Lambert Massart

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L.J. Massart

Lambert Joseph Massart (* 19. Juli 1811 in Lüttich; † 13. Februar 1892 in Paris) war ein belgischer Violinist.

Leben[Bearbeiten]

Massart stammte aus einer Musikerfamilie, ersten Unterricht erhielt er durch seinen Vater und anschließend durch seinen Bruder Jean-Joseph (1790-1818), der Geiger im Lütticher Theaterorchester war. 1812 trat Massart erstmals in Lüttich und später in anderen Städten des Landes auf. Dank seiner Begabung erhielt er ein Stipendium, welches ihm erlauben sollte am Conservatoire de Paris zu studieren. Dort wurde er aber durch Luigi Cherubini als ausländischer Schüler abgelehnt, wie auch Franz Liszt und César Franck. Fasziniert vom Talent des jungen Geigers erteilte Rodolphe Kreutzer ihm privaten Unterricht. Nach einem viel beachteten Konzert welches er in der Pariser Oper gab, wurde er doch in die Harmonieklasse des Konservatoriums aufgenommen.

1843 wurde er Violinprofessor an dem Konservatorium, welches ihn zuvor abgelehnt hatte. Dieses Amt hatte er siebenundvierzig Jahre inne. Seine Frau Louise-Aglaé Massart-Masson, mit der er häufig Konzerte gab, war Klavierprofessorin am gleichen Konservatorium. Zu seinen Schülern gehörten Musiker von Weltrang wie Fritz Kreisler, Pablo de Sarasate, Gustave Charpentier, Martin Marsick und Henryk Wieniawski.

Sein Neffe Rodolphe Massart (* 1840) war ebenfalls ein bekannter Violinist und Professor am Lütticher Konservatorium, wo er den jungen Eugène Ysaÿe unterrichtete.

Werk[Bearbeiten]

Weil ihn das Komponieren wenig interessierte, hinterlässt Massart diesbezüglich nur wenige Spuren. Hauptsächlich sind es didaktische Stücke für die Violine, wie sein Werk L'Art de travailler les études de Kreutzer. Gelegentlich wird seine Komposition Fantaisie sur la romance de Madame Malibran „Le Réveil du beau jour“ für Violine und Orchester erwähnt.