Lalendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lalendorf
Lalendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lalendorf hervorgehoben
53.75194444444412.38888888888934Koordinaten: 53° 45′ N, 12° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Krakow am See
Höhe: 34 m ü. NN
Fläche: 112,13 km²
Einwohner:

3130 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18279
Vorwahl: 038452
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TETVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Leerzeichen
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 063
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstr. 5
18279 Lalendorf
Webpräsenz: amt.krakow-am-see.de
Bürgermeister: Reinhard Knaack (Die Linke)
Lage der Gemeinde Lalendorf im Landkreis Rostock
Rostock Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim Admannshagen-Bargeshagen Bartenshagen-Parkentin Börgerende-Rethwisch Hohenfelde (Mecklenburg) Nienhagen (Landkreis Rostock) Reddelich Retschow Steffenshagen Wittenbeck Baumgarten (Warnow) Bernitt Bützow Dreetz (Mecklenburg) Jürgenshagen Klein Belitz Penzin Rühn Steinhagen (Mecklenburg) Tarnow (Mecklenburg) Warnow (bei Bützow) Zepelin Broderstorf Klein Kussewitz Blankenhagen Poppendorf (Mecklenburg) Roggentin (bei Rostock) Broderstorf Thulendorf Altkalen Behren-Lübchin Boddin Finkenthal Gnoien Lühburg Walkendorf Behren-Lübchin Glasewitz Groß Schwiesow Gülzow-Prüzen Gutow Klein Upahl Kuhs Lohmen (Mecklenburg) Lüssow (Mecklenburg) Mistorf Mühl Rosin Plaaz Reimershagen Sarmstorf Diekhof Dolgen am See Hohen Sprenz Laage Wardow Dobbin-Linstow Hoppenrade Krakow am See Kuchelmiß Lalendorf Langhagen Alt Sührkow Dahmen Dalkendorf Groß Roge Groß Wokern Groß Wüstenfelde Hohen Demzin Jördenstorf Lelkendorf Prebberede Schorssow Schwasdorf Sukow-Levitzow Thürkow Warnkenhagen Alt Bukow Am Salzhaff Bastorf Bastorf Biendorf (Mecklenburg) Carinerland Kirch Mulsow Rerik Bentwisch Blankenhagen Gelbensande Mönchhagen Rövershagen Benitz Bröbberow Kassow Rukieten Schwaan Vorbeck Wiendorf (Mecklenburg) Cammin (bei Rostock) Gnewitz Grammow Nustrow Selpin Stubbendorf (bei Tessin) Tessin (bei Rostock) Thelkow Zarnewanz Elmenhorst/Lichtenhagen Kritzmow Lambrechtshagen Papendorf (Warnow) Pölchow Stäbelow Ziesendorf Bad Doberan Dummerstorf Graal-Müritz Güstrow Kröpelin Kühlungsborn Neubukow Sanitz Satow TeterowKarte
Über dieses Bild

Lalendorf ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock. Sie liegt in der geografischen Mitte Mecklenburg-Vorpommerns (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Krakow am See mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Zwischen den Städten Güstrow, Teterow, Laage und Krakow am See liegt die Gemeinde Lalendorf in der wald- und seenreichen Region der Mecklenburgischen Seenplatte und an den Westausläufern der Mecklenburgischen Schweiz. Das Relief ist leicht hügelig, es werden Höhen bis 60 m ü. NN erreicht. Im Gemeindegebiet liegen neben dem Warinsee, dem Radener See und dem Ziest (Tiefer Ziest und Flacher Ziest) mehrere kleinere Seen. Der kleine Fluss Lößnitz (Aalbach) entwässert den größten Teil des Gebietes über die Nebel zur Warnow. Lalendorf hat im Süden einen Anteil am Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See.

Ortsteile [Bearbeiten]

  • Mamerow
  • Vietgest
  • Wattmannshagen
  • Alt Krassow
  • Bansow
  • Dersentin
  • Friedrichshagen
  • Gremmelin
  • Lübsee
  • Neu Krassow
  • Neu Zierhagen
  • Niegleve
  • Nienhagen
  • Raden
  • Reinshagen
  • Roggow
  • Schlieffenberg
  • Tolzin
  • Vogelsang

Geschichte [Bearbeiten]

Bekannt wurde Lalendorf durch herausragende germanische Funde des 1. Jahrhunderts n. Chr., welche in die Reihe der Fürstengräber vom Lübsow-Typ einzuordnen sind. Im um das Jahr 150 erstellten Weltatlas Geographike Hyphegesis von Klaudios Ptolemaios ist der Ort "Marionis altera" als einer von 94 Städten Germaniens erwähnt. Diesen Ort bringt man mit dem heutigen Lalendorf in Verbindung.

