Lake Eacham

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Lake Eacham
Blick auf den Lake Eacham
Blick auf den Lake Eacham
Geographische Lage Atherton Tableland, Queensland (Australien)
Daten
Koordinaten 17° 17′ 8″ S, 145° 37′ 30″ O-17.2855145.625Koordinaten: 17° 17′ 8″ S, 145° 37′ 30″ O
Lake Eacham (Queensland)
Lake Eacham
Mittlere Tiefe 65,5f11
Besonderheiten

Maar

Lake Eacham, von den Aborigines Yidyam oder Wiinggina genannt[1], ist ein mit Grundwasser gefülltes vulkanisches Maar im Atherton Tableland von Queensland in Australien. Der See befindet sich in den Wet Tropics of Queensland, die in die Liste des UNESCO- Weltnaturerbe eingetragen sind. Von Cairns ist das Maar 68 km entfernt und über den Gillies Highway durch die Gillies Range erreichbar.

Entstehung und Mythos[Bearbeiten]

Der Lake Eacham und der nahe gelegene Lake Barrine entstanden vor ungefähr 12.000 Jahren, als heißes Magma auf Wasser traf. Die dadurch ausgelöste Explosion hinterließ einen tiefen Krater, der sich dann mit Grundwasser füllte.

In den Mythen der Aborigines ist dieses Ereignis mündlich überliefert: „It is said that two newly-initiated men broke a taboo and angered the rainbow serpent, major spirit of the area (as of most of Australia). As a result 'the camping-place began to change, the earth under the camp roaring like thunder. The wind started to blow down, as if a cyclone were coming. The camping-place began to twist and crack. While this was happening there was in the sky a red cloud, of a hue never seen before. The people tried to run from side to side but were swallowed by a crack which opened in the ground...“[1]

Neuere Geschichte[Bearbeiten]

Lake Eacham um 1940

1886 sollte der Lake Eacham und das Gebiet um den Sees als Farmland aufgeteilt werden. Allerdings wurde 1888 erkannt, dass es sich um eine einmalige Landschaft handelt und das Gebiet zu einer "Scenic Reserve" ernannt. 1943 erklärte die Regierung von Australien den See mit dem ihn umgebenden Gebiet zum Nationalpark und die Armee schuf fünf Picknickplätze, eine Tauchplattform und einen Anlegesteg. 1988 wurde der See in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen, der nahe gelegene Lake Barrine, auch ein Maar, wurde 1994 in den Crater-Lake-Nationalpark eingegliedert.[2].

Ökologie[Bearbeiten]

Der See ist Teil des Crater-Lakes-Nationalparks. Da kein Wasser zufließt, sickert lediglich Grundwasser in den See ein und Regen befüllt ihn, daher schwankt der Wasserspiegel um bis zu vier Meter zwischen der Trocken- und Regenzeit.[2]

In dem See befand sich ein endemischer Fisch, der Regenbogenfisch Melanotaenia eachamensis, dessen kleine Population durch größere ausgesetzte Fische vernichtet wurde. 1989 wurden 3000 Regenbogenfische ausgesetzt und sechs Monate später war keiner mehr im See zu beobachten. Diesen Fisch gibt es jedoch bei Züchtern noch weiterhin.[3] Heute werden 9 Fischarten im See gezählt. Um den See gibt 10 seltene Pflanzenarten. Mehr als 180 Vogelarten befinden sich am See, es gibt auch Schildkröten und den Australischen Amethystpython, die größte Schlange Australiens und Bandicoots, Breitfuß-Beutelmäuse, Possum, Ratten, Fledertiere, Kängurus und Frösche.[2]

Touristische Information[Bearbeiten]

Der See hat eine durchschnittliche Tiefe von 65,5 m und wird von Erholungssuchenden zum Schwimmen, Kanufahren, Wandern und zur Vogelbeobachtung aufgesucht. Motorbootfahren ist auf dem See verboten. Es gibt eine große Liegefläche und einen Ponton, eine Picknickmöglichkeit, ferner einen Rundwanderweg um den See.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b earthsci.org: Ngadjonji, in englischer Sprache, abgerufen am 14. Januar 2012
  2. a b c d derm.qld.gov.au: Nature, culture and history, in englischer Sprache, abgerufen am 14. Januar 2012
  3. Melanotaenia eachamensis auf Home of the Rainbowfish, ISSN: 1445-9523, in englischer Sprache, abgerufen am 10. Februar 2012