauptbahnhof nach Laim zu verlegen, die jedoch nach Kriegsende verworfen wurden. Es gibt keine verlässlichen Quellen, wie sich die Laimer Bevölkerung damals zu diesen Plänen stellte.

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Nachkriegssiedlung „Alte Heimat“

Nach Kriegsende galt die oberste Priorität dem Wiederaufbau von Wohnraum. Laim hatte damals als ein noch eher äußerer Bezirk Münchens von vornherein viele unbebaute Flächen und die vom Krieg zerstörten Gebäude taten ihr übriges. So wurden sehr schnell, zum Teil in Fertigbauweise, viele Siedlungen errichtet. Probleme dieses schnellen Aufbaus und der damit verbundenen Urbanisierung waren vor allem das Fehlen von Schulen und Kirchen. Auch eine Reihe moderner Kirchen in Laim zeugt von dieser Zeit.

Laim in der Gegenwart[Bearbeiten]

Mitte der 1990er wurde der Rangierbahnhof aufgelöst. Seitdem ist Laim beinahe ausschließlich ein Wohngebiet. 2000 wurde anlässlich der 100-jährigen Eingemeindung der Laimer Anger neu eingeweiht.

Politik[Bearbeiten]

Bezirksausschusswahl 2014
(Stimmen in Prozent)[6]
 %
40
30
20
10
0
37,6 %
37,2 %
21,7 %
3,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008[6]
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-6,8 %p
+4,8 %p
+6,0 %p
-4,1 %p

Der Bezirksausschuss von Laim wurde zuletzt am 16. März 2014 gewählt. Die Sitzverteilung lautet wie folgt: SPD 9, CSU 9, Grüne 6 und FDP 1.[6] Von den 40.880 stimmberechtigten Einwohnern Laims haben 17.155 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 42,0 Prozent lag.

Münchner Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtbezirk Laim wird im Münchner Rathaus von der Stadträtin Verena Dietl (SPD) vertreten.

Landtagswahlen[Bearbeiten]

Laim verteilt sich auf zwei Stimmkreise des Bayerischen Landtags:

Bundestagswahlen[Bearbeiten]

Laim liegt im Bundeswahlkreis München-West/Mitte, vertreten durch Hans-Peter Uhl (CSU).

Bauwerke, Plätze und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Laimer Anger[Bearbeiten]

Das historische Zentrum ist der Laimer Anger, der am 1. und 2. Juli 2000 anlässlich einer Umgestaltung neu eingeweiht wurde. Die Feierlichkeiten wurden mit der 100-jährigen Eingemeindung Laims zu München zusammengelegt.

St. Ulrich, Kapelleneingang 48.14002111.498802

St. Ulrich[Bearbeiten]

Gegenüber dem Anger befindet sich die altbayrisch-dörflich wirkende, katholische St. Ulrich Pfarrkirche mit ihrem traditionellen Zwiebelturm. Sie ist nach dem heiligen Ulrich benannt und wurde 1315 erstmals urkundlich erwähnt. Vermutlich ist sie jedoch viel älter und weist auf die Gründungszeit Laims zurück. Seit 1918 ist St. Ulrich eine eigene Pfarrei.

Paul-Gerhardt-Kirche[Bearbeiten]

Die evangelisch-lutherische Paul-Gerhardt-Kirche wurde in den Jahren 1955/56 von Johannes Ludwig erbaut und zählt zu den bedeutendsten Kirchenbauten der Nachkriegszeit in Deutschland. Seit 2001 steht die gesamte Anlage unter Denkmalschutz.

Zu den heiligen Zwölf Aposteln[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche Zu den heiligen zwölf Aposteln wurde 1952 bis 1953 von Sep Ruf erbaut und war sein erster Sakralbau. Das Gebäude ist ein charakteristischer schlichter Kirchenbau der 1950er-Jahre und steht unter Denkmalschutz.

Laimer Schlössl
Hausschild

Laimer Schlössl[Bearbeiten]

Das Laimer Schlössl in der Agnes Bernauer Straße wurde unter Max Emanuel als Wirtschaftsgebäude im Laimer Schlossgut, einem ehemaligen Jagdsitz, errichtet. Im 19. Jahrhundert verfiel es zunehmend und wurde erst mit dem Kauf durch Theodor Fischer renoviert.

Kaufhaus Beck[Bearbeiten]

Das ehemalige Kaufhaus Beck in der Fürstenrieder Straße 21 sticht durch seine Klinkerfassade aus dem Straßenbild heraus. Einstmal war es ein Kaufhaus der gehobenen Klasse, stand folglich 15 Jahre leer und war Gegenstand vieler politischer Diskussionen. Pläne, eine Spielhalle in diesem Gebäude anzusiedeln, stießen auf heftigen Widerstand. Seit 2008 wird das Gebäude kernsaniert.