1361 wurde Lalendorf erstmals erwähnt. Das ehemalige Gut Lalendorf wurde durch den Bau der Bahnlinien Güstrow-Teterow und Rostock-Waren (Müritz), an deren Kreuz sich der Bahnhof Lalendorf befindet, aufgewertet.

Lalendorf ist heute ein Zentrum landwirtschaftlicher Produktion (unter anderem Pferdezucht im Ortsteil Vogelsang). Dank der günstigen Infrastruktur haben sich in den letzten Jahren einige Firmen und Unternehmen im Lalendorfer Gewerbegebiet niedergelassen. Auch der Tourismus entwickelt sich im Gemeindegebiet - so entstand am Flachen Ziest eine Ferienhaussiedlung. Lalendorf verfügt über eine Grund- Haupt- und Realschule, eine Kindertagesstätte, eine Gemeinschaftsarztpraxis, eine Apotheke sowie eine Praxis für Physiotherapie, des Weiteren über ein Gemeinwesenzentrum und einen Jugendclub.

Durch die Ansiedlung von Rheinländern im Ortsteil Raden in den 1930er Jahren kam die Karnevals-Tradition nach Lalendorf.

Eingemeindungen [Bearbeiten]

Mamerow und Vietgest wurden am 1. Juli 2001 eingemeindet.[2] Wattmannshagen kam am 1. Januar 2004 hinzu.[3]

Politik [Bearbeiten]

Wappen [Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 19. März 1998 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 151 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Rot ein silberner Leistenschragen, bewinkelt von vier zweiblättrigen goldenen Eichenzweigen mit einer Eichel.“

Das Wappen wurde von dem Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick gestaltet.

Flagge [Bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde ist quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Rot, Silber (Weiß) und Rot gestreift. Die roten Streifen nehmen je ein Viertel, der silberne (weiße) Streifen nimmt die Hälfte der Länge des Flaggentuchs ein. In der Mitte des silbernen (weißen) Streifens liegt das Gemeindewappen, das zwei Drittel der Höhe und ein Drittel der Länge des Flaggentuchs einnimmt. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Kirche in Schlieffenberg

Auszug aus der Liste der Baudenkmale in Lalendorf:

  • Panzerdenkmal mit einem sowjetischen Panzer T-34, das inzwischen letzte Panzerdenkmal in Mecklenburg-Vorpommern
  • Feldsteinkirche im Ortsteil Lübsee aus dem 15. Jahrhundert
  • Herrenhaus im Stil der Tudorgotik im Ortsteil Bansow
  • Gutshaus in Dersentin
  • Römisch-katholische Kirche im Ortsteil Raden, erbaut in den 1950er Jahren
  • Dorfschmiede im Ortsteil Vietgest
  • Herrenhaus Vogelsang, Herrenhaus im Ortsteil Vogelsang (tudorgotischer Stil)
  • Holländermühle im Ortsteil Mamerow – heute Wohnhaus
  • Wassermühle an der Lößnitz im Ortsteil Reinshagen
  • Herrenhaus Vietgest, Herrenhaus im Ortsteil Vietgest, der letzte bedeutende Barockbau in Mecklenburg - heute Hotel
  • Hallenkirche im Ortsteil Reinshagen aus dem Jahr 1270
  • Kirche im Ortsteil Schlieffenberg
  • Naturschutzgebiet Schlichtes Moor, eines der tiefgründigsten Kesselmoore in Mecklenburg-Vorpommern
  • Gutshaus (Neubarock) im Ortsteil Wattmannshagen
  • Gutshaus (Klassizismus, erbaut um 1800) im Ortsteil Gremmelin

Verkehrsanbindung [Bearbeiten]

Durch den Westen des Gemeindegebietes führt in Nord-Süd-Richtung die Bundesautobahn 19 (RostockBerlin) mit der Anschlussstelle Güstrow. In Ost-West-Richtung verbindet die Bundesstraße 104 die Gemeinde Lalendorf mit Güstrow und Teterow. In der Gemeinde kreuzen die Bahnlinien Rostock–Neustrelitz und Güstrow–Neubrandenburg.

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Pogge-Gedenkstein in Roggow

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden am 31.12.2011 (XLS) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004

Literatur [Bearbeiten]

Geschichte [Bearbeiten]

  • Joachim Herrmann: Archäologie in der Deutschen Demokratischen Republik. Urania-Verlag Leipzig Jena Berlin, ISBN 3-332-00308-9.
  • Steffen Kober: Die germanischen Fürstengräber der Lübsow-Gruppe. Grin Verlag 2007, ISBN 978-3638759106.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Lalendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien