Laima Liucija Andrikienė

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Laima Liucija Andrikienė (* 1. Januar 1958 in Druskininkai, Litauen) ist eine litauische Politikerin und gehört seit 2004 dem Europäischen Parlament als Mitglied der Europäischen Volkspartei an.

Akademische Karriere[Bearbeiten]

Andrikienė studierte Wirtschaftswissenschaften und Mathematik an der Universität Vilnius. 1980 erhielt sie ihren Hochschulabschluss, 1986 folgte ihre Promotion in Wirtschaftswissenschaften und 2002 bis 2004 war sie schließlich außerordentliche Professorin am Lehrstuhl für Politikwissenschaft an der Litauischen Juristischen Universität, sowie Leiterin des Instituts für Politik und Verwaltung der Europäischen Union und Dekanin der Fakultät für öffentliche Verwaltung. Des Weiteren war sie 1988 bis 1989 Fellow an der University of Manchester, sowie 1996 Fellow an der Georgetown University in Washington D.C.. 2007 wurde Andrikienė von der Kingston University die Ehrendoktorwürde verliehen.

1980 bis 1983 war Andrikienė als Ingenieurin im Rechenzentrum des Litauischen Instituts für Agrarwirtschaftliche Forschung tätig. Danach wurde sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und später leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts (1983 bis 1989). bevor sie zwischen 1989 und 1990 Assistentin des stellvertretenden litauischen Ministerpräsidenten wurde.

Politische Karriere[Bearbeiten]

Parteizugehörigkeit[Bearbeiten]

Andrikienė betätigte sich in der litauischen Unabhängigkeitsbewegung Sajudis. 1993 war sie einer der Mitbegründer der Vaterlandsunion, dessen Vorstand sie bis 1998 angehörte. 1999 gründete sie die Vaterländische Volkspartei und war bis 2001 deren Vorsitzende. Danach wurde sie Mitglied der Union der Rechten und kehrte 2003 schließlich zur Vaterlandsunion zurück. Seit 2006 ist Andrikienė Mitglied des Parteirats der Vaterlandsunion.

Politische Ämter[Bearbeiten]

Andrikienė war Mitglied des Litauischen Obersten Rates und Unterzeichnerin des Akts zur Wiederherstellung der Unabhängigkeit Litauens. Von 1992 bis 2000 gehörte sie dem litauischen Parlament an. In dieser Zeit war sie 1996 Ministerin für Industrie und Handel sowie 1996 bis 1998 Ministerin für europäische Angelegenheiten. 1998 bis 2000 war Andrikienė Vorsitzende der litauischen Delegation in der Baltischen Versammlung sowie Vorsitzende des Präsidiums der Baltischen Versammlung. Seit 2004 ist sie Mitglied des Europäischen Parlaments.

Seit 2005 ist Andrikienė Mitglied des Rates der Direktoren des Jüdischen Instituts von Vilnius

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Großoffizier des Nationalen Verdienstordens der Französischen Republik (1997)
  • Unabhängigkeitsmedaille der Republik Litauen (2000)
  • Medaille der Baltischen Versammlung (2003)
  • Kommandeurskreuz des litauischen Großfürst-Gediminas-Ordens (2004)

Weblinks[Bearbeiten]