Laimer Würfel[Bearbeiten]

Der Laimer Würfel ist ein neues elfstöckiges Bürogebäude an der Kreuzung Landsberger Straße und Fürstenrieder Straße. Es sticht durch seine Höhe und markante Fassade sofort in den Blickpunkt. Hauptnutzer des Gebäudes ist die DAB Bank, die hier ihren neuen Hauptsitz hat.

Sonstige Bauwerke[Bearbeiten]

  • Villa Ballauf, Riegerhofweg 8, eine malerische Villa mit Fachwerk und Turm, 1898 von Franz Rank errichtet
  • Lehrer-Angerer-Haus, Mathunistraße 32, barockisierende Villa, 1895 von M. Seidl gebaut

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Stadtteilkultur[Bearbeiten]

INTERIM-Theater[Bearbeiten]

Das Interim ist ein Bürgertreff an der Agnes-Bernauer-Straße, in dem regelmäßige Kulturveranstaltungen stattfinden. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die Interimskirche, die von der Stadt München gekauft wurde, um nach einem geplanten Abriss die Agnes-Bernauer-Straße zu verbreitern. Als dieses Bauvorhaben jedoch verworfen wurde, wandelte man das Gebäude in ein Bürgerhaus um.

Münchner Stadtbibliothek[Bearbeiten]

Die Stadtbibliothek ist seit 1987 am Laimer Platz (Fürstenrieder Straße 53). Sie wurde vom Architekten Kurt Ackermann, München, 1987 erbaut und weist einen im Sommer geöffneten Bibliotheksgarten mit Skulptur von Lothar Fischer auf. Mit einem Bestand von 50.000 Medien (Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Spiele, AV-Medien, wie CD-ROMs, Wii-Spiele, DVDs) gehört sie zu den großen Zweigstellen der Münchner Stadtbibliothek. In ihren Räumen finden regelmäßig Veranstaltungen für Kinder sowie Ausstellungen, Vernissagen und Schnupperkurse der Münchner Volkshochschule statt.

Münchner Volkshochschule[Bearbeiten]

Die Außenstelle Laim der Münchner Volkshochschule befindet sich am Laimer Platz (Fürstenrieder Straße 53) und bietet ein breitgefächertes Bildungsprogramm.

Neues Rex-Kino[Bearbeiten]

Das Rex-Kino („Neues Rex“) am Agricolaplatz (im ehemaligen Festsaal der Gaststätte Bürgerbräu; heute Wirtshaus – Bar – Biergarten „Laimers“) ist das einzige Stadtteilkino in Laim und eines der ältesten Filmkunsttheater in München überhaupt. Zum Kino gehört zudem der einzige Biergarten Laims, der damit eine wichtige Institution des Stadtviertels ist.

Bauernmarkt[Bearbeiten]

Jeden Freitag findet von 7:30 bis 13:00 Uhr an der Ecke Agnes-Bernauer-Straße/Fürstenrieder Straße unweit des Laimer Angers der traditionelle Bauernmarkt statt.

Rotlichtbezirk[Bearbeiten]

Seit Jahrzehnten besteht westlich der Friedenheimer Brücke ein Straßenstrich mit Bordellbetrieben. Er überstand auch die radikale Neugestaltung und Reduzierung des Münchner Sperrbezirks unter Kreisverwaltungsreferent Peter Gauweiler Anfang der 1980er-Jahre.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Mathias L. Auer: Laimer Chronik. Eine Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Stadtteils Laim von den Anfängen bis zur Gegenwart. Band 1: Chronologische Ausführungen von den Anfängen bis 1981. Selbstverlag, München 1981, ISBN 3-9800896-0-6. (Band 2 ist nicht erschienen)
  • Gernot Brauer: München Laim – Ein Stadtteil in 24 Stunden, MünchenVerlag, München 2010, 192 Seiten, ISBN 978-3-937090-44-3 Verlagsinfo

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Bevölkerung in den Stadtbezirken nach der Einwohnerdichte am 31.12.2013 (PDF; 424 kB). Statistisches Amt der Landeshauptstadt München. Abgerufen am 16. Juni 2014.
  2. U-Bahn-Bau-Projekte in Planung – Planungen für die Verlängerung der U-Bahn-Linien U4, U5 und U6. Landeshauptstadt München. Zuletzt abgerufen am 23. Juni 2014.
  3. Statistisches Taschenbuch München 2006 (PDF). Landeshauptstadt München.
  4. Archiv Stadtteilinformationen. Landeshauptstadt München. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  5.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 601
  6. a b c Wahl des Bezirksausschusses – Stadtbezirk 25 – Laim. Landeshauptstadt München. Abgerufen am 16. Juni 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien